Isis (Zeitschrift, 1816) – Wikipedia
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Titelseite des ersten Bandes der Zeitschrift
Isis
von 1817.
Die
Isis
war eine
enzyklopädisch
angelegte
Zeitschrift
, deren Schwerpunkt Beiträge zu
Naturwissenschaft
und
Medizin
Technologie
und
Ökonomie
sowie
Kunst
und
Geschichte
bildeten. Darüber hinaus wurden in ihr bedeutende Artikel zur
Wissenschaftspolitik
und
Wissenschaftsorganisation
veröffentlicht. Die von
Lorenz Oken
herausgegebene und von
Friedrich Arnold Brockhaus
verlegte
Isis
war die erste fachübergreifende Zeitschrift im deutschsprachigen Raum.
Die 41 Bände der nach der ägyptischen Göttin
Isis
benannten Zeitschrift wurden nominell von 1817 bis 1848 publiziert. Das erste Heft erschien jedoch bereits am 1. August 1816, während sich die Drucklegung des letzten Heftes bis zum Februar 1850 verzögerte. Bis 1832 trug die
Isis
den Titelzusatz
Encyclopädische Zeitung
. Nachdem sich der Schwerpunkt der in ihr veröffentlichten Beiträge gewandelt hatte, änderte Oken den Titelzusatz 1833 in
Encyclopädische Zeitschrift, vorzüglich für Naturgeschichte, vergleichende Anatomie und Physiologie
. Die anfangs in
Jena
gedruckte Zeitschrift wurde nach ihrem Verbot im Großherzogtum
Sachsen-Weimar-Eisenach
seit dem Sommer 1819 im nahegelegenen
Rudolstadt
in der Hofbuchdruckerei des Fürstentums
Schwarzburg-Rudolstadt
hergestellt. Die ursprüngliche Auflagenhöhe der Zeitschrift von 1500 Exemplaren sank in den ersten Jahren des Bestehens schnell ab und betrug in den letzten Jahren noch etwa 200 Exemplare.
Eigentlich als unpolitische Zeitschrift konzipiert, sah sich Oken in den ersten Jahren des Bestehens der
Isis
gezwungen, vehement für die Gewährleistung der
Pressefreiheit
einzutreten. Die Folge waren zahlreiche, sich zum Teil zeitlich überlappende Strafprozesse gegen Oken, die in zeitweiligen Verboten der
Isis
im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach mündeten. Im Vorfeld der
Karlsbader Beschlüsse
führte dies Ende Juni 1819 unter dem Druck der Staaten der
Heiligen Allianz
zu Okens Entlassung als Professor der
Universität Jena
Von 2006 bis 2013 wurde an der
Friedrich-Schiller-Universität Jena
in einem von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft
geförderten Projekt die Bedeutung der
Isis
für die wissenschaftliche Kommunikation und die Popularisierung der Naturwissenschaften in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts untersucht.
Entstehungsgeschichte
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In einem Brief vom 11. April 1814 nahm
Lorenz Oken
erstmals Kontakt zum Verleger
Friedrich Arnold Brockhaus
auf und bot diesem seine Schrift
Neue Bewaffnung, neues Frankreich, neues Theutschland
zum Druck an.
Der Druck durch Brockhaus kam nicht zustande, jedoch lieferte Oken in der Folgezeit Beiträge zu Brockhaus’
Conversations-Lexikon
und war seit spätestens Juni 1815 Mitarbeiter der von Brockhaus nach der
Völkerschlacht bei Leipzig
seit Oktober 1813 herausgegebenen
Deutschen Blätter
, die sich 1813/1814 zur bedeutendsten Zeitschrift im mitteldeutschen Raum entwickelten.
Vermutlich Ende Juni/Anfang Juli 1815 übernahm Oken die Redaktion der
Tagesgeschichte
, einem
Beiblatt
zu den
Deutschen Blättern
, das sich der
Tagespolitik
widmete und für die er die Nummern 1 bis 16 verfasste und redigierte.
Mit dem Ende der
Befreiungskriege
verlagerte sich der inhaltliche Schwerpunkt der
Deutschen Blätter
von der
Kriegsberichterstattung
hin zur allgemeinen Tagespolitik, der mit einem erheblichen Rückgang der
Auflage
von anfangs 4000
auf 1100
Exemplare verbunden war. Am 22. Februar 1816 gab Brockhaus bekannt, dass er die
Deutschen Blätter
einstellen werde.
Oken bedauerte diesen Entschluss und drängte Brockhaus mehrfach, die
Deutschen Blätter
in anderer Form fortzuführen.
Er legte Brockhaus sein
enzyklopädisches
Konzept einer neuen Zeitschrift vor, in deren Mittelpunkt nicht die aktuelle Politik, sondern Naturwissenschaften, Kritik, Geschichte und Staatskunde stehen würden. Brockhaus sollte lediglich Druck- und Versandkosten tragen. Am 31. März 1816 kam es mit Brockhaus zu einem ersten Verlagskontrakt über die
Encyclopädischen Blätter
Im letzten Heft der
Deutschen Blätter
stellte Oken sein Konzept den Lesern vor.
Konzeption
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Titelkopf der
Isis
Die gestalterische Konzeption der
Isis
verzögerte sich bis in den Juli 1816, da Oken noch den zoologischen Teil seines
Lehrbuchs der Naturgeschichte
ausarbeitete. Oken handelte mit Brockhaus aus, dass in jedem Heft eine
Kupfertafel
erscheinen sollte und setzte sich für einen niedrigen Verkaufspreis ein. Uneins waren sie sich über die Anordnung der Angaben im
Titelkopf
und die Text- und Bildgestaltung. Für den Titelkopf ließ Oken einen
Holzschnitt
anfertigen, in dessen Mitte die Göttin
Isis
auf einem altägyptischen
Thronsessel
dargestellt ist. Links wird sie von ihrem Gatten
Osiris
flankiert, der einen Geierkopf und einen Stab trägt. An ihrer rechten Seite befindet sich
Anubis
mit Schakalskopf, Palmenzweig und Schlangenzepter. Für
Titelkupfer
und spätere weitere Kupfertafeln gewann Oken den Rektor der
Leipziger Kunstakademie
Veit Schnorr von Carolsfeld
(1764–1841). Differenzen gab es darüber, ob fremdsprachige Beiträge ins Deutsche übersetzt werden sollten. Oken sprach sich aufgrund der schwierigen Übertragung bestimmter Fachbegriffe dagegen aus. Brockhaus befürwortete aus Gründen der Popularisierung eine Übersetzung.
Der Titel
Isis
tauchte erstmals Ende Juli, kurz vor der Drucklegung der ersten Ausgabe, im Briefwechsel zwischen Oken und Brockhaus auf. Beim Titelzusatz einigten sich beide in Anlehnung an den ursprünglich vorgesehenen Titel der Zeitschrift auf
Encyclopädische Zeitung
10
Den vom Drucker Johann Georg Schreiber in
Jena
hergestellten Entwurf der ersten Ausgabe schickte Oken am 13. Juli 1816 mit der Bemerkung an Brockhaus’ Verlag in
Altenburg
, dass es Brockhaus freigestellt sei, beliebige Änderungen daran vorzunehmen.
11
Diese am 1. August 1816
12
erschienene erste Ausgabe der
Isis
leitete Oken mit einem Auszug aus dem
Grundgesetz über die Landständische Verfassung des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach
ein. In ihr stellte er die programmatische Ausrichtung seiner neuen Zeitschrift vor. Die Themenbereiche
Naturwissenschaften
und
Medizin
Mathematik
Technologie
und
Ökonomie
Kunst
und
Geschichte
sollten Gegenstand der
Isis
sein. Ausdrücklich ausgeschlossen wurden
Rechtswissenschaften
und
Theologie
. Oken schrieb
„Darum sey die Geschichte der Spiegel dieser Zeitschrift, die Natur ihr Fußboden, die Kunst ihre Säulenwand. Den Himmel lassen wir uns offen.“
I 1
Jeder konnte Beiträge zur Veröffentlichung an die
Isis
schicken. Ein
Honorar
für veröffentlichte Artikel zahlte Oken nicht.
Okens Streiten für Meinungs- und Pressefreiheit
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Rechtsstreit mit Eichstädt
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„Ob wir wirklich Preßfreiheit haben, oder ob sie durch litterarische Privilegien und willkürliche Deutung und Ausdehnung derselben soll als Fratze verspottet werden, wird der Fortgang der
Isis
lehren. – Wir haben Landstände. Hoffentlich werden diese nicht dulden, daß die Preßfreiheit factisch durch litterarische Privilegien aufgehoben wird.“
Aus der zweiten Ausgabe der
Isis
von 1816.
Bereits vor dem Erscheinen der
Isis
erfuhr der Jenenser Altphilologe
Abraham Eichstädt
von der geplanten neuen Zeitschrift. Eichstädt, der die
Jenaische allgemeine Literatur-Zeitung
herausgab, besaß seit 1803 ein Exklusivrecht für die Veröffentlichung von
Rezensionen
in
Sachsen-Weimar-Eisenach
. Da er um die finanzielle Sicherheit seines Blattes fürchtete, wandte sich Eichstädt an den Präsidenten des Staatsministeriums in Weimar
Christian Gottlob Voigt
und erwirkte mit Datum vom 17. Juli 1816 eine Erneuerung dieses Privilegs.
13
Oken sah darin eine Verletzung der in der Weimarer Verfassung vom 15. Mai 1816 garantierten
Pressefreiheit
und höhnte in der zweiten Ausgabe der
Isis
„Ob wir wirklich Preßfreiheit haben, oder ob sie durch litterarische Privilegien und willkürliche Deutung und Ausdehnung derselben soll als Fratze verspottet werden, wird der Fortgang der
Isis
lehren.“
I 2
Eichstädt reichte am 1. August 1816 Klage gegen Oken und die
Isis
ein. Oken wurde in einem Urteil vom 23. August aufgefordert, die Veröffentlichung von Rezensionen und politischen Artikeln zu unterlassen. Bei Zuwiderhandlung wurden ihm eine Strafzahlung von fünfzig Talern und das Verbot der
Isis
angedroht. Oken, dem das Urteil acht Tage später bekannt wurde, protestierte am 2. September bei der Weimarer Regierung gegen dieses Urteil und fügte seinem Schreiben zur Untermauerung seines Standpunktes die ersten fünf Ausgaben der
Isis
bei. Im Laufe des Septembers 1816 wurde das Urteil gegen Oken und die
Isis
schließlich zurückgenommen.
14
15
Vorausschauend kommentierte
Johann Wolfgang von Goethe
am 30. Juli 1816 die Vorgänge in seinem Tagebuch mit der Bemerkung:
Isis
als Hydra“
16
Goethes Empfehlung für ein Verbot
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Um die Streitigkeiten mit Eichstädt nicht zu verschärfen, hatte Oken die ersten vier Ausgaben ausschließlich mit naturwissenschaftlichen Themen gefüllt und schlug Brockhaus vor, zunächst auf brisante politische Artikel zu verzichten, da politische Zeitungen im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach noch unter
Zensur
stünden. Brockhaus war damit jedoch nicht einverstanden und verzögerte die Auslieferung der ersten vier Nummern.
17
Durch die fortschreitende Auseinandersetzung mit Eichstädt sah sich Oken schließlich seinerseits gezwungen politische Themen in die
Isis
aufzunehmen. In der sechsten Nummer der
Isis
platzierte er eine
Preisaufgabe
, in der er die Existenzberechtigung von literarischen Privilegien hinterfragte.
I 3
In der neunten Nummer und den zwei folgenden Ausgaben kritisierte Oken das am 5. Mai 1816
18
in Kraft getretene
Grundgesetz über die Landständische Verfassung des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach
I 4
Außerdem hatte Oken in der dritten Ausgabe der
Isis
den vom 5. Dezember 1811 stammenden Brief der Rostocker Professoren
Samuel Gottlieb Vogel
Wilhelm Josephi
Georg Heinrich Masius
(1771–1823),
Karl Ernst Theodor Brandenburg
(1772–1827) abgedruckt, in dem sie mit Verweis auf Okens pompöse Naturphilosophie dessen Berufung auf den vakanten Lehrstuhl für Naturgeschichte der
Universität Rostock
ablehnten. Oken illustrierte den Abdruck mit einer
Vignette
, auf der Eselsköpfe dargestellt sind.
I 5
Aufgrund dieser
Isis
-Ausgaben verfasste Christian Gottlob von Voigt am 10. September 1816 eine
Anklageschrift
. Oken wurden
Beleidigung
der höchsten Regentenwürde des Landesfürsten und Beleidigung der Amtswürde, der Angriff einiger deutscher Regierungen und deren Herrscher sowie Beschimpfung auswärtiger Amtsbehörden und der Rostocker Professoren zur Last gelegt.
Großherzog Carl August
leitete die Anklageschrift eine Woche später an die Landesdirektion zur Begutachtung weiter. Die vom Vorsitzenden der Landesdirektion
Anton Ziegesar
(1783–1843), dem Leiter der Verwaltungs- und Polizeibehörde
Karl Wilhelm von Fritsch
sowie dem Leiter des Schul- und Kirchwesens
Ernst Christian August von Gersdorff
verfassten Gutachten wurden gemeinsam mit den ersten elf Ausgaben der
Isis
in einer
Akte
mit dem Titel
Acta Geheimer Staats-Canzley den Unfug der Preßfrechheit
besonders der Isis betr. 1816
gesammelt.
19
Diese Akte sandte Großherzog Carl August Ende September an Goethe und bat diesen um sein Urteil.
20
Wie aus seinen Tagebuchnotizen hervorgeht, benötigte Goethe mehrere Tage, um die Angelegenheit der
Isis
zu überdenken.
21
In seinem Antwortschreiben vom 5. Oktober empfahl Goethe dem Großherzog, Oken nicht persönlich zu belangen, wohl aber gegen den Drucker der
Isis
vorzugehen und so ein Druckverbot der Zeitschrift durchzusetzen.
22
Carl August befolgte den Ratschlag Goethes nicht, sondern stellte die Strafverfolgung ein.
23
Das Wartburgfest und die beschlagnahmte Nummer 195 der
Isis
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Die
Liste der beim Wartburgfest verbrannten Bücher
aus der beschlagnahmten Nummer 195 der
Isis
von 1817
Vor Ende 1816 wurde die
Isis
in Österreich verboten.
24
Oken setzte sich derweil weiterhin für die Pressefreiheit ein und ließ beispielsweise unter dem Titel
Gegen die Beschränkung der Preßfreiheit
einen Bericht über die Versammlung der niederländischen Stände erscheinen.
I 6
In einem Brief vom 11. Juni 1817 beschwerte sich der preußische Polizeiminister
Wilhelm Ludwig Georg Fürst zu Wittgenstein
bei Carl August über eine im
Oppositions-Blatt
erschienene abfällige Kritik an einer preußischen Verordnung von 1811 und eine kleine Anmerkung in der
Isis
I 7
in der sich Oken über Preußens Anmaßung beklagte, sich selbst in unbedeutende Angelegenheiten wie die der
Wiener Landwirtschaftsgesellschaft
einmischen zu wollen. Sechs Tage später
erging an den Herausgeber des
Oppositions-Blattes
Friedrich Justin Bertuch
und Oken eine ernsthafte Verwarnung mit dem Hinweis,
„daß bei fernerer Nichtachtung der landesherrlichen resp. obrigkeitlichen Befehle mit der Unterdrückung dieser Zeitschrift vorgeschritten werden wird“
25
26
Während des
Wartburgfestes
, an dem Oken und weitere Jenenser Professoren teilnahmen, kam es am Abend des 18. Oktober 1817 zu einem
Autodafé
, bei dem Teile einer preußischen
Ulanenuniform
, ein hessischer
Soldatenzopf
und ein österreichischer
Korporalstock
27
sowie mehrere Bücher von als
reaktionär
geltenden Verfassern, darunter
Karl Albert von Kamptz
Theodor Schmalz
Karl Ludwig von Haller
und
August von Kotzebue
, verbrannt wurden. Vierzehn Tage später veröffentlichte Oken einen Bericht über das Treffen auf der Wartburg, der auch eine mit Spottzeichen versehene Aufzählung der verbrannten Bücher und Gegenstände enthielt.
I 8
Der leitende Direktor des Polizeiministeriums in Berlin
Karl Albert von Kamptz
, dessen
Codex der Gensd’armerie
zu den verbrannten Büchern gehörte, wetterte in einem Brief vom 9. November 1817 an Großherzog Carl August über den
„Haufen verwilderter Professoren und verführter Studenten“
und schrieb weiter:
„Wenn in Eurer Königlichen Hoheit Staaten wahre Denk- und Preßfreiheit wirklich blüht, so ist mit derselben eine durch Feuer und Mistgabeln, von Schwärmern und Unmündigen geübte Zensur und ein terroristisches Verfahren gegen die Denk- und Preßfreiheit in anderen Staaten gewiß nicht vereinbarlich.“
28
Am folgenden Tag entlastete ein Bericht des Weimarschen Staatsministers
Karl Wilhelm von Fritsch
Oken und die anderen Professoren, in dem festgestellt wurde, dass diese nicht an der Verbrennung teilgenommen hatten. Dennoch wurde am 27. November 1817 die Nummer 195 beschlagnahmt und ein vorläufiges Druckverbot der
Isis
erlassen, das am 15. Dezember wieder aufgehoben wurde.
29
Vom 2. Dezember an untersuchte eine aus Mitgliedern der Weimarer Landesregierung bestehende Kommission die Vorfälle um die
Isis
. Oken wurde mehrfach in Weimar befragt. Die Kommission legte ihren Bericht am 20. Dezember der Landesregierung vor. Diese war gewillt,
die beschlagnahmten Exemplare der
Isis
wieder herauszugeben, falls die beanstandeten Stellen entfernt würden. Auf diesen Handel ließ sich Oken nicht ein.
„Wegen Vergehen gegen die höchste Regentenwürde des Landesfürsten, Vergehen gegen die Amtswürde der oberen Landesbehörden und des academischen Senats zu Jena, Verunglimpfung deutscher Regenten und Regierungen und Beschimpfung auswärtiger Amtsbehörden“
30
wurde Oken am 24. Januar 1818 zu sechs Wochen Haft verurteilt.
31
32
Gemeinsam mit seiner Ende März 1818 von der
Bremer Zeitung
veröffentlichten Stellungnahme
I 9
ließ Oken das Urteil in vollem Wortlaut in der
Isis
drucken.
I 10
Oken legte beim Jenaer Oberappellationsgericht
Berufung
gegen das Urteil ein und wurde am 29. April 1818 freigesprochen.
Der August-von-Kotzebue-Vorfall
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Durch eine
Indiskretion
gelangte der Jenenser Geschichtsprofessor
Heinrich Luden
Mitte Dezember 1817 in den Besitz eines der zahlreichen vom russischen Generalkonsul Kotzebue geschriebenen und für den Zaren
Alexander
I.
bestimmten
Bulletins
. Er verfasste für die Zeitschrift
Nemesis
einen bissigen Kommentar darüber, dessen Erscheinen und Weiterverbreitung per Gerichtsbescheid vom 15. Januar 1818 durch Kotzebue verhindert werden konnte. Oken veröffentlichte Ludens Artikel dennoch im ersten Heft der
Isis
von 1818.
I 11
Nach dem Erscheinen der Ausgabe wurden die noch vorhandenen Exemplare beschlagnahmt. Die
Isis
wurde am 31. Januar 1818 erneut verboten und konnte erst Ende April wieder erscheinen.
I 12
Vom
Königlich Sächsischen Schöppengericht
in Leipzig wurden Luden und Oken zu je drei Monaten Haft bzw. einer Geldstrafe von sechzig Talern verurteilt. Oken wählte die Geldstrafe und veröffentlichte erneut die zum Prozess gehörenden Akten in der
Isis
I 13
33
34
Am 23. März 1819 wurde Kotzebue vom Jenenser
Burschenschafter
und Theologiestudenten
Karl Ludwig Sand
in Mannheim ermordet.
Okens Dienstentlassung
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Oken für seine Freunde
. Stich von
Moritz Steinla
(1819)
Die Angriffe aus den Staaten der
Heiligen Allianz
auf Okens
Isis
rissen nicht ab. Aufgrund einer hämischen Bemerkung über den preußischen König
Friedrich Wilhelm III.
, die im zwölften Heft des Jahres 1818 abgedruckt war, reichte
Karl August von Hardenberg
am 29. Januar 1819 bei Großherzog Carl August eine Beschwerde ein, diesmal jedoch ohne Folgen für Oken und die
Isis
Auf dem
Aachener Kongress
im Herbst 1818 verteilte der russische Zar
Alexander I.
eine anonym verfasste
Denkschrift
Alexander Skarlatowitsch Sturdsas
(1791–1854) mit dem Titel
Memoire sur l’état actuel de l’Allemagne
35
in der sich Sturdsa über die gefährlichen Umtriebe an den deutschen Universitäten äußerte. Okens Erwiderungen
I 14
I 15
erregten erneut großes Aufsehen. Auf Druck des russischen Gesandten am sächsischen Hof
Wassili Wassiljewitsch Chanykow
(1759–1829) sah sich der Weimarsche
Staatsfiskal
Carl August Constantin Schnauß
(1782–1832) gezwungen, am 20. April 1819 Anklage gegen Oken einzureichen. Großherzog Carl August von Weimar und
Herzog August von Gotha
wiesen am 11. Mai den
Senat
der Universität Jena an, Oken vor die Alternative zu stellen, entweder die
Isis
einzustellen oder seine Professur niederzulegen. Der Senat versuchte einzulenken, musste aber Oken elf Tage später vor diese Wahl stellen. Nach drei Tagen Bedenkzeit reagierte Oken ausweichend:
„Auf das mir gemachte Ansinnen habe ich keine Antwort. Vielleicht ist man in dessen auch auf andere Ansichten gekommen, daß eine Antwort unnöthig ist.“
36
In seiner Antwort an die Herzöge wies der Senat nochmals auf Okens herausragende Reputation als Lehrer und Forscher hin, jedoch vergeblich. Am 1. Juni 1819 verfügte
Herzog Karl Friedrich
im Namen und Auftrag seines Vaters die Entlassung Okens und die Einbehaltung seiner Besoldung vom 15. Juni an. Eine gleiche Verfügung des Herzogtums
Sachsen-Gotha-Altenburg
folgte sechs Tage später. Am 26. Juni 1818 wurde der Druck der
Isis
provisorisch untersagt.
37
38
I 16
Um das Verbot zu umgehen, wich Oken mit dem Druck der
Isis
ins nahegelegene
Rudolstadt
im Fürstentum
Schwarzburg-Rudolstadt
aus. Dort übernahm
Carl Popo Fröbel
(1786–1824), Stiefbruder des Pädagogen
Friedrich Fröbel
und seit 1815 Inhaber der Hofbuchdruckerei, ab August 1819 den Druck der
Isis
. Nach Fröbels Tod 1824 wurde die Druckerei zunächst von Fröbels Witwe übernommen und schließlich ab 1832 vom Sohn Günther Fröbel weitergeführt, der 1850 die letzten Hefte der
Isis
herstellte. Ein geringer Teil der
Isis
wurde bis 1824/25 in
Eisenberg
produziert.
39
Nach den
Karlsbader Beschlüssen
vom September 1819 wurde es zunehmend schwieriger, politische Themen abzuhandeln. Ihr Anteil an den Artikeln in der
Isis
sank stark. Nach Brockhaus’ Tod kündigte Oken in der ersten Ausgabe von 1824 an, dass die
Isis
keine politischen Artikel mehr abdrucken würde.
40
Inhalt
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Neben Oken trugen zahlreiche Natur- und Geisteswissenschaftler, Schriftsteller und Künstler zum Inhalt der
Isis
bei. Zu den Autoren, die im ersten Jahrgang der
Isis
Beiträge veröffentlichten, gehören
Alexander von Humboldt
Christoph Wilhelm Hufeland
Madame de Staël
August Wilhelm Schlegel
Georges Cuvier
und
Johannes Peter Müller
. Es erschienen darin Rezensionen über Goethes
Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit
Luigi Valentino Brugnatellis
(1761–1818)
Kreistafel der chemischen Aequivalente
Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbecks
System der Pilze und Schwämme
Leopoldo Cicognaras
(1767–1834)
Von den vier venetianischen Kunstpferden
Charles Robert Cockerells
Ueber die ursprüngliche Anwendung der Niobe und ihrer Kinder
und
Ludwig Wachlers
Deutschlands Zukunft in der Gegenwart
. In der
Isis
wurde von den Zuständen an den deutschen Universitäten berichtet, es wurden deren
Vorlesungsverzeichnisse
veröffentlicht und außerdem regelmäßig Preisaufgaben gestellt.
41
Von Beginn an nahmen Inhaltsangaben und Zusammenfassungen von in ausländischen wissenschaftlichen und akademischen Zeitschriften erschienenen Veröffentlichungen in der
Isis
einen breiten Raum ein. Anfangs stammten die zugehörigen Zeitschriften aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Italien und der Schweiz. Später wurden diese durch Zeitschriften aus Skandinavien, Belgien, den Niederlanden, Russland und den Vereinigten Staaten ergänzt. Bei der Aufbereitung der Artikel verfuhr Oken sehr unterschiedlich. Manchmal bestanden Okens Texte aus einer gekürzten Übersetzung des entsprechenden Artikels, meist fassten sie dessen Hauptinhalt in einem Absatz zusammen. In der Regel wurde die Mehrzahl der Artikel nur mit ihrem – meist ins Deutsche übersetzten – Titel aufgelistet.
40
In der
Isis
veröffentlichte Oken 1821 einen ersten Aufruf zu einer
Versammlung der deutschen Naturforscher
I 17
der im September 1822 zur Gründung der
Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte
führte. Über die jährlichen Treffen der Gesellschaft erschienen bis zuletzt regelmäßig ausführliche Berichte.
40
Ab 1833 trug die
Isis
den neuen Titelzusatz
Encyclopädische Zeitschrift, vorzüglich für Naturgeschichte, vergleichende Anatomie und Physiologie
. Diese Änderung spiegelte den im Laufe der Zeit veränderten Schwerpunkt der Beiträge wider. Die ohnehin geringe Zahl der Artikel, die sich mit Mathematik und Physik beschäftigten, sank weiter.
40
Im letzten Jahrgang von 1848 veröffentlichten unter anderem
Christian Ludwig Brehm
mit
Ueber das allmählige Fortrücken der Vögel
Carl Friedrich Wilhelm Siedhofs
(1803 – ca. 1867) mit
Naturgeschichtliches aus den Vereinigten Staaten von Nordamerica
Johann Jakob Kaup
mit
Uebersicht der Eulen (Strigidae)
und
Christian Gottfried Giebel
mit
Das subhercynische Becken um Quedlinburg in geognostisch-paläontologischer Beziehung
Originalbeiträge in der
Isis
. Einige der in diesem Band besprochenen Publikationen waren
Sebastian Eggers
(1803–1866)
Ueber die Pflichten gegen die Thiere
Franz von Kobells
Mineralogie
, Christian Gottfried Giebels
Fauna der Vorwelt
Mauro Rusconis
(1776–1849)
Riflessioni sopra il sistema linfatico dei rettili
Johann Malfattis
Neue Heilversuche
Karl Bernhard Starks
Kunst und Schule
und
Joseph Hippolyt Pultes
(1805–1869)
Organon der Weltgeschichte
41
In der letzten Ausgabe beendete Oken die
Isis
mit den Worten:
„Damit ist die ganze
Isis
geschlossen.“
I 18
Höhe der Auflage
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In der Anfangszeit von August 1816 bis Februar 1817 betrug die Auflage der mit acht Talern im Jahr recht preisgünstigen
Isis
1500 Exemplare. Am 4. März 1817 senkte Brockhaus die Auflage aufgrund mangelnden Absatzes auf 1100 Exemplare und verminderte sie eine Woche später um weitere 100 Stück. Als im Juni 1817 die tatsächlichen Verkaufszahlen feststanden, kam es zu einer weiteren drastischen Reduzierung um 650 Stück. In den Jahren 1825/1826 wurden nur noch 400 Exemplare gedruckt. Danach kam es für die nächsten Jahre bis 1830 wieder zu einer leichten Steigerung auf bis zu 500 Stück. Anschließend sank die Auflage kontinuierlich und lag in den letzten zehn Jahren des Bestehens der
Isis
bei etwa 200 Exemplaren. Diese relativ geringe Auflagenhöhe war nichts Ungewöhnliches. So lag beispielsweise die der
Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik
, einer der wichtigsten Zeitschriften für wissenschaftliche Rezensionen, in den Jahren von 1827 bis 1846 bei etwa 500 Exemplaren und die der von
Johann Friedrich Pierer
herausgegebenen
Medizinischen Annalen
bei 500 bis 700 Stück.
42
Forschung
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Der deutsche Wissenschaftshistoriker
Dietrich von Engelhardt
charakterisierte 2001 die
Isis
als
„ein wissenschafts- wie kulturhistorisches Dokument ersten Ranges aus jener Übergangsepoche von Idealismus und Romantik in Positivismus und Realismus“
43
, deren Analyse noch ausstünde. Seit 2006 wird am von
Olaf Breidbach
geleiteten
Institut für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik
der
Friedrich-Schiller-Universität Jena
in einem von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft
geförderten Projekt die Bedeutung der
Isis
für die wissenschaftliche Kommunikation und die Popularisierung der Naturwissenschaften in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie ihre ökonomischen Struktur untersucht.
44
In einem im Juli 2006
45
begonnenen Dreijahresprojekt wertete Claudia Taszus zunächst schwerpunktmäßig die in der Fröbelschen Hofbuchdruckerei aufgefundenen Firmenunterlagen aus.
46
2009
47
schloss sich ein Projekt an, mit dem die Korrespondenz zwischen Oken und dem Brockhaus-Verlag erschlossen werden soll.
48
Zu den von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Aktivitäten gehört ebenfalls die von der
Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek
und dem Sonderforschungsbereich
Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800
der Universität Jena vorgenommene Digitalisierung, Erschließung und Online-Präsentation der
Isis
49
Literatur
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Oken’s „Isis“
. In:
Heinrich Eduard Brockhaus
Friedrich Arnold Brockhaus. Sein Leben und Wirken nach Briefen und anderen Aufzeichnungen
. Teil 2. Brockhaus, Leipzig 1876, S. 165–201
(online)
Heinz Degen:
Lorenz Oken und seine Isis um die Gründungszeit der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte
. In:
Naturwissenschaftliche Rundschau
. Band 8, 1955, S. 145–150, 180–189.
Dietrich von Engelhardt:
Lorenz Oken und das Wartburgfest 1817 mit einem Abdruck des konfiszierten Heftes 195 der Isis
. In:
NTM Zeitschrift für Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin
. Band 11, Nummer 1, 2003, S. 1–12 (
doi:10.1007/BF02908582
).
G. A. Kertesz:
Notes on Isis von Oken, 1817–1848
. In:
Isis
. Band 77, Nummer 3, 1986, S. 497–503
(JSTOR)
Lorenz Okens „Isis“
. In: Claudia Schweizer:
Johann Wolfgang von Goethe und Kaspar Maria von Sternberg. Naturforscher und Gleichgesinnte
. LIT Verlag Münster, 2004,
ISBN 3-8258-7579-2
, S. 179–198.
Claudia Taszus:
Okens Isis. Pressefreiheit, Restriktionen und Zensur in Mitteldeutschland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
. In: Olaf Breidbach, Stefano Poggi (Hrsg.):
Jahrbuch für Europäische Wissenschaftskultur
. Band 4, Steiner, Stuttgart 2009, S. 205–241.
Claudia Taszus:
Lorenz Okens Isis (1816–1848). Zur konzeptionellen, organisatorischen und technischen Realisierung der Zeitschrift
. In:
Blätter der Gesellschaft für Buchkultur und Geschichte
. 12./13. Jahrgang, Rudolstadt 2009, S. 85–154.
Einzelnachweise
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Claudia Taszus:
Lorenz Okens Isis (1816–1848). Zur konzeptionellen, organisatorischen und technischen Realisierung der Zeitschrift
. 2009, S. 88–89.
Claudia Taszus:
Lorenz Okens Isis (1816–1848). Zur konzeptionellen, organisatorischen und technischen Realisierung der Zeitschrift
. 2009, S. 93.
Claudia Taszus:
Lorenz Okens Isis (1816–1848). Zur konzeptionellen, organisatorischen und technischen Realisierung der Zeitschrift
. 2009, S. 97–98.
Claudia Taszus:
Lorenz Okens Isis (1816–1848). Zur konzeptionellen, organisatorischen und technischen Realisierung der Zeitschrift
. 2009, S. 99.
Friedrich Arnold Brockhaus:
Vorläufige Anzeige.
In:
Deutsche Blätter
. Neue Folge, Band 3, Nummer 33, Leipzig/Altenburg 1816, S. 528
(online)
Heinrich Eduard Brockhaus:
Friedrich Arnold Brockhaus. Sein Leben und Wirken nach Briefen und anderen Aufzeichnungen
. Teil 2, 1876, S. 166
(online)
Claudia Taszus:
Lorenz Okens Isis (1816–1848). Zur konzeptionellen, organisatorischen und technischen Realisierung der Zeitschrift
. 2009, S. 102–103.
Lorenz Oken:
Ankündigung der Encyclopädischen Blätter.
In:
Deutsche Blätter
. Neue Folge, Band 3, Nummer 40, Leipzig/Altenburg 1816, S. 633–636
(online)
Claudia Taszus:
Lorenz Okens Isis (1816–1848). Zur konzeptionellen, organisatorischen und technischen Realisierung der Zeitschrift
. 2009, S. 104–110.
Claudia Taszus:
Lorenz Okens Isis (1816–1848). Zur konzeptionellen, organisatorischen und technischen Realisierung der Zeitschrift
. 2009, S. 106.
Claudia Taszus:
Lorenz Okens Isis (1816–1848). Zur konzeptionellen, organisatorischen und technischen Realisierung der Zeitschrift
. 2009, S. 111.
Heinrich Eduard Brockhaus:
Friedrich Arnold Brockhaus. Sein Leben und Wirken nach Briefen und anderen Aufzeichnungen
. Teil 2, 1876, S. 167
(online)
An die Gesammtakademie zu Jena. Die Herausgabe eine kritisch literarischen Tagesblattes zu Jena betreffend
. Weimar, 17. Juli 1816. Abgedruckt in: Alexander Ecker:
Lorenz Oken. Eine biographische Skizze
. E. Schweizerbart, Stuttgart 1880, S. 62.
Claudia Schweizer:
Johann Wolfgang von Goethe und Kaspar Maria von Sternberg. Naturforscher und Gleichgesinnte
. 2004, S. 185.
Alexander Ecker:
Lorenz Oken. Eine biographische Skizze
. E. Schweizerbart, Stuttgart 1880, S. 61–70 und S. 73.
[Eintrag vom 30. Juli 1816]. In:
Goethes Werke. Tagebücher
. III. Abteilung, Band 5, Herman Böhlau, Weimar 1893, S. 259
(online)
Claudia Taszus:
Lorenz Okens Isis (1816–1848). Zur konzeptionellen, organisatorischen und technischen Realisierung der Zeitschrift
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Claudia Schweizer:
Johann Wolfgang von Goethe und Kaspar Maria von Sternberg. Naturforscher und Gleichgesinnte
. 2004, S. 186–187.
Briefwechsel des Großherzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach mit Goethe in den Jahren von 1775 bis 1828
. Band 2, Landes-Industrie-Comptoir, Weimar 1863, S. 88
(online)
[Einträge vom 2., 3., 4. und 6. Oktober 1816]. In:
Goethes Werke. Tagebücher
. III. Abteilung, Band 5, Herman Böhlau, Weimar 1893, S. 275–276
(online)
Briefwechsel des Großherzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach mit Goethe in den Jahren von 1775 bis 1828
. Band 2, Landes-Industrie-Comptoir, Weimar 1863, S. 88–97
(online)
Erneute Verstimmung Goethes durch Okens Isis (1816/1817)
. In: Rudolph Zaunick, Max Pfannenstiel:
Aus Leben und Werk von Lorenz Oken, dem Begründer der deutschen Naturforscherversammlungen.
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. In:
Sudhoffs Archiv für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften
. Band 33, Heft 3/4, 1941, S. 127–143
(JSTOR)
[Oken an Brockhaus, 18. Januar 1817]. In: Heinrich Eduard Brockhaus:
Friedrich Arnold Brockhaus. Sein Leben und Wirken nach Briefen und anderen Aufzeichnungen
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Zitiert nach: Rudolph Zaunick, Max Pfannenstiel:
Aus Leben und Werk von Lorenz Oken: dem Begründer der deutschen Naturforscherversammlungen: Eine Quellensammlung im Auftrage der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte. Zweiter Abschnitt: Lorenz Oken und J. W. von Goethe.
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Sudhoffs Archiv für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften.
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Okens Isis. Pressefreiheit, Restriktionen und Zensur in Mitteldeutschland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
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Zitiert nach: Rudolph Zaunick, Max Pfannenstiel:
Aus Leben und Werk von Lorenz Oken, dem Begründer der deutschen Naturforscherversammlungen. Zweiter Abschnitt: Lorenz Oken und J. W. von Goethe
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Die Handel um Oken und Goethe in den Jahren 1817 und 1818
. In: Rudolph Zaunick, Max Pfannenstiel:
Aus Leben und Werk von Lorenz Oken: dem Begründer der deutschen Naturforscherversammlungen. Zweiter Abschnitt: Lorenz Oken und J. W. von Goethe
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. Paris 1818
(online)
Zitiert nach: Rudolph Zaunick, Max Pfannenstiel:
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Sudhoffs Archiv für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften
. Band 33, Heft 3/4, 1941, S. 159.
Claudia Taszus:
Okens Isis. Pressefreiheit, Restriktionen und Zensur in Mitteldeutschland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
. 2009, S. 221–223.
Okens Entlassung im Jahre 1819
. In: Rudolph Zaunick, Max Pfannenstiel:
Aus Leben und Werk von Lorenz Oken: dem Begründer der deutschen Naturforscherversammlungen.
Zweiter Abschnitt:
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. In:
Sudhoffs Archiv für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften
. Band 33, Heft 3/4, 1941, S. 156–163.
Claudia Taszus:
Lorenz Okens Isis (1816–1848). Zur konzeptionellen, organisatorischen und technischen Realisierung der Zeitschrift
. 2009, S. 137–145.
G. A. Kertesz:
Notes on Isis von Oken, 1817–1848
. In:
Isis
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Dietrich von Engelhardt:
Lorenz Oken und das Wartburgfest 1817 mit einem Abdruck des konfiszierten Heftes 195 der Isis
. 2003, S. 4–5.
Claudia Taszus:
Lorenz Okens Isis (1816–1848). Zur konzeptionellen, organisatorischen und technischen Realisierung der Zeitschrift
. 2009, S. 126–137.
Dietrich von Engelhardt:
Lorenz Oken (1779–1851)
. In: Michael Schmitt, Ilse Jahn (Hrsg.):
Darwin & Co. Eine Geschichte der Biologie in Portraits
. Band 1, C. H. Beck, München 2001,
ISBN 3-406-44638-8
, S. 293.
Eintrag
in der GEPRIS-Datenbank der DFG (abgerufen am 1. März 2012).
Ute Schönfelder:
Das Geschäft mit dem Wissen
. Wissenschaftshistoriker der Universität Jena starten DFG-gefördertes Forschungsprojekt zur „Isis“. Pressemitteilung der Friedrich-Schiller-Universität Jena vom 16. Juni 2006
Das Geschäft mit dem Wissen – Lorenz Oken und die Isis. Kommerzialisierung, Politisierung und Popularisierung von Wissen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
(abgerufen am 1. März 2012).
Ute Schönfelder:
Wie eine Wissenschaftszeitung zum Bestseller wird
. Wissenschaftshistoriker der Universität Jena arbeiten Briefwechsel zwischen Verleger Friedrich Arnold Brockhaus und Lorenz Oken auf – DFG unterstützt Forschungsprojekt. Pressemitteilung der Friedrich-Schiller-Universität Jena vom 8. Oktober 2009 (abgerufen am 1. März 2012).
Edition, Kommentar, schwerpunktmäßige Auswertung und Analyse der Korrespondenz zwischen Lorenz Oken und dem Verlag Friedrich Arnold Brockhaus in den Jahren 1814–1850
(abgerufen am 1. März 2012).
ISIS
Memento
des
Originals
vom 23. Juni 2011 im
Internet Archive
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und entferne dann diesen Hinweis.
@1
@2
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in der
Universal Multimedia Electronic Library
(UrMEL) der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (abgerufen am 1. März 2012).
Beiträge in der
Isis
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In:
Isis
. Band 1, Heft I, Nummer 1, 1816, Sp. 5–6
(online)
In:
Isis
. Band 1, Heft I, Nummer 2, 1816
(online)
Preisaufgabe an alle Juristenfacultäten der ganzen Welt
. In:
Isis
. Band 1, Heft I, Nummer 6, 1816, Sp. 43–44
(online)
Über das Grundgesetz über die Landständische Verfassung des Großherzogtums Sachsen – Weimar – Eisenach
. In:
Isis
. Band 1, Heft I, Nummer 9–11, 1816, Sp. 65–84
(online)
In:
Isis
. Band 1, Heft I, Nummer 3, 1816, Sp. 22
(online)
Gegen die Beschränkung der Preßfreiheit
. In:
Isis
. Heft III, Nummer 38, 1817, Sp. 297–304
(online)
Isis
. Heft VIII, Nummer 138, 1817, Sp. 1097
(online)
Der Studentenfrieden auf der Wartburg
. In:
Isis
. Heft XI/XII, Nummer 195, 1817, Sp. 1553–1559
(online)
Ueber Okens Urtheil von Oken
: (Aus der Bremer Zeitung, 26. März 18.)
. In:
Isis
. Heft IV, 1818, Sp. 748–761,
(online)
Urtheil
. In:
Isis
. Heft IV, 1818, Sp. 739–748,
(online)
[Heinrich Luden]:
Die (angeblichen) Bulletins des Herrn von Kotzebue: ein Beitrag zu Kenntnis der Zeit
. In:
Isis
. Heft I, 1818, Sp. 202–215
(online)
Die Ursache
. In:
Isis
. Heft II, 1818, Sp. 404
(online)
Entscheidungsgründe
. In:
Isis
. Heft IV, 1818, Sp. 762–765
(online)
Stourdza
. In:
Isis
. Heft XI, 1818, Sp. 1941–1944
(online)
Auch eine Denkschrift über den gegenwärtigen Zustand von Deutschland, oder Würdigung der Denkschrift des Herrn von Stourdza in juridischer, moralischer, politischer und religioser Hinsicht / Vom Professor Krug in Leipzig. - Leipzig
: Brockhaus, 1819
. In:
Isis
. Heft II, 1819, Sp. 361–362
(online)
Okens Dienstentlassung
. In:
Isis
. Heft V, 1819, nach Sp. 800 unnummeriert eingefügt
(online)
Versammlung der deutschen Naturforscher
. In:
Isis. Litterarischer Anzeiger
. 1821, Sp. 196–198
(online)
In:
Isis
. Heft XII, 1848, Sp. 1077–1078
(online)
Weblinks
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Commons
Isis
– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource:
Isis
– Quellen und Volltexte
Isis
beim Projekt UrMEL der
Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek
Band 1–5
(1817–1819),
Band 6–41
(1820–1848) der
Isis
in der Biodiversity Heritage Library
Der Studentenfrieden auf der Wartburg
– Scan der zensierten
Isis
-Nummer 195 von 1817
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