Georg Steinhausen – Wikipedia
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Georg Steinhausen
(*
2. Juni
1866
in
Brandenburg (Havel)
; †
30. März
1933
in
Kassel
) war ein deutscher
Bibliothekar
und Kulturwissenschaftler. Er gilt als Pionier der deutschen
Briefforschung
Leben
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Georg Steinhausen wuchs als Sohn eines Gymnasialdirektors in Brandenburg an der Havel, in
Küstrin
(dort war der Großvater Bürgermeister gewesen) und
Friedland
auf. Er besuchte die Gymnasien in Friedland und
Greifswald
und studierte 1883 bis 1887
Geschichte
und
Germanistik
in
Berlin
und
Greifswald
. 1887 promovierte er in Greifswald mit einer lateinischen Dissertation über den Ursprung des römischen
Zwölftafelgesetzes
De Legum XII tabularum patria
1887 wurde Steinhausen
Volontär
, 1888 Assistent an der
Universitätsbibliothek in Greifswald
. 1892 ging er als Bibliothekar an die Universitätsbibliothek
Jena
. Im gleichen Jahr heiratete er Frida von Normann, die Tochter eines
Obersten
. 1901 wurde er Leiter der Murhardschen
Stadtbibliothek
in
Kassel
. 1905 wurde er dort zum Titularprofessor ernannt.
Steinhausen nahm als
Hauptmann
, später
Major
am
Ersten Weltkrieg
teil, in dem 1918 auch sein 1893 geborener Sohn Eberhard fiel.
Georg Steinhausen starb am 30. März 1933 im Alter von 66 Jahren.
Werk
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Aufbauend auf seinen Studien zur Geschichte des deutschen Briefs, wandte er sich auch volkskundlichen und wirtschaftsgeschichtlichen Fragestellungen zu. Seine Arbeiten zur deutschen
Kulturgeschichte
galten lange als Standardwerke und erlebten mehrere Neuauflagen.
Steinhausen begründete die Zeitschrift
Archiv für Kulturgeschichte
, die später von
Walter Goetz
herausgegeben wurde. Zeitweilig hatte er sie zusammen mit Goetz redigiert, wobei er aber nach Differenzen mit Goetz sich hiervon zurückzog.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs veröffentlichte Steinhausen mehrere Schriften über den Ersten Weltkrieg, unter anderem das Pamphlet „Die Schuld der Heimat“ für die
deutschnationale
Zeitung
Der Tag
, in dem er die
Dolchstoßlegende
propagierte.
Schriften (Auswahl)
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Monographien
Geschichte des deutschen Briefes. Zur Kulturgeschichte des deutschen Volkes
, 2 Bände, 1889–1891.
Kulturstudien
, 1892.
Der Wandel deutschen Gefühllebens seit dem Mittelalter
, 1895.
Häusliches und gesellschaftliches Leben im 19. Jahrhundert
, Cronbach, Berlin 1898 (=
Am Ende des Jahrhunderts
, Band 4).
Der Kaufmann in der deutschen Vergangenheit
, Dieterichs, Leipzig 1899 (=
Monographien zur deutschen Kulturgeschichte
, Band 2).
Geschichte der deutschen Kultur
, 1904.
Germanische Kultur in der Urzeit
, 1905.
Kulturgeschichte der Deutschen im Mittelalter
, 1910.
Kulturgeschichte der Deutschen in der Neuzeit
, 1912.
Die Grundfehler des Krieges und der Generalstab
, 1919.
Die Schuld der Heimat
, 1919.
Der politische Niedergang Deutschlands und seine tieferen Ursachen
, 1927.
Deutsche Geistes- und Kulturgeschichte von 1870 bis zur Gegenwart
, 1931.
Herausgeberschaften
Briefwechsel Balthasar Paumgartners des jüngeren mit seiner Gattin Magdalena geb. Behaim (1582–1598)
, Litterarischer Verein in Stuttgart, Tübingen 1895.
Monographien zur deutschen Kulturgeschichte
, Diederichs, Leipzig 1899–1908.
Denkmäler der deutschen Kulturgeschichte
(Quellen)
Deutsche Privatbriefe des Mittelalters.
Band 1:
Fürsten und Magnaten, Edle und Ritter
, 1899 (
Digitalisat
), (
Digitalisat
Deutsche Privatbriefe des Mittelalters.
Band 2:
Geistliche, Bürger
, 1907 (
Digitalisat
), (
Digitalisat
Deutsche Hofordnungen des 16. und 17. Jahrhunderts.
Band 1:
Brandenburg, Preußen, Pommern, Mecklenburg
, 1905.
Zeitschrift für Kulturgeschichte
, 1894–1902.
Archiv für Kulturgeschichte
, ab 1903.
Literatur
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Jürgen Herold:
Georg Steinhausen und die Kulturgeschichte.
In:
Archiv für Kulturgeschichte
85, 2003, S. 29–70.
Jürgen Herold
Steinhausen, Georg
. In:
Neue Deutsche Biographie
. (NDB).
Band
25
. Duncker & Humblot, Berlin 2013,
ISBN 978-3-428-11206-7
S.
193
deutsche-biographie.de
).
Weblinks
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Literatur von und über Georg Steinhausen
im Katalog der
Deutschen Nationalbibliothek
Kurzbiographie und Angaben zum Werk von Georg Steinhausen
bei
Literaturport
Steinhausen, Karl Friedrich Ruddolf Georg.
Hessische Biografie. (Stand: 2.
Juni 2025). In:
Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
(LAGIS).
Normdaten
(Person):
GND
117256730
lobid
GND Explorer
OGND
AKS
LCCN
no2003086148
VIAF
35229421
Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME
Steinhausen, Georg
KURZBESCHREIBUNG
deutscher Bibliothekar und Kulturwissenschaftler
GEBURTSDATUM
2. Juni 1866
GEBURTSORT
Brandenburg (Havel)
STERBEDATUM
30. März 1933
STERBEORT
Kassel
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Bibliothekar (Deutschland)
Person (Universitätsbibliothek Greifswald)
Kulturwissenschaftler
Volkskundler
Deutscher
Geboren 1866
Gestorben 1933
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Georg Steinhausen
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