Articles by Brigitte Bargetz

Staying with Melancholy? An Archive of Futures Past

Routledge eBooks, Jan 24, 2024

Promises of sovereignty in authoritarian populism: a feminist critique

Edward Elgar Publishing eBooks, Apr 12, 2024

kritisch-lesen.de, 2024

Am Phantasma der Souveränität richtet sich das politische Gefühlsgefüge der Gegenwart aus: in For... more Am Phantasma der Souveränität richtet sich das politische Gefühlsgefüge der Gegenwart aus: in Form von Angst. Doch es wird nicht reichen, dieser Politik der Gefühle ein Fürchtet-euch-nicht zu entgegnen.

Gespeicherte Gefühle, 2023

Research paper thumbnail of Das Spiel mit der Zeit: autoritärpopulistische Politiken der Vergegenwärtigung

theorieblog, 2023

Wir setzen die Blogpost-Reihe zum Thema Zeit fort mit einem Beitrag von Brigitte Bargetz, Nina El... more Wir setzen die Blogpost-Reihe zum Thema Zeit fort mit einem Beitrag von Brigitte Bargetz, Nina Elena Eggers und Sara Minelli, der analysiert, inwiefern der autoritäre Populismus eine spezifische Politik der Zeitlichkeit betreibt. "Haben wir unsere Zukunft verspielt? Nein, aber viel Zeit bleibt nicht mehr. Wir müssen handeln-und zwar hier und jetzt!" Der österreichische Journalist, Jurist und Populist Tassilo Wallentin verbindet in seinem Buch "Hier und Jetzt: Wie wir unser Land noch retten" (2022) die Erzählung des Verfalls der Gegenwart mit einem aktionistischen Aufruf zum Handeln. Um den drohenden Untergang noch abzuwenden, müsse nicht nur das "Land" selbst, sondern vielmehr die Zukunft dieses Landes "gerettet" werden. Wallentin inszeniert hier eine apokalyptische Erzählung, die sich einer autoritär-populistischen Rhetorik bedient. Aus der Krise, die sich von der Vergangenheit in die Gegenwart zieht, kann demnach nur er das Volk herausführen. Sein Versprechen: das ohnmächtige Volk vor dem nahenden Untergang zu bewahren und ihm so seine Zukunft zu sichern. theorieblog.de » Das Spiel mit der Zeit: autoritär-populistische Politik...

Research paper thumbnail of Affect, Populism, Politics: Paradoxical Promises of Agency

Affect, Populism, Politics: Paradoxical Promises of Agency

The Complexity of Populism, Jun 14, 2023

This chapter discusses the narrowing of political feelings as merely populist by engaging with th... more This chapter discusses the narrowing of political feelings as merely populist by engaging with the connection between populism, politics, and affect in a broader sense. It argues that a take on populism as merely emotional falls short since it implies a narrow notion of the political. The chapter suggests acknowledging affect and emotions as an integral mode of politics. It explains how such an approach can open up an insightful analytical perspective to better understand populism and, thus, allow a more complex notion of populism to emerge. The chapter explores how populism and emotion share an entangled history of delegitimization. It proposes the notion of a ‘political grammar of feelings’ that moves beyond the opposition of good versus bad affect. This notion provides the backdrop for developing the understanding of populism as paradoxical promises of political agency, with regard to both right-wing and left-wing populisms.

Versprechen auf Souveränität im autoritären Populismus. Eine feministische Kritik

Treiber und Pfade autoritärer Entwicklungen im 21. Jahrhundert, 2022

Research paper thumbnail of Affektive Narrative: Theorie und Kritik politischer Vermittlungsweisen

Politische Vierteljahresschrift

Der Beitrag entwickelt den theoretischen Ansatz der affektiven Narrative, mit dem Ziel, gegenwärt... more Der Beitrag entwickelt den theoretischen Ansatz der affektiven Narrative, mit dem Ziel, gegenwärtige Konstruktionen des Politischen umfassender zu begreifen. Die These ist, dass affektive Narrative einen zentralen Vermittlungsmodus im Politischen bilden, der sich sowohl im Paradigma einer Politik der Gefühle wie auch des Politik Fühlens bewegt und dabei auf drei analytischen Ebenen affektiv wirkmächtig wird: der erzählten Geschichte, dem Publikum und den Erzähler*innen. Zugleich soll damit ein Beitrag zu aktuellen theoretischen Auseinandersetzungen um Narrative und Affekte in der Politik geleistet werden, die seit einiger Zeit politikwissenschaftlich zunehmend aufgegriffen, bislang jedoch eher zögerlich in ihrem spezifischen Ineinandergreifen konzeptualisiert werden. Vor diesem Hintergrund arbeitet der Artikel ihre wechselseitige Verwobenheit durch einen affektiv-narrativen Handlungsbegriff heraus, der affektive Narrative als zugleich Politik anleitende und Politik le...

Research paper thumbnail of Feminist matters, critique and the future of the political

Feminist matters, critique and the future of the political

Over the last decades, many scholars, feminist and others, have argued that critique must be refr... more Over the last decades, many scholars, feminist and others, have argued that critique must be reframed in different and more ‘productive’ ways because its ‘conventional’ formulation and practice have outlived its usefulness as a conceptual tool. Instead, they have called for affirmation or affirmative critique and a more generative mode of critical engagement in the search for new imaginaries, transformative potentialities and other futures. New feminist materialist thought’s emergence is, we argue, symptomatic of this contemporary intellectual landscape that claims to move beyond critique. While sympathetic with the desire to rethink a form of critique that speaks to the (urgent) politics of the present and the remaking of political imaginaries, we argue that the theoretical gesture to move beyond critique may offer a potentially troubling remapping organised around certain kinds of repression (of the undetermined and ambivalent work of critique) and amnesia (of feminist genealogies...

Research paper thumbnail of Affective Attachments: Women's Suffrage in Austria and the Social Democratic Struggle for Women's Votes in Die Unzufriedene

Frontiers in Sociology, 2019

“Human progress lies in discontent!” was the motto of the Austrian magazine Die Unzufriedene (The... more “Human progress lies in discontent!” was the motto of the Austrian magazine Die Unzufriedene (The Discontented). It was first published in 1923 as an “independent weekly magazine” designed to reach “all women.” Yet, it was first and foremost a Social Democratic journal, established to socialize women politically and to obtain women’s votes outside the Social Democratic purview in the 1923 National Council elections. Since women’s suffrage had been established only a few years earlier, the struggle for women’s votes was of utmost importance. This essay argues for understanding the journal as a mode and an instrument for the mobilization of affects for Social Democratic ends. Proposing the concept of affective attachments, it shows how the Austrian Social Democratic Workers’ Party (SDAP) used the journal in an ambivalent way to affectively address women and to create political moods that would attract them to the party’s political agenda.

Haunting sovereignty and the neurotic subject: contemporary constellations of fear, anxiety and uncertainty

Citizenship Studies

Research paper thumbnail of Umkämpfte Solidaritäten. Einleitung

Femina Politica. Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 2019

Die Frage nach politischen Solidaritäten ist aktuell so präsent wie umkämpft. Bereits seit länger... more Die Frage nach politischen Solidaritäten ist aktuell so präsent wie umkämpft. Bereits seit längerer Zeit lassen sich im Zuge neoliberaler Transformationen Prozesse beschleunigter Individualisierung sowie Dynamiken staatlicher und gesellschaftlicher Entsolidarisierung beobachten, die teils bestehende Ungleichheiten und Differenzsetzungen verschärfen, teils neue (mit) hervorbringen. Mit den Tendenzen zur Autoritarisierung im globalen Norden werden diese Politiken radikalisiert: wenn sich etwa rechte und rechtspopulistische Bewegungen und Parteien unter nationalistischen und rassistischen Vorzeichen auf Solidarität berufen und diese damit als "exkludierende Solidarität" (Flecker/Altreiter/Schindler 2018, 245) entwerfen. 1 Zugleich sind auch neue Solidarisierungsbewegungen zu beobachten: Transnationale Solidarisierungen im Engagement mit und für Geflüchtete(n) zeugen hiervon ebenso wie transnationale soziale Bewegungen wie #BlackLivesMatter, #NiUnaMenos oder #MeToo. Es ist daher wenig verwunderlich, dass Fragen nach der Bedeutung und (Neu-)Konzeptionierung politischer Solidaritäten seit einigen Jahren verstärkt auch die sozialwissenschaftliche Forschung beschäftigen (u.a.

Leviathan, 2018

In der politischen Theorie wurden Affekte und Gefühle bislang eher verhalten diskutiert. Dies kan... more In der politischen Theorie wurden Affekte und Gefühle bislang eher verhalten diskutiert. Dies kann nicht zuletzt mit der dominanten westlich-modernen Auffassung einer Trennung von Politik und Gefühlen in Verbindung gebracht werden. Mit der Figur des sentimentalen Vertrags stelle ich dieses Verständnis infrage, indem ich affektive Momente im Politischen herausarbeite und davon ausgehend einige (neo-)liberale Fallstricke aktueller affektiver Politiken skizziere.

Material turn: Feministische Perspektiven auf Materialität und Materialismus, 2017

Research paper thumbnail of Die affektive Vermessung der Welt. Affektive Politiken

Emotionen. Ein interdisziplinäres Handbuch, 2019

Affekte, Emotionen, Gefühle-die Tendenz, die Welt zunehmend affektiv zu vermessen, hat gegenwärti... more Affekte, Emotionen, Gefühle-die Tendenz, die Welt zunehmend affektiv zu vermessen, hat gegenwärtig nicht nur unterschiedliche Disziplinen affiziert, sondern gleichsam die Frage nach dem Politischen von Gefühlen (neu) aufgeworfen. Wie wird über Affekt und Gefühl das Politische artikuliert und reflektiert? Wie wird folglich das Verhältnis zwischen Politik und Gefühl gedacht? Und welche (wissens-)politische Bedeutung wird dieser aktuellen Wende zu den Affekten beigemessen? Auf den Spuren aktueller Debatten werden im Folgenden in den ersten beiden Teilen zunächst einige wissenschaftspolitische Überlegungen präsentiert, eher daran anschließend das Verständnis affektiver Politiken bzw. politischer Affektivität anhand von fünf Modi näher beleuchtet wird. Hierfür wird einerseits auf ein heterogenes affekttheoretisches Archiv zurückgegriffen; andererseits wird ein weiter, gesellschaftskritischer Begriff des Politischen zugrunde gelegt. Dieser verweist auf die Frage politischer Kämpfe, auf den ge-und belebten Alltag, auf Ungleichheits-, Macht-und Ausbeutungsverhältnisse, auf ihre Entstehungsbedingungen und ihre Effekte, ebenso wie auf die Frage, wie diese Verhältnisse affektiv hervorgebracht, fortgeschrieben, aber auch verändert werden können. Die Vielgestaltigkeit des Verständnisses affektiver Politiken und politischer Affektivität korrespondiert dabei mit dem Reichtum der Affektbegriffe; zugleich ist sie als Ausdruck einer Suchbewegung zu verstehen, den westlich-modernen Dualismus von Politik und Gefühl zu überwinden. 28.1_Bargetz_2019-05_draft.docx 2 Der affective turn: Politisierung oder Entpolitisierung? Politisch interessant ist die aktuelle Wende zu den Affekten, weil sie gleichermaßen als politisches Potential und politische Gefahr eingeschätzt wird. Rücken in den wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit Affekten einerseits neue Handlungs-und Affizierungsweisen in den Mittelpunkt, machen sich andererseits Stimmen breit, die nicht nur dem "affective turn" (Clough/Halley 2007) nur wenig abgewinnen können, sondern, mehr noch, Gefahren einer Entpolitisierung darin sehen. Was steht hier zur Debatte? Der affective turn gilt zunächst als wissenschafts-und gesellschaftstheoretische Intervention, als kritische Auseinandersetzung mit dem linguistic bzw. cultural turn. Dies bedeutet in erster Linie eine (er)neu(ert)e Kritik westlich-moderner Dichotomien und ihrer machtvollen Verhaftungen: Über Diskurs, Repräsentation, Sprache, Menschliches, Erkenntnis und Epistemologie hinaus rücken affekttheoretische Ansätze Körperlichkeit, Materialität, Lebendigkeit, Unmittelbarkeit, Nicht-Repräsentiertbarkeit und Ontologie in den Blick. Die Vielgestaltigkeit ihrer Anliegen resultiert nicht zuletzt aus dem Affektbegriff selbst: Because affect emerges out of muddy, unmediated relatedness and not in some dialectical reconciliation of cleanly oppositional elements or primary units, it makes easy compartmentalisms give way to thresholds and tensions, blends and blurs (Seigworth/Gregg 2010, 4).

Research paper thumbnail of Krise(n): Ausgangspunkt für eine kritische politische Theorie des Alltags
Es ist nicht zuletzt in Umbruch-und Krisenzeiten, dass der Alltag-in den Medien sowie (sozial-)wi... more Es ist nicht zuletzt in Umbruch-und Krisenzeiten, dass der Alltag-in den Medien sowie (sozial-)wissenschaftlich-eine Konjunktur erlebt und verstärkt in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rückt. Die krisenbedingte Verunsicherung der alltäglichen Lebensverhältnisse ebenso wie die damit verwobene Ungewissheit scheinen die Auseinandersetzungen mit dem Alltag zu inspirieren. So prägt einerseits die Bestimmung und Definition der Krise/n sowie die der Ursachen die aktuellen öffentlichen, auch wissenschaftlichen, Auseinandersetzungen. Diese zeichnen sich andererseits darüber aus, dass die gesellschaftlichen Effekte in den Blick genommen werden, dass also danach gefragt wird, wie im Zuge dieser Krise/n ebenso wie ihrer Bearbeitungen Lebensweisen und alltägliche Verhältnisse restrukturiert und umgestaltet werden (müssen). Die europaweit verordnete Austeritätspolitik habe, so formulierte es der Schriftsteller Karl-Markus Gauß unlängst in der österreichischen Tageszeitung Der Standard, den "Hunger (…) in einzelne europäische Länder" zurück gebracht (Gauß 2015). In Krisen-und Transformationszeiten scheint damit besonders deutlich hervorzutreten, wie Politik, Ökonomie und Ideologien in das Alltagsleben und mithin in die täglichen Existenzweisen der Menschen eingeschrieben sind, wie sie diese prägen, gestalten und wie darüber auch Politik gemacht wird. In gesellschafts-und politiktheoretischen Ansätzen und damit im Unterschied zu den Kulturwissenschaften nimmt der Alltag abseits von Krisenkonjunkturen eine allenfalls marginale, mitunter sogar (offen) abgewertete Position ein. Die Missachtung des Alltags in der (politischen) Philosophie, die Henri Lefebvre bereits bei Platon ausmachte (vgl. Lefebvre 1987 [1947/1958/1961], 96), hat in der jüngeren Vergangenheit seine Nachahmer_ innen und Äquivalenzen in den Sozialwissenschaften gefunden und reicht von abfälligen Einschätzungen über ironische Überspitzungen bis hin zum scheinbar kategorischen Missverstehen oder zur Ignoranz. Kritisiert wird insbesondere, dass alltagstheoretische Ansätze nicht nur einer mikropolitischen, sondern, mehr noch, einer individualistischen Perspektive anheim fallen, und sich einer kulturalistischen, bisweilen romantisierenden, zweifellos aber tendenziell unpolitischen Haltung nicht nur verdächtig, sondern letztlich auch schuldig machen. Obgleich diese Kritiken nicht selten gute Gründe und folglich ihre Berechtigung und Bedeutung für kritische Wissensproduktion und Gesellschaftsanalyse haben, erscheint mir eine damit verbundene grundsätzliche Abkehr vom Alltag als gesellschaftstheoretischem Gegenstand und Konzept problematisch. Dem verbreiteten Vorwurf, dass Alltag, alles meint, jedoch nichts erklärt (vgl. Prodoehl 1983), möchte ich in meinem Beitrag daher Überlegungen zu einer kritischen politischen Theorie des Alltags entgegenhalten. Die aktuelle krisenbedingte Beschäftigung mit dem Alltag nehme ich also zum Ausgangspunkt, um für die Reformulierung einer kritischen politischen Theorie zu plädieren, die den Alltag nicht ausblendet, sondern vielmehr berücksichtigt. Denn wenn gesellschaftliche Verhältnisse und nicht zuletzt Macht-und Herrschaftsverhältnisse umfassend in den Blick genommen werden wollen und wenn Gesellschaftstheorie, in Anlehnung an Karl www.kurswechsel.at

Femina Politica. Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 2015

Femina Politica. Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, Jan 5, 2012

Research paper thumbnail of Politik, Emotionen und die Transformation des Politischen. Eine feministisch-machtkritische Perspektive

Austrian Journal of Political Science, 2010

Aktuelle Debatten uber das Verhaltnis von Politik und Gefuhl sowie fundamentale Veranderungen von... more Aktuelle Debatten uber das Verhaltnis von Politik und Gefuhl sowie fundamentale Veranderungen von Demokratie und Politik, Schlagwort „Postdemokratie“, sind der Ausgangspunkt des vorliegenden Artikels. Darin werden die neuen Gefuhlsdebatten als Symptome dieser gegenwartigen Transformationen gefasst, weswegen auch, so die Annahme des Beitrags, eine neuartige Theoretisierung des Verhaltnisses von Politik und Gefuhl notwendig wird. Der Fokus fur eine solche Rekonzeptualisierung liegt dabei zum einen auf einer geschlechter- und machtkritischen Sicht, die die Dichotomie zwischen Politik und Gefuhl als eine spezifische historische Macht- und Herrschaftskonstellation entlarvt. Zum anderen wird aufgezeigt, dass und wie Gefuhle nutzbar werden fur eine Repolitisierung im Sinne einer emotionsbewussten Konzeptualisierung von Politik. Der Artikel macht damit einen Vorschlag, wie sich die Spannung zwischen Gefuhl als kreativ-emanzipatorischem Aspekt von Handeln und Gefuhl als herrschaftlich uberfo...