Historie » Schloss Reinbek

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Archived: 2026-04-23 17:16

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Historie
1250 bis heute - Reinbek schreibt (seine) Geschichte
Käme der Erbauer von Schloss Reinbek, Herzog Adolf I. von Schleswig-Holstein-Gottorf, noch einmal hierher, würde er sich sicher sofort heimisch fühlen. Die offene Dreiflügelanlage, erbaut nach französischen Vorbildern im niederländischen Stil, war als reines Lustschloss gedacht. Nach der Zeit der Herzöge erlebte Schloss Reinbek allerlei Verwandlungen - um heute wieder ein Haus für berührende und erholsame Momente zu sein.
1250
Gründung eines Klosters für Zisterzienser-Nonnen in Reinbek
1534
Einäscherung des Klosters
1572-1576
Schlossbau auf dem Klostergelände durch Herzog Adolf v. Schleswig-Holstein-Gottorf (1526-86)
1647-1867
Sitz der herzoglichen und königlich dänischen Amtmänner von Reinbek
1868
Sitz des 1. preußischen Landrates von Stormarn
1874
Verkauf des Schlosses und Umbau zum Hotel mit neuem gotisierenden Mittelbau und Schließung der Arkaden
1939
Verkauf des Schlosses an die Freie und Hansestadt Hamburg, Umbau zum "Reichsinstitut für ausländische und koloniale Forstwirtschaft"
1972
Erwerb des Schlosses durch den Kreis Stormarn und die Stadt Reinbek
1977-1987
Restaurierung des Schlosses mit finanzieller Hilfe des Bundes und der Länder Hamburg und Schleswig Holstein
Ein erfolgreicher Stratege
Herzog Adolf, 1526 als Sohn des dänischen Königs geboren, trat als 18-jähriger die Herrschaft über sein neugebildetes Herzogtum Schleswig-Holstein-Gottorf an. Sein Land war arm und verschuldet. So stellte er sich in den Dienst Kaiser Karls V. und wurde ein bedeutender Heerführer. In England warb er um die Hand der Königin Elisabeth I. Wie alle 16 abgewiesenen Freier erhielt er den englischen Hosenbandorden. In seinem Wappen ist die Auszeichnung abgebildet.
Aus den Feldzügen kehrt er wohlhabend zurück und errichtet Schloss-Neubauten in Kiel (1558-1567), Reinbek (1572-1576), Husum (1577-1582) und Tönning (1581-1583).
Mit seiner Ehefrau Christine, der Tochter des Landgrafen Philipp von Hessen, begründete er die Herzogslinie, die über den aufgeklärten großen Kulturstifter Friedrich III. und den Universitätsgründer Christian Albrecht bis hin zu Karl-Peter-Ulrich reichte, der als Zar Peter III. wenige Monate lang Russland regierte. Ehefrau und Nachfolgerin Katharina die Große trat das gottorfsche Rest-Herzogtum an Dänemark ab.
Das Schloss wird verkauft
Das Schloss wurde Sitz des königlichen Amtmanns. Das Amt Reinbek umfasste ungefähr ein Drittel des heutigen Kreises Stormarn. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erwog man in Kopenhagen das Gebäude abzureißen, da die Reparaturkosten für eine 'Dienstwohnung' des Amtmannes unangemessen erschien. Ein Gutachten des berühmten Regierungsbaumeisters C.F. Hansen verhinderte den Abriss.
1867 wurde Schleswig-Holstein preußische Provinz. Das Landratsamt war zunächst im Schloss, wurde dann aber nach Wandsbek verlegt und das Schloss 1874 verkauft. Zunächst war es ein Hotel, dann ein christliches Erholungsheim bis die Stadt Hamburg 1939 das Schloss erwarb. Das 'Reichsinstitut für ausländische und koloniale Forstwirtschaft' aus Tharandt bei Dresden zog in die Räume. 1943 erhielt zudem das ausgebombte Pharmazeutische Institut der Universität Hamburg hier sein Labor. Nach dem Krieg entstand aus dem Reichsinstitut die 'Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft'. 1972 kauften die Stadt Reinbek und der Kreis Stormarn gemeinsam das gesamte Areal.
Aus dem Dornröschenschlaf erwacht
Bis zu seiner Restaurierung war das Schloss kaum im Bewusstsein der Bevölkerung präsent. Das änderte sich mit dem Beginn der Restaurierung 1977. Zehn Jahre lang wurde der Renaissancebau aus den vielen Um- und Anbauten der wechselnden Nutzungen mustergültig wieder herausgeschält.
Vertreter*innen von Kreis und Stadt entwickelten ein Konzept das Schloss zum Nutzen der Bevölkerung mit neuem Leben zu erfüllen. Mit dem Architekten Horst v. Bassewitz gewann man einen Fachmann, der mit Sachverstand und Augenmaß das Schloss in seinen ursprünglichen Zustand versetzte und zugleich lebendigen Kulturbetrieb ermöglichte. Zugleich wurde der denkmalgeschützte Park neu gestaltet.
Per Vertrag mit dem Kreis Stormarn kümmert sich die Stadt Reinbek um das Denkmal und betreibt das Schloss als Veranstaltungshaus und städtisches Kulturzentrum.
Herzog Adolf I. von Schleswig-Holstein-Gottorf
Wappen Herzog Adolf I.
Kultur im Schloss Reinbek
Konzertshow - David, Ben und Finn
Swing, Filmmusik, Jazz, Musical und Evergreens. Der bekannte Showpianist David Harrington hat zwei sehr viel versprechende junge Talente entdeckt und mit ihnen ein wunderbares musikalisches Programm entwickelt. Das Hamburger Trio besteht aus Harrington selbst (bekannt durch David & Götz) und den beiden Youngstern Ben und Finn Wroblewski (Posaune und Schlagzeug).
Mit Witz und Leichtigkeit laden sie ein zu einer musikalischen Reise. Eingebettet in eine Geschichte um einen Teilzeit-Hausmeister der Musikhochschule, der eigentlich Pianist ist, und zwei Nachwuchsmusiker präsentiert das Trio Swing, Evergreens, Musical, Jazz und Filmmusik.
In der Geschichte nutzt der Pianist alte Kontakte und das Trio feiert erste Erfolge. Und dann ergibt sich plötzlich die ganz große Chance …
Kartenvorverkauf an der Kulturkasse
24.04.2026 - 19:30 Uhr
12. VIVA SENIORES
Auch in diesem Jahr hält die Seniorenmesse eine Fülle von Anregungen für alle Lebenslagen bereit. Das beliebte Vortragsforum wird wieder eine Reihe von aktuellen Themen präsentieren und zur Diskussion stellen.
Die Viva Seniores ist seit 2014 fester Bestandteil des Veranstaltungsprogramms im Schloss Reinbek. Auch in diesem Jahr hält die Seniorenmesse eine Fülle von Anregungen für alle Lebenslagen bereit. Das beliebte Vortragsforum wird wieder eine Reihe von aktuellen Themen präsentieren und zur Diskussion stellen.
Eintritt frei.
26.04.2026 - 10:00 Uhr
Sachsenwald-Slam
Mit dem Sachsenwald-Slam kommen regelmäßig Poetinnen und Poeten ins Reinbeker Schloss, um sich der Publikumsjury zu stellen. Alle Texte sind selbst geschrieben und dürfen nicht länger als 6 Minuten sein.
Kartenvorverkauf an der Kulturkasse
Von humorvoller Prosa bis zu ernster Lyrik ist alles möglich beim Sachsenwaldslam. Das Format Poetry Slam, bei dem Autoren jeden Alters mit ihren Texten gegeneinander antreten, gibt es seit 1986. Das Schloss hingegen schon seit 1576. Man munkelt, dass es schon damals begabte Reinbeker gab, die mit Worten umgehen konnten. So treffen sich hier und heute noch Poetinnen und Poeten.
Anmeldungen als Slammer werden angenommen unter: slam-reinbek@gmx.de
Der Sachsenwald-Slam ist eine Kooperation des Kulturzentrums mit Armin Sengbusch.
05.05.2026 - 19:30 Uhr
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