Books by Janine Fubel

Zu den Merkmalen des Kriegsendes 1945 in Deutschland gehörte eine regional befehligte und lokal o... more Zu den Merkmalen des Kriegsendes 1945 in Deutschland gehörte eine regional befehligte und lokal organisierte Evakuierungspolitik. Während das NS-Regime die deutsche Bevölkerung sich selbst überließ, sollten die Gefangenen der Konzentrationslager weiter in das Reichsinnere deportiert oder noch vor Ort ermordet werden, sobald sich alliierte Einheiten näherten. Als die Rote Armee im Januar 1945 an der Oder vorrückte, drohten erste Außenstandorte des Konzentrationslagers Sachsenhausen in die Nähe der Kriegshandlungen zu geraten. In dieser Studie untersuche ich die letzten Monate eines der zentralen deutschen KZ-Komplexe. Ich zeige, wie die Lagerkommandantur bereits zu diesem Zeitpunkt Evakuierungsmaßnahmen ergriff, bevor im April mit den Todesmärschen die endgültige Räumung einsetzte. Bis in die ersten Maitage dauerte die brutale Auflösung Sachsenhausens an und forderte noch tausende Opfer.
Edited Volumes by Janine Fubel

Janine Fubel/Katja Grosse-Sommer/Borbála Klacsmann/Denisa Nešťáková/Mareike Otters/Christoph Gollasch (Eds.), Practices of Memory and Knowledge Production. Papers from the 22nd Workshop on the History and Memory of National Socialist Camps and Extermination Sites, Metropol Verlag Berlin, 2022
This collective volume is a compilation of papers given at the 22nd Workshop on the History and M... more This collective volume is a compilation of papers given at the 22nd Workshop on the History and Memory of National Socialist Camps and Extermination Sites, which took place in Budapest in October 2017. It brings together research papers of nine emerging scholars from different European countries, combining perspectives on remembrance of crimes committed during World War II by National Socialists and their collaborators. Touching upon aspects of memory practices and knowledge production, the contributions focus on memorialisation at former camp sites, continuities of stigmatisation, and the importance of testimonies.
Papers by Janine Fubel
Passés Futurs (16) , 2024
The paper was published in: »Paysage de violences: témoin, trace, archive« – an issue of the maga... more The paper was published in: »Paysage de violences: témoin, trace, archive« – an issue of the magazine »Passés Futurs«, published by Luba Jurgenson in December 2024.

Militärgeschichtliche Zeitschrift, 2022
Zusammenfassung: Die Berlin ummantelnde Region Brandenburg stellte 1945 den wichtigsten Kriegssch... more Zusammenfassung: Die Berlin ummantelnde Region Brandenburg stellte 1945 den wichtigsten Kriegsschauplatz zu Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa dar. Ende Januar 1945 war es sowjetischen Einheiten gelungen, auf breiter Front in die Region und damit auch im Mittelabschnitt der Ostfront in das Gebiet des »Altreiches« einzudringen und bis an die Oder vorzurücken. Damit befanden sie sich keine 100 Kilometer mehr von der deutschen Reichshauptstadt entfernt. An einigen Stellen war es ihnen zudem gelungen, auf das Westufer des Flusses zu setzen und erste Brückenköpfe einzurichten. Im Rahmen des Beitrages werden die östlichen Kreise der Region als Kriegs-und Evakuierungsschauplatz untersucht. Die deutschen Evakuierungsmaßnahmen waren hier einerseits dadurch gekennzeichnet, dass Verbote und zu spät angeordnete Räumungsbefehle für die Zivilbevölkerung ausgegeben wurden, während Gefangene westwärts verschleppt oder noch vor Ort ermordet wurden, als sich die gegnerische Front den dort befindlichen Haftstätten und NS-Zwangslagern näherte. Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Untersuchung, welche Praktiken freigesetzt wurden, als die Kriegsfront auf die »innere« Front zu treffen drohte und sich tatsächlich räumlich mit ihr überlagerte. Zentrale These ist, dass sowohl im Hinblick auf den Einsatz seiner Akteure als auch auf das zum Einsatz kommende (Gewalt-)Wissen der deutsche Vernichtungskriegals Holocaust »vor Ort« und Evakuierungskrieg gegen bestimmte Personengruppen geführt-1945 in der Mark Brandenburg Fortsetzung gefunden hatte.
New Microhistorical Approaches to an Integrated History of the Holocaust, 2023
Cover image: Metal nametag from ten-year old David Juda van der Velde, who was deported from the ... more Cover image: Metal nametag from ten-year old David Juda van der Velde, who was deported from the German occupied Netherlands and murdered in the gas chambers of the Death camp Sobibór in April. Photograph by Ivar Schute.
Militärgeschichtliche Zeitschrift (1/81), 2022
Janine Fubel/Katja Grosse-Sommer/Borbála Klacsmann/Denisa Nešťáková/Mareike Otters/Christoph Goll... more Janine Fubel/Katja Grosse-Sommer/Borbála Klacsmann/Denisa Nešťáková/Mareike Otters/Christoph Gollasch (Eds.)
Practices of Memory and Knowledge Production. Papers from the 22nd Workshop on the History and Memory of National Socialist Camps and Extermination Sites, Metropol Verlag, 2022. 7-14.

Zeitschrift für Genozidforschung 19. Jahrgang 2021, Heft 2
»Body« and »Space« in the Context of Holocaust and Genocide Research: A Multiperspective Introduc... more »Body« and »Space« in the Context of Holocaust and Genocide Research: A Multiperspective Introduction – Taking the example of the »Yellow Star« as a starting point, the paper discusses the question in which ways »space« and »body« can be useful analytical categories for the study of the Holocaust and its aftermath. It focuses on the interrelation of these two categories, concisely introducing existing theoretical work on both space and body. Subsequently, the authors identify research perspectives and potential for new insights that might result from linking the two categories with Holocaust Studies and research on National Socialist violence in general. To develop the argument, the reciprocal relations of body and space are situated on three levels: 1. as an analytical perspective; 2. as empirical objects; 3. as overlapping categories, looking at the body as a space. All three sections mention exemplary studies and point out research gaps. Furthermore, the paper deliberates on the issue of borders, meaning both corporeal and spatial, as well as symbolical configurations, and of transgressing such borders. The »Yellow Star« serves as an example that demonstrates a multi-perspective approach to (some of) the manyfold aspects an examination of body and space might entail. Therefore, the topic of the antisemitic identification mark recurs throughout the paper and is discussed from various angles, drawing on written and visual sources produced during and after World War II. The paper concludes with a short presentation of the following contributions, that contextualizes them in the theoretical and methodological considerations presented here.
Papers from the 21st Workshop on the History and Memory of National Socialist Camps and Extermination Sites , 2020
Leerstelle(n)? Der deutsche Vernichtungskrieg 1941–1944 und die Vergegenwärtigungen des Geschehens nach 1989, 2019
Reviews by Janine Fubel
Public Statements by Janine Fubel
Erklärung zum 80. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion
Macht die Personalakte... more Erklärung zum 80. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion
Macht die Personalakten der Wehrmacht öffentlich!
Historiker:innen schlagen Digitalisierung zentraler Bestände von Bundesarchiv und KGB-Archiv vor Die Wehrmacht stellte ein zentrales Element des nationalsozialistischen Besatzungsregimes in der besetzten Sowjetunion dar. Ihre militärische Herrschaft war unverzichtbar für die Durchführung zentraler deutscher Verbrechen.
https://zeitgeschichte-online.de/kommentar/macht-die- personalakten-der-wehrmacht-oeffentlich
Call for Papers by Janine Fubel
HSozKult, 2020
Im Anschluss an den Spatial Turn erhielt die Kategorie Raum in den letzten Jahren insbesondere in... more Im Anschluss an den Spatial Turn erhielt die Kategorie Raum in den letzten Jahren insbesondere in der englischsprachigen Forschung zum Holocaust und seiner Nachgeschichte zunehmend Aufmerksamkeit. Die geplante Publikation hat zum Ziel, diese Entwicklung nachzuzeichnen, kritisch zu diskutieren und Perspektiven für die weitere Forschung aufzuzeigen.
HSozKult, 2019
Internationaler Workshop: Evakuation – Rückzug – Liquidierung. Praktiken
der Verschiebung und Au... more Internationaler Workshop: Evakuation – Rückzug – Liquidierung. Praktiken
der Verschiebung und Auflösung von Staatlichkeit im 20. Jahrhundert
Frankfurt (Oder)/Słubice, 30. – 31. Januar 2020
Ziel des Workshops ist es, Praktiken der Auflösung von Staatlichkeit in Kriegs- und Gewaltsituationen vergleichend zu diskutieren. Termin für die Einsendungen von Vorschlägen ist der 15. November 2019.
“Space in Holocaust Research” is the first conference in Germany devoted to the issue of space an... more “Space in Holocaust Research” is the first conference in Germany devoted to the issue of space and the Holocaust. The aim of the organizers is to make a contribution to the establishment of interdisciplinary Holocaust research. The international four-day conference will take place in Hamburg (23-26 March 2020).
Deadline for applications: 31 July 2019
Conference Presentations by Janine Fubel

Gegenwärtig wird unter dem Stichwort des „Historiker*innenstreits 2.0“ öffentlich heftig über Fra... more Gegenwärtig wird unter dem Stichwort des „Historiker*innenstreits 2.0“ öffentlich heftig über Fragen der Erinnerungspolitik und die Beziehungen zwischen Antisemitismus, Holocaust und Kolonialrassismus gestritten. Unter der Überschrift “Becoming vulnerable – Ambivalenzen der Solidarität” lädt das Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin renommierte Wissenschaftler*innen und Kulturschaffende aus dem deutschen und internationalen Kontext im Rahmen einer digitalen Ringvorlesung ein, miteinander, mit Studierenden und einer größeren akademischen Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen. Gäste sind u.a. Anitha Oforiwah Adu-Boahen, Teresa Koloma Beck, Max Czollek, Ibou Diop, Helen Makhdoumian, Michael Rothberg oder Natan Sznaider.
Ausgangspunkt ist der Befund, dass vor allem in der deutschen Forschung Antisemitismus und Kolonialrassismus/Postkolonialismus lange getrennt voneinander untersucht wurden, woran sich verwobene oder auch konkurrierende Gedächtnisdiskurse anschlossen und institutionalisierten. Diese Entwicklungen gilt es zu rekonstruieren und mit Fragen der Verwundbarkeit zu verbinden. Um Möglichkeiten wechselseitiger Solidarisierungen in einer radikal pluralen Gesellschaft auszuloten sind jüdische und nicht-weißePositionen sowie feministische Perspektiven auf die verwobenen Gewaltgeschichten von besonderem Gewicht. Überdies werden verschiedene koloniale Rassismen in ihrer jeweiligen Bezogenheit auf den Holocaust einbezogen, um jenseits von Polemiken Raum für weitere Differenzierungen zu finden.
Aktuelle Informationen: www.becomingvulnerable.de
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Books by Janine Fubel
Edited Volumes by Janine Fubel
Papers by Janine Fubel
Practices of Memory and Knowledge Production. Papers from the 22nd Workshop on the History and Memory of National Socialist Camps and Extermination Sites, Metropol Verlag, 2022. 7-14.
Reviews by Janine Fubel
Public Statements by Janine Fubel
Macht die Personalakten der Wehrmacht öffentlich!
Historiker:innen schlagen Digitalisierung zentraler Bestände von Bundesarchiv und KGB-Archiv vor Die Wehrmacht stellte ein zentrales Element des nationalsozialistischen Besatzungsregimes in der besetzten Sowjetunion dar. Ihre militärische Herrschaft war unverzichtbar für die Durchführung zentraler deutscher Verbrechen.
https://zeitgeschichte-online.de/kommentar/macht-die- personalakten-der-wehrmacht-oeffentlich
Call for Papers by Janine Fubel
der Verschiebung und Auflösung von Staatlichkeit im 20. Jahrhundert
Frankfurt (Oder)/Słubice, 30. – 31. Januar 2020
Ziel des Workshops ist es, Praktiken der Auflösung von Staatlichkeit in Kriegs- und Gewaltsituationen vergleichend zu diskutieren. Termin für die Einsendungen von Vorschlägen ist der 15. November 2019.
Deadline for applications: 31 July 2019
Conference Presentations by Janine Fubel
Ausgangspunkt ist der Befund, dass vor allem in der deutschen Forschung Antisemitismus und Kolonialrassismus/Postkolonialismus lange getrennt voneinander untersucht wurden, woran sich verwobene oder auch konkurrierende Gedächtnisdiskurse anschlossen und institutionalisierten. Diese Entwicklungen gilt es zu rekonstruieren und mit Fragen der Verwundbarkeit zu verbinden. Um Möglichkeiten wechselseitiger Solidarisierungen in einer radikal pluralen Gesellschaft auszuloten sind jüdische und nicht-weißePositionen sowie feministische Perspektiven auf die verwobenen Gewaltgeschichten von besonderem Gewicht. Überdies werden verschiedene koloniale Rassismen in ihrer jeweiligen Bezogenheit auf den Holocaust einbezogen, um jenseits von Polemiken Raum für weitere Differenzierungen zu finden.
Aktuelle Informationen: www.becomingvulnerable.de