AG 1 - Allgemeine Erziehungswissenschaft - Bielefeld University
Source: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/arbeitsgruppen/ag1
Archived: 2026-04-23 15:40
AG 1 - Allgemeine Erziehungswissenschaft - Bielefeld University
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Fakultät für Erziehungswissenschaft
AG 1 - Allgemeine Erziehungswissenschaft
© Universität Bielefeld
AG 1
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Kontakt
Sandra Koß
in Elternzeit
E-mail
sandra.koss@uni-bielefeld.de
Telephone
+49 521 106-4526
Room
Gebäude Z Z1-306
Diana Uffmann
Sekretariat
E-mail
sekretariat-ag1.ew@uni-bielefeld.de
Telephone
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z1-306
Allgemeine Erziehungswissenschaft
Die Arbeitsgruppe für Allgemeine Erziehungswissenschaft (AG 1) konzentriert sich auf grundlegende theoretische und empirische Fragen der Erziehung, Bildung, Sorge und Sozialisation. Unsere Forschung umfasst grundständige sowie aktuelle Themen in Bezug auf Kindheit und Adoleszenz, Subjektivierungsprozesse, generationale Ordnungen und Bildungsungleichheiten. Wir analysieren, wie soziale und kulturelle Differenzierungen sowie Normierungsprozesse die Bildungs- und Lebenswege von Kindern und Jugendlichen beeinflussen.
Unsere Arbeitsgruppe zeichnet sich durch eine hohe Expertise in einem breiten Spektrum an Forschungsmethoden aus. In unserer Forschung kommen quantitative und qualitative, insbesondere auch ethnografische und diskursanalytische Ansätze zum Tragen. Interdisziplinarität spielt in unserer Arbeitsgruppe eine wichtige Rolle: Wir bringen die zentralen Fragen der allgemeinen Erziehungswissenschaft in einen fruchtbaren Dialog mit kultur-, geschlechter- und gesellschaftstheoretischen Perspektiven, um dazu beizutragen, die erziehungswissenschaftliche Forschung weiterzuentwickeln und Impulse für die Bildungslandschaft und Bildungspraxis zu setzen. In der Lehre vermitteln wir fundierte Kenntnisse in Kindheits-, Jugend- und Geschlechterforschung, Theorien, Geschichte und Empirie von Bildung und Erziehung.
Unsere Lehrveranstaltungen zeichnet in besonderem Maße aus, dass die Studierenden vielfältige und unmittelbare Einblicke in unsere aktuelle Forschung gewinnen.
Anschrift
Gebäude Z
Konsequenz 41a
33615 Bielefeld
Unsere Forschungsschwerpunkte umfassen:
Grundlegende und aktuelle Fragen zu Erziehung und Bildung: Die Mitglieder der Arbeitsgruppe untersuchen historische und zeitgenössische Themen der Erziehung und Bildung in Betreuungs- und Bildungskontexten, in Kultur, Literatur und (digitalen) Medien.
Gesellschaftliche Organisation und Vorstellungen von Bildung und Erziehung: Wir erforschen, wie Bildung, Erziehung und Sorge gesellschaftlich organisiert und welche Vorstellungen und Ziele dabei verfolgt werden.
Generationale Ordnung und Generationenverhältnisse: Wir beschäftigen uns mit den Strukturen und Dynamiken generationaler Ordnungen und dem Verhältnis zwischen den Generationen.
Bildungsungleichheit und Bildungschancen: Unsere Mitglieder analysieren ungleiche Sozialisationsprozesse und Bildungschancen, sowohl in der Familie als auch in Bildungsinstitutionen und anderen sozialen Kontexten.
Kindheit und Jugend: Ein besonderer Schwerpunkt unserer Forschung liegt auf den Lebensphasen Kindheit und Jugend, u. a. auf Prozessen der Subjektivierung, der Rolle von Differenzierung, Normierung und Normalisierung und der Reproduktion von Ungleichheiten in Organisationen und Institutionen.
Mitglieder
Professuren
Prof.in Dr. Helga Kelle
Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Allgemeine Pädagogik
helga.kelle@uni-bielefeld.de
Homepage
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Show in PEVZ
Prof. Dr. Stephan Dahmen
Vertretungsprofessur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Allgemeine Pädagogik
stephan.dahmen@uni-bielefeld.de
Homepage
Telephone
+49 521 106-3314
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-103
Show in PEVZ
Curriculum Vitae
02.08.2022: Akademischer Rat Akademischer Rat für Sozialpädagogik an der Universität Paderborn, Institut für Erziehungswissenschaft, AG Sozialpädagogik
01.01.2020 - 31.07.2022: Wiss. Mitarbeiter, (Post-Doc) Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG1: Allgemeine Erziehungswissenschaft
01.01.2020 - 28.07.2022: Assoziiertes Mitglied der Projektarbeitsgruppe DFG-Projekt: Risikoeinschätzung und Fallprozessierung in Frühen Hilfen und Kinderschutz; Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG1: Allgemeine Erziehungswissenschaft (P.I.: Prof. Dr. Helga Kelle)
01.04.2017 - 31.12.2019: Wissenschaftlicher Mitarbeiter Geschäftsführung des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Bielefeld
16.04.2019: Promotion Titel der Dissertation: "Regulating Transitions from School to Work. An Institutional Ethnography of Activation Work in Action" (summa cum laude) Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft
01.08.2015 - 30.04.2017: Lehrkraft für besondere Aufgaben Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 8 - Soziale Arbeit
01.01.2013 - 01.01.2016: Mitglied des Doktorandenprogrammes NCCR LIVES - Overcoming vulnerability: Life course perspectives - Universität Genf und Universität Lausanne.
01.02.2013 - 31.07.2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter University of applied sciences Western Switzerland, Forschungsprojekt "SoCietY" (Social Innovation - Empowering the Young for the Common Good)
01.06.2010 - 01.05.2013: Stipendiat des Marie-Curie Initial Training Networks "EduWel" University of Applied Sciences Western Switzerland
01/2012 - 12/2012: Visiting Scholar Research School Education and Capabilities (EDUCAP), Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft
01.08.2004 - 16.09.2009: Studium der Erziehungswissenschaft (Dipl. Päd.) und Soziologie Universität Bielefeld und Leopold-Franzens Universität Innsbruck, Schwerpunkt Soziale Arbeit Und Beratung
Current Research Topics
Ethnographische Professions- und Organisationsforschung
Praxis- und subjekttheoretische Zugänge zu Bildung, Erziehung und Sozialisation
Übergänge, Biographie und Lebenslauf
Kinder- und Jugendhilfe (insb. Kindertagesbetreuung, Hilfen zur Erziehung und Kinderschutz)
Kindheits- und Jugendforschung mit dem Fokus auf Normierung, Normalisierung und Regulierung
Prof. Dr. Frederick de Moll
Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kindheits- und Jugendforschung
frederick.demoll@uni-bielefeld.de
Homepage
Telephone
+49 521 106-86996
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z1-300
Show in PEVZ
Curriculum Vitae
Berufliche Stationen
Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Bielefeld
Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kindheits- und Jugendforschung, 2022–heute
Fakultät für Geisteswissenschaften, Erziehungswissenschaften und Sozialwissenschaften, Université du Luxembourg
Postdoktorand (Assistant Postdoctorant), 2019–2022
Fachbereich Erziehungswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt
Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc), 2017–2019
Fachbereich Erziehungswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, 2011–2015
Fakultät für Humanwissenschaften, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, 2008–2011
Ausbildung
Fachbereich Erziehungswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt
Dr. phil., Promotion in Erziehungswissenschaft ("summa cum laude"), 2016.
Titel der Dissertation: „Familiale Bildungspraxis und Schülerhabitus“
Fakultät für Humanwissenschaften, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Diplom in Erziehungswissenschaft (mit Auszeichnung), Nebenfach: Soziologie, 2008.
Vordiplom in Erziehungswissenschaft, Nebenfach: Psychologie, 2005.
Current Research Topics
Soziale Ungleichheit und Bildungsungleichheit, Perspektiven von Kindern auf Ungleichheiten in der Gesellschaft, Sozialisation in Kindheit und Jugend, elterliche Bildungsstrategien und kulturelle Transmission, Globale Kindheiten, Bildungs- und Betreuungsarrangements in der frühen Kindheit, Mixed-Methods in der Bildungsforschung, Sense of Belonging in Bildungsinstitutionen.
Akademischer Mittelbau
Dr. Melanie Babenhauserheide
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
melanie.babenhauserheide@uni-bielefeld.de
Homepage
Telephone
+49 521 106-67758
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-101
Show in PEVZ
Dr. Ulrike Becker
Lehrkraft für besondere Aufgaben
ulrike.becker@uni-bielefeld.de
Telephone
+49 521 106-4535
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-100
Show in PEVZ
Dr. Jennifer Carnin
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
aktuell in Elternzeit
jcarnin@uni-bielefeld.de
Homepage
Telephone
+49 521 106-3392
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-107
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Jessika Dirks, M.A.
Studiengangsmodellierung, Ansprechperson Hochschulkompass und hoch & weit
jessika.dirks@uni-bielefeld.de
Homepage
Telephone
+49 521 106-82096
Room
UHG B1-225
Show in PEVZ
Current Research Topics
Sozialisation, Bildung und Erziehung
Soziale (Bildungs-)Ungleichheiten in Familie und der frühen Kindheit
Informelle Bildungs- und Betreuungsprozesse
Biografieforschung
Qualitative Methoden der Sozialforschung
Dr. Sercan Erer
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
sercan.erer@uni-bielefeld.de
Telephone
+49 521 106-4359
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z1-402
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Curriculum Vitae
Education
PhD in Social Sciences, University of Luxembourg, Luxembourg
Doctoral Program in PROWEL: Social Problems and Social Welfare, University of Fribourg, Switzerland
MSc in Curriculum and Instruction, Middle East Technical University, Turkey
BSc in Computer Education and Instructional Technology, Middle East Technical University, Turkey
Current Research Topics
Bildungssoziologie, Bildungsungleichheit, Psychosoziale Konstrukte, Zugehörigkeitsgefühl, Soziale Identität, Quantitative Forschungsmethoden
Dr. Sabine Kaiser
Lehrkraft für besondere Aufgaben
skaiser7@uni-bielefeld.de
Telephone
+49 521 106-3049
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-102
Show in PEVZ
Kalle Michael Krämer
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt
"Die Verhandlung von Vorstellungen über Liebe und Sexualität in jugendliterarischer male/male slash fiction"
kalle.kraemer@uni-bielefeld.de
Telephone
+49 521 106-67758
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-101
Show in PEVZ
Curriculum Vitae
seit 7/2023
Lehrvertretungen im Bachelor- & Masterstudiengang Erziehungswissenschaft. Schwerpunkte: Kindheitsbilder in pädagogisch-politischen Debatten um Kinderliteratur, Antisemitismuskritische Bildung, Psychoanalytische Pädagogik, Adoleszenz & Ästhetik, Wandel sexualmoralischer Paradigmen
10/2020 - 9/2023
Studentische / Wissenschaftliche Mitarbeit im DFG-geförderten Forschungsprojekt "Die Verhandlung von Vorstellungen über Liebe und Sexualität in jugendliterarischer male/male slash fiction" an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld, geleitet von Dr. Melanie Babenhauserheide
5/2016 - 10/2020
Studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft an der AG 1 der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld
10/2018 - 9/2021
Masterstudium der Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld, Masterarbeit: "Kritische Phantasie. Zur Aktualität des Phantasiebegriffs der Kritischen Theorie in Zeiten postfordistischer Subjektivierungsstrategien."
4/2014 - 3/2018
Bachelorstudium der Erziehungswissenschaft und Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld, Bachelorarbeit: "Postnazistische Ideologie und ihre literarische Vermittlung. Die deutsche Willkommenskultur und ihr Einfluss auf die aktuelle Kinder- und Jugendliteratur zum Thema Flucht"
Current Research Topics
Sexualität, Sexualmoral, Geschlecht und Adoleszenz in Fan Fiction
Subjektivierungsweisen von Kinder- und Jugendliteratur
Bildung und Kultur in postnazistischen Verhältnissen
Psychoanalyse und Pädagogik
Leonie Starke, M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
leonie.starke@uni-bielefeld.de
Telephone
+49 521 106-3313
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z1-302
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Studium und Lehre
alle Studiengänge/-angebote der Fakultät für Erziehungswissenschaft (eKVV)
Lehrangebot
Die Mitarbeiter*innen der Arbeitsgruppe für Allgemeine Erziehungswissenschaft bieten Lehrveranstaltungen für Studierende aller Studiengänge der Fakultät für Erziehungswissenschaft an. Unser regelmäßiges Lehrangebot umfasst Seminare und Vorlesungen zu folgenden thematischen Schwerpunkten:
Allgemeine Erziehungs- und Bildungstheorien
Theorien der Kindheit, Jugend und generationalen Ordnung
Historische, sozial- und kulturwissenschaftliche Kindheits- und Jugendforschung
Geschlechter-, Generationen- und Familienforschung
Soziale und bildungsbezogene Ungleichheiten und ihre Auswirkungen
Konstruktionen von (Un)Gleichheit, Differenz und Normalität
Psychoanalytische Kultur- und Subjekttheorien
Pädagogischer Umgang mit Heterogenität und Diskriminierung
Kulturelle und mediale Bilder von Kindheit und Jugend
Kritische Theorie der (ästhetischen) Bildung
Methoden und Methodologie der Sozialforschung, insbesondere Ethnografie und Grounded Theory Methodology
Darüber hinaus bieten wir auch immer wieder Veranstaltungen an, die eng mit unseren jeweiligen (Forschungs-)Projekten und aktuellen Arbeitsschwerpunkten verknüpft sind
Aktuelle Lehrveranstaltungen der MitarbeiterInnen der AG 1
Kelle, Helga, Prof.in Dr.
de Moll, Prof. Dr.
Babenhauserheide, Melanie, Dr.in
Becker, Ulrike, Dr.in
Carnin, Jennifer, Dr.in
Dirks, Jessika
Erer, Sercan, Dr.
Kaiser, Sabine, Dr.in
Krämer, Kalle Michael
Betreuung von Abschlussarbeiten
Betreuung von Abschlussarbeiten
Für Anfragen zur Betreuung einer Abschlussarbeit sprechen Sie bitte die Lehrenden der AG 1 individuell an. Skizzieren Sie dabei kurz Ihr thematisches Vorhaben und den Zeitraum, in dem Sie die Abschlussarbeit erstellen. Bitte beachten Sie bei Ihren Anfragen die Arbeitsschwerpunkte der jeweiligen Lehrenden. Wir empfehlen vor der Anfrage zur Betreuung als Erstgutachterin ein Seminar bei den Lehrenden zu besuchen.
Forschung
Risikoeinschätzung und Fallprozessierung in Frühen Hilfen und Kinderschutz
Aktuelle Projekte
Die Verhandlung von Vorstellungen über Liebe und Sexualität in jugendliterarischer male/male slash fiction
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektleitung:
Dr.in Melanie Babenhauserheide
Projektlaufzeit:
10/2020-09/2023
Projektmitarbeiter/-innen:
Kalle Krämer
Abgeschlossene Projekte
Kinderkörper in der Praxis - Eine Ethnographie der Prozessierung von Entwicklungsnormen in kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen (U3 bis U9) und Schuleingangsuntersuchungen
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektleitung:
Prof.in Dr. Helga Kelle
Projektlaufzeit:
1. Förderphase: 02/2006-02/2008
2. Förderphase: 02/2008-04/2010
Projektmitarbeiterinnen:
Dipl. Päd.in Marion Ott
Dipl. Päd.in Anna Schweda
Daniel Kettler
Corinna Zahrt-Omar
Assoziierte Mitglieder:
Dipl. Päd.in Rhea Seehaus
Dr.in Anja Tervooren
Einschulungsverfahren, Eingangsdiagnostiken und Bildungsentscheidungen im Kontext des Strukturwandels des Übergangs in die Grundschule
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektleitung:
Prof.in Dr. Helga Kelle
Projektlaufzeit:
04/2012-03/2015
Projektmitarbeiterinnen:
Dipl. Päd.in Anna Schweda
Dipl. Päd.in Manuela Grab
Anna Beutin
Selbstbestimmung und Geschlecht. Bildungsqualitäten genderpädagogischer Angebote der Jugendarbeit und im Kontext der (Ganztags-)Schule
Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
Projektleitung:
Dr.in Ulrike Graff
Projektlaufzeit:
09/2013-08/2016
ProjektmitarbeiterInnen:
Dipl. Päd.in Katja Kolodzig
Nikolas Johann M.A.
Zwischenbericht: Ergebnisse der Onlinebefragung genderpädagogischer Schulkooperationen der Jugendarbeit in NRW 2013/2014
Anschlussprojekt: Genderpädagogik in der Jugendarbeit. Beiträge zu einem Diskurs zwischen Forschung und Praxis
Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
Projektleitung:
Dr.in Ulrike Graff
Projektlaufzeit:
11/2016-3/2017
ProjektmitarbeiterInnen:
Dipl. Päd.in Katja Kolodzig
Kerstin Rehr M.A.
Zentren & Einrichtungen
Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung (ZKJF)
Publikationen
Buchpublikationen aus dem AG Kontext
Ulrike Graff (unter Mitarbeit von Katja Kolodzig und Nikolas Johann) 2022: „Jugendliche kommentieren Geschlecht. Ethnographische Erkundungen im Feld genderpädagogischer Angebote der Jugendarbeit“, Universität Bielefeld
Wie lassen sich Bildungsqualitäten in genderpädagogischen Angeboten der Jugendarbeit beschreiben und zwar in erster Linie aus der Perspektive von teilnehmenden Jugendlichen? Unter dieser Forschungsfrage wurde von 2013 – 2017 (gefördert vom Jugendministerium NRW) an der Universität Bielefeld eine ethnographische Feldforschung durchgeführt. Der Forschungsgegenstand des Projektes war die Praxis des Tuns von Jugendlichen, ihr »doing gender«, das auf Grundlage teilnehmender Beobachtungen in sechs verschiedenen genderpädagogischen Angeboten in NRW (einem Jugendcafé, einem Cybermobbingprojekt in einer Förderschule, einem Jungentag im Jugendzentrum, einer Jungen-AG und einer Mädchen-AG in einer Realschule und in einer Theatergruppe in einem Mädchentreff) beschrieben wurde. Aus der Deutung dieses Tuns wurden Bildungsqualitäten, d.h. Bedingungen für Selbstbildungsprozesse von Jugendlichen in genderpädagogischen Angeboten erschlossen. Die Veröffentlichung dokumentiert den Prozess, Ergebnisse sowie externe Kommentierungen der Forschung.
Alasuutari M, Kelle H, Knauf H, eds. Documentation in Institutional Contexts of Early Childhood. Normalisation, Participation and Professionalism. Wiesbaden: Springer VS: 2020
Kelle H, Dahmen S, eds. Ambivalenzen des Kinderschutzes. Empirische und theoretische Perspektiven . Kindheiten. Weinheim: Beltz Juventa; 2020.
Graff U., Kolodzig K. & Johann N. (Hrsg.) (2016). Ethnographie - Pädagogik - Geschlecht. Projekte und Perspektiven aus der Kindheits- und Jugendforschung (Kinder, Kindheiten und Kindheitsforschung, 12) Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Der Sammelband stellt Berichte aus der pädagogischen Geschlechterforschung vor, die zum einen grundlegende Perspektiven zur ethnographischen Methodologie formulieren und zum anderen konkrete Forschungsergebnisse aus ethnographischen Projekten im Kontext von Kindheit und Jugend präsentieren. Dabei geht es unter anderem um ein theoretisches Verständnis von Differenzen und Unterscheidungspraktiken oder auch um die Berücksichtigung der normativen Verstricktheit der Forschenden in Beobachtungssituationen. Es werden methodologische Herausforderungen aufgegriffen, die für differenz- und ungleichheitssensibel angelegte Untersuchungen typisch sind und damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung einer Ethnographie pädagogischer Geschlechterforschung leisten möchten.
Schmidt F., Schulz M. & Graßhoff G. (Hrsg.) (2016). Pädagogische Blicke. Weinheim, Basel: Juventa.
Pädagogische Blicke werden gegenwärtig vor allem aus professionalisierungstheoretischer Perspektive thematisiert. Mit grundlagentheoretischen und empirischen Beiträgen erweitert der Band die erziehungswissenschaftliche Debatte zur pädagogischen Praxis des Sehens und Wahrnehmens.
Der Blick von pädagogischen Fach- und Lehrkräften rückt vermehrt ins Zentrum erziehungswissenschaftlicher Debatten. Geprägt von professionalisierungstheoretischen Perspektiven wird die Wahrnehmungsfähigkeit dabei als ein zentrales Moment pädagogischer Professionalität diskutiert und deren Optimierung angestrebt. Mit grundlagentheoretischen und empirischen Beiträgen zur pädagogischen Praxis des Sehens und Wahrnehmens erweitert der Band diese Debatte, indem er die Konstituierung und die Verfasstheit pädagogischer Perzeption untersucht.
Alasuutari, M. & Kelle, H. (Hrsg.) (2015). Children & Society, Special Issue: Documentation in Childhood. Children & Society, 29(3).
Schmidt F., Schondelmayer A.-C. & Schroder U. B. (Hrsg.) (2015). Selbstbestimmung und Anerkennung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt: Lebenswirklichkeiten, Forschungsergebnisse und Bildungsbausteine. Wiesbaden: VS Springer Verlag.
Das Anliegen dieses Bandes ist es, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt stärker ins Bewusstsein pädagogischer Kontexte zu rücken. Die Evaluationsstudie, die dieser Herausgabe voranging, weist auf ein Interesse und eine Bereitschaft hin, das Thema "Sexuelle Vielfalt" in der pädagogischen Praxis aufzugreifen und zu bearbeiten, macht aber zugleich gravierende Schwierigkeiten hierbei deutlich. Die präsentierten Bildungsbausteine und Anwendungsvorschläge sind als Respons auf diesen Befund zu verstehen und einhergehend damit als Hilfestellung für Praktiker_innen gedacht.
Althans B., Schmidt F. & Wulf C. (Eds.) (2014). Nahrung als Bildung: Interdisziplinäre Perspektiven auf einen anthropologischen Zusammenhang. Weinheim, Basel: Beltz Juventa.
Über das Anbieten und Geben von Essen werden soziale Verhältnisse gebildet sowie Möglichkeiten der Intervention geschaffen. Über die Gabe der Nahrung vollzieht sich Fürsorge und Erfahrungen der Artikulation von Bedürfnissen wie Partizipation werden möglich. Diesen erziehungs- und bildungsspezifischen Implikationen der Nahrungsgabe widmet sich die Herausgabe entlang eines interdisziplinären Zuganges.
Das Anbieten und Geben von Essen offeriert für Erziehungs- und Bildungszusammenhänge besondere Optionen. Soziale Beziehungen und Verhältnisse werden hierüber gebildet sowie Abgrenzungen und Möglichkeiten der Intervention geschaffen. Über die Gabe der Nahrung vollzieht sich Fürsorge und Versorgung wie auch Erfahrungen der Artikulation von Bedürfnissen und Partizipation werden möglich. Diesen erziehungs- und bildungsspezifischen Implikationen der Nahrungsgabe widmet sich die Herausgabe, die entlang eines interdisziplinären Zuganges grundlagentheoretische, moralisch-ethische, transnationale und pädagogisch relevante Fragen an die Phänomene Nahrung und Gabe untersucht.
Kelle H. & Mierendorff J. (Hrsg.) (2013). Normierung und Normalisierung der Kindheit. Weinheim: Beltz Juventa.
Der Band behandelt die Frage, wie die Unterscheidung von "normaler" und "nicht-normaler" Entwicklung in der medizinischen, der (vor-)schulischen und außerschulischen diagnostischen Praxis sowie der Kinder- und Jugendhilfe diskursiv bestimmt, praktisch prozessiert und wohlfahrtsstaatlich relevant wird.
Einsiedler, W., Fölling-Albers, M., Kelle, H. & Lohrmann, K. (2013). Standards und Forschungsstrategien in der Empirischen Grundschulforschung. Eine Handreichung. Münster: Waxmann.
Nachwuchswissenschaftler in den Bereichen Grundschulpädagogik, Elementarpädagogik, Schulpädagogik, Kindheitsforschung und Sozialpädagogik haben häufig ein erziehungs- und bildungspraktisches Interesse und sind zunächst weniger auf Theoriebildung und auf den Zusammenhang von Theorie und empirischer Forschung fokussiert. Für diesen Personenkreis ist aber eine vertiefende Auseinandersetzung mit Theorie und Methode unverzichtbar.
Diese Handreichung führt in die wesentlichen Standards der wissenschaftlichen Forschung sowie in die Grundlagen der empirisch-quantitativen und empirisch-qualitativen Methodik ein. Sie liefert hilfreiche Anregungen zur Präzisierung von Forschungsfragen, zum Verfassen eines Exposés, zur Einwerbung von Stipendien sowie zur Publikation von Forschungsartikeln in Fachzeitschriften und gibt zahlreiche weiterführende Literaturhinweise. Sie eignet sich damit besonders gut als ein Leitfaden für Forscherinnen und Forscher, die erstmals vor der Aufgabe einer eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit stehen.
Graff U., Chwalek D.-T., Diaz M. & Fegter S. (Hrsg.) (2012). Jungen - Pädagogik. Praxis und Theorie von Genderpädagogik (Kinder, Kindheiten und Kindheitsforschung). Springer VS.
Ergebnisse aus der Bildungs- und Jugendforschung haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass Jungen und männlichen Heranwachsenden eine gesteigerte Aufmerksamkeit in der (Fach-)Öffentlichkeit entgegengebracht wird. In diesem Kontext hat ein Perspektivwechsel in der Auseinandersetzung um Fragen der Geschlechtergerechtigkeit in Bildungsinstitutionen eingesetzt: Jungen werden in der medialen Berichterstattung und öffentlichen Debatte dargestellt als gesellschaftliche Verlierer und Benachteiligte gegenüber den Mädchen. In diesem Band werden solche Verkürzungen aufgegriffen und es wird gefragt, was gute pädagogische Arbeit mit Jungen ausmacht und was von den Krisenszenarien zu halten ist, die gegenwärtig den Diskurs um die Situation von Jungen bestimmen.
Friebertshäuser, B., Kelle, H., Boller, H., Bollig, S., Huf, C., Langer, A., Ott, M., and Richter, S. (Hrsg.) (2012). Feld und Theorie. Herausforderungen erziehungswissenschaftlicher Ethnographie. Opladen: Barbara Budrich.
Wie lässt sich erforschen, wie Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Professionelle in pädagogischen Einrichtungen interagieren und wie sich daraus beispielsweise eine eigene soziale Ordnung einer Klasse, einer Schule oder eines Jugendhauses entwickelt? Wie kann man Zugang zu den Vorder- und Hinterbühnen in pädagogischen Feldern sowie den Perspektiven und Handlungslogiken der Akteure bekommen und diese analytisch erschließen?
Schmidt, F. (2012). Implizite Logiken des pädagogischen Blickes. Eine rekonstruktive Studie über Wahrnehmung im Kontext der Wohnungslosenhilfe. Wiesbaden: VS Verlag.
Was kennzeichnet den pädagogischen Blick? Welche Dimensionen umfasst er? Wodurch ist er bedingt und strukturiert? Obwohl der Blick von PädagogInnen ein konstitutives Element pädagogischer Arbeit darstellt, liegen über dessen grundlegende Logiken bislang nur wenige Erkenntnisse vor. An dieser Stelle setzt die rekonstruktive Studie von Friederike Schmidt an, in der die Autorin die Erfahrungen von PädagogInnen untersucht und hierüber den komplexen Aufbau pädagogischer Wahrnehmung entziffert. Entlang des mehrperspektivischen grundlagentheoretischen Zuganges wird der pädagogische Blick als Komplex mimetischer, diskursiver und habitueller Praxis näher bestimmt.
Kelle H. (Hrsg.) (2010). Kinder unter Beobachtung. Kulturanalytische Studien zur pädiatrischen Entwicklungsdiagnostik. Opladen: Barbara Budrich.
Wie wird die Entwicklung von Kindern von ihrer Geburt bis zum Schulbeginn medizinisch beobachtet? Wie werden Entwicklungsstörungen von Medizinern diagnostiziert?
Gegenstand der acht kultur- und praxisanalytischen Einzelstudien des Bandes sind zwei differente Formen der staatlich institutionalisierten Entwicklungsbeobachtung (in Deutschland), die sich an alle Kinder richten: die Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U9), die bei Kindern von der Geburt bis zum Alter von fünf Jahren von niedergelassenen Kinderärzten durchgeführt werden, und die ärztlichen Schuleingangsuntersuchungen, die vor Schuleintritt der Kinder erfolgen.
Ziel der Studien ist es zu erforschen, wie sich in beiden Varianten entwicklungsdiagnostischer Verfahren die Logik ihrer praktischen Durchführung darstellt; wie dabei kulturelle Normen kindlicher Entwicklung prozessiert werden; welches Wissen und welche Wissensordnungen dafür in Anspruch genommen werden und wie Zuständigkeiten für die kindliche Entwicklung zwischen den beteiligten medizinischen, therapeutischen und pädagogischen Professionen sowie den Eltern aufgeteilt werden.
Kelle H., & Tervooren A. (Hrsg.) (2008). Ganz normale Kinder. Heterogenität und Standardisierung kindlicher Entwicklung. Weinheim: Juventa.
Der Band widmet sich der Genese von Entwicklungsnormen, den Herstellungsweisen der Diagnosen von Abweichungen und den Verfahrensweisen institutionell gebundener Präventions-, Förder- und Selektionsmaßnahmen.
Pöge, A. (2007). Klassifikationen und Verläufe delinquenten Verhaltens. Eine Untersuchung Münsteraner Jugendlicher (Kriminologie und Kriminalsoziologie). Münster: Waxmann.
In diesem Band wird zum einen der Frage nachgegangen, welche Delikte es sind, die von Jugendlichen üblicherweise in Kombination begangen werden und ob sich diese Delinquenzmuster in verschiedenen Altersgruppen unterscheiden? Zum anderen wird die Entwicklung delinquenten Verhaltens im Lebensverlauf anhand von Längsschnittdaten analysiert. Hier sind insbesondere die Existenz und die Bedeutung von episodalen versus persistenten Verläufen von Interesse. Datengrundlage bilden vier Querschnittsdatensätze Münsteraner Schülerinnen und Schüler, die in den Jahren 2000 bis 2003 erhoben wurden, und das daraus konstruierte Vier-Wellen-Panel. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass typische Delinquenzmuster bestehen, die sogar in den unterschiedlichen Altersgruppen konstant sind. Bezüglich der Verläufe zeigt sich, dass der Delinquenzentwicklung bei Jugendlichen eine enorme Dynamik zugrunde liegt und dass nur bei einem geringen Teil verfestigt wirkende, delinquente Strukturen zu erkennen sind.
Baader M., Kelle H. & Kleinau E. (Hrsg.) (2006). Bildungsgeschichten. Geschlecht, Religion und Pädagogik in der Moderne. Festschrift für Juliane Jacobi. Köln: Böhlau.
Die hier versammelten Beiträge namhafter Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zeichnen sich durch ein Themenspektrum aus, das sich an der Schnittstelle von bildungshistorischer Forschung, Schulforschung, Religionsgeschichte und Geschlechterforschung verortet. "Kindheit und Jugend", "Religion und Geschlechteranthropologie", "Frauenbewegung und pädagogische Berufe" sowie "Geselligkeitsformen" bilden die thematischen Schwerpunkte.
Graff, U. (2004). Selbstbestimmung für Mädchen: Theorie und Praxis feministischer Pädagogik. Königstein/Taunus: Helmer.
Das Prinzip Selbstbestimmung und der Ansatz, "Mädchen so zu nehmen, wie sie sind", stellen grundlegende Anliegen feministischer Mädchenpädagogik dar. Welche besonderen Leistungen, aber auch welche Probleme aus diesem Selbstverständnis resultieren, erforscht Ulrike Graff anhand der konkreten Praxis eines geschlechterhomogenen Projektes: dem seit 16 Jahren bestehenden Mädchentreff Bielefeld. Im Zentrum der Analyse steht die Beziehung zwischen Pädagogin und Mädchen. Die pädagogischen Geschichten verraten bald die Schattenseite eines Aspektes von Parteilichkeit im Konzept feministischer Pädagogik: Den Pädagoginnen fällt es oft schwer, die Mädchen zu kritisieren. Es gilt also, sich stärker mit den notwendig konflikthaften Phasen und Anteilen in der Beziehung zwischen Mädchen und Pädagogin auseinanderzusetzen.
Breidenstein, G. & Kelle, H. (1998). Geschlechteralltag in der Schulklasse. Ethnographische Studien zur Gleichaltrigenkultur (Reihe Kindheiten Bd. 13). Weinheim: Juventa.
Welchen Gebrauch machen Kinder einer Schulklasse von der Geschlechterunterscheidung? Dieser Frage gehen die in diesem Buch versammelten ethnographischen Studien nach. In teilnehmenden Beobachtungen und mit ethnographischen Interviews nähern sich die Autorin und der Autor der Gleichaltrigenkultur in den Schuljahrgängen 4 bis 6. Die Aufmerksamkeit gilt alltäglichen Praktiken wie Ärgern, Lästern, Erzählen, Kommentieren oder Spielen. Die Schulklasse, die den Rahmen dieser Aktivitäten abgibt, ist durch die gemeinsam verbrachte Zeit, das Wissen übereinander und den Charakter einer spezifischen Öffentlichkeit bestimmt. Die einzelnen Kapitel des Buches widmen sich der kulturanalytischen Beschreibung zentraler Themen des Schulalltags: Beliebtheit, Freundschaft, Verliebtheit, Sexualität und Entwicklung. Die verbindende Frage ist die nach der Bedeutung der Geschlechterunterscheidung im jeweiligen Kontext. Die Perspektive wird von der Frage nach den Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen hin zur Frage nach der Praxis der Unterscheidung der Geschlechter verschoben. Dadurch gelingt es, den sozialen Sinn in den Blick zu bekommen, den es für die Beteiligten selbst macht, nach Geschlechtszugehörigkeit zu unterscheiden.
Publikationen (PUB)
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sandra.koss@uni-bielefeld.de
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+49 521 106-4526
Room
Gebäude Z Z1-306
Diana Uffmann
Sekretariat
sekretariat-ag1.ew@uni-bielefeld.de
Telephone
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z1-306
Allgemeine Erziehungswissenschaft
Die Arbeitsgruppe für Allgemeine Erziehungswissenschaft (AG 1) konzentriert sich auf grundlegende theoretische und empirische Fragen der Erziehung, Bildung, Sorge und Sozialisation. Unsere Forschung umfasst grundständige sowie aktuelle Themen in Bezug auf Kindheit und Adoleszenz, Subjektivierungsprozesse, generationale Ordnungen und Bildungsungleichheiten. Wir analysieren, wie soziale und kulturelle Differenzierungen sowie Normierungsprozesse die Bildungs- und Lebenswege von Kindern und Jugendlichen beeinflussen.
Unsere Arbeitsgruppe zeichnet sich durch eine hohe Expertise in einem breiten Spektrum an Forschungsmethoden aus. In unserer Forschung kommen quantitative und qualitative, insbesondere auch ethnografische und diskursanalytische Ansätze zum Tragen. Interdisziplinarität spielt in unserer Arbeitsgruppe eine wichtige Rolle: Wir bringen die zentralen Fragen der allgemeinen Erziehungswissenschaft in einen fruchtbaren Dialog mit kultur-, geschlechter- und gesellschaftstheoretischen Perspektiven, um dazu beizutragen, die erziehungswissenschaftliche Forschung weiterzuentwickeln und Impulse für die Bildungslandschaft und Bildungspraxis zu setzen. In der Lehre vermitteln wir fundierte Kenntnisse in Kindheits-, Jugend- und Geschlechterforschung, Theorien, Geschichte und Empirie von Bildung und Erziehung.
Unsere Lehrveranstaltungen zeichnet in besonderem Maße aus, dass die Studierenden vielfältige und unmittelbare Einblicke in unsere aktuelle Forschung gewinnen.
Anschrift
Gebäude Z
Konsequenz 41a
33615 Bielefeld
Unsere Forschungsschwerpunkte umfassen:
Grundlegende und aktuelle Fragen zu Erziehung und Bildung: Die Mitglieder der Arbeitsgruppe untersuchen historische und zeitgenössische Themen der Erziehung und Bildung in Betreuungs- und Bildungskontexten, in Kultur, Literatur und (digitalen) Medien.
Gesellschaftliche Organisation und Vorstellungen von Bildung und Erziehung: Wir erforschen, wie Bildung, Erziehung und Sorge gesellschaftlich organisiert und welche Vorstellungen und Ziele dabei verfolgt werden.
Generationale Ordnung und Generationenverhältnisse: Wir beschäftigen uns mit den Strukturen und Dynamiken generationaler Ordnungen und dem Verhältnis zwischen den Generationen.
Bildungsungleichheit und Bildungschancen: Unsere Mitglieder analysieren ungleiche Sozialisationsprozesse und Bildungschancen, sowohl in der Familie als auch in Bildungsinstitutionen und anderen sozialen Kontexten.
Kindheit und Jugend: Ein besonderer Schwerpunkt unserer Forschung liegt auf den Lebensphasen Kindheit und Jugend, u. a. auf Prozessen der Subjektivierung, der Rolle von Differenzierung, Normierung und Normalisierung und der Reproduktion von Ungleichheiten in Organisationen und Institutionen.
Mitglieder
Professuren
Prof.in Dr. Helga Kelle
Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Allgemeine Pädagogik
helga.kelle@uni-bielefeld.de
Homepage
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Show in PEVZ
Prof. Dr. Stephan Dahmen
Vertretungsprofessur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Allgemeine Pädagogik
stephan.dahmen@uni-bielefeld.de
Homepage
Telephone
+49 521 106-3314
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-103
Show in PEVZ
Curriculum Vitae
02.08.2022: Akademischer Rat Akademischer Rat für Sozialpädagogik an der Universität Paderborn, Institut für Erziehungswissenschaft, AG Sozialpädagogik
01.01.2020 - 31.07.2022: Wiss. Mitarbeiter, (Post-Doc) Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG1: Allgemeine Erziehungswissenschaft
01.01.2020 - 28.07.2022: Assoziiertes Mitglied der Projektarbeitsgruppe DFG-Projekt: Risikoeinschätzung und Fallprozessierung in Frühen Hilfen und Kinderschutz; Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG1: Allgemeine Erziehungswissenschaft (P.I.: Prof. Dr. Helga Kelle)
01.04.2017 - 31.12.2019: Wissenschaftlicher Mitarbeiter Geschäftsführung des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Bielefeld
16.04.2019: Promotion Titel der Dissertation: "Regulating Transitions from School to Work. An Institutional Ethnography of Activation Work in Action" (summa cum laude) Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft
01.08.2015 - 30.04.2017: Lehrkraft für besondere Aufgaben Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 8 - Soziale Arbeit
01.01.2013 - 01.01.2016: Mitglied des Doktorandenprogrammes NCCR LIVES - Overcoming vulnerability: Life course perspectives - Universität Genf und Universität Lausanne.
01.02.2013 - 31.07.2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter University of applied sciences Western Switzerland, Forschungsprojekt "SoCietY" (Social Innovation - Empowering the Young for the Common Good)
01.06.2010 - 01.05.2013: Stipendiat des Marie-Curie Initial Training Networks "EduWel" University of Applied Sciences Western Switzerland
01/2012 - 12/2012: Visiting Scholar Research School Education and Capabilities (EDUCAP), Universität Bielefeld, Fakultät für Erziehungswissenschaft
01.08.2004 - 16.09.2009: Studium der Erziehungswissenschaft (Dipl. Päd.) und Soziologie Universität Bielefeld und Leopold-Franzens Universität Innsbruck, Schwerpunkt Soziale Arbeit Und Beratung
Current Research Topics
Ethnographische Professions- und Organisationsforschung
Praxis- und subjekttheoretische Zugänge zu Bildung, Erziehung und Sozialisation
Übergänge, Biographie und Lebenslauf
Kinder- und Jugendhilfe (insb. Kindertagesbetreuung, Hilfen zur Erziehung und Kinderschutz)
Kindheits- und Jugendforschung mit dem Fokus auf Normierung, Normalisierung und Regulierung
Prof. Dr. Frederick de Moll
Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kindheits- und Jugendforschung
frederick.demoll@uni-bielefeld.de
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+49 521 106-86996
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z1-300
Show in PEVZ
Curriculum Vitae
Berufliche Stationen
Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Bielefeld
Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kindheits- und Jugendforschung, 2022–heute
Fakultät für Geisteswissenschaften, Erziehungswissenschaften und Sozialwissenschaften, Université du Luxembourg
Postdoktorand (Assistant Postdoctorant), 2019–2022
Fachbereich Erziehungswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt
Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc), 2017–2019
Fachbereich Erziehungswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, 2011–2015
Fakultät für Humanwissenschaften, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, 2008–2011
Ausbildung
Fachbereich Erziehungswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt
Dr. phil., Promotion in Erziehungswissenschaft ("summa cum laude"), 2016.
Titel der Dissertation: „Familiale Bildungspraxis und Schülerhabitus“
Fakultät für Humanwissenschaften, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Diplom in Erziehungswissenschaft (mit Auszeichnung), Nebenfach: Soziologie, 2008.
Vordiplom in Erziehungswissenschaft, Nebenfach: Psychologie, 2005.
Current Research Topics
Soziale Ungleichheit und Bildungsungleichheit, Perspektiven von Kindern auf Ungleichheiten in der Gesellschaft, Sozialisation in Kindheit und Jugend, elterliche Bildungsstrategien und kulturelle Transmission, Globale Kindheiten, Bildungs- und Betreuungsarrangements in der frühen Kindheit, Mixed-Methods in der Bildungsforschung, Sense of Belonging in Bildungsinstitutionen.
Akademischer Mittelbau
Dr. Melanie Babenhauserheide
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
melanie.babenhauserheide@uni-bielefeld.de
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+49 521 106-67758
Telephone secretary
+49 521 106-3320
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Gebäude Z Z0-101
Show in PEVZ
Dr. Ulrike Becker
Lehrkraft für besondere Aufgaben
ulrike.becker@uni-bielefeld.de
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+49 521 106-4535
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-100
Show in PEVZ
Dr. Jennifer Carnin
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
aktuell in Elternzeit
jcarnin@uni-bielefeld.de
Homepage
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+49 521 106-3392
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-107
Show in PEVZ
Jessika Dirks, M.A.
Studiengangsmodellierung, Ansprechperson Hochschulkompass und hoch & weit
jessika.dirks@uni-bielefeld.de
Homepage
Telephone
+49 521 106-82096
Room
UHG B1-225
Show in PEVZ
Current Research Topics
Sozialisation, Bildung und Erziehung
Soziale (Bildungs-)Ungleichheiten in Familie und der frühen Kindheit
Informelle Bildungs- und Betreuungsprozesse
Biografieforschung
Qualitative Methoden der Sozialforschung
Dr. Sercan Erer
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
sercan.erer@uni-bielefeld.de
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+49 521 106-4359
Telephone secretary
+49 521 106-3320
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Gebäude Z Z1-402
Show in PEVZ
Curriculum Vitae
Education
PhD in Social Sciences, University of Luxembourg, Luxembourg
Doctoral Program in PROWEL: Social Problems and Social Welfare, University of Fribourg, Switzerland
MSc in Curriculum and Instruction, Middle East Technical University, Turkey
BSc in Computer Education and Instructional Technology, Middle East Technical University, Turkey
Current Research Topics
Bildungssoziologie, Bildungsungleichheit, Psychosoziale Konstrukte, Zugehörigkeitsgefühl, Soziale Identität, Quantitative Forschungsmethoden
Dr. Sabine Kaiser
Lehrkraft für besondere Aufgaben
skaiser7@uni-bielefeld.de
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+49 521 106-3049
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-102
Show in PEVZ
Kalle Michael Krämer
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt
"Die Verhandlung von Vorstellungen über Liebe und Sexualität in jugendliterarischer male/male slash fiction"
kalle.kraemer@uni-bielefeld.de
Telephone
+49 521 106-67758
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-101
Show in PEVZ
Curriculum Vitae
seit 7/2023
Lehrvertretungen im Bachelor- & Masterstudiengang Erziehungswissenschaft. Schwerpunkte: Kindheitsbilder in pädagogisch-politischen Debatten um Kinderliteratur, Antisemitismuskritische Bildung, Psychoanalytische Pädagogik, Adoleszenz & Ästhetik, Wandel sexualmoralischer Paradigmen
10/2020 - 9/2023
Studentische / Wissenschaftliche Mitarbeit im DFG-geförderten Forschungsprojekt "Die Verhandlung von Vorstellungen über Liebe und Sexualität in jugendliterarischer male/male slash fiction" an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld, geleitet von Dr. Melanie Babenhauserheide
5/2016 - 10/2020
Studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft an der AG 1 der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld
10/2018 - 9/2021
Masterstudium der Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld, Masterarbeit: "Kritische Phantasie. Zur Aktualität des Phantasiebegriffs der Kritischen Theorie in Zeiten postfordistischer Subjektivierungsstrategien."
4/2014 - 3/2018
Bachelorstudium der Erziehungswissenschaft und Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld, Bachelorarbeit: "Postnazistische Ideologie und ihre literarische Vermittlung. Die deutsche Willkommenskultur und ihr Einfluss auf die aktuelle Kinder- und Jugendliteratur zum Thema Flucht"
Current Research Topics
Sexualität, Sexualmoral, Geschlecht und Adoleszenz in Fan Fiction
Subjektivierungsweisen von Kinder- und Jugendliteratur
Bildung und Kultur in postnazistischen Verhältnissen
Psychoanalyse und Pädagogik
Leonie Starke, M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
leonie.starke@uni-bielefeld.de
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+49 521 106-3313
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z1-302
Show in PEVZ
Studium und Lehre
alle Studiengänge/-angebote der Fakultät für Erziehungswissenschaft (eKVV)
Lehrangebot
Die Mitarbeiter*innen der Arbeitsgruppe für Allgemeine Erziehungswissenschaft bieten Lehrveranstaltungen für Studierende aller Studiengänge der Fakultät für Erziehungswissenschaft an. Unser regelmäßiges Lehrangebot umfasst Seminare und Vorlesungen zu folgenden thematischen Schwerpunkten:
Allgemeine Erziehungs- und Bildungstheorien
Theorien der Kindheit, Jugend und generationalen Ordnung
Historische, sozial- und kulturwissenschaftliche Kindheits- und Jugendforschung
Geschlechter-, Generationen- und Familienforschung
Soziale und bildungsbezogene Ungleichheiten und ihre Auswirkungen
Konstruktionen von (Un)Gleichheit, Differenz und Normalität
Psychoanalytische Kultur- und Subjekttheorien
Pädagogischer Umgang mit Heterogenität und Diskriminierung
Kulturelle und mediale Bilder von Kindheit und Jugend
Kritische Theorie der (ästhetischen) Bildung
Methoden und Methodologie der Sozialforschung, insbesondere Ethnografie und Grounded Theory Methodology
Darüber hinaus bieten wir auch immer wieder Veranstaltungen an, die eng mit unseren jeweiligen (Forschungs-)Projekten und aktuellen Arbeitsschwerpunkten verknüpft sind
Aktuelle Lehrveranstaltungen der MitarbeiterInnen der AG 1
Kelle, Helga, Prof.in Dr.
de Moll, Prof. Dr.
Babenhauserheide, Melanie, Dr.in
Becker, Ulrike, Dr.in
Carnin, Jennifer, Dr.in
Dirks, Jessika
Erer, Sercan, Dr.
Kaiser, Sabine, Dr.in
Krämer, Kalle Michael
Betreuung von Abschlussarbeiten
Betreuung von Abschlussarbeiten
Für Anfragen zur Betreuung einer Abschlussarbeit sprechen Sie bitte die Lehrenden der AG 1 individuell an. Skizzieren Sie dabei kurz Ihr thematisches Vorhaben und den Zeitraum, in dem Sie die Abschlussarbeit erstellen. Bitte beachten Sie bei Ihren Anfragen die Arbeitsschwerpunkte der jeweiligen Lehrenden. Wir empfehlen vor der Anfrage zur Betreuung als Erstgutachterin ein Seminar bei den Lehrenden zu besuchen.
Forschung
Risikoeinschätzung und Fallprozessierung in Frühen Hilfen und Kinderschutz
Aktuelle Projekte
Die Verhandlung von Vorstellungen über Liebe und Sexualität in jugendliterarischer male/male slash fiction
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektleitung:
Dr.in Melanie Babenhauserheide
Projektlaufzeit:
10/2020-09/2023
Projektmitarbeiter/-innen:
Kalle Krämer
Abgeschlossene Projekte
Kinderkörper in der Praxis - Eine Ethnographie der Prozessierung von Entwicklungsnormen in kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen (U3 bis U9) und Schuleingangsuntersuchungen
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektleitung:
Prof.in Dr. Helga Kelle
Projektlaufzeit:
1. Förderphase: 02/2006-02/2008
2. Förderphase: 02/2008-04/2010
Projektmitarbeiterinnen:
Dipl. Päd.in Marion Ott
Dipl. Päd.in Anna Schweda
Daniel Kettler
Corinna Zahrt-Omar
Assoziierte Mitglieder:
Dipl. Päd.in Rhea Seehaus
Dr.in Anja Tervooren
Einschulungsverfahren, Eingangsdiagnostiken und Bildungsentscheidungen im Kontext des Strukturwandels des Übergangs in die Grundschule
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Projektleitung:
Prof.in Dr. Helga Kelle
Projektlaufzeit:
04/2012-03/2015
Projektmitarbeiterinnen:
Dipl. Päd.in Anna Schweda
Dipl. Päd.in Manuela Grab
Anna Beutin
Selbstbestimmung und Geschlecht. Bildungsqualitäten genderpädagogischer Angebote der Jugendarbeit und im Kontext der (Ganztags-)Schule
Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
Projektleitung:
Dr.in Ulrike Graff
Projektlaufzeit:
09/2013-08/2016
ProjektmitarbeiterInnen:
Dipl. Päd.in Katja Kolodzig
Nikolas Johann M.A.
Zwischenbericht: Ergebnisse der Onlinebefragung genderpädagogischer Schulkooperationen der Jugendarbeit in NRW 2013/2014
Anschlussprojekt: Genderpädagogik in der Jugendarbeit. Beiträge zu einem Diskurs zwischen Forschung und Praxis
Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
Projektleitung:
Dr.in Ulrike Graff
Projektlaufzeit:
11/2016-3/2017
ProjektmitarbeiterInnen:
Dipl. Päd.in Katja Kolodzig
Kerstin Rehr M.A.
Zentren & Einrichtungen
Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung (ZKJF)
Publikationen
Buchpublikationen aus dem AG Kontext
Ulrike Graff (unter Mitarbeit von Katja Kolodzig und Nikolas Johann) 2022: „Jugendliche kommentieren Geschlecht. Ethnographische Erkundungen im Feld genderpädagogischer Angebote der Jugendarbeit“, Universität Bielefeld
Wie lassen sich Bildungsqualitäten in genderpädagogischen Angeboten der Jugendarbeit beschreiben und zwar in erster Linie aus der Perspektive von teilnehmenden Jugendlichen? Unter dieser Forschungsfrage wurde von 2013 – 2017 (gefördert vom Jugendministerium NRW) an der Universität Bielefeld eine ethnographische Feldforschung durchgeführt. Der Forschungsgegenstand des Projektes war die Praxis des Tuns von Jugendlichen, ihr »doing gender«, das auf Grundlage teilnehmender Beobachtungen in sechs verschiedenen genderpädagogischen Angeboten in NRW (einem Jugendcafé, einem Cybermobbingprojekt in einer Förderschule, einem Jungentag im Jugendzentrum, einer Jungen-AG und einer Mädchen-AG in einer Realschule und in einer Theatergruppe in einem Mädchentreff) beschrieben wurde. Aus der Deutung dieses Tuns wurden Bildungsqualitäten, d.h. Bedingungen für Selbstbildungsprozesse von Jugendlichen in genderpädagogischen Angeboten erschlossen. Die Veröffentlichung dokumentiert den Prozess, Ergebnisse sowie externe Kommentierungen der Forschung.
Alasuutari M, Kelle H, Knauf H, eds. Documentation in Institutional Contexts of Early Childhood. Normalisation, Participation and Professionalism. Wiesbaden: Springer VS: 2020
Kelle H, Dahmen S, eds. Ambivalenzen des Kinderschutzes. Empirische und theoretische Perspektiven . Kindheiten. Weinheim: Beltz Juventa; 2020.
Graff U., Kolodzig K. & Johann N. (Hrsg.) (2016). Ethnographie - Pädagogik - Geschlecht. Projekte und Perspektiven aus der Kindheits- und Jugendforschung (Kinder, Kindheiten und Kindheitsforschung, 12) Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Der Sammelband stellt Berichte aus der pädagogischen Geschlechterforschung vor, die zum einen grundlegende Perspektiven zur ethnographischen Methodologie formulieren und zum anderen konkrete Forschungsergebnisse aus ethnographischen Projekten im Kontext von Kindheit und Jugend präsentieren. Dabei geht es unter anderem um ein theoretisches Verständnis von Differenzen und Unterscheidungspraktiken oder auch um die Berücksichtigung der normativen Verstricktheit der Forschenden in Beobachtungssituationen. Es werden methodologische Herausforderungen aufgegriffen, die für differenz- und ungleichheitssensibel angelegte Untersuchungen typisch sind und damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung einer Ethnographie pädagogischer Geschlechterforschung leisten möchten.
Schmidt F., Schulz M. & Graßhoff G. (Hrsg.) (2016). Pädagogische Blicke. Weinheim, Basel: Juventa.
Pädagogische Blicke werden gegenwärtig vor allem aus professionalisierungstheoretischer Perspektive thematisiert. Mit grundlagentheoretischen und empirischen Beiträgen erweitert der Band die erziehungswissenschaftliche Debatte zur pädagogischen Praxis des Sehens und Wahrnehmens.
Der Blick von pädagogischen Fach- und Lehrkräften rückt vermehrt ins Zentrum erziehungswissenschaftlicher Debatten. Geprägt von professionalisierungstheoretischen Perspektiven wird die Wahrnehmungsfähigkeit dabei als ein zentrales Moment pädagogischer Professionalität diskutiert und deren Optimierung angestrebt. Mit grundlagentheoretischen und empirischen Beiträgen zur pädagogischen Praxis des Sehens und Wahrnehmens erweitert der Band diese Debatte, indem er die Konstituierung und die Verfasstheit pädagogischer Perzeption untersucht.
Alasuutari, M. & Kelle, H. (Hrsg.) (2015). Children & Society, Special Issue: Documentation in Childhood. Children & Society, 29(3).
Schmidt F., Schondelmayer A.-C. & Schroder U. B. (Hrsg.) (2015). Selbstbestimmung und Anerkennung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt: Lebenswirklichkeiten, Forschungsergebnisse und Bildungsbausteine. Wiesbaden: VS Springer Verlag.
Das Anliegen dieses Bandes ist es, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt stärker ins Bewusstsein pädagogischer Kontexte zu rücken. Die Evaluationsstudie, die dieser Herausgabe voranging, weist auf ein Interesse und eine Bereitschaft hin, das Thema "Sexuelle Vielfalt" in der pädagogischen Praxis aufzugreifen und zu bearbeiten, macht aber zugleich gravierende Schwierigkeiten hierbei deutlich. Die präsentierten Bildungsbausteine und Anwendungsvorschläge sind als Respons auf diesen Befund zu verstehen und einhergehend damit als Hilfestellung für Praktiker_innen gedacht.
Althans B., Schmidt F. & Wulf C. (Eds.) (2014). Nahrung als Bildung: Interdisziplinäre Perspektiven auf einen anthropologischen Zusammenhang. Weinheim, Basel: Beltz Juventa.
Über das Anbieten und Geben von Essen werden soziale Verhältnisse gebildet sowie Möglichkeiten der Intervention geschaffen. Über die Gabe der Nahrung vollzieht sich Fürsorge und Erfahrungen der Artikulation von Bedürfnissen wie Partizipation werden möglich. Diesen erziehungs- und bildungsspezifischen Implikationen der Nahrungsgabe widmet sich die Herausgabe entlang eines interdisziplinären Zuganges.
Das Anbieten und Geben von Essen offeriert für Erziehungs- und Bildungszusammenhänge besondere Optionen. Soziale Beziehungen und Verhältnisse werden hierüber gebildet sowie Abgrenzungen und Möglichkeiten der Intervention geschaffen. Über die Gabe der Nahrung vollzieht sich Fürsorge und Versorgung wie auch Erfahrungen der Artikulation von Bedürfnissen und Partizipation werden möglich. Diesen erziehungs- und bildungsspezifischen Implikationen der Nahrungsgabe widmet sich die Herausgabe, die entlang eines interdisziplinären Zuganges grundlagentheoretische, moralisch-ethische, transnationale und pädagogisch relevante Fragen an die Phänomene Nahrung und Gabe untersucht.
Kelle H. & Mierendorff J. (Hrsg.) (2013). Normierung und Normalisierung der Kindheit. Weinheim: Beltz Juventa.
Der Band behandelt die Frage, wie die Unterscheidung von "normaler" und "nicht-normaler" Entwicklung in der medizinischen, der (vor-)schulischen und außerschulischen diagnostischen Praxis sowie der Kinder- und Jugendhilfe diskursiv bestimmt, praktisch prozessiert und wohlfahrtsstaatlich relevant wird.
Einsiedler, W., Fölling-Albers, M., Kelle, H. & Lohrmann, K. (2013). Standards und Forschungsstrategien in der Empirischen Grundschulforschung. Eine Handreichung. Münster: Waxmann.
Nachwuchswissenschaftler in den Bereichen Grundschulpädagogik, Elementarpädagogik, Schulpädagogik, Kindheitsforschung und Sozialpädagogik haben häufig ein erziehungs- und bildungspraktisches Interesse und sind zunächst weniger auf Theoriebildung und auf den Zusammenhang von Theorie und empirischer Forschung fokussiert. Für diesen Personenkreis ist aber eine vertiefende Auseinandersetzung mit Theorie und Methode unverzichtbar.
Diese Handreichung führt in die wesentlichen Standards der wissenschaftlichen Forschung sowie in die Grundlagen der empirisch-quantitativen und empirisch-qualitativen Methodik ein. Sie liefert hilfreiche Anregungen zur Präzisierung von Forschungsfragen, zum Verfassen eines Exposés, zur Einwerbung von Stipendien sowie zur Publikation von Forschungsartikeln in Fachzeitschriften und gibt zahlreiche weiterführende Literaturhinweise. Sie eignet sich damit besonders gut als ein Leitfaden für Forscherinnen und Forscher, die erstmals vor der Aufgabe einer eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit stehen.
Graff U., Chwalek D.-T., Diaz M. & Fegter S. (Hrsg.) (2012). Jungen - Pädagogik. Praxis und Theorie von Genderpädagogik (Kinder, Kindheiten und Kindheitsforschung). Springer VS.
Ergebnisse aus der Bildungs- und Jugendforschung haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass Jungen und männlichen Heranwachsenden eine gesteigerte Aufmerksamkeit in der (Fach-)Öffentlichkeit entgegengebracht wird. In diesem Kontext hat ein Perspektivwechsel in der Auseinandersetzung um Fragen der Geschlechtergerechtigkeit in Bildungsinstitutionen eingesetzt: Jungen werden in der medialen Berichterstattung und öffentlichen Debatte dargestellt als gesellschaftliche Verlierer und Benachteiligte gegenüber den Mädchen. In diesem Band werden solche Verkürzungen aufgegriffen und es wird gefragt, was gute pädagogische Arbeit mit Jungen ausmacht und was von den Krisenszenarien zu halten ist, die gegenwärtig den Diskurs um die Situation von Jungen bestimmen.
Friebertshäuser, B., Kelle, H., Boller, H., Bollig, S., Huf, C., Langer, A., Ott, M., and Richter, S. (Hrsg.) (2012). Feld und Theorie. Herausforderungen erziehungswissenschaftlicher Ethnographie. Opladen: Barbara Budrich.
Wie lässt sich erforschen, wie Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Professionelle in pädagogischen Einrichtungen interagieren und wie sich daraus beispielsweise eine eigene soziale Ordnung einer Klasse, einer Schule oder eines Jugendhauses entwickelt? Wie kann man Zugang zu den Vorder- und Hinterbühnen in pädagogischen Feldern sowie den Perspektiven und Handlungslogiken der Akteure bekommen und diese analytisch erschließen?
Schmidt, F. (2012). Implizite Logiken des pädagogischen Blickes. Eine rekonstruktive Studie über Wahrnehmung im Kontext der Wohnungslosenhilfe. Wiesbaden: VS Verlag.
Was kennzeichnet den pädagogischen Blick? Welche Dimensionen umfasst er? Wodurch ist er bedingt und strukturiert? Obwohl der Blick von PädagogInnen ein konstitutives Element pädagogischer Arbeit darstellt, liegen über dessen grundlegende Logiken bislang nur wenige Erkenntnisse vor. An dieser Stelle setzt die rekonstruktive Studie von Friederike Schmidt an, in der die Autorin die Erfahrungen von PädagogInnen untersucht und hierüber den komplexen Aufbau pädagogischer Wahrnehmung entziffert. Entlang des mehrperspektivischen grundlagentheoretischen Zuganges wird der pädagogische Blick als Komplex mimetischer, diskursiver und habitueller Praxis näher bestimmt.
Kelle H. (Hrsg.) (2010). Kinder unter Beobachtung. Kulturanalytische Studien zur pädiatrischen Entwicklungsdiagnostik. Opladen: Barbara Budrich.
Wie wird die Entwicklung von Kindern von ihrer Geburt bis zum Schulbeginn medizinisch beobachtet? Wie werden Entwicklungsstörungen von Medizinern diagnostiziert?
Gegenstand der acht kultur- und praxisanalytischen Einzelstudien des Bandes sind zwei differente Formen der staatlich institutionalisierten Entwicklungsbeobachtung (in Deutschland), die sich an alle Kinder richten: die Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U9), die bei Kindern von der Geburt bis zum Alter von fünf Jahren von niedergelassenen Kinderärzten durchgeführt werden, und die ärztlichen Schuleingangsuntersuchungen, die vor Schuleintritt der Kinder erfolgen.
Ziel der Studien ist es zu erforschen, wie sich in beiden Varianten entwicklungsdiagnostischer Verfahren die Logik ihrer praktischen Durchführung darstellt; wie dabei kulturelle Normen kindlicher Entwicklung prozessiert werden; welches Wissen und welche Wissensordnungen dafür in Anspruch genommen werden und wie Zuständigkeiten für die kindliche Entwicklung zwischen den beteiligten medizinischen, therapeutischen und pädagogischen Professionen sowie den Eltern aufgeteilt werden.
Kelle H., & Tervooren A. (Hrsg.) (2008). Ganz normale Kinder. Heterogenität und Standardisierung kindlicher Entwicklung. Weinheim: Juventa.
Der Band widmet sich der Genese von Entwicklungsnormen, den Herstellungsweisen der Diagnosen von Abweichungen und den Verfahrensweisen institutionell gebundener Präventions-, Förder- und Selektionsmaßnahmen.
Pöge, A. (2007). Klassifikationen und Verläufe delinquenten Verhaltens. Eine Untersuchung Münsteraner Jugendlicher (Kriminologie und Kriminalsoziologie). Münster: Waxmann.
In diesem Band wird zum einen der Frage nachgegangen, welche Delikte es sind, die von Jugendlichen üblicherweise in Kombination begangen werden und ob sich diese Delinquenzmuster in verschiedenen Altersgruppen unterscheiden? Zum anderen wird die Entwicklung delinquenten Verhaltens im Lebensverlauf anhand von Längsschnittdaten analysiert. Hier sind insbesondere die Existenz und die Bedeutung von episodalen versus persistenten Verläufen von Interesse. Datengrundlage bilden vier Querschnittsdatensätze Münsteraner Schülerinnen und Schüler, die in den Jahren 2000 bis 2003 erhoben wurden, und das daraus konstruierte Vier-Wellen-Panel. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass typische Delinquenzmuster bestehen, die sogar in den unterschiedlichen Altersgruppen konstant sind. Bezüglich der Verläufe zeigt sich, dass der Delinquenzentwicklung bei Jugendlichen eine enorme Dynamik zugrunde liegt und dass nur bei einem geringen Teil verfestigt wirkende, delinquente Strukturen zu erkennen sind.
Baader M., Kelle H. & Kleinau E. (Hrsg.) (2006). Bildungsgeschichten. Geschlecht, Religion und Pädagogik in der Moderne. Festschrift für Juliane Jacobi. Köln: Böhlau.
Die hier versammelten Beiträge namhafter Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zeichnen sich durch ein Themenspektrum aus, das sich an der Schnittstelle von bildungshistorischer Forschung, Schulforschung, Religionsgeschichte und Geschlechterforschung verortet. "Kindheit und Jugend", "Religion und Geschlechteranthropologie", "Frauenbewegung und pädagogische Berufe" sowie "Geselligkeitsformen" bilden die thematischen Schwerpunkte.
Graff, U. (2004). Selbstbestimmung für Mädchen: Theorie und Praxis feministischer Pädagogik. Königstein/Taunus: Helmer.
Das Prinzip Selbstbestimmung und der Ansatz, "Mädchen so zu nehmen, wie sie sind", stellen grundlegende Anliegen feministischer Mädchenpädagogik dar. Welche besonderen Leistungen, aber auch welche Probleme aus diesem Selbstverständnis resultieren, erforscht Ulrike Graff anhand der konkreten Praxis eines geschlechterhomogenen Projektes: dem seit 16 Jahren bestehenden Mädchentreff Bielefeld. Im Zentrum der Analyse steht die Beziehung zwischen Pädagogin und Mädchen. Die pädagogischen Geschichten verraten bald die Schattenseite eines Aspektes von Parteilichkeit im Konzept feministischer Pädagogik: Den Pädagoginnen fällt es oft schwer, die Mädchen zu kritisieren. Es gilt also, sich stärker mit den notwendig konflikthaften Phasen und Anteilen in der Beziehung zwischen Mädchen und Pädagogin auseinanderzusetzen.
Breidenstein, G. & Kelle, H. (1998). Geschlechteralltag in der Schulklasse. Ethnographische Studien zur Gleichaltrigenkultur (Reihe Kindheiten Bd. 13). Weinheim: Juventa.
Welchen Gebrauch machen Kinder einer Schulklasse von der Geschlechterunterscheidung? Dieser Frage gehen die in diesem Buch versammelten ethnographischen Studien nach. In teilnehmenden Beobachtungen und mit ethnographischen Interviews nähern sich die Autorin und der Autor der Gleichaltrigenkultur in den Schuljahrgängen 4 bis 6. Die Aufmerksamkeit gilt alltäglichen Praktiken wie Ärgern, Lästern, Erzählen, Kommentieren oder Spielen. Die Schulklasse, die den Rahmen dieser Aktivitäten abgibt, ist durch die gemeinsam verbrachte Zeit, das Wissen übereinander und den Charakter einer spezifischen Öffentlichkeit bestimmt. Die einzelnen Kapitel des Buches widmen sich der kulturanalytischen Beschreibung zentraler Themen des Schulalltags: Beliebtheit, Freundschaft, Verliebtheit, Sexualität und Entwicklung. Die verbindende Frage ist die nach der Bedeutung der Geschlechterunterscheidung im jeweiligen Kontext. Die Perspektive wird von der Frage nach den Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen hin zur Frage nach der Praxis der Unterscheidung der Geschlechter verschoben. Dadurch gelingt es, den sozialen Sinn in den Blick zu bekommen, den es für die Beteiligten selbst macht, nach Geschlechtszugehörigkeit zu unterscheiden.
Publikationen (PUB)
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