Praxis Artolloriae Pyrotechnicæ

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Praxis Artolloriae Pyrotechnicæ
Das besondere Objekt
28.01.2026
Praxis Artolloriae Pyrotechnicæ
Autorin: Michaela Ortner
In der ehemaligen Privatbibliothek von Kaiser Franz I. von Österreich
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fanden sich unter der Systematik Kriegswissenschaften neben zeitgenössischen Publikationen eine Vielzahl an historischen Traktaten des 16. und 17. Jahrhunderts.
Die Geschichte der militärischen Wissenschaften ist untrennbar mit der Entwicklung von Technik, strategischer Planung und Analyse sowie staatlicher Organisation verbunden. Im deutschsprachigen Raum lässt sich ein klarer Übergang erkennen: Die Fachliteratur, insbesondere die Kriegs- und Feuerwerksliteratur, nimmt ihren Ausgang im 15. Jahrhundert mit anonym überlieferten Feuerwerksbüchern. Diese kriegstechnischen Bilderhandschriften dienten als praxisorientierte Handreichungen für Büchsenmeister und enthielten detaillierte Vorschriften zur Herstellung von Schießpulver, Brandkugeln sowie pyrotechnischen Kriegsgeräten, die sich im Laufe der Zeit von rein praktischen Anleitungen zu systematischen militärwissenschaftlichen Abhandlungen entwickelten.
2
Zwar war die Militärwissenschaft noch nicht akademisch institutionalisiert, doch die Grundlagen wurden in dieser Zeit gelegt.
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Mit der Einführung des Schwarzpulvers im 14. Jahrhundert gelangte eine völlig neue Technologie nach Europa. Ursprünglich aus China stammend, verbreitete sich die explosive Chemikalie über den arabischen Raum und erreichte schließlich auch das Heilige Römische Reich. Es revolutionierte die Kriegführung, weil es erstmals möglich wurde, mit Hilfe von Schießpulvergeschützen Städte zu zerstören und Gegner auf Distanz effektiv zu bekämpfen. Besonders im deutschsprachigen Raum, wo zahlreiche Reichsstädte ihre Befestigungen ausbauten, gewann die neue Waffentechnik rasch an Bedeutung. Die populäre Zuschreibung der Erfindung des Pulvers an Berthold Schwarz ist – nebenbei bemerkt – als legendarische Überlieferung zu bewerten.
3
Das hier dargestellte Bildnis des ehrwürdigen Berthold Schwarz in Ordenstracht, in der unteren Kartusche mit 1643 datiert, ist daher lediglich als ein fiktionales Porträt zu betrachten. Dennoch wurde es lange Zeit für ein authentische Darstellung gehalten und mehrfach reproduziert.
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Abb. 1: Porträt von Berthold Schwarz,
Raphael Custos zugeschrieben, 1643
PORT_00136986_01 POR MAG
Diese artilleristischen und pyrotechnischen Systeme hatten verheerende Folgen für die urbane Infrastruktur und stellten eine fundamentale Bedrohung für die traditionellen Befestigungen mit ihren hohen, dünnwandigen Mauern und Türmen dar. Stadtmauern mussten erneuert, Zeughäuser verstärkt und die Festungsbaukunst neu gedacht werden. Das Wissen über diese technischen Errungenschaften führte zu einer starken Nachfrage an pyrotechnischer und artilleristischer Fachliteratur im 17. Jahrhundert. Die Autoren dieser Traktate waren meist vom Fach – Büchsen- oder Zeugmeister, Offiziere und Festungsbauingenieure
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, manche waren aber auch schlicht Trittbrettfahrer und tüchtige Geschäftsmänner.
Eine dieser damals aktuellen Abhandlungen aus der ehemaligen Privatbibliothek Franz I.
6
soll im Folgenden vorgestellt werden:
Praxis Artolloriae Pyrotechnicæ
Im Jahre 1660 wird im Ostermeßkatalog
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für Frankfurt/ Leipzig die „Vollenkommene Anweisung zu Luft= und ernsthafften Feuerwerken/ benebenst gründlicher Unterrichtung zu der Artillerie I. und II. theil“ von Johann Georg Schwandern, in Osnabrück gelistet. Tatsächlich wurde das Werk von Tilman Bucholtz gedruckt, der zu dem damaligen Zeitpunkt in Osnabrück mit dem bischöflichen Privileg für die Presse versehen war.
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Johann Georg Schwänder war ein Buchhändler aus Halle, der sich aus familiären Gründen 1659 um ein unentgeltliches Bürgerrecht für sich und seine Familie in der Stadt Osnabrück bemühte, wo sein Schwiegervater, Friedrich von Halle, ein ehemaliger Offizier, lebte. Die Stadt sagte ihm zu, dass er einen Buchhandel und eine Druckerei
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einrichten könne, ohne einer Akzise unterworfen zu sein.
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Einen Autor nennt er am Titelblatt nicht, vermerkt aber am Ende der Titelseite, dass der Druck auf seine Kosten erfolgt.
Abb. 2: Schwänder: Vollenkommene Anweisung zu Luft= und ernsthafften Feuerwerken (Osnabrück, 1660)
ÖNB: 251.531-C.FID, Titelblatt
Das Werk besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil „Von bereitung der Lust= und Ernst= Fewr“
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ist in dreizehn Kapiteln gegliedert. Diese tragen Überschriften wie „vom Salpeter“, von „Schwefel und Kohlen“, „vom Pulver / und was davon abhängig ist“, „vom Hartz“, „von dem geschmelzten Zeug / Sternfewer / FewrPutzen /, Spornen, Lunten / Zunder“, und verschiedene Arten von Raketen. Schließlich werden zusammengesetzte Feuerwerke und Wasserfeuerwerke behandelt, aber auch Sprengkugeln, Handgranaten, Sturmtöpfe und „Sturm=kugeln“. Der zweite – andere – Teil handelt laut der Eigenbeschreibung „von der Artollery“; groben Geschützen, Mortier (Mörsern), Instrumenten der Artillerie und ihren Anwendungen. Erörtert werden Laden und Werfen der Kugel aus dem Mortier, Rädergeschütze und wie man die Geschütze behandeln und adjustieren soll. Der Herausgeber richtet sich im Vorwort direkt an den „hochgeneigten Leser“, seine potenziellen Käufer. Am Ende der Inhaltsangabe folgt die Anweisung an den Buchbinder, wie die 50 durchnummerierten Kupferstiche im Werk einzubinden sind.
Das Kupfer 27: Sturm=Kugeln
Feuerkugeln erfreuten sich im 16. und 17. Jahrhundert vor allem bei Belagerungen großer Beliebtheit und gelten als Sinnbild für die zerstörerischen wie auch technischen Neuerungen dieser explosiven Zeit. Ein wesentlicher Grund dafür war die Erschwinglichkeit der benötigten Materialien, wodurch sie in großer Zahl und in vielfältigen Varianten hergestellt werden konnten. Die Brandsätze bestanden aus mehreren zugeschnittenen Segmenten aus Leinen, die zu einem Sack zusammengenäht wurden. Die Größe dessen variierte je nachdem, ob der Einsatz mit der Hand oder mittels eines Mörsers geplant war. Gefüllt wurden diese Sackballen mit Salpeter, Schwefel, Schwarzpulver und Harz in unterschiedlichsten Zusammensetzungen. Mit Leinöl und Sägespänen wurde eine feste Masse geknetet und mithilfe eines Stampfers in den Sack gefüllt.
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Darauf legte man einen perforierten eisernen Ring der fest an den Kugelkörper genäht wurde, der anschließend mit Seilen umwickelt und in Pech getaucht wurde. Die hier gezeigte „Sturm=kugel“ zeigt Einschlüsse – kleine mit Schwarzpulver und Kugeln versehene zugespitzte Hülsen (Figura 61), im gegenständlichen Werk „Schläge“ genannt.
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Abb. 3: Schwänder: Brand-Kugel
ÖNB: 251.531-C.FID, Blatt 27.
Die Explosionen der einzelnen Schläge waren nicht vorhersehbar, da sie in das entzündliche Füllmaterial der brennenden Bombe eingebettet waren (Figura 62). Daher war es außerordentlich gefährlich, sich den Bomben zu nähern, um sie zu löschen
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und so Brände in den beschossenen Städten zu verhindern.
Furttenbach Joseph: Vater und Sohn: Der Brandkugelschnapper von 1662
Einen innovativen Vorschlag, einer Person genügend Schutz zu bieten, sich nahe genug der schädlichen Feuerquelle zu nähern, um sie mit Hilfe von nassem Rindsleder zu löschen, bringt der Ulmer Ratsherr und Baumeister Joseph Furttenbach in seiner – mit grafischer Ausstattung durch seinen Sohn
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– 1662 veröffentlichten „Feriae Architectonicae, der siebende Theil, das seynd die nur noch ubrige Früe und Spattstunden, mit liebreichen Delectationen der drey Arten hochnutzlichen Gebäwen, sampt derselben Mitgliedern in den freyen Künsten wol auszulegen ... Wassergebäw in Vorstellung der Arch Noae, Stadtgebäw, Kriegsgebäw ... sampt ... Brandkuglen, Granaten Kuglen, Handgranatlin, … in gar angenemmer Manier darzustellen“.
Abb. 4: Der Brandkugelschnapper in: Furttenbach, Joseph: Feriae Architectonicae, (s.l., 1662)
Im Kapitel „Die Brandkugeln zu demmen“
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schildert Furttenbach die Furcht der Einwohner einer Stadt vor den verheerenden Folgen solcher Brände und präsentiert „ein gantz newe invention, den Brandkugel-Schnapper genandt“, um diese zu verhindern. Anhand eines Kupferstichs erläutert er in drei Darstellungen, wie diese Löschvorrichtung aufgebaut und eingesetzt werden soll. Ein aus starkem, imprägniertem Holz gefertigter und mit Eisenblech beschlagener Trog wird mit präzisen Maßangaben sowohl frontal als auch im Profil gezeigt. Um die Brandkugel darin einschließen zu können, bedarf es eines tapferen Mannes „mit heroischen Gemüht“. Dieser manövriert den auf zwei Rädern montierten Kasten, der mit drei Sehschlitzen versehen ist, über die brennende Kugel. Anschließend wird der Trog mit Erde bedeckt, um das Feuer zu ersticken.
Zurück zu Schwänders Werk:
Erst im Abspann, auf der letzten Seite des zweiten Teils über die „Artollery“ teilt der Herausgeber Schwänder seinen „kunstbegierigen Lesern“ mit, dass bereits im Jahre 1657 ein inhaltsgleiches Traktat ohne Nennung eines Autors in Oels erschienen war. Da keine Exemplare mehr im Umlauf und die Kupferplatten versschliffen wären, sei er von „einem vornehmen Herrn“ ersucht worden, einen Nachdruck anzufertigen. Auch bedauert der Herausgeber, dass eine geplante Ergänzung zum Werk nicht zeitgerecht fertig gestellt wurde und daher das Buch ohne Erweiterung erscheint.
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Die Originalausgabe
Unterschiedene neue Arten von Künstlichem Fewerwerck, neben Kurzem begrief undt anleitung zu der Artillerie.
Von einem Liebhaber beyderley wißenschafft hiebevor aufgesezet, iezo aber Anderen zu fernerem nachsinnen an Tag gegeben.
gedruckt bei Johann Seyffert in Oels 1657.
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Abb. 5: Nimrod: Von einem Liebhaber beyderley wißenschafft hiebevor aufgesezet, iezo aber Anderen zu fernerem nachsinnen an Tag gegeben.
(Oels 1657).
ÖNB: 254.041-D.FID, Titelblatt
Der Herausgeber war Sylvius Nimrod, Herzog von Württemberg und Oels, der in seiner Vorrede erwähnt, dass ihm das Werk „communiciret“ worden war und nachdem er einige Proben hieraus anfertigen ließ und sie als gut befunden, zum Druck befördert hat.
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Die Kupfertafeln steuerte der Bildhauer und Stecher Johan Baptista Paravicini bei. Sein Name steht am Titelblatt und auf dem ersten Kupferblatt. Gewidmet ist dieses Werk Herzog Wilhelm von Sachsen.
Schon früh wurde die Vermutung geäußert, dass der Herzog selbst der Verfasser sei.
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Er galt als Freund artilleristischer und pyrotechnischer Experimente, wie man auch der Vorrede entnehmen kann. Bereits mit 16 Jahren nahm er an der Belagerung von Breisach im Jahr 1638 teil. Ab 1640 lebte er mit seinen Geschwistern in Gotha, wo er seine Ausbildung erhielt. 1647 heiratete er – um ein Jahr verspätet – die reiche Elisabeth Marie von Münsterberg-Oels, nachdem die ursprüngliche Hochzeit auf Grund der Besetzung von Oels 1646 durch die Schweden verschoben worden war.
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Am Titelblatt wird der (Buch-)Titel in einer Kartusche flankiert von Mars und Minerva mit dem Schild der Medusa. Über dieser ist eine weitere von Voluten gefasste, barocke Kartusche angebracht, die mit dem Wappen Herzog Sylvius I. Nimrod von Württemberg-Oels verziert ist. Ein Engel bläst die (Sieges-)Posaune. Der Hintergrund zeigt Standarten. Zu Füßen von Mars und Minerva liegen Büchsen, Granaten und eine Sturmkugel, sowie ein Zirkel und ein aufgeschlagenes Buch mit Darstellungen von Kriegsgeräten. Das ganze Titelblatt könnte man als eine Art Siegesdenkmal mit erbeuteten Waffen lesen. Die Signatur nennt einen Heinrich Ortlob als Künstler. Über diesen ist nicht viel bekannt, außer dass er für die Familie von Sylvius I. Nimrod einige Porträts anfertigte, die von Johan Baptista Paravicini gestochen wurden.
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Notabene
Nachdrucke eines bereits veröffentlichten Werkes, meist ohne Zustimmung der Autoren oder Herausgeber, waren im 17. Jahrhundert nichts Ungewöhnliches. Ein geregeltes Urheberrecht existierte noch nicht. Stattdessen gab es sogenannte zeitlich begrenzte Druckprivilegien, die von lokalen Herrschern oder Städten für bestimmte Werke an Schriftsteller oder Drucker erteilt wurden. Diese Privilegien schützten aber ein Werk nur innerhalb des jeweiligen Machtbereichs. Für Schwänder war dies ein lukratives Geschäftsmodel: Ersparte er sich doch so die Umsetzung eines Manuskripts in ein gedrucktes Werk. Für seinen Nachdruck oder Neuauflage mit verändertem Titel der „Praxis Artolloriae Pyrotechnicæ“
verzichtete er auf das aufwendig gestaltete Titelblatt von Heinrich Ortlob sowie die Widmung und Vorrede. Der Text und die Abbildungen im Werk sind großteils ident. Die durchnummerierten Kupfertafeln ließ er vom Goldschmied Hermann Brawe
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reproduzieren. Dieser signierte das erste Blatt am Fuß der Abbildung eines Instrumentes der „Praxis Artolloriae Pyrotechnicæ“ wie der Kupferstecher Johan Baptista Paravicini im Original.
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Abb. 6: Signatur des Kopisten Brawe: Vollenkommene Anweisung zu Luft= und ernsthafften Feuerwerken (Osnabrück, 1660)
ÖNB: 251.531-C.FID, Blatt 1
Die Kupfertafeln ließ Schwänder in das Werk einbinden. Für die leichtere Lesbarkeit ergänzte er eine Legende mit einer Erklärung der im Text verwendeten astrologisch-alchemistischen Spezialzeichen wie für Schwefel und Salpeter und gliederte an wenigen Stellen den Text neu. Schwänder war stolz auf die wenigen Korrekturen bei seinen Nachdrucken und betonte, dass „seine Nachdrucke von lästigen Druckfehlern der Originale befreit“ werden.
25
So hielt schon Runge in seiner im 19. Jahrhundert verfassten Buchdruckergeschichte Osnabrücks fest: „Schwänder hat auch eine stattliche Anzahl an Neudrucke und Nachdrucke von Werken geliefert, die ihm gute Einnahmen in Aussicht stellten, weil sie um ihres wissenschaftlichen Gehalts oder praktischen Werthes willen sehr gesucht, vielleicht auch vergriffen waren. Wenn wir Schwänders Worten Glauben schenken dürfen, so hat er sich zum Druck solcher Schriften vielfach erst auf Anrathen angesehener Osnabrücker Gelehrter entschlossen.“
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Über die Autorin:
Mag. Michaela Ortner ist Abteilungsleiterin der Fideikommissbibliothek in Bildarchiv und Grafiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek
Fußnoten
1
Zur Genese der Privatbibliothek von Kaiser Franz I. siehe: Thomas Huber-Frischeis, Nina Knieling, Rainer Valenta: Die Privatbibliothek Kaiser Franz' I. von Österreich 1784-1835. Bibliotheks- und Kunstgeschichte einer fürstlichen Sammlung zwischen Aufklärung und Vormärz. Wien u.a., 2015.
2
Vgl.: Leng, Rainer: Ars belli. Deutsche taktische und kriegstechnische Bilderhandschriften und Traktate im 15. und 16. Jahrhundert, Wiesbaden 2002, Bd. 1, Kap. Forschungsüberblick, 24-39.
3
Vgl.: Leng: 2002, 27 bzw. weitere Namensvariante: Mönch Berthold Niger (gestorben 1444), 39.
4
Vgl.: Österreichische Nationalbibliothek, Bildarchiv und Grafiksammlung. Von Custos, Raphael (zugeschrieben) 1643:
http://data.onb.ac.at/rec/baa8970050
; Von Hirschmann, Johann Leonhard 1687: PORT_00014568_02,
http://data.onb.ac.at/rec/baa3809199
oder ein anonymer Nachdruck:
PORT_00014568_04,
http://data.onb.ac.at/rec/baa3809211
.
5
In dieser Zeit entstand „ein Praktiker neuen Typs, der mathematische Wissenschaft mit meist (militär-) technischer, nämlich fortifikatorischer, artilleristischer, und dazu oft künstlerischer Tätigkeit verband.“ Eichberg, Henning: Das Interesse an der Ballistik. Zum Verhältnis von militärischem Nutzen und wissenschaftlichen Fortschritt in der frühneuzeitlichen Dynamik, in: Sudhoffs Archiv, Bd. 58, H. 4, 1974, 341-355, 344.
6
Die alte Inventarnummer in der Privatbibliothek lautet 2077. Digitalisat: Österreichische Nationalbibliothek:
http://data.onb.ac.at/rec/AC10411184
7
Catalogus Universalis, Hoc est: Designatio omnium Librorum, qui hisce Nundinis Autumnalibus Francofurtensibus & Lipsiensibus Anni 1660. vel novi, vel emendatiores & auctiores prodierunt. Das ist: Verzeichnüß aller Bücher/ so zu Franckfurt in der Fasten-Meß/ auch Leipzigischen Oster-Marckte/ des jetzigen 1660. Jahres/ entweder gantz neu/ oder sonsten verbessert/ oder auffs newe wieder auffgeleget und gedruckt worden sind/ auch in Gottfried Grossens/ und Henning Grossens S. Erben Buchläden zu befinden, 42.
8
Reske, Christoph: Die Buchdrucker des 16. und 17. Jahrhunderts im deutschen Sprachgebiet: auf der Grundlage des gleichnamigen Werkes von Josef Benzing, Wiesbaden 2007, 763f.
9
Erst 1661 richtete Schwänder eine Offizin ein. Bereits 1662 verkaufte er seine Presse wieder, um seine Gläubiger befriedigen zu können. Von 1673 bis 1685 richtete er erneut eine Druckerei in Osnabrück ein. Reske, 2007, 764.
10
Vgl.: Runge, Hermann: Geschichte der Buchdruckerkunst in Osnabrück 1617-1706, Sonderdruck aus Mittheilungen des Vereins für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück 17, 1892, 181-370, 252ff.
11
Bis ins 17. Jahrhundert oblag die Herstellung von Feuerwerkskörpern für Feierlichkeiten wie auch für kriegerische Handlungen in den Händen der Büchsenmacher.
12
Falls es geplant war, die Brandsätze in Zeughäusern zu lagern, wurden sie vorerst nur mit Sand gefüllt und provisorisch mit einem Holzkeil verschlossen. Erst wenn die Kugeln zum Einsatz kommen sollten, wurde der Sand durch eine brennbare Masse ersetzt. Vgl.: Geibig, Alfred: Pyrotechnic devices from Coburg Castle, in Royal Armouries Yearbook 6.2001(2002) 88-97.
13
Bei der Anbringung der Schläg in den Sturm=Kugel mahnt der Verfasser zur Vorsicht u. a. sollten die Löcher vorgebohrt werden. Praxis Artolloriae Pyrotechnicæ, 1660, 39.
14
In großen Einheiten wurden solche Mordschläge auch durch platzierte Granaten im Inneren der Kugel ersetzt (Figura 63), bzw. ein Sack mit 2/3 Pulver und gemeinem Sturm Kugel Zeug befüllt, in Pech getaucht und mit Kugeln versehen (Figura 64). Kupfer 28 in: Praxis Artolloriae Pyrotechnicæ, 1660.
15
Joseph Furttenbach der Jüngere starb vor der Veröffentlichung 1655. (1632-1655)
Sein Vater lebte von 1591-1667.
16
Furttenbach, Joseph: Feriae architectonicae. Der siebente Theil, [s.l.], 1662, 55-65.
17
Im Jahre 1661 publiziert Schwänder eine Übersetzung von Gerhard Melders Fortifikation, wo er dieses Werk als Ersatz für die Fortsetzung im Vorwort benennt. Melder, Gerard: Kurtze jedoch Grundmässige Unterweisung Der Regular und Irregular Fortification Mit deren Aussenwercken, Von Praxi Offensive et Defensive … Osnabrug: Schwänder (Buchhändler); Druck: Kohonoffsky, 1661.
18
Die alte Inventarnummer in der Privatbibliothek lautet 8568a. Digitalisat: Österreichische Nationalbibliothek,
http://data.onb.ac.at/rec/AC10362294
.
19
Silvius I. Nimrod, Württemberg-Oels: Unterschiedene neue Arten von Künstlichem Fewerwerck neben kurzem begrief undt anleitung zu der Artillerie, Oels 1657, Vorrede.
20
Vgl.: Jähns, Max: Geschichte der Kriegswissenschaften vornehmlich in Deutschland: 2: XVII. und XVIII. Jahrhundert bis zum Auftreten Friedrichs des Großen 1740. München und Leipzig, 1890; (ND New York, Hildesheim 1966).
21
Vgl.: Lorenz, Sönke: Das Haus Württemberg: ein biographisches Lexikon, Stuttgart 1997, 205-206.
22
Graphikportal.org
https://www.graphikportal.org/gallery/encoded/eJzjYBKS4WJLzMmJT0kVYvMvKsnJT5JidvRzUWIuycnWYhCSg8tyeKRm5hVlJmcgywMA-LcQLQ
, abgerufen am 23.12.2025.
23
Vgl.: Scheffler, Wolfgang: Goldschmiede Niedersachsens: Daten, Werke, Zeichen, Bd. 2. Hameln – Zellerfeld: Register, Bildtafeln, Karte, Berlin 1965, 1002.
24
Den Zusatz „et Excudit“ lässt er aber weg.
25
Runge, 1892, 295.
26
Runge, 1892, 284.
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