Books by Falk Quenstedt
Ausgehend von transkulturellen Transferanalysen einzelner Episoden entwickelt die Studie neue literarhistorische und interpretative Perspektiven auf die untersuchten Erzähltexte und damit auf die deutschsprachige Literatur um 1200.
Edited Books by Falk Quenstedt
Zugleich gibt das Programm des Sonderforschungsbereichs „Episteme in Bewegung“ einen analytischen Rahmen vor, mit dem an derzeit übergreifend verfolgte wissenshistorische Neu-Positionierungen angeknüpft werden kann. Es verspricht, sich auf Ficinos Schriften gewinnbringend beziehen zu lassen und zugleich neue Bereiche seines Einflusses zu erschließen. So sind Kontinuität, Verlauf und die mögliche Logik von Transferbewegungen von Wissen genauer abzubilden als durch die bislang zumeist sehr allgemein hypostasierte „europäische Rezeption“ der Arbeiten von Ficino.
Articles by Falk Quenstedt

Suspenseful gifts Gemstones as mediators in medieval German travel narratives
Strange matter Medieval disruptions of time, hg. von Martin Bleisteiner, Jan-Peer Hartmann und Andrew James Johnston und , 2025
Logbuch Wissensgeschichte. Hg. von Mira Becker-Sawatzky, Katrin Wächter, Helge Wendt, Şirin Dadaş, Anne Eusterschulte, Kristiane Hasselmann, Andrew James Johnston, Falk Quenstedt, Claudia Reufer, Hanna Zoe Trauer, Christian Vogel, 2024
Logbuch Wissensgeschichte. Hg. von Mira Becker-Sawatzky, Katrin Wächter, Helge Wendt, Şirin Dadaş, Anne Eusterschulte, Kristiane Hasselmann, Andrew James Johnston, Falk Quenstedt, Claudia Reufer, Hanna Zoe Trauer, Christian Vogel. Wiesbaden, 2024
in: Literarische Organotechnik. Studien zu einer Diskurs- und Imaginationsgeschichte, hg. von Lars Koch, Sarah Neelson und Julia Prager. Berlin Boston 2024, S. 39–65, 2024

Flaschengeister. Narrative (heils-)geschichtlicher Verschränkung in der 'Geschichte von der Messingstadt' ('Tausendundeine Nacht') und im 'Reinfrit von Braunschweig'
Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen 260, 2 , 2023
Using a comparative approach, the paper examines the function and representation of the ‘genie in the bottle’ motif in one episode of the High Middle German romance ‘Reinfrit von Braunschweig’ and the Arabic tale of ‘The City of Brass’ (in the version of the ‘Arabian Nights’). Each narrative, in its respective cultural context, utilizes the motif’s potential to produce an entanglement of different historical times. By confronting the characters and audiences with events from the distant past, they elicit reactions of wonder. The figure of the genie will be interpreted as an auto-reflexive figuration of narrative practice itself, which likewise interweaves different temporalities (time of telling and time told).
Wunderkammern. Materialität, Narrativik und Institutionalisierung von Wissen, 2022
Kairoer germanistische Studien (2019/2020), 2022
Things and Thingness in European Literature and Visual Art, 700–1600, 2021
Wissen 'en miniature'. Theorie und Epistemologie der Anekdote. Hg. v. Matthias Grandl und Melanie Möller, 2021
Marco Polo and Rustichello da Pisa's ‚Divisament dou monde‘ is mainly a descriptive text, but also contains narrative elements, which include anecdotes. The paper shows how these anecdotes take on certain functions, especially for conveying new historical knowledge about the Mongols. Another focus is on the diachronic transfer of these anecdotes into two German-language versions of the late Middle Ages ('Heydnische Chronik', mid-fourteenth century; Inkunabel-version, printed in Nuremberg in 1477/1481). The new knowledge about the Mongols is entirely or partially rejected in these versions, which is also determined by changes to the anecdotes. The study draws on theories of the anecdote as an epistemic category in New Historicism (Joel Fineman, Stephen Greenblatt) and, on this basis, considers the mediatory function of anecdotes in the ‚Divisament‘ and its later versions, especially concerning social and transcultural aspects.
Darstellung und Geheimnis in Mittelalter und Früher Neuzeit, hg. von Jutta Eming und Volkhard Wels, Wiesbaden, 2021
Wissensoikonomien Ordnung und Transgression vormoderner Kulturen, 2021
https://www.harrassowitz-verlag.de/Wissensoikonomien/titel_6666.ahtml
Germanistik zwischen Tradition und Innovation. Akten des XIII. IVG-Kongresses Shanghai. Bd. 8, hg. v. Jianhua Zhu, Jin Zhao u. Michael Szurawitzki. Frankfurt a. M., 2017
Religiöse Erfahrung – Literarischer Habitus, hg. v. d. Japanischen Gesellschaft für Germanistik, unter der Leitung von Yoshiki Koda. München , 2020
das Wunderbare jedoch prinzipiell verdächtig. Denn dem medial
vermittelten Wunderbaren kann immer zum Vorwurf gemacht werden,
nur ästhetischer Effekt zu sein. Das gilt nicht zuletzt für das Medium des Erzählens, das in gelehrten Diskursen des Mittelalters regelmäßig der Lüge bezichtigt wurde. Andererseits sind Wunder nur durch Berichte, also Erzählungen, auch jenen zugänglich, die sie nicht unmittelbar erfahren haben. Für die Vermittlung der Wunder ist Erzählen also unumgänglich, bedarf aber umso mehr der Beglaubigung.
Zwei deutschsprachige Erzähltexte aus ganz unterschiedlichen historischen und kulturellen Zusammenhängen machen die Problematiken, welche der skizzierte Nexus von Innovativität oder Alterität des Wunderbaren, religiöser Erfahrung und nötiger Legitimierung produziert, zum Gegenstand autoreflexiver poetischer Verfahren: Zum einen die eng mit irischen Erzähltraditionen verbundene ‚Reise‘-Fassung des ‚Brandan‘ (2. H. 12. Jh.), zum anderen der Roman ‚Die Toten‘ von Christian Kracht (2016), der vielfältig japanische Geschichte, Kultur und Literatur verarbeitet. Beide Texte knüpfen dabei ‚Mirabile Texturen‘. Sie tun dies auf zweierlei Weise: Erstens durch narrative Verfahren der Selbst-Beglaubigung, die metaleptische Strukturen produzieren, zweitens durch Hybridisierungen von Erzähl- und Wissenstraditionen, die unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen angehören und so Fremdheitseffekte erzeugen und reflektieren.
Working Papers des SFB 980, 2018
Das Wunderbare. Dimensionen eines Phänomens in Kunst und Kultur, hg. v. Stefanie Kreuzer und Uwe Durst, unter Mitarbeit von Caroline Frank, 2018