Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)

Source: http://www.uni-leipzig.de/gwzo

Archived: 2026-04-23 15:39

Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)
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Das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) zählt international zu den führenden Forschungs- und Vermittlungseinrichtungen für die Geschichte und Kultur des östlichen Europa. Unser breiter, disziplinenübergreifender Dialog sowie unsere historische Spannweite sind einzigartig: Von A bis Z, von der Antike bis zur Zeitgeschichte, untersuchen wir die Besonderheiten und Veränderungen dieser historisch wie gegenwärtig so wichtigen Großregion. Im Fokus stehen Themen, die zu den drängendsten Herausforderungen unserer Zeit gehören: Globalisierungsdynamiken und Migration, Wissensordnungen und konkurrierende Geschichtsbilder, Umwelt und Gewalt.
In vier Abteilungen und wechselnden Nachwuchsforschungsgruppen betreiben Wissenschaftler*innen am GWZO Grundlagenforschung. Unsere Kernkompetenz liegt in Ostmittel- und Osteuropa, wobei wir auch Nachbarregionen einbeziehen – vom Balkan und dem Kaukasus bis nach Nordeuropa. Forschung am GWZO zeichnet sich durch globale Einbettung und eine kritische Reflexion von Regionskonzepten aus. Im östlichen Europa und darüber hinaus stützen wir uns auf ein dichtes Netz langjähriger Partnerschaften.
Seit über 30 Jahren präsentieren wir unsere Forschungsergebnisse auf nationaler und internationaler Ebene. Neben Publikationen und Ausstellungen entwickeln wir digitale Formate, um unsere Erkenntnisse dem Fachpublikum und einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Damit machen wir Geschichte(n) verständlich – und tragen dazu bei, das östliche Europa in seiner kulturellen Vielfalt und seinen globalen Herausforderungen in Vergangenheit und Gegenwart einordnen zu können.
Leipziger Erklärung
»Wissenschaftsstandort Leipzig gegen Demokratiefeindlichkeit und Rechtsextremismus: Für akademische Freiheit, Menschenrechte und Demokratie«
Die Wissenschaftseinrichtungen der Region Leipzig, darunter auch das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), beziehen entschieden Position gegen Angriffe auf unsere Demokratie. Die Achtung der Würde aller Menschen, die freiheitlich-demokratische Grundordnung, Pluralität, Toleranz, internationaler Austausch und Vielfalt sind Voraussetzungen für unser Zusammenleben auf dem Campus, für erfolgreiche Forschung und beste Studienbedingungen.
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Neue englischsprachige GWZO-Reihe »GWZO Studies on Central and Eastern Europe«
Am 29. April 2026 um 17:30 Uhr wird im Rahmen des Buchvorstellungs-Formats #druckfrisch am
ReCentGlobe
der Universität Leipzig das Buch
Russia’s War on Ukraine and the Crisis of World Order
präsentiert. Der Band erscheint Mitte 2026 und dokumentiert die globale Debatte um Russlands Krieg gegen die Ukraine.
Mit der Veranstaltung startet zugleich die neue englischsprachige GWZO-Reihe
»GWZO Studies on Central and Eastern Europe: Interdisciplinary Approaches to Culture, History, and the Environment«
. Die von Julia Herzberg und Maren Röger herausgegebene Open-Access-Reihe erscheint bei
CEU Press
. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem
Institut für Ost- und Südosteuropäische Geschichte
und dem
Leibniz-WissenschaftsCampus Eastern Europe – Global Area (EEGA)
sowie mit Unterstützung durch die
Südosteuropa-Gesellschaft (SOG)
statt.
© WikiCommons
Nachruf: Dr. Caroline Wagner verstorben
Mit großem Bedauern haben wir vom Tod von Dr. Caroline Wagner erfahren, die unser Institut über lange Jahre von Seiten des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) begleitete. Von 2009 bis 2023 stand sie unserem Kuratorium vor und unterstützte die jeweiligen Institutsleitungen tatkräftig – insbesondere auf dem Weg in die Leibniz-Gemeinschaft spielte sie eine zentrale Rolle. Als Vertreterin des Freistaates Sachsen wirkte sie maßgeblich am Antrag zur Aufnahme des GWZO in die gemeinsame Forschungsförderung von Bund und Ländern mit.
Wir sind Dr. Caroline Wagner zu großem Dank verpflichtet und werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.
GWZO-Podcast Forschungsquartett 1/26: Das jüdische Rumänien der Zwischenkriegszeit
In der aktuellen Live-Ausgabe des detektor.fm-Forschungsquartetts, entstanden im Kontext von »leipzig liest« während der Leipziger Buchmesse 2026, spricht GWZO-Kollegin
Gaëlle Fisher
gemeinsam mit
Carolin Piorun
(Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow) und Moderatorin Jessica Hughes (detektor.fm) über den jüdischen Intellektuellen Schlojme Bickel (1896–1969). Dessen Werk »
Rumänien. Geschichte, Literaturkritik, Erinnerungen
« ermöglicht einen tiefgreifenden Einblick in die jiddische Kultur Rumäniens nach dem Ersten Weltkrieg und beleuchtet die Vielfalt jüdischen Lebens in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche. Im Podcast geht es um die Bedeutung von Bickels Arbeiten für die historische Forschung und jüdisches Selbstverständnis – und warum es sich bis heute lohnt, sich mit Bickels Perspektiven zu beschäftigen.
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Neue trilaterale Kooperationsvereinbarung zur Armenienforschung
Das GWZO in Leipzig baut seine internationale Zusammenarbeit in der Armenienforschung weiter aus: Gemeinsam mit der
Katholischen Péter-Pázmány-Universität Budapest
(PPKE) und dem
»Program in Armenian Language and Culture«
der UCLA Los Angeles wurde Mitte März in Budapest eine trilaterale Kooperationsvereinbarung offiziell übergeben.
Das Memorandum of Understanding wurde in Los Angeles durch Dekanin Alexandra Minna Stern (UCLA), in Leipzig durch GWZO-Direktorin
Maren Röger
und in Budapest durch Rektor Géza Kuminetz (PPKE) unterzeichnet. Die feierliche Übergabe erfolgte durch Dekan Nándor Birher (PPKE; Foto links) an Peter Cowe (UCLA; Foto mitte) sowie an unseren Kollegen
Bálint Kovács
(GWZO; Foto rechts). Die Vereinbarung eröffnet neue internationale und transatlantische Perspektiven.
Neu erschienen: »Zwischen Norm und Praxis« aus der Reihe Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mitteleuropa (Band 64)
In der GWZO-Schriftenreihe »Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mitteleuropa« ist ein neuer Band von Ivonne Kornemann erschienen: »Zwischen Norm und Praxis. Handlungsfelder geistlicher Frauen im Spiegel pragmatischer Schriftlichkeit am Beispiel der Prämonstratenserinnen der Diözese Krakau«. Die Studie untersucht die Handlungsfähigkeit prämonstratensischer Frauenstifte des Mittelalters am Beispiel der vier Damenstifte der Diözese Krakau vom 13. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. Ausgangspunkt ist die in der Forschung verbreitete Annahme, dass eine zunehmende wirtschaftliche und rechtliche Eigenständigkeit weiblicher Konvente zwangsläufig mit einem Verfall klösterlicher Disziplin einhergegangen sei. Ziel der Arbeit ist es, diese Deutung kritisch zu überprüfen und die tatsächlichen Handlungsmöglichkeiten prämonstratensischer Stiftsdamen differenziert zu bestimmen.
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Podiumsdiskussion zu tragfähigen Allianzen in Wissenschaft und Gesellschaft
Im Rahmen des Aktionstages
»Women in Science – Alliances for Change«
fand im Paulinum der Universität Leipzig eine Podiumsdiskussion unter dem Titel »Und jetzt? Wie knüpfen wir Allianzen, die dem Gegenwind standhalten?« statt. Anlass war der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft. Auf dem Podium diskutierten Eva Inés Obergfell, Rektorin der Universität Leipzig, Jean-Alexander Müller, Rektor der HTWK Leipzig, sowie unsere stellvertretende GWZO-Direktorin Prof. Dr.
Julia Herzberg
. Im Mittelpunkt standen Fragen nach institutioneller Zusammenarbeit und den strukturellen Voraussetzungen für langfristig wirksame Allianzen zwischen Wissenschaft, Institutionen und Gesellschaft. Die Podiumsdiskussion kann unter folgendem Link nachgeschaut werden:
Zur Podiumsdiskussion
Ausstellung: Stadt im Fluss
Vom 11. März bis 17. Mai 2026 zeigt das
Stadtgeschichtliche Museum Leipzig
gemeinsam mit der
Universität Leipzig
und dem GWZO, wie eng die Entwicklung der Stadt mit ihren Flüssen verbunden ist. Die Ausstellung, an der mehrere Kolleg*innen aus der Abteilung »
Mensch und Umwelt
« unter Leitung von
Matthias Hardt
beteiligt sind, führt durch 800 Jahre Leipziger Wasser- und Landschaftsgeschichte. Historische Karten, technische Geräte, archivalische Dokumente und Ergebnisse aktueller Forschung zeigen, wie Wasser die Stadt geprägt hat – und wie der Mensch wiederum ihre Flüsse verändert hat. Im Mittelpunkt stehen die Flüsse Pleiße, Weiße Elster und Parthe sowie Themen wie Mühlgräben, Trinkwasserversorgung, Hochwasser und Umweltprobleme. Die Ausstellung wird im Rahmen des Schwerpunktprogramms 2361
»On the Way to the Fluvial Anthroposphere«
von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.
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Online-Ausstellung »Destroyed Ukrainian Heritage«
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erleidet auch das kulturelle Erbe der Ukraine immense Verluste. Der Kyjiwer Architekturhistoriker Dr. Semen Shyrochyn hat in Zusammenarbeit mit dem GWZO die englischsprachige Online-Ausstellung »Destroyed Ukrainian Heritage. Ukraine's Built Heritage since February 24, 2022. A Record of Destruction« kuratiert. Sie zeigt anhand von 40 ausgewählten Beispielen aus dem gesamten Territorium der Ukraine das Ausmaß und die Bandbreite der systematischen Zerstörung des ukrainischen Bauerbes. Ein Podcastbeitrag mit weiteren detaillierten Informationen findet sich
hier
.
Zwischen Juni und Dezember 2025 tourte eine analoge Roll-Up-Version der digitalen Ausstellung durch die Leipziger Stadtteilbibliotheken.
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Neue Studie: Vulkanausbrüche lösten Kettenreaktion aus, die den Schwarzen Tod nach Europa brachte
Eine jüngst in der Fachzeitschrift »Communications Earth & Environment«
veröffentlichte Studie
zeigt: Baumringanalysen und historische Dokumente sprechen dafür, dass vulkanische Aktivität Mitte des 14. Jahrhunderts eine folgenschwere Ereigniskette auslöste, die schließlich zur verheerenden Ausbreitung des Schwarzen Todes in Europa führte. Die Untersuchung entstand in Zusammenarbeit zwischen unserem GWZO Kollegen
Martin Bauch
und der Arbeitsgruppe um Ulf Büntgen der University of Cambridge. Die Forschenden verknüpften erstmals Klimaarchive mit historischen Schriftquellen und zeichneten so das bislang umfassendste Bild jener Verkettung von Umständen, die den Tod von Millionen Menschen und tiefgreifende gesellschaftliche Umbrüche nach sich zog. Dabei wird deutlich, wie eng globale Verflechtungen, Umweltbedingungen und Gesundheitsrisiken zusammenwirkten.
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Unsere Gedanken sind bei unseren ukrainischen Kolleg*innen und Freund*innen. Auf Befehl Putins hat das russische Militär am 24. Februar 2022 ein Land im Herzen Europas angegriffen, mit dessen Wissenschaftler*innen wir vielfältige Kooperationen pflegen, in dem Freund*innen, Kolleg*innen und Familienmitglieder unserer Mitarbeiter*innen leben. Wir sind in Sorge als Menschen und alarmiert als Wissenschaftler*innen, dass massive Geschichtsklitterung als Vorwand für eine völkerrechtswidrige Invasion dient. Wir appellieren an die deutsche Öffentlichkeit, beim Blick auf das östliche Europa ihren Expert*innen und nicht Geschichtsfälschungen zuzuhören. Wir hoffen mit den Menschen in der Ukraine auf das Ende der Aggression, verbeugen uns vor ihrem Einsatz und vor den vielen Menschen in Russland und Belarus, die trotz aller Gefahren offen Kritik üben.
Informationen und Expertise
Armenian Catholic Church Calendar (Tōnac'oyc'), Gherla / Armenian city, 1861). Rights: Bálint Kovács
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Fundauswahl aus dem sog. Schatz von Martynovka (Čerkas’ka Obl., Ukraine).© The Trustees of the British Museum. Shared under a Creative Commons Attribution- NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0) licence.
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28.04.2026
17:00

18:30
Prager Vorträge
Sexarbeit im Arbeiterstaat: Sozialistische Ordnung, Geschlechterverhältnisse und ‚Prostitution‘ in der Tschechoslowakei (1948-1989)
28.04.2026
17:00

18:30
Christiane Brenner (München)
Ort: Prag und online
PDF anzeigen
29.04.2026
17:30

19:00
Buchpräsentation
Russia’s War on Ukraine and the Crisis of World Order
29.04.2026
17:30

19:00
Im Rahmen der Druckfrisch Book Discussion wird der erste Band unserer neuen Reihe »GWZO Studies on Central and Eastern Europe: Interdisciplinary Approaches to Culture, History, and the Environment« vorgestellt.
Ort: Leipzig, Strohsackpassage, Nikolaistr. 6-10, Raum 5.55 und online
07.05.2026
18:15

19:45
Vortrag
Leipzig und seine Flusstäler – neue Erkenntnisse aus (geo-)archäologisch begleiteten Bauprojekten zur Entstehung und anthropogenen Überprägung der Auen im Stadtgebiet
07.05.2026
18:15

19:45
Vortrag von Dr. Christian Tinapp (Landesamt für Archäologie Sachsen)
Ort: GWZO
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Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GWZO
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Wissensvermittlung am GWZO
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