Moderne Galerie: Moderne Galerie

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Archived: 2026-04-23 15:31

Moderne Galerie: Moderne Galerie
Herzlich willkommen
Saarlandmuseum - Moderne Galerie
Klassische Moderne
Die Sammlung der Klassischen Moderne spiegelt vor allem den produktiven Austausch der in Deutschland und Frankreich wirkenden Avantgarde-Strömungen vom Impressionismus bis in die Kunstproduktion der 1960er Jahre wieder. Zu den herausragenden Werkkomplexen zählen die Gemälde der Berliner Sezession mit
Max Liebermann
,
Lovis Corinth
und insbesondere
Max Slevogt
. Daneben prägen hochrangige Gemälde und Skulpturen des deutschen Expressionismus das Profil der Saarbrücker Bestände. Hauptwerke von
Max Beckmann
finden sich ebenso wie solche der Bauhaus-Meister Oskar Schlemmer,
Lyonel Feininger
oder
László Moholy-Nagy
. Umfangreiche Werkkonvolute von
Albert Weisgerber
und
Hans Purrmann
verdankt das Haus der 1982 eingegliederten Sammlung
Kohl-Weigand
. Mit der prominent vertretenen Malerei des Informel ebenso wie mit dem Nachlass des Bildhauers
Alexander Archipenko
beherbergt das Saarlandmuseum einzigartige Werkgruppen. Im Skulpturenpark der Modernen Galerie am Saarufer findet sich zudem ein Ensemble von Monumentalplastiken, dessen Spektrum von Aristide Maillols
Vénus sans bras
(1920) über Anthony Caros
Panama
(1976/80) bis hin zu Pae Whites
Torrance
(2017) reicht.
Zu den digitalisierten Beständen der Modernen Galerie gelangen Sie
hier
. Verfeinern Sie Ihre Suche, indem Sie Ihre Suchbegriffe ergänzen. Wir wünschen viel Freude bei Ihren Erkundungen!
Oskar Schlemmer, Blaue Frauengruppe, 1931
Albert Weisgerber, Strand auf Norderney, 1910
Max Slevogt, Sada Yakko, 1901
Max Beckmann, Messingstadt, 1944
Ernst-Ludwig Kirchner, Badende im Raum, 1909/um 1926
Alexander Archipenko, Kleiner Tanz, 1913/1950er Jahre © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Gabriele Münter, Landschaft mit Kirche, Murnau, 1909 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Lovis Corinth, Matinée, 1905
Grafische Sammlung
Die Grafische Sammlung ist der Ursprung der heutigen Sammlung des Saarlandmuseums. 1925 von Fritz Grewenig als Lehr- und Studiensammlung für die
Staatliche Schule für Kunst und Kunstgewerbe
in Saarbrücken gegründet, umfasst die Sammlung der Kunst auf Papier mittlerweile etwa 12.500 Zeichnungen und Druckgrafiken. Davon gehen rund 8.500 Blatt auf die 1980 eingegliederte Privatsammlung
Kohl-Weigand
zurück, eine der bedeutendsten privaten Kollektionen im südwestdeutschen Raum.
Schwerpunkte der Sammlung liegen auf dem deutschen und französischen Impressionismus (
Max Liebermann
,
Max Slevogt
,
Lovis Corinth
,
Edouard Manet
,
Auguste Renoir
) und dem deutschen Expressionismus der Brücke (
Ernst Ludwig Kirchner
, Erich Heckel,
Max Pechstein
,
Karl Schmidt-Rottluff
, Emil Nolde), ergänzt von größeren Werkkomplexen renommierter Künstler*innen der Zwischen- und Vorkriegszeit (
Edvard Munch
,
Marc Chagall
,
Max Beckmann
,
James Ensor
,
Albert Weisgerber
,
George Grosz
,
Hans Purrmann
,
Max Ernst
,
Käthe Kollwitz
, u.a.). Nach 1945 prägt das Informel die Neuzugänge (Gerhard Hoehme,
Emil Schumacher
, KRH Sonderborg,
Karl Otto Götz
). Der Nachlass von Fritz Zolnhofer wird ebenso in der Grafischen Sammlung verwahrt wie große Konvolute der saarländischen Künstler
Leo Grewenig
und Edgar Jené.
Die Grafische Sammlung verfügt über einen Vorlegeraum.
Die digitalisierten Bestände der Grafischen Sammlung finden Sie
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Paula Modersohn-Becker, Fassade Notre-Dame, um 1905/06, Kohle auf Büttenpapier
Max Beckmann, Selbstbildnis mit steifem Hut (III. Zustand), 1921, Kaltnadelradierung auf Büttenpapier
Auguste Renoir, Le chapeau épinglé II / Das Feststecken des Hutes II, 1898, Farblithografie auf Büttenpapier
Ernst Ludwig Kirchner, Atelierszene, um 1910, Feder in Tusche auf Japanpapier
Käthe Kollwitz, Die Freiwilligen (Blatt 2 der Folge "Krieg"), 1922/23, Holzschnitt auf Büttenpapier
Wols, Komposition, o. J., Farbige Kreiden über Feder in Tusche und flächige Stempelungen auf Büttenpapier
Fotografische Sammlung
Die Fotografische Sammlung umfasst derzeit einen hochkarätigen Bestand von 24.667 Abzügen und etwa ebenso vielen Bildern auf Diapositiv- und Negativmaterial. Sie gehört zu den ältesten in einem Museum für moderne Kunst in dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik. Ihre Entstehung hängt auf das Engste zusammen mit dem Wirken
Otto Steinerts
, der als Hochschullehrer für Fotografie aber auch als Initiator der 1951 ins Leben gerufenen
subjektiven fotografie
internationale Bekanntheit und Einfluss erlangte. Seit 1994 wird der Nachlass der Fotografin
Monika von Boch
in der Fotografischen Sammlung betreut und erforscht. Sie studierte bei Otto Steinert in der Fotoklasse der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken. Große Teile des Nachlasses von
Edith Buch-Duttlinger
befinden sich in der Sammlung. Als Steinerts Assistentin nahm sie aktiv Anteil an der Vorbereitung Ausstellung subjektive fotografie 1951. Weitere Schwerpunkte der Sammlung sind
Surrealismu
s,
Bauhaus
,
Neue Sachlichkeit
und
zeitgenössische Fotografie
. Die zeitgenössische Fotografie ist vertreten mit Arbeiten von
Boris Becker
,
Sinje Dillenkofer
, Sven Erik Klein, Hans-Christian Schink u. v. a.. Zu den Sammlungsschätzen zählt auch der beachtliche Bestand zur Fotografie des 19. Jahrhunderts: Portraitfotografien von sehr frühen Daguerreotypien über Salzpapierabzüge zu Ambro- und Ferrotypien, frühe Fotografien aus dem Heiligen Land von
Auguste Salzmann
, aus Konstantinopel und Griechenland von
James Robertson
und
Philippos Margaritis
, sehr frühe dokumentarische Fotografie wie ein erst jüngst wiederentdecktes Album mit Motiven aus Paris von
Édouard Baldus
sowie Industriemotive des Saargebietes von
Carl Heinrich Jacobi
aus den 1860er Jahren.
Die digitalisierten Bestände der Fotografischen Sammlung finden Sie
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Édouard Baldus, Notre-Dame de Paris, Blatt 1 im Album PHOTOGRAPHIES DE PARIS, 1859-1870, Albuminpapier auf Karton
Unbekannter Fotograf, ohne Titel (Familie Hartung), Daguerreotypie, 13.07.1844
Monika von Boch, Bogengang in Touggourt, 1954, Negativabzug © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Sinje Dillenkofer, O. T., Archiv 1, 2015 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Otto Steinert, Lampen an der Place de la Concorde, Luminogramm, 1952 © Nachlass Otto Steinert, Museum Folkwang Essen
Zeitgenössische Kunst
Im zeitgenössischen Bereich stehen neben Positionen in allen klassischen Medien auch Videokunst und Performance sowie Installations-, Licht- und Klangkunst im Fokus, die seit den 1980er und 90er Jahren auch in Saarbrücken durch international renommierte Künstler*innen, wie Daniel Hausig, Katharina Hinsberg, Christina Kubisch, Marie-Jo Lafontaine, Marcel Odenbach, Ulrike Rosenbach u.v.a. etabliert und weiterentwickelt wurden.
Besondere Akzente setzen außerdem aktuelle Werke, die für die großzügige Architektur des Erweiterungsbaus entstanden sind, wie Gregor Hildebrandts
Ein Lied von Wiederkehr
(2011), Michel Majerus
Liebt Euch
(1999), Jonathan Meeses
Love Like Blood
(2004) und Pae Whites
An Allegory of Air – The Hungry Ghost
(2017) oder die Klanginstallation
Das Glashaus
(2003) von Christina Kubisch. Der Ausbau dieser aktuellen Positionen ist eng verknüpft mit dem Ausstellungsprogramm der Stiftung, aus dem immer wieder zentrale Werke in die Sammlung aufgenommen werden, wie zuletzt Claire Morgans große Rauminstallation
All of the Things I Have Ever Lost
(2020/21).
Christina Kubisch, Das Glashaus (Detail), 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026; Foto: Ralf Christofori
Michel Majerus, Liebt Euch 1 (Detail), 1999 © der Nachlass des Künstlers
Pae White, An Allegory of Air: The Hungry Ghost, 2017 © galerie neugerriemschneider Berlin / Pae White; Foto: Tom Gundelwein
Jan Scharrelmann, Hypnos, 2007 © Jan Scharrelmann
Skulpturengarten
Die Moderne Galerie verfügt über einen großzügigen Skulpturengarten, der 1992 in seiner jetzigen Form angelegt wurde. Die dort gezeigten Werke repräsentieren wesentliche Positionen der Plastik des 20. und 21. Jahrhunderts, sowie zeitgenössische Werke. Besucher*innen erwartet u.a. Aristide Maillols Vénus sans bras, die in ihrer Figürlichkeit und klassischen Formensprache eine seit der Antike herrschende Bildhauertradition aufgreift, non-figurative Skulptur- und Raumkonzepte der Künstler*innen Katja Strunz, Matschingsky-Denninghoff und Olav Christopher Jenssen, gegenstandsbezogene Herangehensweisen bei Pae White, sowie Informelle Arbeiten wie die von Karl Otto Götz und Gregor Hildebrandts.
Besucher:innen sind nicht nur dazu eingeladen, durch den Garten zu wandeln und die Werke zu betrachten, sondern sich der Macht ihres Blickes bewusst zu werden. Kein Werk steht frei von Kontext. Die hier ausgestellten Freiplastiken laden zur Gedankenspielerei ein, sollen auch und gerade in ihrem Umfeld gelesen werden, im Dialog miteinander.
Pae White, Torrance, 2017 © galerie neugerriemschneider Berlin / Pae White; Foto: Tom Gundelwein
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