Dänische Sprache – Wikipedia
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Dänisch
ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter
Dänisch (Begriffsklärung)
aufgeführt.
Dänisch
(dansk)
Gesprochen in
Siehe unter „Offizieller Status“
Danemark
Dänemark
des Weiteren in:
Kanada
Kanada
Argentinien
Argentinien
Vereinigte Staaten
Vereinigte Staaten
Schweden
Schweden
Sprecher
5,3 Millionen (Muttersprachler)
0,3 Millionen (Zweitsprachler)
Linguistische
Klassifikation
Indogermanische Sprachen
Germanische Sprachen
Nordgermanische Sprachen
Ostskandinavisch
Dänisch
Offizieller Status
Amtssprache
in
Danemark
Dänemark
Faroer
Färöer
Europaische Union
Europäische Union
Nordischer Rat
Arbeitssprache
Anerkannte Minderheiten-/
Regionalsprache
in
Gronland
Grönland
(Verkehrssprache)
Deutschland
Deutschland
Südschleswig
Sprachcodes
ISO 639
-1
da
ISO 639
-2
dan
ISO 639
-3
dan
Die
dänische Sprache
(dänisch
det danske sprog
), kurz
Dänisch
(dansk),
gehört zu den
germanischen Sprachen
und dort zur Gruppe der
skandinavischen (nordgermanischen) Sprachen
. Zusammen mit
Schwedisch
bildet es den
ostskandinavischen
Zweig.
Dänisch ist die alleinige Landessprache von
Dänemark
und als
Reichsdänisch
(rigsdansk)
standardisiert.
Verbreitung
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In Dänemark wird das Dänische von ca. 5
Millionen
Muttersprachlern
gesprochen. Weitere Muttersprachler verteilen sich vor allem auf
Grönland
und die
Färöer
(beide politisch zu Dänemark gehörend),
Südschleswig
Deutschland
),
Island
Norwegen
und
Schweden
, daneben auf
Argentinien
Kanada
und die
USA
, z.
B. im kalifornischen
Solvang
In den früheren
dänischen Kolonien
in West- und Ostindien sowie an der
Goldküste
hatte Dänisch nie mehr als einen marginalen Status; erhalten haben sich dort bis heute gewisse Orts- und Festungsnamen in dänischer Sprache.
Status
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Dänisch ist
de facto
die
Amtssprache
in
Dänemark
, ohne dass dies rechtlich irgendwo festgehalten wäre. Es ist die zweite Amtssprache auf den
Färöern
(neben
Färöisch
); in
Grönland
hat es diese Funktion mit dem Selbstverwaltungsgesetz von 2009 verloren.
Auf
Island
wird es als Pflichtfach unterrichtet, hat aber 1990 den Status als erste
Fremdsprache
an das
Englische
verloren. In Südschleswig hat es den Status einer
Regional- und Minderheitensprache
Seit 1973, als Dänemark der
EU
beitrat, ist Dänisch offizielle EU-Sprache.
Im Norden Deutschlands unmittelbar an der deutsch-dänischen Grenze liegt
Südschleswig
. Die Region nördlich der Linie
Eckernförde
Husum
wurde nach der
Völkerwanderung
(und dem Wegzug eines Großteils der dort zuvor siedelnden
Angeln
) dänisch besiedelt. Bis zum Sprachwechsel im 19. Jh. waren dort noch dänische Varietäten wie das
Angeldänische
verbreitet. Politisch gehörte die Region zunächst unmittelbar, mit der Etablierung des Herzogtums Schleswig dann als
Lehen
zu Dänemark, nach dem
Deutsch-Dänischen Krieg
1864 kam Südschleswig schließlich zu Preußen/Deutschland. Heute leben etwa 50.000
dänische Südschleswiger
als anerkannte
nationale Minderheit
in der Region.
Von ihnen sprechen etwa 8.000–10.000 Dänisch im Alltag
bzw. 20.000 Dänisch als Muttersprache
. Viele dänische Südschleswiger sprechen heute ein norddeutsch eingefärbtes
Standarddänisch
(Rigsdansk),
das als
Südschleswigdänisch
(Sydslesvigdansk)
bezeichnet wird. In Grenznähe wird zum Teil auch noch der Dialekt
Sønderjysk
(Südjütländisch)
gesprochen. Im Raum Flensburg entwickelte sich mit dem
Petuh
auch eine deutsch-dänische
Mischsprache
. Das in der Region gesprochene
schleswigsche Niederdeutsch
hat bis heute dänische Substrateinwirkungen. Auch die an der Nordseeküste Südschleswigs verbreiteten
nordfriesischen Dialekte
sind zum Teil durch das Dänische beeinflusst. Analog zur dänischen Volksgruppe in Südschleswig leben nördlich der Grenze etwa 12.000–20.000 deutsche Nordschleswiger
, die entsprechend als nationale Minderheit in Dänemark anerkannt sind. Von ihnen sprechen etwa zwei Drittel Dänisch als Alltagssprache, Deutsch ist jedoch weiter Kultursprache
. Analog zum Südschleswigschdänischen hat sich in der deutschen Minderheit eine von der dänischen Umgebungssprache beeinflusste deutsche Varietät entwickelt, die als Nordschleswigdeutsch
10
bezeichnet wird.
Dänisch ist in
Schleswig-Holstein
durch dessen
Landesverfassung
besonders geschützt.
Dänischunterricht
gibt es sowohl an dänischen als auch vereinzelt an öffentlichen deutschen Schulen, vor allem im Landesteil Schleswig. Seit 2008 gibt es in
Flensburg
und seit 2016 in
Glücksburg
zweisprachige Ortsschilder (dänisch
Flensborg
und
Lyksborg
).
Obwohl es vom Wortschatz her stark vom
Niederdeutschen
beeinflusst ist, ist die
Sprachgrenze
zu den deutschen Dialekten in linguistischer Hinsicht keine fließende, sondern eine harte (vgl. hingegen die Sprachgrenze zwischen dem Deutschen und dem
Niederländischen
). Sie verlief historisch auf einer Linie
Eider
Treene
Eckernförde
. Seit dem
Hochmittelalter
(ca. 1050 bis 1250) setzte sich jedoch auch nördlich der Eider die deutsche Sprache immer stärker durch.
Das in
Skåne
verbreitete
Schonische
entwickelte sich aus einem dänischen Dialekt heraus und kann heute aus linguistischer Sicht sowohl als südschwedischer wie auch als ostdänischer Dialekt eingestuft werden.
11
Das auf der Insel
Gotland
noch verbreitete
Gotländische
(Gutamål) weist (bedingt durch die lange Zugehörigkeit der Insel zu Dänemark) ebenfalls noch dänische Einflüsse auf: So lassen sich neben archaischen nordischen Formen auch gewisse
Lehnwörter
aus der dänischen Zeit nachweisen wie beispielsweise
någle
(dän.
nogle
versus schwed.
några
, dt.
einige
),
saktens
(dän.
sagtens
, schwed.
nog visst
, dt.
leicht
) oder
um en trent
(dän.
omtrent
, schwed.
ungefär
, dt.
ungefähr, etwa
12
Skandinavische Sprachgemeinschaft
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Siehe auch
Skandinavische Sprachen
Zum Teil stehen die heutigen skandinavischen Schriftsprachen einander näher als die am stärksten abweichenden Dialekte des jeweiligen Landes; andererseits gibt es auch spezifische dänische, schwedische bzw. norwegische Sprachcharakteristika. Die Dialektgrenzen zwischen den Sprachen stellen weiche Übergänge dar, man spricht von einem
Dialektkontinuum
Dänisch-Norwegisch-Schwedisch.
Aus politischer und kultureller Tradition wurde jedoch an drei eigenständigen Sprachen festgehalten. Entscheidend dafür ist, dass in Dänemark und Schweden spätestens im 16.
Jahrhundert eigene normierte Schriftsprachen entwickelt wurden. In Norwegen geschah dies erst mit der Selbständigkeit im 19.
Jahrhundert und führte zu zwei Schriftsprachen, weil die gebildete Schicht bis dahin Dänisch als Hochsprache beibehielt.
Dänisch, Norwegisch und Schwedisch
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Die skandinavischen Sprachen
Dänisch
Norwegisch (Bokmål und Nynorsk)
Schwedisch
Färöisch
Isländisch
Die
Bokmål
-Variante des
Norwegischen
ist linguistisch gesehen ein dänischer
Dialekt
mit norwegischen Einflüssen. Kulturhistorisch wird es aber als eine der zwei offiziellen norwegischen Schriftsprachen angesehen und auch von seinen Anwendern deutlich als norwegisch empfunden. Die Anhänger des
Nynorsk
, das auf den Dialekten basiert, haben dagegen oft gegen diese „dänische“ Sprache der Stadtbevölkerung und Oberschicht polemisiert.
Vom Linguisten
Max Weinreich
wird der Ausspruch „Eine Sprache ist ein Dialekt mit einer Armee und einer Marine“ überliefert, der auch auf
Skandinavien
zutrifft. Linguistisch gesehen könnten Dänisch,
Schwedisch
und Norwegisch als Dialekte derselben Sprache angesehen werden, da die Sprachen noch immer gegenseitig verständlich sind. Freilich gibt es keine offizielle Dachsprache, die den Platz des Standardskandinavischen einnehmen könnte. Man bedient sich zur interskandinavischen Kommunikation immer einer der drei Einzelsprachen. So spricht jeder „Skandinavisch“ auf seine Art.
Dänisch, Schwedisch und Norwegisch bilden die Gruppe der festlandskandinavischen Sprachen. Norwegisch ist im Gegensatz zu Dänisch und Schwedisch eine
westnordische
Sprache. Alle drei entwickelten sich aus der gemeinsamen
urnordischen
Sprache; bedeutend war zudem, dass die skandinavischen Länder durch die Jahrhunderte immer in enger politischer, kultureller und wirtschaftlicher Verbindung standen und auch in großem Umfang die gleichen Lehnwörter insbesondere aus dem
Niederdeutschen
und später
Hochdeutschen
übernahmen. Dabei stand das „kontinentale“ Skandinavien im Gegensatz zum Inselskandinavischen auf den Färöern und Island, das ein altertümliches (
altnordisches
) Gepräge behalten hat.
Die Übereinstimmungen im Wortschatz liegen im Falle von Dänisch und Norwegisch (Bokmål) bei schätzungsweise über 95
%, bei Dänisch und Schwedisch um 85–90
%. Dabei kann die faktische Verständigung in der gesprochenen Sprache durchaus von der Angewöhnung abhängen. In neuester Zeit kommt es auch vor, dass sich Skandinavier auf Englisch unterhalten. In der Schriftsprache besteht weitgehende gegenseitige Verständlichkeit, sodass auch Nichtskandinavier mit dänischen Sprachkenntnissen norwegische und schwedische Texte lesen können (und umgekehrt).
Von Ostskandinavisch zu Südskandinavisch
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Der ostskandinavische oder schwedisch-dänische Zweig wird hauptsächlich durch die sog.
ostskandinavische
Monophthongierung
(ab 800) von den westskandinavischen Sprachen (Isländisch, Färöisch, Norwegisch) unterschieden.
13
urnordisch /ai/ wird zu altnordisch /ei/ und weiter zu ostskandinavisch /eː/
altnordisch/isländisch
steinn,
norwegisch
stein
→ dänisch und schwedisch
sten
‚Stein‘
altnordisch
breiðr,
isländisch
breiður,
norwegisch
brei
→ dänisch und schwedisch
bred
‚breit‘
/au/ wird zu /øː/
altnordisch
rauðr,
isländisch
rauður,
norwegisch
raud
→ schwedisch
röd
bzw. dänisch
rød
‚rot‘
urnordisch /au/ mit i-Umlaut wird zu altnordisch /ey/, norwegisch /øy/ und weiter zu ostskandinavisch /ø/
altnordisch/isländisch
ey,
norwegisch
øy
→ schwedisch
bzw. dänisch
‚Insel‘
Um 1200 hat sich Dänisch sowohl vom Verband des Ostskandinavischen als auch von demjenigen des Westnordischen entfernt, indem die
Verschlusslaute
/p,t,k/ nach einem Vokal zu /b,d,g/
lenisiert
und die in unbetonter Position stehenden Vokale /a,i,o~u/ zum Murmellaut /ǝ/ abgeschwächt wurden. Die bisherige Ost-West-Scheidung Skandinaviens wurde damit von einer neuen Nord-Süd-Gruppierung überlagert.
14
Der Vergleich von Schwedisch und Dänisch zeigt diesen Unterschied bis heute:
schwedisch
köpa
versus dänisch
købe
‚kaufen‘, schwedisch
bita
versus dänisch
bide
‚beißen‘, schwedisch
ryka
versus dänische
ryge
‚rauchen‘.
Dialekte, Soziolekte und Mischsprachen
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Geografische Verteilung der dänischen Dialekte, die sich grob in jeweils eine jütländische, inseldänische und ostdänische Dialektgruppe einsortieren lassen
Die grammatischen Geschlechter in den dänischen Dialekten:
(vestjysk):
Ein Geschlecht
sønderjysk
und
østjysk:
Zwei Geschlechter (Neutrum und
Utrum
(ødansk):
Drei Geschlechter
Auf Seeland kannte man in den älteren Mundarten drei Genera, verwendet aber heute nur noch zwei
Westlich der Linie wird der bestimmte Artikel vor das Hauptwort gestellt.
Dialekte
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Hauptartikel
Dänische Dialekte
Dänisch zerfällt in drei Hauptdialekte:
Jütisch
(jysk)
oder Westdänisch
(vestdansk)
oder Festlandsdänisch in
Jütland
Südjütisch
(sønderjysk)
in
Sønderjylland
Nordschleswig
und Teilen
Südschleswigs
Westjütisch
(vestjysk)
an der Westküste (z.
B.
Esbjerg
Ostjütisch
(østjysk)
an der Ostküste (z.
B.
Aarhus
Inseldänisch
(ødansk)
auf
Fünen
Seeland
(mit dem
Kopenhagener
Dialekt
Københavnsk
),
Ærø
Langeland
Lolland
Falster
und
Møn
Ostdänisch
(østdansk)
auf
Bornholm
Bornholmisch
) und in
Schonen
Halland
und
Blekinge
Schonisch
hat sich seit 1658 zunehmend dem
Schwedischen
angepasst)
Die auf der Ostseeinsel Bornholm und in Jütland gesprochenen Dialekte sind für Nichtmuttersprachler nur schwer verständlich. Das Schonische wird aus dänischer Sicht als ostdänischer,
15
in schwedischer Sicht als südschwedischer Dialekt aufgefasst.
Das von vielen
dänischen Südschleswigern
gesprochene
Südschleswigdänische
ist eine stark norddeutsch beeinflusste Variante des Reichsdänischen, deren linguistische Eingruppierung als bloße Varietät, Dialekt oder Kontaktsprache noch nicht abgeschlossen ist.
16
Soziolekte
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Die traditionellen Dialekte wurden in den letzten Jahrzehnten zunehmend von der Standardsprache verdrängt. In den größeren Städten sind urbane
Soziolekte
entstanden (z.
B.
vulgärkopenhagenerisch
13
, die sich auch auf das Land ausbreiten. Die soziale Ausdifferenzierung des Dänischen findet besonders seit der zweiten Hälfte des 20.
Jahrhunderts statt. Die Aussprachevarietäten verschiedener sozialer Schichten und Generationen sind im Dänischen ausgeprägter als in den meisten anderen germanischen Sprachen; nur
Englisch
ist hier vergleichbar.
17
Mischsprachen
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Verwandt mit dem Dänischen ist das
Petuh
in Flensburg. Das Petuh, auch als
Petuh-Tanten-Deutsch
bekannt, beruht teilweise auf dänischer Grammatik (Satzbau) und beherbergt eine Reihe von
Danismen
, ist aber vom Wortschatz her dem Hoch- und Niederdeutschen sehr ähnlich, so dass es eher dem letzteren zugeordnet wird. Es stammt aus dem 19.
Jahrhundert und kann verstanden werden als der Versuch von Dänen, Deutsch zu sprechen. Das
Schleswigsche
in
Angeln
, das dort das einstige
Angeldänisch
verdrängt hat, ist ebenfalls von Danismen geprägt und weicht von den südlicheren
niederdeutschen Dialekten
ab; der Sprachenwechsel fand hier erst im 19. Jahrhundert statt.
18
Die erste auf Dänisch gedruckte Vollbibel von 1550 (Christian 3.s Bibel), basierend auf den Kopenhagener und Malmöer Sprachnormen orientierte sich nicht nur mit dem Deckblatt an der
Lutherbibel
Schriftsprache
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Die dänische
Orthographie
beruht auf dem
mittelalterlichen
seeländischen Dialekt. Damals war es der zentrale Dialekt Dänemarks, da
Schonen
ebenfalls zum Reich gehörte. Die Aussprache der Oberschicht in Kopenhagen ist heute tonangebend. Dabei ist die dänische Rechtschreibung relativ konservativ; das heißt, viele ehemalige Laute, die im Laufe der Sprachgeschichte stumm geworden sind, werden nach wie vor geschrieben – oder sogar auf analogischem Wege eingefügt, wo sie historisch ohne Berechtigung sind. Beispiele sind:
das
hvid
[viðˀ] ‚weiß‘ (altnordisch
hvít
),
hjul
[juːˀl] ‚Rad‘ (altostnordisch
hjúl
).
das
land
[lænˀ] ‚Land‘ (altnordisch
land
), (analogisch eingeführt) in
fuld
[fʊlˀ] ‚voll‘ (altnordisch
fullr
).
Auch einige Charakteristika im Vokalismus werden in der Schrift nicht zum Ausdruck gebracht:
das gesenkte kurze /e/ in Wörtern wie
fisk
[fesg] ‚Fisch‘ und
til
[te(l)] ‚zu‘
das gesenkte kurze /o/ in
hugge
[hogə] ‚hauen, hacken‘,
tung
[toŋ] ‚schwer‘
13
Anders als in einigen anderen germanischen Sprachen werden Konsonantenbuchstaben am Wortende grundsätzlich nicht verdoppelt.
Die erste dänische Übersetzung des
Neuen Testaments
, das sogenannte
Neue Testament Christians II.
(Christian 2.s danske oversættelse af Det Nye Testamente), erschien im Jahr 1524. Sie litt noch an zahlreichen
orthographischen
Problemen. Die erste dänische Vollbibel erschien erst im Jahr 1550.
19
Danistik und Dänischunterricht in Deutschland
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Danistik
ist die dänische
Philologie
. In der Praxis wird sie immer in Zusammenhang mit den anderen skandinavischen Sprachen als
Skandinavistik
(auch: Nordistik) ausgeübt. Größere Institute für Skandinavistik befinden sich in
Berlin
Greifswald
und
Kiel
In
Südschleswig
gibt es eine Reihe dänischer Schulen, die für die
dänische Minderheit
gedacht sind. Da sie seit mittlerweile über 60 Jahren auch von Kindern deutscher Muttersprachler besucht werden – was möglich ist, wenn sich die Eltern ebenfalls Dänisch aneignen (Elternabende finden in der Regel auf Dänisch statt)
–, sind die
dänischen Muttersprachler
hier inzwischen in der Minderheit. Innerhalb der Minderheit ist deswegen die Frage strittig, ob der Erfolg des dänischen Schulwesens über die Kerngruppe hinaus erwünscht sei oder ob er eher zu einer Verdünnung der Identität führe. Da jedoch das Prinzip des freien Bekenntnisses für die Zugehörigkeit zur Minderheit gilt, lassen sich keine ethnischen Kriterien aufstellen.
Werbung für Dänisch-Sprachkurse in
Flensburg
Bekannteste und traditionsreichste dänische Schule in Deutschland ist die
Duborg-Skolen
in
Flensburg
, die bis 2008 das einzige dänische Gymnasium in
Deutschland
war. Mit der
A. P. Møller-Skolen
wurde am 1. September 2008 in
Schleswig
ein weiteres dänisches Gymnasium eröffnet; es ist ein Geschenk im Wert von 40
Mio.
€ des Kopenhagener Schiffsreeders
Mærsk Mc-Kinney Møller
an die dänische Minderheit in Deutschland.
In
Schleswig-Holstein
gibt es darüber hinaus einzelne öffentliche deutsche Schulen, an denen
Dänischunterricht
als Fremdsprache angeboten wird.
Danismen
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Als
Danismus
wird eine dänische Ausdrucksweise oder Bedeutung bezeichnet, die in eine andere
Sprache
eingeflossen ist.
Hauptartikel
Danismus
Einen starken Einfluss übte das Dänische im Mittelalter auf das
Altenglische
und damit auf die moderne
englische Sprache
aus, da Teile des
angelsächsischen
Ostenglands (
Danelag
) vom unter anderem aus Dänemark stammenden
Großen Heidnischen Heer
besetzt worden waren und in der Folge dauerhaft besiedelt wurden; genetisch sind sie kaum von den norwegischen Lehnwörtern zu unterscheiden. Oft stehen im heutigen Englisch das skandinavische Lehnwort und das aus dem Altenglischen ererbte Erbwort nebeneinander, wobei das Erbwort bedeutungsmäßig eingeschränkt oder sonst wie spezialisiert ist. Beispiele sind: dän.
dø
‚sterben‘ → engl.
die
(daneben noch:
starve
‚hungers sterben, verhungern‘), altdän.
take
(bzw. neudän.
tage
) ‚nehmen‘ → engl.
take
(daneben noch:
nim
‚stibitzen, klauen‘;
numb
‚benommen, taub, vom Finger‘), dän.
kaste
‚werfen‘ → engl.
cast
(daneben noch:
warp
‚werfen, verziehen, vom Holz‘), dän.
sky
‚Wolke‘ → engl.
sky
‚Himmel‘, veraltet ‚Wolke‘ (daneben noch:
heaven
‚Himmel im religiösen Sinn‘). Weitere Beispiele sind
they, them, their
‚sie (Plural), ihnen/sie (Objekt), ihr (Possessiv)‘, das während der mittelenglischen Epoche von Norden nach Süden vorgedrungen ist (das heutige umgangssprachliche
’em
setzt das auf das Altenglische zurückgehende autochthone
hem
fort),
are
‚[wir, sie] sind, [ihr] seid‘,
anger
‚Ärger‘,
bark
‚Rinde‘,
call
‚rufen‘,
egg
‚Ei‘,
get
‚bekommen‘ (die westgermanischen Sprachen kennen sonst nur das Gegenteil
forget
‚vergessen‘),
gosling
‚junge Gans‘,
ill
‚krank‘,
knife
‚Messer‘,
leg
‚Bein‘,
root
‚Wurzel‘,
rotten
‚faul‘,
skin
‚Haut‘,
ugly
‚hässlich‘,
until, till
‚bis‘,
wing
‚Flügel‘. Die skandinavischen Lehnwörter finden sich am stärksten in den Dialekten Nordenglands und der East Midlands, und über die Standardisierung des East Midland Dialect haben sie den Weg in die heutige Standardsprache gefunden.
Eine nennenswert von Danismen beeinflusste Sprache ist im Weiteren das
Färöische
, wobei viele als Danismen empfundene Wörter ihrerseits Lehnwörter aus dem Deutschen bzw. Niederdeutschen sind.
Norwegisch
wurde aufgrund der Jahrhunderte anhaltenden politischen Verbindung des Landes mit Dänemark stark dänisch beeinflusst. Die Variante
Bokmål
ist deshalb eine Standardvariante, die das norwegische und das dänische Erbe zu verbinden versucht, wogegen
Nynorsk
auf den autochthonen norwegischen Dialekten aufbaut.
Fremdsprachliche Einflüsse auf das Dänische
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Besonders bedeutend ist der Einfluss des
Niederdeutschen
über Vermittlung durch die geographische Nähe und den Handel im ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit. So besteht ein großer Teil des dänischen
Vokabulars
(25
%)
20
aus niederdeutschen Lehnwörtern und Lehnübersetzungen. Überdies war Hochdeutsch bis ins 19. Jahrhundert Sprache am dänischen Hof und galt damit als vornehm, ähnlich wie
Französisch
am
preußischen Hof
, was die Übernahme deutscher Begriffe ebenfalls förderte.
Im heutigen Dänisch gibt es sodann – wie im Deutschen auch – eine große Anzahl sogenannter
Internationalismen
(in den letzten Jahrzehnten verstärkt
Anglizismen
).
Dennoch ist Dänisch eine skandinavische Sprache, es existiert also eine harte Sprachgrenze zum Hochdeutschen. Diese andere Herkunft unterscheidet es in Genese und Struktur der Sprache mehr vom Deutschen als etwa das
Englische
, das, wie das Deutsche, westgermanischer Herkunft ist. Wenn dennoch des Öfteren besonders im Bereich des Wortschatzes eine größere Ähnlichkeit des Deutschen mit dem Dänischen als mit dem Englischen festzustellen ist, dann beruht das allein auf sekundären Gründen, nämlich einerseits auf der erwähnten nieder- und hochdeutschen Beeinflussung des Dänischen und andererseits auf der starken Beeinflussung des Englischen während des Mittelalters durch das Französische.
Das dänische Alphabet
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Dänische Tastatur mit den Buchstaben Æ, Ø, und Å.
Das dänische
Alphabet
enthält unter anderem alle 26 Standardbuchstaben des
lateinischen Alphabets
. Die Buchstaben C, Q, W, X, und Z kommen nur in Fremdwörtern vor, wiewohl sie teilweise ersetzt worden sind:
center
‚Zentrum‘,
censur
‚Zensur‘,
charmerende
‚charmant‘,
chokolade
‚Schokolade‘,
computer
‚Computer‘,
cølibat
‚Zölibat‘.
quasi, quiz,
aber:
kvalitet
‚Qualität‘,
kvotient
‚Quotient‘
walisisk
‚walisisch‘,
whisky, Wikipedia
xylofon
‚Xylophon‘,
saxofon
‚Saxophon‘, aber:
sakser
‚Sachse‘
zar, zebra, zenit, zone, zulu,
aber:
dominans, konsekvens
Dazu gibt es drei Sonderzeichen:
, æ
Typographisch
gesehen ist das Æ eine
Ligatur
aus A und E. Es entspricht dem deutschen Ä.
, ø
: Graphiegeschichtlich handelte es sich beim Ø ursprünglich um eine Ligatur von O und E. Es entspricht dem deutschen Ö.
, å
: Das Å (auch „bolle-Å“ genannt, was so viel bedeutet wie „Kringel-Å“) ist mit der
dänischen Rechtschreibreform von 1948
eingeführt worden. Es ersetzt das ältere
Doppel-A
(Aa, aa)
, das nur noch für
Eigennamen
und auf „antiken“ Beschriftungen, aber nicht mehr in der sonstigen
Schriftsprache
verwendet wird. Seit 1984 ist bei
Ortsnamen
jedoch wieder die Schreibung mit Aa zulässig, und einige Orte wünschen diese alte Schreibweise ausdrücklich (
siehe hierzu
Aabenraa
). Der Kringel auf dem Å ist graphiegeschichtlich ein kleines O, womit angedeutet wird, dass es sich um einen ursprünglich (langen) A-Laut gehandelt hat, der im Laufe der Sprachgeschichte – wie in vielen germanischen Sprachen und den meisten deutschen Dialekten – in Richtung O verdumpft wurde. Die Stadt Ålborg z.
B. wird somit wie „Ollbor“ ausgesprochen. Im Übrigen kennt das Dänische keine Vokalverdopplungen in der Schrift, wohl aber bei
Konsonanten
Diese drei Sonderbuchstaben stehen am Ende des Alphabets:
A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, X, Y, Z, Æ, Ø, Å (Aa).
Im
deutschen
Schriftsatz
gilt, dass diese drei Buchstaben in dänischen Namen, Stichwörtern und Zitaten oder gar im Gebrauch des Dänischen selbst niemals mit Ä, Ö, und Aa umschrieben werden sollen (obwohl Dänen das dennoch entziffern könnten). Dies gilt analog für das Internet, mit Ausnahme von
Domains
, wobei im letzteren Fall die Umschrift nicht immer eindeutig ist: beispielsweise ist der Sänger Stig Møller unter
stigm
oe
ller.dk
im WWW vertreten, während die Sängerin Lis Sørensen unter der Adresse
liss
rensen.dk
zu finden ist. Weitere Ausnahmen außerhalb des Internets bilden nur Personennamen wie z.
B.
Kierkegaard
, hierbei handelt es sich um die Erhaltung der alten Rechtschreibung. Früher wurde in der Handschrift
und
oft durch
und
ersetzt. Heute sieht man das etwas seltener, aber es dreht sich da nur um die verwendete Schreibschrift. Bis 1875 wurde die
Frakturschrift
, genannt
gotisk skrift
‚gotische Schrift‘ verwendet, danach die
skråskrift,
bis diese am Ende des 20. Jahrhunderts allmählich von der
formskrift
(1952 nach norwegischer Vorlage von Alvhild Bjerkenes von Christian Clemens Hansen in Dänemark eingeführt) fast ersetzt wurde. Als
Schreibschrift
wurde im 19. Jahrhundert eine dänische Variante der
deutschen Kurrentschrift
verwendet, später dann die
lateinische Schreibschrift
Buchstabe
HTML/XML
Windows
macOS
Unix/Linux
aelig;
Alt
oder
Alt Gr
AElig;
Alt
oder
Alt Gr
oslash;
Alt
oder
Alt Gr
Oslash;
Alt
oder
Alt Gr
aring;
Alt
oder
Alt Gr
Aring;
Alt
oder
Alt Gr
Für Computerbenutzer gibt es zahlreiche Hilfsmittel, die die Verwendung dänischer und anderer Buchstaben und Akzente erleichtern. Beispielsweise kann auf Zeichentabellen (z.
B.
kcharselect
charmap.exe
) zurückgegriffen werden.
Für diese Buchstaben existieren auch
Entitäten in Auszeichnungssprachen
zum Umschreiben in sprachfremden
Zeichensätzen
Unter
Windows
können die Zeichen durch Halten der
Alt
-Taste
Alt
und Tippen der Ziffern des Zeichencodes auf dem
Ziffernblock
der Tastatur eingegeben werden.
Unter macOS kann mit Halten der
Wahltaste
Option
(entspricht der
Alt
-Taste auf PC-Tastaturen) in die dritte Belegungsebene der Tastatur gewechselt werden
– hier finden sich dänische Kleinbuchstaben. Wird zusätzlich die
Umschalttaste
Shift
gehalten, wird in die vierte Belegungsebene mit dänischen Großbuchstaben gewechselt.
Bei
Unix
-,
Linux
- und
ähnlichen
Systemen können diese Buchstaben eingegeben werden, indem zuerst die
Compose
-Taste
Compose
und danach mehrere andere Tasten getippt werden. Auf deutschen Tastaturen ist zudem die Erstellung mittels
Alt Gr
-Taste möglich.
Phonologie
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Vokale
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Monophthonge
des Dänischen
Das Dänische besitzt 15 kurze und 12 lange
Monophthonge
Monophthonge des Dänischen (in
IPA-Lautschrift
vorne
zentral
hinten
ungerundet
gerundet
ungerundet
gerundet
ungerundet
gerundet
lang
kurz
lang
kurz
lang
kurz
lang
kurz
lang
kurz
lang
kurz
geschlossen
iː
yː
uː
halbgeschlossen
eː
øː
oː
mittel
halboffen
ɛː
œː
ɔː
fast offen
æː
offen
ɶː
ɑː
ɒː
Das
Schwa
ist der unbetonte Vokal. Beispiel:
mile
[ˈmiːlə]
Der fast offene Vokal
/æː/
ist das lange Gegenstück zum offenen Vokal
Zuordnung Buchstabe – Laut:
Buchstabe
Laut
ɑː
eː
iː
oː
uː
yː
æː
ɛː
ɶː
øː
ɒː
ɔː
Das Dänische besitzt 25
Diphthonge
[e:ɪ > e:]
(eg, Stege),
[ɛ:ɪ > ɛ:]
(læge),
[æ:ɪ > æ:]
(bag, hage),
[ɑ(:)ɪ]
(leg, maj),
[u(:)ɪ]
(huje),
[ʌ(:)ɪ]
(løg, øje)
[i(:)ʊ]
(liv, blive),
[e(:)ʊ]
(blev, leve),
[ɛ(:)ʊ]
(bæve, hævne),
[æ(:)ʊ]
(lav),
[a(:)ʊ]
(hav, brage),
[y(:)ʊ]
(lyve),
[ø(:)ʊ]
(løve),
[œʊ]
(neutrum),
[ɔ(:)ʊ]
(lov, sove),
[ʌ(:)ʊ]
(låge, love)
[i(:)ʌ]
(Birte, fire),
[e(:)ʌ]
(flertal, mere),
[ɛ(:)ʌ]
(lærte, lære),
[æ(:)ʌ]
(verden, værre),
[y(:)ʌ]
(hyrde, hyre),
[ø(:)ʌ]
(hørte, høre),
[œ(:)ʌ]
(gørtler, gøre),
[u(:)ʌ]
(urmager, ure),
[o(:)ʌ]
(spurgte, bore)
Alternativ können sie analysiert werden als bestehend aus Vokal und
/j ʋ r/
Konsonanten
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Das Dänische hat 17
Konsonanten
Konsonanten des Dänischen
bilabial
labio-
dental
dental
alveolar
palatal
velar
uvular
glottal
Plosive
pʰ
b̥
tˢ
d̥
kʰ
g̊
Nasale
Frikative
Approximanten
Zuordnung Buchstabe – Laut:
b̥
; im Auslaut:
g̊
kʰ
; vor
und
pʰ
; im Auslaut:
d̥
; im Anlaut:
tˢ
Folgende Zeichenfolgen haben eine eigene Aussprache:
id
ɛ:
ud
ɔ:
yd
ɶ:
Quelle:
Hans Basbøll,
The phonology of Danish,
Oxford 2005.
Aussprache
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Der Stoßlaut (Stød)
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Stød wird verwendet
Nur die Dialekte im Südosten haben keinen
stød
Stattdessen tonaler Akzent
Weder Akzent noch Stoßton
Hauptartikel
Stoßton (Dänisch)
Der
Stød
['sd̥øð]
ist eine Laryngalisierung, die lange Vokale und gewisse Konsonanten begleitet. Es gibt heute keine einheitlichen Regeln mehr dafür, wo und wann der Stød Anwendung findet; ursprünglich war der Stød ein Merkmal im Satz betonter einsilbiger Wörter mit langem Vokal oder mit stimmhaften Konsonanten im Auslaut. Dies ist nicht nur eine Frage des
Dialekts
, sondern auch des
Soziolekts
, wobei gilt, dass gehobenere Schichten den Stød öfter verwenden und dass er im Süden des gesamten Sprachgebiets fehlt. Zudem gibt es einige Fälle, in denen gleichgeschriebene Wörter durch den Stød einen Bedeutungsunterschied erfahren, z.
B.
['ænən]
‚anderer‘ ~
['ænˀən]
‚die Ente‘,
['ånən]
‚das Atmen‘ ~
['ånˀən]
‚der Geist‘, ['hεnɐ] ‚geschieht‘ ~ ['hɛnˀɐ] ‚Hände‘.
Der dänische Stød hat in seinen skandinavischen Verwandten, dem Schwedischen und dem Norwegischen, seine Entsprechung im „einfachen“ musikalischen Akzent 1, der ursprünglich auch nur in einsilbigen Wörtern vorkam. Siehe auch:
Akzente in den skandinavischen Sprachen
Vokalqualitäten
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Die dänischen
Vokale
ähneln den deutschen, doch sind manche nicht identisch. Grundsätzlich sind alle Vokale vor oder nach dem /r/ (das uvular gesprochen oder vokalisiert wird) offener. Das /a/ wird heller ausgesprochen (ähnlich dem Englischen). Das
wird kurz und in der Stellung nach
ausgesprochen wie das deutsche
in
Torte;
sonst ungefähr wie im französischen
chose
Stumme Konsonanten
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Wenn beklagt wird, dass das Dänische bei weitem nicht so gesprochen werde, wie man es schreibe, so liegt das zum großen Teil nicht nur am
weichen D
(das weicher ist als das englische
th
in
that
), sondern auch daran, dass diverse historische Konsonanten stumm geworden sind bzw. umgekehrt gesagt: dass längst nicht mehr gesprochene Konsonanten immer noch geschrieben werden.
Betroffen hiervon sind meist im
Auslaut
oder im Wortinneren befindliche /d/, /g/, /t/ und andere
Konsonanten
. Zum Beispiel wird
det
‚das‘ nicht etwa [det] ausgesprochen, sondern immer [de]. Auch z.
B. die Pronomen
mig
‚mich‘ und
dig
‚dich‘ werden anders gesprochen als geschrieben: ['mai] bzw. ['dai]. Nicht alle dieser stummen Konsonanten, die die Schrift kennt, sind etymologisch gerechtfertigt; so wurde das /d/ etwa in
finde
ursprünglich gesprochen (vgl. deutsch
finden
), wogegen es etwa in
mand
eine rein analogische Schreibung repräsentiert (vgl. deutsch
Mann
).
-er
im Auslaut verfärbt sich wie im Deutschen zu einem Vokal, etwa
hammer
['hamɐ]
(ähnlich dem deutschen
Hammer
).
Ein bekannter Liedrefrain findet zur Veranschaulichung der
Diphthongbildung
von [ei] Verwendung:
En snegl på vejen er tegn på regn i Spanien
[en ˈsnɑɪˀl pʰɔ ˈʋɑɪˀɪn æɐ ˈtˢɑɪˀn pʰɔ ˈʁɑɪˀn i ˈsb̥ænjən]
Eine Schnecke auf dem Weg ist ein Zeichen für Regen in Spanien
(Aus:
My Fair Lady
, die dänische Version von:
Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen
Lautentsprechungen
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Einige Regeln kann man (bei einigen Ausnahmen) aufstellen.
Urgermanisch
Dänisch
Beispiele
Konsonanten
*p
pf-, -ff- (-pf-)
p-, -b- (-pp-)
Pfeffer = peber (b wird wie deutsches w ausgesprochen), stopfen = stoppe
*b
b-, -v-
Biber = bæver
*f
v, f
Vater = fa(de)r
*t
z-, -ß- (-tz-)
t-, -d- (-tt-)
zwei = to, saß = sad, setzen = sætte
*d
tot = død
*þ-
t, -d-
Ding = ting, Bruder = bro(de)r
*k
k-, -ch- (-ck-)
k-, -g- (-kk-)
können = kunne, Dach = tag
*sk
sch
sk
Schale = skål
*g
g-, -g/v/j-
gut = god, fliegen = flyve (Prät. fløj)
Vokale
*a
a, å, o
anderer = anden, Band = bånd, halten = holde
*a (
i-Umlaut
e, ä
e, æ
Männer = mænd, besser = bedre
*e
selber = selv
*e (
a-Umlaut
je, jæ
Herz = hjerte
*e (
u-Umlaut
jo, jø
Erde = jord, Bär = bjørn
*ē
Maß = måde
*ē
(i-Umlaut)
äh
*ō
uh
Kuh = ko
*ō (i-Umlaut)
üh
Kühe = køer
*au (vor r, h)
oh
Ohr = øre
*au
au
Auge = øje
*ū
Haus = hus
*u
Kunde = kunde
*u (a-Umlaut)
u. o
Vogel = fugl, Horn = horn
*u (i-Umlaut)
Sünde = synd
*ū (i-Umlaut)
äu, eu
äußerst = yderst
*eu (i-Umlaut)
eu
deuten = tyde
*eu
ie
fliegen = flyve
e, æ
hier = her, Knie = knæ
*ai
ei
Stein = sten
*ī
Eis = is
*i
finden = finde
Moderne Standard-Grammatik
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Das Substantiv
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Grammatische Geschlechter
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Die dänische Standardsprache kennt zwei grammatikalische Geschlechter, das
Neutrum
und das
Utrum
. Im Utrum sind die ursprünglichen indogermanischen Genera
Maskulinum
und
Femininum
zusammengefallen.
Flexion
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Das Dänische kennt mit Ausnahme des Genitivs keine Kasusbeugung der Substantive. Der Genitiv wird einheitlich durch Anhängen der Endung
-s
gebildet:
Fars/mors/barnets hat
‚der Hut des Vaters, der Mutter, des Kindes‘
Zur Bildung des Plurals gibt es mehrere Möglichkeiten:
Der
Plural
wird in den meisten Fällen durch Anhängen von
-er
bzw. (wenn der Singular auf Vokal endet)
-r
gebildet, z.
B.:
køkken
‚Küche‘ →
køkkener
‚Küchen‘;
værelse
‚Zimmer‘ →
værelser
‚Zimmer, Pl.‘
15 Wörter haben im Plural
Umlaut
; die drei Typen sind
nat
‚Nacht‘ →
nætter
‚Nächte‘;
hånd
‚Hand‘ →
hænder
‚Hände‘,
bog
‚Buch‘ →
bøger
‚Bücher‘
Die zweithäufigste Pluralbildung ist das Anhängen von
-e
bord
‚Tisch‘ →
borde
Vier Wörter haben im Plural Umlaut:
fa(de)r
‚Vater‘ →
fædre
‚Väter‘;
bro(de)r
‚Bruder‘ →
brødre
‚Brüder‘;
mo(de)r
‚Mutter‘ →
mødre
‚Mütter‘;
datter
‚Tochter‘ →
døtre
‚Töchter‘
Eine kleine Gruppe von Substantiven hat im Plural keine Endung:
tog
‚Zug‘ →
tog
‚Züge‘
Drei Wörter haben im Plural Umlaut:
mand
‚Mann‘ →
mænd
‚Männer‘;
gås
‚Gans‘ →
gæs
‚Gänse‘;
barn
‚Kind‘ →
børn
‚Kinder‘
Eine heute nur mehr lexikalisiert vorkommende Pluralbildung kennt
øje
‚Auge‘ →
øjne
‚Augen‘
Gewisse Fremdwörter behalten den Plural aus der Originalsprache bei:
check
‚Check‘ →
checks
‚Checks‘;
faktum
‚Fakt‘ →
fakta
‚Fakten‘
Bestimmtheit
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Das Dänische kennt zwei
unbestimmte Artikel
en
für das Utrum (fælleskøn) und
et
für das Neutrum (intetkøn)
Beispiele:
mand
‚Mann‘ →
en mand
‚ein Mann‘
kvinde
‚Frau‘ →
en kvinde
‚eine Frau‘
barn
‚Kind‘ →
et barn
‚ein Kind‘
Um zu unterscheiden, dass es sich um
ein
Kind handelt, und nicht
zwei,
kann man einen Akzent setzen:
ét barn – to børn
ein
Kind‘ – ‚zwei Kinder‘.
Einfache Bestimmtheit wird durch einen suffigierten (angehängten, also nicht wie im Deutschen vorangestellten) Artikel ausgedrückt. Das hat Dänisch mit allen skandinavischen Sprachen gemein:
-(e)n
für Utrum Singular
-(e)t
für Neutrum Singular
-(e)ne
für den Plural
Beispiele:
mand
‚Mann‘ →
manden
‚der Mann‘;
kvinde
‚Frau‘ →
kvinden
‚die Frau‘;
opera
‚Oper‘ →
operaen
‚die Oper‘;
hus
‚Haus‘ →
huset
‚das Haus‘,
værelse
‚Zimmer‘ →
værelset
‚das Zimmer‘
mænd
‚Männer‘ →
mændene
‚die Männer‘;
kvinder
‚Frauen‘ →
kvinderne
‚die Frauen‘;
huse
‚Häuser‘ →
husene
‚die Häuser‘;
tog
‚Züge‘ →
togene
‚die Züge‘;
værelser
‚Zimmer (Pl.)‘ →
værelserne
‚die Zimmer‘
Ist der Stammvokal kurz, so muss der auslautende Konsonant verdoppelt werden:
rum
‚Raum‘ →
rummet
‚der Raum‘ bzw.
rummene
‚die Räume‘.
Tritt ein Adjektiv hinzu, wird die Bestimmtheit wie im Deutschen durch einen vorangestellten bestimmten Artikel ausgedrückt:
de
im Plural
den
im Utrum Singular
det
im Neutrum Singular
Anders als im Schwedischen und Norwegischen findet keine doppelte Artikelsetzung statt – die Anhängung des Artikels unterbleibt also bei Voranstellung:
de to brødre
‚die beiden Brüder‘
den store kunstner
‚der große Künstler‘
det røde billede
‚das rote Bild‘
Daneben gibt es einige Sonderfälle wie
hele dagen
‚den ganzen Tag‘
Das Adjektiv
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Flexion des Positivs
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Wie alle germanischen Sprachen außer dem Englischen kennt auch das Dänische eine bestimmte und eine unbestimmte Flexion. Die bestimmte Form lautet unabhängig von Genus und Numerus
-e
, die unbestimmte Form ist im Singular Utrum Nullendung, im Neutrum
-t
und im Plural
-e
bestimmt:
den store mand
‚der große Mann‘,
det store barn
‚das große Kind‘,
de store mænd, børn
‚die großen Männer, Kinder‘
unbestimmt:
en stor mand
‚ein großer Mann‘,
et stort barn
‚ein großes Kind‘,
store mænd, børn
‚große Männer, Kinder‘
Bei mehrsilbigen Adjektiven fällt vor
-l, -n, -r
unbetontes
-e-
weg:
en gammel mand
‚ein alter Mann‘,
gamle mænd
‚alte Männer‘
Ausnahmen:
Adjektive, die auf unbetontes
-e
(dazu zählen auch der Komparativ und das Partizip Präsens) und unbetontes
-a
enden, werden nicht flektiert:
ægte
‚echt‘ →
ægte, ægte
. Weitere Beispiele im unbestimmten Neutrum:
et lille barn
‚ein kleines Kind‘,
et moderne hus
‚ein modernes Haus‘;
et lilla tørklæde
‚ein lila Kopftuch‘
Adjektive, die auf betontes
-u
und
-y
sowie unbetontes
-es
enden, werden nicht flektiert:
snu
‚schlau‘ →
snu, snu; sky
‚scheu‘ →
sky, sky; fælles
‚gemeinsam‘ →
fælles, fælles
. Beispiele:
et snu barn
‚ein schlaues Kind‘;
et fælles anliggende
‚ein gemeinsames Anliegen‘;
sky fugle
‚scheue Vögel‘.
Adjektive, die auf betontes
-å
enden, haben zwar eine Neutrumform, aber keine spezifische Pluralendung:
blå
‚blau‘ →
blåt, blå
. Beispiel:
et blåt øje
‚ein blaues Auge‘,
blå øjne
‚blaue Augen‘
zweisilbige Adjektive, die auf unbetontes
-ed
enden, haben zwar die e-Form, aber keine unbestimmte Neutrumsform:
fremmed
‚fremd‘ →
fremmed, fremmede
. Beispiel:
et fremmed menneske
‚ein fremder Mensch‘,
fremmede mennesker
‚fremde Menschen‘
Adjektive auf
-sk
haben keine unbestimmte Neutrumform, wenn es sich um ein Adjektiv zu einem geografischen Gebiet handelt:
dansk
‚dänisch‘ →
dansk, danske;
andere Adjektive auf
-sk
können optional ein
-t
im Neutrum haben.
ny
‚neu‘ und
fri
‚frei‘ kennen Formen mit und ohne
-e
ny
nyt, nye/ny; fri
frit, frie/fri
der Plural von
lille
‚klein‘ ist
små: et lille barn
‚ein kleines Kind‘ →
små børn
‚kleine Kinder‘
Anders als im Deutschen, aber wie in allen skandinavischen Sprachen, wird das Adjektiv auch in prädikativer Stellung flektiert:
Manden er stor, barnet er stort, børn er store
‚der Mann ist groß, das Kind ist groß, die Kinder sind groß‘
Steigerung
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Der Komparativ wird gewöhnlich durch
-ere
, der Superlativ durch
-est
zum Ausdruck gebracht:
ny
‚neu‘ →
nyere
‚neuer‘,
nyest
‚neu(e)st‘
Der Komparativ zeigt keine weiteren Flexionsformen, der Superlativ kennt Nullendung und
-e
Eine kleine Zahl Adjektive kennt in Komparativ und Superlativ Umlaut plus Endung
-re
få
‚wenig‘ →
færre, færrest
lang
‚lang‘ →
længre, længst
stor
‚groß‘ →
større, størst
ung
‚jung‘ →
yngre, yngst
Einige Adjektive wechseln den Wortstamm, wobei auch hier Umlaut auftreten kann:
dårlig
‚schlecht‘,
ond
‚böse‘ →
værre, værst
gammel
‚alt‘ →
ældre, ældst
god
‚gut‘ →
bedre, bedst
lille/lidt
‚klein‘ →
mindre, mindst
mange
‚viel‘ →
flere, flest
Unregelmäßig sind sodann
megen/meget
‚viel‘ →
mere, mest
nær
‚nahe‘ →
nærmere, nærmest
Bei den meisten drei- und mehrsilbigen Adjektiven sowie bei Fremdwörtern und Partizipien ist die Steigerung auch mit
mere
und
mest
möglich:
intelligent → mere intelligent, mest intelligent
Die Pronomen
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Personalpronomen
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Die Personalpronomen kennen fast alle eine eigene Objektsform:
jeg
‚ich‘ →
mig
‚mich, mir‘
du
‚du‘ →
dig
‚dich, dir‘
han
‚er‘ (persönlich) →
ham
‚ihn, ihm‘
hun
‚sie‘ (persönlich) →
hende
‚ihr, sie‘
den
‚er, sie, es‘ (unpersönlich) →
den
‚ihm, ihn, es, ihr, sie‘
det
‚es‘ (persönlich); ‚er, sie, es‘ (unpersönlich) →
det
‚ihm, es‘; ‚ihm, ihn, es, ihr, sie‘
vi
‚wir‘ →
os
‚uns‘
‚ihr‘ →
jer
‚euch‘
de
‚sie‘ →
dem
‚sie, ihnen‘
Die 2. Personen Plural
wird im Nominativ immer groß geschrieben, die 3. Person Plural in Nominativ und Objektiv dann, wenn sie als Höflichkeitsform
De, Dem
fungiert.
Possessivpronomen
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Die Possessivpronomen kennen teilweise eine Flexion nach Genus (utrum, neutrum) und Numerus (Singular, Plural):
jeg
min
(utrum Sg.),
mit
(neutrum Sg.),
mine
(Pl.)
du
din, dit, dine
han
hans
(wenn auf eine andere Person bezogen) bzw.
sin, sit, sine
(wenn reflexiv)
hun
hendes
bzw.
sin, sit, sine
den
dens
bzw.
sin, sit, sine
det
dets
bzw.
sin, sit, sine
vi
vores
oder (förmlicher)
vor, vort, vore
jeres
de
deres
In der 3. Person Plural wird
De, Deres
mit Großbuchstaben geschrieben, wenn sie als Höflichkeitsformen fungieren.
Die Zahlwörter
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Grundzahlen
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Bis zur Zahl 49 folgt das Dänische dem gleichen Muster wie das Deutsche: Die Zahlen werden von 0 bis 12 mittels eigenständiger Wörter wiedergegeben, diejenigen von 13 bis 19 als Kombination aus der teilweise abgeänderten Einerstelle und
-ten
für 10:
nul,
en
(utrum),
et
(neutrum), 2
to,
tre,
fire,
fem,
seks,
syv,
otte,
ni,
10
ti,
11
elleve,
12
tolv
13
treten,
14
fjorten,
15
femten,
16
seksten,
17
sytten,
18
atten,
19
nitten
Die Dezimalzahlen sind Vielfache von 10:
20
tyve,
30
tredive
(oder
tredve
), 40
fyrre
Neben
fyrre
gibt es die ältere, manchmal noch in Emphase verwendete Langform
fyrretyve,
eigentlich ‚vier Zehner‘.
21
Ab der Zahl 50 folgen die Dezimalzahlen dem
Vigesimalsystem
, d.
h., sie basieren auf dem Vielfachen von 20:
21
22
50 =
halvtreds,
verkürzte Form von
halvtredsindstyve,
bedeutet
halvtredje sinde tyve
‚halb-dritt mal 20‘ (= 3 weniger 0,5 mal 20)
60 =
tres,
verkürzte Form von
tresindstyve,
bedeutet
tre sinde tyve
‚3 mal 20‘
70 =
halvfjerds,
verkürzte Form von
halvfjerdsindstyve,
bedeutet
halvfjerde sinde tyve
‚halb-viert mal 20‘ (= 4 weniger 0,5 mal 20)
80 =
firs,
verkürzte Form von
firsindstyve,
bedeutet
fire sinde tyve
‚4 mal 20‘
90 =
halvfems,
verkürzte Form von
halvfemsindstyve,
bedeutet
halvfemte sinde tyve
‚halb-fünft mal 20‘ (= 5 weniger 0,5 mal 20)
Neben dieser spezifisch dänischen Zählweise ist im Bankwesen auch der gemeinnordische Typus „einfache Zahl + Zehner“ vertreten:
20
toti
(wörtlich: ‚zwei Zehner‘), 30
treti,
40
firti,
50
femti,
60
seksti,
70
syvti,
80
otti,
90
niti
Dieses Zahlensystem ist keine Entlehnung aus dem Schwedischen, wie vielfach angenommen wird, sondern war schon im Altdänischen bekannt. Mit der Einführung der Dezimalwährung in Dänemark 1875 wurde es für den Handel wiederbelebt, gewann aber keine breite Anwendung mehr.
23
Das auf dem 50-Kronen-Schein stehende „FEMTI KRONER“ wurde deshalb 2009 wieder aufgegeben.
Selbständige Wörter sind schließlich wieder:
100
hundrede,
1000
tusinde
(oder
tusind
), 1.000.000
en million,
1.000.000.000
en milliard,
1.000.000.000.000
en billion
Eine Gemeinsamkeit mit dem Deutschen ist, dass die Einerstelle vor der Zehnerstelle ausgesprochen wird. So wird etwa die Zahl 21 als
enogtyve
ausgesprochen (
en
‚ein‘,
og
‚und‘,
tyve
‚zwanzig‘), die Zahl 32 als
toogtredive
to
‚zwei‘,
og
‚und‘,
tredive
‚dreißig‘), die Zahl 53 als
treoghalvtreds,
67 als
syvogtres,
89 als
niogfirs,
95 als
femoghalvfems
. Wendet man hingegen die Zahlen des Bankwesens an, gilt die englische oder schwedische Wortfolge; 21 heißt dann
totien
Die Hunderterstellen werden durch das entsprechende Zahlwort von 1 bis 9 plus
hundrede
gebildet: 100
et hundrede,
300
tre hundrede
. Werden Zehner und/oder Einerstellen benutzt, wird das Zahlwort zusammengeschrieben: 754
syvhundredefireoghalvtreds
Ordnungszahlen
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Die Ordinalzahlen von 1 und 2 sind ganz unregelmäßig:
første
‚erste(r/s)‘,
anden
‚zweite(r/s)‘. Die weiteren werden, wie in allen germanischen Sprachen, durch das Anhängen eines Dentalsuffixes (im Dänischen
-t, -d;
gefolgt von der Endung
-e
) gebildet, wobei zahlreiche kleinere und größere Irregularitäten auftreten:
1.
første,
2.
anden
(utrum),
andet
(neutrum), 3.
tredje,
4.
fjerde,
5.
femte,
6.
sjette,
7.
syvende,
8.
ottende,
9.
niende,
10.
tiende,
11.
ellevte
oder
elvte,
12.
tolvte,
13.
trettende,
14.
fjortende,
15.
femtende,
16.
sekstende,
17.
syttende,
18.
attende,
19.
nittende,
20.
tyvende,
30.
trevide
oder
trevde
Die Ordinalzahl von 40 wird von der Langform
fyrretyve
(vgl. oben) gebildet und lautet
fyrretyvende
Zu 50 bis 90 wird die Ordinalzahl von der Langform des Vigesimalsystems gebildet; vgl. oben:
50.
halvtredsindstyvende,
60.
tresindstyvende,
70.
halvfjerdsindstyvende,
80.
firsindstyvende,
90.
halvfemsindstyvende
Unverändert bleiben die Ordinalzahlen von
hundrede
und
tusinde:
100.
hundrede,
1000.
tusinde
. Die (selten gebrauchten) Ordinalzahlen von
million, milliard, billion
werden mit
-te
gebildet:
millionte, milliardte, billionte
Stückzahlen
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et dusin
‚ein Dutzend, 12 Stück‘
en snes
‚20 Stück‘
et gros
‚ein Gros, 144 Stück‘
Das Verb
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Infinitiv
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Das dänische Verb endet im Infinitiv auf
-e
, das bei stammschließendem Vokal entfällt:
komme
‚kommen‘,
tro
‚glauben‘.
Person
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Anders als im Deutschen gibt es im Dänischen keine Flexion nach Personen, sondern nur eine einheitliche Form. Die Präsensendung lautet durchgängig
-er
(bzw. bei den auf stammschließenden Vokal endenden Verben
-r
), die Präteritumendung bei den schwachen Verben
-ede
oder
-te
, bei den starken Verben gilt Nullendung:
jeg kommer, du kommer, han/hun/det kommer, vi kommer, I kommer, de kommer
‚ich komme, du kommst, er/sie/es kommt, wir kommen, ihr kommt, sie kommen‘ bzw.
jeg tror
‚ich glaube‘ usw.
jeg lavede, du lavede, han/hun/det lavede, vi lavede, I lavede, de lavede
‚ich machte‘ usw.
jeg sang, du sang, han/hun/det sang, vi sang, I sang, de sang
‚ich sang‘ usw.
Einige wenige Verben zeigen im Präsens eine unregelmäßige Endung, siehe unten.
In der älteren Literatur kommen noch Pluralformen vor, die auf
-e
enden; ihre Anwendung war bis 1900 in der Schriftsprache obligatorisch:
(Singular:)
jeg/du/han synger
→ (Plural:)
vi/I/de synge
Konjugationsklassen
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Dänisch kennt zwei
schwache
Konjugationsklassen (mit den Dentalendungen
-ede, -et
versus
-te, -t
), die
starke
Konjugation (mit
Ablaut
, im Partizip zudem Dentalendung) sowie verschiedene Typen ganz unregelmäßiger Verben:
lave
jeg lavede
‚ich machte‘,
jeg har lavet
‚ich habe gemacht‘,
jeg tro
troede
‚ich glaubte‘,
jeg har troet
‚ich habe geglaubt‘
rejse
jeg rejste
‚ich reiste‘,
jeg har rejst
‚ich bin gereist‘
synge
jeg sang
‚ich sang‘,
jeg har sunget
‚ich habe gesungen‘, weitere ablautende Hauptgruppen repräsentieren:
drive
‚treiben‘ →
drev, drevet; bide
‚beißen‘ →
bed, bidt; krybe
‚kriechen‘ →
krøb, krøbet; bryde
‚brechen‘ →
brød, brudt; gyde
‚gießen‘ →
gød, gydt; drikke
‚trinken‘ →
drakk, drukket; sprække
‚zerspringen‘ →
sprak, sprukket; bære
‚tragen‘ →
bar, båret; være
‚sein‘ →
var, været; give
‚geben‘ →
gav, givet; fare
‚fahren‘ →
for, faret; gå
‚gehen‘ →
gikk, gået;
mit Einheitsablaut:
falde
‚fallen‘ →
faldt, faldet; græde
‚weinen‘ →
græd, grædt, hedde
‚heißen‘ →
hed, heddet; komme
‚kommen‘ →
kom, kommet; løbe
‚laufen‘ →
løb, løbet
Eine gewisse Anzahl Verben gehören den
rückumlautenden
Verben an, die Vokalwechsel und Dentalendung verbinden; die verschiedenen Typen sind:
lægge
‚legen‘ →
lagde, lagt; tælle
‚zählen‘ →
talte, talt; kvæle
‚ersticken‘ →
kvalte, kvalt; træde
‚treten‘ →
trådte, trådt; sælge
‚verkaufen‘ →
solgte, solgt; sige
‚sagen‘ →
sagde, sagt; bringe
‚bringen‘ →
bragte, bragt; gøre
‚machen‘ →
gjorde, gjort; følge
‚folgen‘ →
fulgte, fulgt
Größere und kleinere (weitere) flexivische Unregelmäßigkeiten zeigen das Verbum substantivum, die Verben
have, gøre, vide
und
ville
sowie die
Präteritopräsentia
(aufgeführt werden Infinitiv, Präsens, Präteritum und Perfekt):
burde
‚sollen‘ →
jeg bør, jeg burde, jeg har burdet
gøre
‚machen‘ →
jeg gør
(im Übrigen rückumlautendes Verb, siehe oben)
have
‚haben‘ →
jeg har, jeg havde, jeg har haft
kunne
‚können‘ →
jeg kan, jeg kunne, jeg har kunnet
måtte
‚müssen; dürfen‘ →
jeg må, jeg måtte, jeg har måttet
skulle
‚sollen; werden‘ →
jeg skal, jeg skulle, jeg har skullet
turde
‚wagen‘ →
jeg tør, jeg turde, jeg har turdet
være
‚sein‘ →
jeg er
(im Übrigen ablautendes starkes Verb, siehe oben)
vide
‚wissen‘ →
jeg ved, jeg vidste, jeg har vidst
ville
‚wollen; werden‘ →
jeg vil, jeg ville, jeg har villet
Passiv
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Das Passiv wird entweder durch Anhängen eines
-s
gebildet oder aber mit dem Hilfsverb
blive
(wörtlich: ‚bleiben‘) plus Partizip Perfekt gebildet:
Zebraen jages / bliver jaget af løven
‚das Zebra wird vom Löwen gejagt‘
De ventes på søndag
‚sie werden am Sonntag erwartet‘
Das
-Passiv wird häufiger verwendet, um einen Zustand oder eine Regelmäßigkeit auszudrücken, das umschriebene Passiv häufiger, wenn es um eine Handlung geht, man vergleiche etwa:
Slottet ejes af staten
‚Das Schloss ist im Besitz des Staates‘ (wörtlich: ‚wird vom Staat besessen‘)
Dørene lukkes kl. 7
‚die Türen schließen um sieben Uhr; die Türen werden um 7 Uhr geschlossen‘, aber gewöhnlich:
Dørene bliver lukket nu
‚die Türen werden jetzt geschlossen‘.
Das
-Passiv kommt sodann besonders im Infinitiv und im Präsens vor; im Perfekt und im Präteritum ist es nicht bei allen Verben möglich:
Hun sås ofte i teatret
‚sie wurde oft im Theater gesehen; man sah sie oft im Theater‘
aber:
Hun blev væltet af cyklen
‚sie wurde vom Rad geworfen‘
Das
-Passiv wird im Dänischen auch zur Bildung unpersönlicher Konstruktionen verwendet:
Der må ikke spises i bussen
‚man darf im Bus nicht essen; Essen im Bus verboten‘ (wörtlich: ‚es darf nicht gegessen werden‘)
Das
-Passiv kommt sodann bei reziproken Verben vor; hier kann man noch nachvollziehen, dass die Endung
-s
aus einem suffigierten
sig
‚sich‘ entstanden ist:
Vi mødes i morgen aften
‚wir treffen uns morgen abend‘
Vi skiltes som gode venner
‚wir trennten uns (schieden) als gute Freunde‘
Schließlich kommen eine Reihe Verben als sog.
Deponentia
im
-Passiv vor; auch hier ist die Herkunft aus
sig
‚sich‘ oft noch deutlich. Es handelt sich dabei um Verben, die formal passiv sind, aber eine aktive Bedeutung haben:
findes
‚sich finden, vorkommen, geben‘:
Der findes mange dyrearter
‚Es gibt viele Tierarten‘
mindes
‚sich erinnern‘:
Jeg mindes ikke hans tale
‚ich erinnere mich nicht an seine Rede‘
synes
‚scheinen‘:
Jeg synes, at det er en god idé
‚mir scheint, dass das eine gute Idee ist‘
Modus
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Der
Imperativ
endet auf den Wortstamm und kennt nur eine einzige Form:
kom!
‚komm[e]! kommt!‘.
Alte Texte kennen eine besondere Pluralendung
-er: Kommer hid, I Pige smaa!
‚Kommet her, ihr kleinen Mädchen!‘ (
N.
F.
S. Grundtvig
).
Ein morphologisch selbständiger
Konjunktiv
existiert nur noch in feststehenden Wendungen, er endet auf
-e
bzw. bei auf Vokal schließenden Verben auf Nullendung, ist also formal mit dem Infinitiv identisch. Beispiele sind etwa:
leve Dronningen
‚es lebe die Königin‘,
Herren være med jer
‚der Herr sei mit euch‘,
Gud ske lov
‚Gott sei Dank‘ (wörtlich: ‚Gott geschehe Lob‘).
Im Übrigen ist er entweder vom Indikativ verdrängt worden oder aber, im Irrealis, mit dem Indikativ des Präteritums zusammengefallen:
hvis jeg var rig
‚wenn ich reich wäre‘.
Satzbau (Syntax)
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Hauptsatz
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Dem dänischen Satzbau liegt das Schema
Subjekt + Prädikat + Objekt
zugrunde (wie im Englischen), der dänische Hauptsatz ist jedoch durch eine
Verbzweit-Konstruktion
erweitert, wie sie auch im Deutschen vorliegt. Das heißt, der Hauptsatz besitzt ein sogenanntes Vorfeld und anschließend eine vorgezogene Position für das
finite Verb
. Im Vorfeld stehen können außer dem finiten Verb prinzipiell alle Satzteile, am häufigsten allerdings das Subjekt. Wenn ein Satzteil ins Vorfeld gestellt wird, so bleibt dessen Platz im Satzinneren unbesetzt (dies gilt auch für das Subjekt).
Das folgende
Feldschema
, das auf den dänischen Linguisten
Paul Diderichsen
zurückgeht, zeigt die Struktur des dänischen Hauptsatzes an einigen Beispielen. Wie im Deutschen ist im Aussagesatz die Besetzung von Vorfeld und Finitum obligatorisch, in
Ergänzungsfragen
(im Beispiel hier eingeleitet durch
hvad
„was?“) steht das Fragewort im Vorfeld, in Ja/Nein-Fragen bleibt das Vorfeld leer (letztes Beispiel).
Vorfeld
finites
Verb
Subjekt
Adverbial
A:
Satz-
adverbial
infinites
Verb
Objekt
Adverbial
B:
Art +
Weise
Adverbial
B:
Ort
Adverbial
B:
Zeit
Jeg
læser
ikke
en bog
parken
i dag
Jeg
skal
ikke
læse
en bog
parken
i dag
I dag
skal
jeg
ikke
læse
en bog
parken
I dag
har
jeg
ikke
læst
en bog
parken
Jeg
læser
bogen
tavs
i dag
Jeg
spiser
altid
en
rulle
til
frokost
Til
frokost
spiser
jeg
en
rulle
Hvad
læser
du
Læser
du
noget interessant
Nebensatz
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Im Nebensatz steht das finite Verb in der Regel weiter innen im Satz, nämlich zusammen mit der Position, in der im Hauptsatz infinite Verbformen vorkommen. Es folgt dann, anders als im Hauptsatz, nach dem Subjekt und nach dem Satzadverbial:
(Christian svarede, …)
Bindefeld
Subjekt
Adverbial
A:
Satz-
adverbial
finites
Verb
infinites
Verb
Objekt(e)
Adverbial
B:
Ort
Adverbial
B:
Zeit
at
han
ikke
ville
køre
til
byen
at
han
snart
kunne
møde
hende
på
torvet
at
han
ikke
ville
give
hende gaver
til
jul
In wenigen Fällen kann allerdings auch die Hauptsatzform, also ein Verbzweit-Satz, nach der Konjunktion
at
folgen. Näheres siehe unter
V2-Stellung #Verbzweitsätze als Nebensätze
Sprachbeispiel
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Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
, Artikel 1:
Alle mennesker er født frie og lige i værdighed og rettigheder. De er udstyret med fornuft og samvittighed, og de bør handle mod hverandre i en broderskabets ånd.
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.
Siehe auch
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Dänische Zentralbibliothek für Südschleswig
, die größte Sammlung dänischer Literatur in Deutschland
Dänische Rechtschreibreform von 1948
(mit den Rechtschreibregeln zur Kleinschreibung)
Dansk Sprognævn
(dänische Sprachkommission)
Liste dänischsprachiger Schriftsteller
Literatur
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Linguistische Einführung
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Kurt Braunmüller
Die skandinavischen Sprachen im Überblick.
Francke, Tübingen. 3.,
aktualisierte und erweiterte Auflage 2007 (UTB 1635),
ISBN 978-3-8252-1635-1
, S.
86–133.
Hartmut Haberland:
Danish.
In: Ekkehard König, Johan van der Auwera (Hrsg.):
The Germanic Languages.
Routledge, London / New York 1994,
ISBN 978-0-415-05768-4
, S.
313–348.
Hartmut Haberland:
Dänisch.
In: Ulrich Ammon, Harald Haarmann (Hrsg.):
Wieser Enzyklopädie der Sprachen des europäischen Westens,
Band
1. Wieser, Klagenfurt 2008,
ISBN 978-3-85129-795-9
, S.
131–153.
Geschichte der dänischen Sprache
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Peter Skautrup
Det danske sprogs historie.
Bd. 1–4, Kopenhagen 1944–1968 (unveränderter Nachdruck 1968) und 1 Registerband, Kopenhagen 1970.
Johannes Brøndum-Nielsen
Gammeldansk Grammatik i sproghistorisk Fremstilling.
Bände I–VIII Kopenhagen 1928–1973; Bände I–II 2.,
überarbeitete Auflage 1950/57.
Lehrbücher
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Marlene Hastenplug:
Langenscheidts Praktischer Sprachlehrgang Dänisch.
Langenscheidt Verlag, München/Berlin 2009.
ISBN 978-3-468-80361-1
Vi snakkes ved. Dänischlehrwerk für Erwachsene
. Hueber, Ismaning 2007.
Grammatiken
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Robin Allan, Philip Holmes, Tom Lundskær-Nielsen:
Danish. A Comprehensive Grammar.
London / New York 1995,
ISBN 0-415-08206-4
Aage Hansen:
Moderne Dansk.
Bde. 1–3 Kopenhagen 1967.
Basisgrammatiken:
Christian Becker-Christensen, Peter Widell:
Politikens Nudansk Grammatik
. Gyldendal, Kopenhagen 4. Aufl. 2003,
ISBN 87-567-7152-5
. (Wichtige Abschnitte wie Wortstellung fehlen.)
Barbara Fischer-Hansen, Ann Kledal:
Grammatikken. Håndbog i dansk grammatik for udlændinge.
Special-pædagogisk forlag, Kopenhagen 1998.
Syntax:
Kristian Mikkelsen:
Dansk Ordföjningslære.
Kopenhagen 1911 (Nachdruck Kopenhagen 1975).
Wörterbücher
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Dänisch einsprachig
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Det Danske Sprog- og Litteraturselskab (Hrsg.):
Ordbog over det danske Sprog
Bd. 1–28. Gyldendal, Kopenhagen 1918–1956,
Supplementbind
1–5. Gyldendal, Kopenhagen 1992–2005,
ISBN 87-00-23301-3
. Etwa 200.000 Stichwörter mit Stellennachweisen. Der Wortschatz umfasst die Zeit von 1700 bis 1950. Im Internet unter
oder
verfügbar.
Det Danske Sprog- og Litteraturselskab (Hrsg.):
Den Danske Ordbog
. 6 Bände, Gyldendal, Kopenhagen 2003–2005,
ISBN 87-02-02401-2
. Versteht sich als Fortsetzung des vorgenannten ODS. Im Internet unter
verfügbar.
Christian Becker-Christensen u.
a.:
Politikens nudansk ordbog.
Politikens Forlag, Kopenhagen, 19. Aufl. 2005, (ca. 60.000 Stichwörter mit CD-ROM für Windows 2000 und Windows XP),
ISBN 87-567-6504-5
. Gilt als Standardwerk.
Christian Becker-Christensen u.
a.:
Politikens nudansk ordbog med etymologi.
Politikens Forlag, Kopenhagen 3. Aufl. 2005, 2 Bd. (ca. 60.000 Stichwörter mit Etymologie; Rechtschreibregeln (Dansk Sprognævn). CD-ROM für Windows 2000 und XP,
ISBN 87-567-6505-3
. Im Wortschatz identisch mit
Politikens nudansk ordbog
).
Politikens Retskrivningsordbog + CD-ROM.
Politikens Forlag, Kopenhagen 1. Aufl. 2001,
ISBN 978-87-567-6455-1
. (Rechtschreibwörterbuch, 80.000 Stichwörter + CD-ROM für Windows 98/2000, ME, NT). Offizielles Rechtschreibwörterbuch, das von „Dansk Sprognævn“ festgesetzt wird („Der dänische Duden“).
Dansk Sprognævn (Hrsg.):
Retskrivningsordbogen
. Alinea Aschehoug, Kopenhagen 3. Aufl. 2006 + CD-ROM.
ISBN 87-23-01047-9
. Das offizielle Buch der dänischen Rechtschreibung („Der dänische Duden“), weitgehend identisch mit den im Politiken-, Gad- und Gyldendal-Verlag erschienenen Rechtschreibbüchern. Etwa 85.000 Stichwörter. Internetversion unter
Dänisch–Deutsch
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Henrik Bergstrøm-Nielsen u.
a.:
Dansk-tysk ordbog
. Munksgaard, Kopenhagen, 2. Aufl. 1996,
ISBN 87-16-10845-0
. Zurzeit größtes und umfassendstes Dänisch-Deutsches Wörterbuch mit ca. 100.000 Stichwörtern. Wie in der dänisch-deutschen Lexikographie üblich werden die dänischen Stichwörter ohne Genus, Konjugation oder Deklination angegeben. Keine Ausspracheangaben.
Jens Erik Mogensen u.
a.:
Dansk-Tysk Ordbog
. Gyldendal, Kopenhagen, 11. Aufl. 1999,
ISBN 87-00-31758-6
. Etwa 73.000 Stichwörter. (Siehe Bemerkung zu vorhergehendem Werk).
Deutsch–Dänisch
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Bergstrøm-Nielsen u.
a.:
Tysk-Dansk Ordbog – Stor.
Gyldendal, Kopenhagen 2005,
ISBN 87-00-40058-0
. Zurzeit mit ca. 153.000 Stichwörtern umfangreichstes Deutsch-Dänisches Wörterbuch, das das geplante, aber nie erschienene Wörterbuch
Tysk-Dansk
desselben Verfassers (Munksgaard, s.
o.) ersetzt.
Dänisch–Deutsch/Deutsch–Dänisch
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Langenscheidt-Redaktion (Hrsg.):
Taschenwörterbuch Dänisch. Dänisch-Deutsch. Deutsch-Dänisch
. Langenscheidt, Berlin 2007,
ISBN 978-3-468-11103-7
. Jeweils etwa 40.000 Stichwörter mit grammatikalischen Angaben. Ausspracheangaben. Sehr gutes Hilfsmittel für Anfänger und Fortgeschrittene.
Dansk-Tysk / Tysk-Dansk Ordbog,
CD-ROM. Ab Windows 98 und Microsoft Word 95. Gyldendal, Kopenhagen 2003,
ISBN 87-02-01495-5
Spezialwörterbücher
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Niels Åge Nielsen:
Dansk Etymologisk Ordbog. Ordenes Historie
. Gyldendal, Kopenhagen 5. Aufl. 2004,
ISBN 87-02-03554-5
. 13.000 Stichwörter.
Ole Lauridsen u.
a.:
Dansk-Tysk Erhvervsordbog
. Gyldendal, Kopenhagen 2. Aufl. 2005,
ISBN 87-02-03718-1
. 8300 Stichwörter.
Wilhelm Gubba:
Dansk-Tysk Juridisk Ordbog
. Gyldendal, Kopenhagen 4. Aufl. 2005,
ISBN 87-02-03986-9
Aage Hansen u.
a. (Det Danske Sprog- og Litteraturselskab Hrsg.):
Holberg-ordbog. Ordbog over Ludvig Holbergs sprog
. 5 Bände, Reitzel, Kopenhagen 1981–1988,
ISBN 87-7421-278-8
. (Das Spezialwörterbuch über die Sprache Ludvig Holbergs sowie über das Dänische des 18.
Jahrhunderts.)
Aussprachewörterbücher
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Lars Brink, Jørn Lund u.
a.:
Den Store Danske Udtaleordbog.
Munksgaard, Kopenhagen 1991,
ISBN 87-16-06649-9
. Ca. 45.000 Stichwörter. Nur noch antiquarisch erhältlich. Führendes wissenschaftliches Werk.
Peter Molbæk Hansen:
Udtaleordbog. Dansk udtale.
Gyldendal, Kopenhagen 1990,
ISBN 87-00-77942-3
. Ca. 41.000 Stichwörter.
Weblinks
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Wiktionary: Dänisch
– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Kategorie:Dänisch
– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Dänische Sprichwörter
– Zitate
Commons
: Dänische Sprache
– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons
: Dänische Aussprache
– Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wörterbücher
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Wikisource: Dänische Wörterbücher
– Quellen und Volltexte
Den Danske Ordbog
Wörterbuch der dänischen Sprache nach 1950
Retskrivningsordbogen
Dänische Rechtschreibung
sproget.dk
Metasuche über
Retskrivningsordbogen, Den Danske Ordbog
und
Ordbog over det danske Sprog
sowie weitere Definitionen
Den Danske Online Ordbog
Sprachhistorische Wörterbücher
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Ordbog over det Danske Sprog
Wörterbuch der dänischen Sprache 1700–1950
Renæssancens sprog i Danmark
Die dänische Sprache der Renaissance
Korpora
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KorpusDK
Leipziger Korpus Dänisch
corpuseye
Links zum Dänischlernen
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Podcast-Feed der wöchentlichen Sendung
Sproghjørnet
über die dänische Sprache
Fächerportal Dänisch des Institut für Qualitätssicherung an Schulen Schleswig-Holstein
Deutsch-Dänischer Lehrerverein/Dansk-Tysk Lærerforening
GrammarExplorer Dänisch (deutsch und englisch)
dansk.nu
danskopgaver.dk
Dänisch als Fremdsprache – Linksammlung
Einzelnachweise
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Sprog.
In:
norden.org.
Nordischer Rat
abgerufen am 24.
April 2014
(dänisch).
EUROPA – Education and Training – Europa – Regional and minority languages – Euromosaïc study.
14.
Oktober 2007,
archiviert
vom
Original
(nicht mehr online verfügbar)
am
14.
Oktober 2007
abgerufen am 28.
Februar 2015
(englisch).
Statsministeriet
Lov om Grønlands Selvstyre, § 20
. 6.
Dezember 2009 (
retsinformation.dk
abgerufen am 16.
August 2025
).
Landtag Schleswig-Holstein
Memento
vom 3. Juli 2015 im
Internet Archive
Quellen: Gesellschaft für bedrohte Völker, Institut für Grenzregionsforschung, Universität von Süddänemark
Universität von Tromsø
Memento
vom 3. März 2016 im
Internet Archive
Bund Deutscher Nordschleswiger
, 2008
Denmark.dk:
The German Minority in Denmark
Memento
des
Originals
vom 8. Juli 2016 im
Internet Archive
Info:
Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß
Anleitung
und entferne dann diesen Hinweis.
@1
@2
Vorlage:Webachiv/IABot/denmark.dk
Den Store Danske Encyclopædi,
4. Band, Kopenhagen 1996
Christel Stolz:
Neben Deutsch: Die autochthonen Minderheiten- und Regionalsprachen Deutschlands.
Bochum 2009, Seite 18
Niels Åge Nielsen
Dansk dialektantologi. I Østdansk og Ømål
. Hernov, Odense 1978,
ISBN 87-7215-623-6
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Bengt Pamp
Svenska dialekter
. Natur och Kultur, Stockholm 1978,
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Allan Karker: „Sproghistorisk oversigt“. In:
Nudansk Ordbog
(1974), S. 17 ff.
Vgl.
Oskar Bandle
Die Gliederung des Nordgermanischen.
Basel/Stuttgart 1973 (seither neu aufgelegt); Arne Torp:
Nordiske språk i nordisk og germansk perspektiv.
Oslo 1998.
Peter Skautrup:
Det danske sprogs historie
Karen Margrethe Pedersen
Dansk Sprog i Sydslesvig
Band
. Institut for grænseregionsforskning, Aabenraa 2000,
ISBN 87-90163-90-7
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Kurt Braunmüller:
Die skandinavischen Sprachen im Überblick.
2007, S. 86 ff.
Karl Nielsen Bock:
Niederdeutsch auf dänischem Substrat. Studien zur Dialektgeographie Südostschleswigs.
Hans Volz
Martin Luthers deutsche Bibel,
Hamburg 1978, S. 244
Der Wortbestandteil
tyve
im letztgenannten Beispiel geht auf altdänisch
tiughu
‚Zehner‘ zurück und ist, obwohl letztlich gleicher Herkunft, nicht mit
tyve
‚zwanzig‘ zu verwechseln; vgl. Niels Åge Nielsen:
Dansk Etymologisk Ordbog. Ordenes Historie.
Gyldendal, Kopenhagen 1966, mit zahlreichen Neuauflagen.
Robin Allan, Philip Holmes, Tom Lundskær-Nielsen:
Danish. A Comparative Grammar.
Routledge, London
/ New York 1995, S.
128.
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