Mexiko – Wikipedia
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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter
Mexiko (Begriffsklärung)
aufgeführt.
Vereinigte Mexikanische Staaten
Estados Unidos Mexicanos
Flagge
Wappen
Amtssprache
Spanisch
, seit 2003 sind 62
indigene Sprachen in Mexiko
als „Nationalsprachen“ anerkannt
Hauptstadt
Mexiko-Stadt
Staats- und Regierungsform
präsidentielle
Republik
Bundesrepublik
Staatsoberhaupt
, zugleich
Regierungschef
Präsidentin
Claudia Sheinbaum
Parlament(e)
Kongress
Abgeordnetenhaus
und
Senat
Fläche
1.972.550
13.
km²
Einwohnerzahl
130,8 Millionen
11.
) (2024)
Bevölkerungsdichte
66 Einwohner pro km²
Bevölkerungs
entwicklung
+0,7
(Schätzung für das Jahr 2020)
Bruttoinlandsprodukt
Total (nominal)
Total (
KKP
BIP/Einw. (nom.)
BIP/Einw. (KKP)
2024
1,9 Billionen USD
13.
3,3 Billionen USD
13.
14.034 USD
72.
25.118 USD
81.
Index der menschlichen Entwicklung
(HDI)
0,789
81.
) (2023)
Währung
Mexikanischer Peso
(MXN)
Unabhängigkeit
1810 erklärt
1821 von
Spanien
anerkannt
National
hymne
Himno Nacional Mexicano
Zeitzone
UTC−5
bis
UTC−8
UTC−5
bis
UTC−7
(mit Sommerzeit, siehe
Zeitzonen in Mexiko
Kfz-Kennzeichen
MEX
ISO 3166
MX
, MEX, 484
Internet-TLD
.mx
Telefonvorwahl
+52
Vorlage:Infobox Staat/Wartung/NAME-DEUTSCH
Mexiko
spanisch
México
ˈmexiko
], in Spanien auch
Méjico
Nahuatl
Mexihco
meː'ʃiʔko
]; amtlich
Vereinigte Mexikanische Staaten
, spanisch
Estados Unidos Mexicanos
) ist eine
Bundesrepublik
in
Nordamerika
. Sie umfasst 31 Bundesstaaten und die Bundeshauptstadt
Mexiko-Stadt
. Im Norden grenzt Mexiko an die
Vereinigten Staaten von Amerika
, im Süden und Westen an den
Pazifischen Ozean
, im Südosten an
Guatemala
Belize
und an das
Karibische Meer
, im Osten an den
Golf von Mexiko
. Mit einer Gesamtfläche von fast zwei Millionen
Quadratkilometern
ist Mexiko der fünftgrößte Staat auf dem
amerikanischen Doppelkontinent
, global liegt der Staat an
vierzehnter Stelle
. Weltweit liegt Mexiko mit einer
Bevölkerungszahl
von über 130 Millionen Menschen auf
Platz elf
und ist der einwohnerreichste spanischsprachige Staat.
Geographie
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Lage und Ausdehnung
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Mexiko (Mexiko)
Mexiko-Stadt
Guadalajara
Monterrey
Puebla
Veracruz
Tijuana
León
Ciudad Juárez
Torreón
San
Luis
Potosí
Mérida
Cancún
Oaxaca
Acapulco
La Paz
Mexicali
Chihuahua
Pico de Orizaba
USA
GUATEMALA
BELIZE
PAZIFIK
ATLANTIK
GOLF VON MEXIKO
GOLF VON KALIFORNIEN
Laguna de Términos
Isla
Tiburón
Isla Ángel de la Guarda
Satellitenaufnahme
von Mexiko
Der größte Teil Mexikos (88
%) ist allein dem
nordamerikanischen
Kontinent zugeordnet, während der südliche Teil bereits zur Landbrücke
Zentralamerikas
zählt (die ebenfalls dem nordamerikanischen Kontinent zugerechnet wird). Der Staat ist mit einer Fläche von 1.972.550
km²
fast sechsmal so groß wie
Deutschland
, wobei 1.923.040
km² auf Land, 49.510
km² auf Wasser und über 5000
km² auf unbewohnte Inseln entfallen. Hinsichtlich der Fläche belegt Mexiko weltweit den 14. Platz.
Mexiko ist über 3000
km lang und hat eine Breite von 200
km bis 2000
km. Im Nordwesten befindet sich die Halbinsel
Niederkalifornien
mit einer Länge von 1200
km. Im Osten ragt die Halbinsel
Yucatán
, die sich Mexiko mit
Guatemala
und
Belize
teilt, in den
Golf von Mexiko
Die Gesamtlänge der Staatsgrenze beträgt 4538
Kilometer, davon entfallen 3326
km auf die
gemeinsame Grenze mit den USA
im Norden des Staates. Weiterhin grenzt Mexiko im Südosten an Guatemala mit 962
km und an Belize (250
km). Es besitzt 12.540
km Meeresküste, davon 8200
km am Pazifik und 3200
km am Atlantik. Ab der Küste seewärts besitzt Mexiko bis 200
Seemeilen (370
km) exklusive Nutzungsrechte.
Mexiko hat vier
Zeitzonen
, siehe hierzu
Zeitzonen in Mexiko
Der höchste Punkt Mexikos ist mit 5636
Meter der auf der Grenze zwischen den Bundesstaaten
Puebla
und
Veracruz
liegende
Vulkan
Citlaltépetl
. Der tiefste Punkt mit ca. zehn Metern unter dem Meeresspiegel ist die
Laguna Salada
im
Municipio Mexicali
im Bundesstaat
Baja California
Klima
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Mexiko ist ein klimatisch vielgestaltiger Staat, der sowohl über
subtropisches
und alpines Klima als auch über
Wüstenklima
verfügt. Es gehört somit in den Übergangsbereich der sommerfeuchten äußeren
Tropen
mit acht bis zehn humiden Monaten im Südosten des Landes über die ganzjährig ariden
Subtropen
im Bereich des Wendekreises bis zum
Winterregenklima
Kaliforniens
, das im äußersten Westen
(Baja California)
gerade noch wirksam wird.
Geologie
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Die sechs Vulkane:
Iztaccíhuatl
Popocatépetl
Malintzin
Cofre de Perote
Citlaltépetl
und
Sierra Negra
Vulkan
Citlaltépetl
oder Pico de Orizaba, der höchste Berg Mexikos
Der größte Teil Mexikos besteht aus dem zu den amerikanischen
Kordilleren
gehörenden
Hochland
von Mexiko
, das an markanten Bruchlinien im Osten und Westen herausgehoben wurde. Die
Randgebirge
sind sehr unterschiedlich gestaltet: Die
Sierra Madre Oriental
im Osten setzt sich aus parallel streichenden Faltenzügen und steil aufragenden Schichtrippen der
Jura
- und
Kreideformation
zusammen. Dagegen baut sich die
Sierra Madre Occidental
im Westen aus flach lagernden vulkanischen Decken des
Tertiärs
auf. Beide erscheinen von den hügeligen Küstentiefländern aus als hohe Gebirgsmauern.
Das Hochland erreicht an der Grenze zu den USA 1200
m Meereshöhe. An die Sierra Madre Occidental schließt sich südlich die
Cordillera Neovolcánica
an, die aus
vulkanischen
Ablagerungen aus der Zeit des
Pliozän
bis
Quartär
besteht und nicht nur durch Riesenvulkane, sondern zusätzlich durch eine Vielzahl von vulkanischen Kegeln und
Kratern
geprägt ist. Sie bildet den Südrand des Hochlandblocks, der in einer Bruchstufenzone rund 1000
m tief zur Senke des
Río Balsas
abbricht. Im Süden befindet sich die
Sierra Madre del Sur
westlich der
Sierra Madre de Chiapas
. Nordöstlich vorgelagert ist die Halbinsel
Yucatán
, deren größter Teil zu Mexiko gehört. Sie besteht aus einer
Kalksteintafel
, die seit dem
Tertiär
aus dem Meer herausgehoben wurde.
Die höchsten Erhebungen des Staates findet man am Transmexikanischen Vulkangürtel, auch
Sierra Nevada
genannt: den
Citlaltépetl
(5636
m), auch als
Pico de Orizaba
bezeichnet, den höchsten Berg in Mexiko, den derzeit aktiven
Popocatépetl
(5462
m), den
Iztaccíhuatl
(5230
m) und den
Nevado de Toluca
(4690
m).
Natur
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Mexiko beheimatet etwa 200.000 verschiedene Spezies, was zehn bis zwölf Prozent aller weltweit bekannten Arten ausmacht.
Mit 707 bekannten Arten liegt Mexiko auf dem ersten Platz bei der
Artenvielfalt
der Reptilien, mit 438 Arten auf dem zweiten Platz in Bezug auf die Säugetiere und mit 290 bekannten Arten auf dem vierten Platz bei den Amphibien. Die Flora umfasst 26.000 verschiedene Spezies.
Darüber hinaus liegt Mexiko bei der Vielfalt an Ökosystemen weltweit an zweiter Stelle.
Diese hohe
Biodiversität
, doch vor allem die große Zahl von
endemischen Arten, Gattungen und Familien
macht Mexiko zu einem der
Megadiversitätsländer
dieser Erde. Etwa 2500 Arten sind gesetzlich geschützt.
Der größte Teil der Staatsfläche wird aufgrund der besonders hohen Gefährdungslage für die natürliche Vielfalt international zu den
Biodiversitäts-Hotspots
der Erde gezählt: Das sind die mediterranen
Hartlaubgebiete
im Norden
Niederkaliforniens
und die
subtropischen Bergwälder Nordmexikos
(beide grenzübergreifend mit den USA) sowie sämtliche tropische
Ökoregionen
südlich des nördlichen Wendekreises (Fortsetzung in allen Nachbarstaaten
Mesoamerikas
).
Es gibt 68
Nationalparks in Mexiko
Städte
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Bevölkerungsdichte Mexikos 2010 (Einwohner pro km²)
Im Jahr 2023 lebten 82 Prozent der Einwohner Mexikos in Städten.
10
Die größten Städte Mexikos, allesamt Millionenstädte, sind Mexiko-Stadt,
Guadalajara
Monterrey
Ecatepec de Morelos
, Puebla,
Nezahualcóyotl
Juárez
Tijuana
León
und
Zapopan
. Sie liegen überwiegend im Staatsinneren, dagegen sind die Küstengebiete eher dünn besiedelt.
11
Zudem gibt es in Mexiko ein Gefälle zwischen Zentrum und Peripherie, in dem Mexiko-Stadt deutlich dominiert. Die Metropolregion umfasst 18 Prozent der Gesamtbevölkerung Mexikos. Daneben ist es das wirtschaftliche Zentrum, das etwa ein Drittel des Dienstleistungs- und Handelssektors und zwei Drittel der Vermögenswerte auf sich vereint. Zwei Drittel des Etats für das höhere Schulwesen Mexikos und drei Viertel des Forschungsetats werden in Mexiko-Stadt investiert.
12
Liste der Städte in Mexiko
Ballungsräume in Mexiko
(Nationaler Beirat von Mexiko für Bevölkerungswachstum, 2010)
13
Nummer
Metropolregion
Bundesstaat
Einwohner
Nummer
Metropolregion
Bundesstaat
Einwohner
Bilder
Mexiko-Stadt
Mexiko-Stadt
México
Hidalgo
20.116.842
14
12
Mérida
Yucatán
973.046
Guadalajara
Zapopan
Monterrey
Tijuana
Guadalajara
Zapopan
Jalisco
4.434.878
13
Mexicali
Baja California
936.826
Monterrey
Nuevo León
4.106.054
14
Aguascalientes
Aguascalientes
932.369
Puebla
Puebla
Tlaxcala
2.728.790
15
Cuernavaca
Morelos
924.964
Toluca
México
1.936.126
16
Acapulco
Guerrero
863.431
Tijuana
Baja California
1.751.430
17
Tampico
Tamaulipas
Veracruz
859.419
León
Guanajuato
1.609.504
18
Chihuahua
Chihuahua
852.533
Juárez
Chihuahua
1.332.131
19
Morelia
Michoacán
829.625
Torreón
Gómez Palacio
Coahuila
Durango
1.215.817
20
Saltillo
Coahuila
823.128
10
Querétaro
Querétaro
1.097.025
21
Veracruz
Veracruz
811.671
11
San Luis Potosí
San Luis Potosí
1.040.443
22
Villahermosa
Tabasco
755.425
Bevölkerung
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Bevölkerungspyramide Mexiko 2016
Hauptartikel
Demografie Mexikos
Jahr
Einwohner
1805
5.700.000
1842
7.000.000
1880
9.600.000
1895
12.632.000
1900
13.607.000
1910
15.160.000
1921
14.335.000
1930
16.553.000
1940
19.654.000
1948
24.461.000
1950
26.282.000
1955
30.557.000
Jahr
Einwohner
1960
34.994.000
1965
41.284.000
1970
50.695.000
1975
60.145.000
1990
81.250.000
1996
93.182.000
2000
100.350.000
2006
108.700.000
2010
112.322.757
2017
123.675.325
2020
15
128.933.000
Mexiko hatte 2023 128,5 Millionen Einwohner.
16
Das jährliche Bevölkerungswachstum betrug +0,7
%. Zum Bevölkerungswachstum trug ein Geburtenüberschuss (Geburtenziffer: 14,6 pro 1000 Einwohner
17
vs. Sterbeziffer: 6,7 pro 1000 Einwohner
18
) bei. Die Anzahl der Geburten pro Frau lag 2022 statistisch bei 1,8, die der Region Lateinamerika und die Karibik betrug 1,8.
19
Die
Lebenserwartung
der Einwohner Mexikos ab der Geburt lag 2022 bei 74,8 Jahren.
20
Der
Median
des Alters der Bevölkerung lag im Jahr 2021 bei 29 Jahren.
21
Im Jahr 2023 waren 24,0 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahre,
22
während der Anteil der über 64-Jährigen 8,6 Prozent der Bevölkerung betrug.
23
Siehe auch
Volkszählungen in Mexiko
Bevölkerungsstruktur
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Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus 60
Mestizen
, etwa 30
% Nachkommen der
europäischen
Siedler (meist Spanier) und 10
indigenen Völkern
24
25
(nach anderen Angaben 13
% bzw. 7
%: unter anderem im zentralen Hochland
Nahua
– Nachkommen der
Azteken
Otomí
Purépecha
Cora
Tarahumara
und
Huicholen
; an der Nordwestküste
Mayo
und
Yaqui
; an der Golfküste
Totonaken
und
Huaxteken
; im südlichen Bergland
Zapoteken
Mixteken
Mazateken
Mixe
und viele kleinere
Ethnien
; sowie in Yucatan und in den südlichsten Staatsteilen die
Maya
.)
Etwa ein Prozent bilden Bevölkerungsgruppen anderer Abstammung (größtenteils aus Afrika). In Bezug auf die Bevölkerungsanzahl nimmt Mexiko den 10. Platz auf der Welt ein.
26
Der Bevölkerungsanteil der Mexikaner, die von Sklaven aus
Subsahara-Afrika
abstammen, ging in den letzten 200
Jahren in der Mestizenbevölkerung auf. Im Bundesstaat Veracruz und an der Westküste sind heute noch einige „schwarze“ Mexikaner zu finden. Das einzige auf mexikanischem Boden gesprochene
Kreol
ist das
Gullah
. Es wird von den Angehörigen der schwarzen
Seminolen
in Nacimiento (in der Nähe von
Múzquiz
Coahuila
) gesprochen. In den Städten gibt es eine christliche arabischstämmige Bevölkerung (vor allem mit libanesischer Abstammung). 2015 wurde ihre Zahl auf ungefähr 1 Million geschätzt. Die christliche arabischstämmige Bevölkerung in Mexiko gilt als wohlhabend und erfolgreich, so hatte der reichste Mann Mexikos,
Carlos Slim Helú
, libanesische Vorfahren.
27
Es gibt in Mexiko erhebliche und versteckte Diskriminierung gegenüber der indigenen Gemeinschaft. Innerhalb dieser ist die Kindersterblichkeit deutlich höher und die
Alphabetisierungsrate
und der Lebensstandard sind deutlich niedriger als für die allgemeine Bevölkerung, während die Oberschicht Mexikos vor allem aus arabisch- oder europäischstämmigen Mexikanern besteht.
28
Der Aufstand der
Zapatistas
von 1994 speiste seine Unterstützung vor allem aus indianischen Gemeinden, die gegen die Vernachlässigung und Diskriminierung der Zentralregierung aufbegehrten.
Im Jahre 2015 lebten 12,3 Millionen in Mexiko geborene Personen im Ausland, davon ein Großteil in den USA. Insgesamt gab es in den Vereinigten Staaten mehr als 30 Millionen Personen mit mexikanischer Abstammung (ohne illegale Einwohner). Mexiko hatte damit eine der größten Diasporagruppen weltweit. Ohne Auswanderung wäre Mexikos heutige Bevölkerung um etwa ein Viertel größer. In Mexiko selbst waren knapp 0,9
% der Bevölkerung im Ausland geboren. Die meisten Migranten in Mexiko kamen aus zentralamerikanischen Ländern, woher die Immigration nach Mexiko aufgrund der besseren wirtschaftlichen Möglichkeiten in den letzten Jahren anstieg.
29
Sprachen
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Die
Amtssprache
Mexikos ist
Spanisch
, obwohl dies nicht gesetzlich festgeschrieben ist. Neben dem Spanischen sind in Mexiko auch 62
indigene Sprachen
als offizielle
Nationalsprachen
anerkannt.
30
Das mexikanische
Kulturministerium
gliedert die in Mexiko gesprochenen Sprachen in elf
Sprachfamilien
, 68 linguistische Gruppen und 364
Dialekte
ein. Die „Kommission für die Entwicklung der indigenen Völker“ hat 2005 in einer Untersuchung festgestellt, dass rund sechs Millionen Bürger eine indigene Sprache beherrschen.
31
Nach der
Volkszählung
von 2010 sprechen 6,8
% der Bevölkerung indigene Sprachen (Volkszählung 2020: 6,3
32
); 15
% davon sprechen kein Spanisch. Weitere 1,5
% der Bevölkerung verstehen, sprechen aber keine indigenen Sprachen. Zu den Sprachen mit der größten Sprecherzahl gehören
Nahuatl
(etwa 1,6
Millionen),
Mayathan
(etwa 800.000),
Mixtekisch
(etwa 500.000),
Tzeltal
(etwa 470.000),
Zapotekisch
(etwa 460.000) und
Tzotzil
(etwa 430.000). Es existieren insgesamt 16 indigene Sprachen mit mehr als 100.000 Sprechern in Mexiko, mehr als in jedem anderen Staat Amerikas. Den größten Anteil an Sprechern gibt es im Süden Mexikos in den Staaten
Oaxaca
Yucatán
und
Chiapas
33
Da in einigen indigenen Völkern nur noch ältere Menschen die eigene Sprache beherrschen, kündigte der Leiter des „Instituts für indigene Sprachen“ – Javier López Sánchez – 2013 ein Aktionsprogramm an, um das Aussterben dieser Sprachen zu verhindern. Insbesondere gelten
Awakatekisch
Ixil
, zwei Varietäten des
Otomí
und fünf des
Zapotekisch
als bedroht. Deshalb sollen
Dolmetscher
und Übersetzer ausgebildet und ein
linguistischer
Sprachatlas
geschaffen werden.
31
Neben dem Spanischen brachten Einwanderer auch andere Sprachen nach Mexiko, die jedoch nicht als Nationalsprachen betrachtet und auch nicht von offiziellen Statistiken erfasst werden. Dazu zählen unter anderem
Englisch
Französisch
und
, aber auch
Mandarin
Arabisch
und
Quechua
. Einige Einwanderer bildeten geschlossene Sprachinseln, zum Beispiel die
Mennoniten
in
Chihuahua
, die
Plautdietsch
(einen Dialekt des
Niederdeutschen
) sprechen,
34
oder die Bewohner von
Chipilo
in
Puebla
, die sich die
venetische Sprache
und Kultur ihrer italienischen Vorfahren bewahrt haben.
35
Kathedrale von Mexiko-Stadt
am
Plaza de la Constitución
Religion
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82,7
% der Mexikaner sind
Katholiken
36
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Die
Römisch-katholische Kirche in Mexiko
besteht aus 18 Erzbistümern, darunter als größtes das
Erzbistum Mexiko
sowie aus 73 Bistümern und vier
Territorialprälaturen
Es gibt eine wachsende
protestantische
Minderheit von 7,5
%, die sich jedoch auf viele verschiedene Kirchen aufteilt. Die Anglikanische Gemeinschaft von Mexiko wird von der
Anglikanischen Kirche von Mexiko
vertreten und umfasst sechs Bistümer.
Die drittgrößte Religionsgemeinschaft Mexikos, mit mehr als 800.000 Angehörigen sind die
Zeugen Jehovas
. Sie sind in mehr als 13.000 Versammlungen organisiert, die Zusammenkünfte in Dutzenden von Sprachen abhalten. Sie unterstehen dem Zentralamerikanischen Zweigbüro nahe Texcoco, östlich von Mexiko-Stadt, das auch für sieben weitere Länder verantwortlich ist.
3,5
% der Bevölkerung bezeichnen sich als keiner
Religionsgemeinschaft
zugehörig und 0,36
% entfallen auf andere Religionen, darunter auch auf den
Islam
und
traditionelle mesoamerikanische Religionen
(wie etwa der
Huicholen
), die häufig
synkretistisch
mit christlichen Elementen vermischt sind (wie etwa bei den
Tarahumara
).
Soziales
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Für den Bereich Soziales ist das
Secretaría de Desarrollo Social
(SEDESOL) zuständig, das politische Regierungssekretariat für soziale Entwicklung in Mexiko, vergleichbar mit einem entsprechenden Staatsministerium (
Sozialministerium
).
Zentrale der
ISSSTE
Mexiko-Stadt
Öffentliche Fürsorge
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Als erster Staat in der Geschichte nennt Mexiko ab 1943 den Begriff „Soziale Sicherheit“ in seiner Verfassung. Das mexikanische Institut für soziale Sicherheit,
Instituto Mexicano del Seguro Social
(IMSS), bietet der Bevölkerung Kranken-, Renten- und Sozialversicherungen an.
Das Institut für soziale Sicherheit und Sozialleistungen für Staatsbedienstete,
Instituto de Seguridad y Servicios Sociales de los Trabajadores del Estado
(ISSSTE), kümmert sich um Alte, Arbeitslose und Behinderte und bietet Sozialversicherungen für Staatsbedienstete an. 1998 waren 55 bis 60
Prozent der Bevölkerung durch beide Institutionen abgesichert. Sie werden durch Beiträge von Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Regierung finanziert. In Mexiko gibt es allerdings kein Arbeitslosengeld.
1997 stellten die Ausgaben für die soziale Sicherheit etwa 18,1
% der Budgetausgaben dar.
37
Gesundheit
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Hauptartikel
Gesundheitssystem von Mexiko
Hospital de Especialidades del Centro Médico La Raza,
Instituto Mexicano del Seguro Social
(IMSS),
Mexiko-Stadt
Die Gesundheitsausgaben des Landes betrugen im Jahr 2021 6,1
% des Bruttoinlandsprodukts.
38
Das zuständige Ministerium für
Gesundheit
in Mexiko ist das
Secretaría de Salud
(SSA).Das Gesundheitswesen in Mexiko hat ein zweigliedriges System, bestehend aus der
Krankenkasse
des
Instituto Mexicano del Seguro Social
(IMSS) und des
Instituto de Seguridad y Servicios Sociales de los Trabajadores del Estado
(ISSSTE) einerseits und verschiedener privater Krankenversicherungen andererseits. Die medizinische Versorgung des Staates ist, bis auf Ausnahmen in entlegenen, ländlichen Gegenden, sehr gut, in den Städten sogar hervorragend.
Im Jahr 2019 praktizierten in Mexiko 24,7 Ärztinnen und Ärzte je 10.000 Einwohner.
39
Die Ausbildung in der Medizin und in der Pflege findet überwiegend an den öffentlichen Hochschulen statt.
Die Sterblichkeit bei unter 5-jährigen betrug 2022 12,8 pro 1000 Lebendgeburten.
40
Die
Lebenserwartung
der Einwohner Mexikos ab der Geburt lag 2022 bei 74,8 Jahren
20
(Frauen: 78,2
41
, Männer: 71,5
42
). Die Lebenserwartung stieg von 73,6 Jahren im Jahr 2000 bis 2022 um 2
%.
20
Ein großes Gesundheitsproblem war das hohe Ausmaß von Übergewicht. Laut Daten der
WHO
waren im Jahr 2014 28,1
% der Bevölkerung stark übergewichtig (
adipös)
43
Armut
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Nach der Wirtschaftskrise 1994–1995 (
Tequila-Krise
) fielen rund 50
% der Bevölkerung in Armut. Der starke Anstieg der Exporte durch das NAFTA und andere Freihandelsabkommen sowie die Neuordnung der Staatsfinanzen unter Präsident
Zedillo
und später unter
Vicente Fox
hatten signifikante Erfolge bei der Armutsbekämpfung zur Folge. Gemäß der
Weltbank
nahm die Armut bis 2004 auf 17,6
% der Bevölkerung ab. Im Jahr 2014 betrug die Armutsquote um 3
%.
44
Im Jahr 2008 profitierte ein Viertel der Haushalte Mexikos von Finanztransfers durch das staatliche
Oportunidades
45
-Programm.
46
Laut der
Nationalen Autonomen Universität von Mexiko
haben (Stand 2020) etwa zehn Prozent der Einwohner Mexikos (zwischen 12,5 und 15 Millionen Menschen) keinen eigenen Trinkwasserzugang. Vor allem ländliche Gegenden, aber auch etwa 1,3 Millionen Menschen in
Mexiko-Stadt
haben keine Trinkwasserleitungen. Außerdem ist die Wasserversorgung auch für die Bevölkerung mit Trinkwasserleitungen schlecht. In vielen Gegenden Mexikos fließt das Wasser nur einmal in der Woche oder seltener, oder es ist durch rissige Leitungen verunreinigt.
47
Kriminalität
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Die Kriminalitätsrate ist in Mexiko sehr hoch, durchzieht alle Teile der Gesellschaft und beschäftigt vor allem weite Teile der männlichen Bevölkerung. Der
bewaffnete Konflikt
zwischen dem Staat und der mexikanischen Bevölkerung auf der einen und
Drogenkartellen
– die sich auch untereinander bekämpfen – auf der anderen Seite wird außerhalb Mexikos als „
Drogenkrieg
“ bezeichnet.
48
In einigen Landesteilen haben die Kartelle das
Gewaltmonopol des Staates
faktisch aufgehoben. Gleichzeitig sind die Kartelle mit insgesamt etwa 175.000 Mitgliedern zusammengenommen der fünftgrößte „Arbeitgeber“ Mexikos. Pro Woche werden laut einer Studie von 2023 rund 350 neue Mitglieder rekrutiert.
49
Im Jahr 2019 starben etwa 35.000 Menschen aufgrund des Krieges (oder der nicht davon unterscheidbaren Kriminalität).
50
Davon waren rund 3.800 Frauen (ca. 10
%) und 31.200 Männer (ca. 90
%).
51
Im Jahr 2018, als ca. 33.000 infolge der Kriminalität starben, befanden sich fünf mexikanische Städte, gemessen an der
Mordrate
, unter den 10 gefährlichsten Städten weltweit.
52
Da in Mexiko nur etwa zwei bis sechs Prozent aller begangenen Straftaten aufgeklärt werden, herrscht faktisch
Straflosigkeit
53
54
Dies liegt auch daran, dass nur etwa 12 Prozent aller Straftaten angezeigt werden, weil die Polizeien in manchen Gegenden selbst von Kartellmitgliedern unterwandert sind bzw. mit der
organisierten Kriminalität
zusammenarbeiten.
54
55
56
Dies führt dazu, dass bspw. im Bundesstaat
Guerrero
von 2014 bis 2018 die Waffen örtlicher Polizeien in mehr als einem Dutzend Orten (darunter in
Acapulco
) durch das Militär eingezogen und die Polizei entmachtet wurde.
55
Die hohe Kriminalität gepaart mit der Straflosigkeit führt dazu, dass sich die Bevölkerung in manchen ländlichen Gebieten in
Bürgerwehren
(Autodefensas)
organisiert, um auf lokaler Ebene ein wenig
öffentliche Ordnung
zu wahren.
54
Die Polizei ist den Organisationen meist personell und in der Ausstattung unterlegen.
56
Seit dem 9. Dezember 2005 ist in Mexiko die Todesstrafe offiziell abgeschafft.
Verschwindenlassen
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Eine Besonderheit der Gewaltkriminalität in Mexiko ist die hohe Zahl an Personen, die durch Banden gekidnappt, ermordet und deren sterbliche Überreste dann an schwer zugänglichen Orten beseitigt werden. Nach Regierungsdaten, die bis in das Jahr 1964 zurückreichen, verschwanden bis zum Jahr 2022 mehr als 100.000 Personen in Mexiko, die ganz große Mehrheit davon seit dem Jahr 2007, als der damalige Präsident
Felipe Calderón
seinen „
Krieg gegen die Drogen
“ (
guerra contra el narco
) erklärte. Alleine in den Jahren 2020 bis 2022 stieg die Zahl der von den Behörden registrierten Verschwundenen um mehr als 27.000 Personen. Eine Studie von mexikanischen Investigativjournalisten aus dem Jahr 2019 ergab, dass in den Jahren 2006 bis 2016 in 24 Bundesstaaten fast 2000 geheime Stätten mit menschlichen Überresten entdeckt wurden. Die von den Journalisten dokumentierten Fälle überstiegen deutlich die offiziellen Zahlen der Regierung. Am stärksten betroffen (mehr als 200 solche Stätten) waren die Bundesstaaten
Veracruz
(332),
Tamaulipas
(280) und
Guerrero
(216), bzw. mit der höchsten Zahl an gefundenen Mordopfern die Bundesstaaten
Durango
(497),
Chihuahua
(391), Tamaulipas (336), Guerrero (325),
Veracruz
(222) und
Jalisco
(214).
57
Einige besonders spektakuläre Fälle gelangten auch an die Weltöffentlichkeit. Am Abend des 26. September 2014 wurden bei der
Massenentführung in Iguala
43 Studenten des Lehrerseminars in
Ayotzinapa
im Bundesstaat Guerrero gekidnapped und tauchten nicht wieder auf. Später wurden verkohlte Leichenreste auf einer Müllkippe bei Iguala einem der verschwundenen Studenten zugeordnet. Der Fundort wurde jedoch später angezweifelt und die gesamte Aufarbeitung des Verbrechens entwickelte sich aufgrund verschiedener Pannen und Unzulänglichkeiten zu einem Behördenskandal.
58
Im März 2017 wurde ein Massengrab mit 250 Schädeln in Veracruz entdeckt.
59
Im September 2018 wurde ebenfalls im Bundesstaat Veracruz ein Massengrab mit 166 Opfern entdeckt.
60
Im gleichen Monat sorgte ein durch die Behörden in einem Wohngebiet abgestellter Kühltransporter mit mindestens 100 Leichen(teilen) von unidentifizierten Mordopfern in der Stadt
Guadalajara
für Unmut bei Anwohnern. Die Behörden begründeten das vorübergehende Abstellen mit der Überfüllung der örtlichen Leichenhallen.
61
Ende Mai 2023 wurden in einer Schlucht nahe der Stadt
Zapopan
die Überreste von mindestens 45 Menschen entdeckt.
62
Korruption
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Politische
Korruption
ist in Mexiko auf verschiedenen Ebenen verbreitet. Nach einer Studie von
Transparency International
wurden 2005 1,5 Mrd. Euro Schmiergelder gezahlt, wobei die Bestechungszahlungen von Unternehmen an Geschäftsleute und an ranghohe Politiker noch nicht berücksichtigt sind.
63
Seit 1990 ist das überparteiliche
Instituto Federal Electoral
(IFE) für die Vorbereitung und Abhaltung von Wahlen zuständig. Allerdings war Felipe Calderón, Präsident von 2006 bis 2012, mit dem Programmierer des IFEs über seine Frau verwandt (die selber auch Miteigentümerin des IT-Unternehmens ist), was zur Spekulation führte, dass die Zählung der Wahlen 2006 (jedoch betrifft das auch andere Wahlen) nicht transparent abgelaufen ist.
Drogen
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Korruption von Polizei und Justiz sind zwar weit verbreitet, jedoch meist im Zusammenhang mit Drogenhandel. Mexiko ist der wichtigste Transitstaat für den Handel mit Drogen von Süd- und Zentralamerika in die USA. Unter Staatspräsident Calderón gelangen der Polizei und dem Militär einige schwere Schläge gegen die Drogenkartelle. Das Auswärtige Amt warnt Reisende dennoch vor den Gangs im amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet, sowie in einigen Küstenstädten.
Gewalt gegen Frauen
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Laut UNO-Bericht 2017 ist Mexiko für Frauen besonders gefährlich. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Rate sexueller Gewalt gegen Frauen außerhalb von Beziehungen die höchste in der Welt ist.
64
Bildung und Wissenschaft
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Hauptcampus der
Universidad Nacional Autónoma de México
Mega-Bibliothek
José Vasconcelos
in Mexiko-Stadt
Das
Secretaría de Educación Pública
(SEP) ist das mexikanische
Bildungs
- und
Kultusministerium
, zuständig für die
Bildung
und
Kultur
. Das Ministerium entwickelt die Bildungsprogramme und liefert die Lehrmittel.
Während der Kolonialzeit war die katholische Kirche für die Bildung zuständig. Nach Mexikos Unabhängigkeit wurden erste Grundlagen des öffentlichen Bildungssystems aufgebaut.
In Mexiko besteht
Schulpflicht
für die Grund- (
Primaria
, 6
Jahre) und Mittelschule (
Secundaria
, 3
Jahre). Die Schulzeit in der Oberschule
(Preparatoria)
beträgt ebenfalls 3
Jahre. Der Schulbesuch ist kostenlos. Typisch sind
Schuluniformen
65
2015 betrug die Alphabetisierungsrate 94,4
66
, bei der jüngeren Bevölkerung kam Analphabetismus kaum noch vor.
67
In Mexiko stieg die mittlere Schulbesuchsdauer über 25-Jähriger von 5,5 Jahren im Jahr 1990 auf 8,6 Jahre im Jahr 2015 an. Sie ist damit eine der höchsten in Lateinamerika. Im Jahr 2021 betrug die Bildungserwartung 14,9 Jahre.
68
Die Regierung gibt 4
% des BIP für Grund- und Weiterführende Schulen, und etwa 1
% für die Ausbildung an Universitäten aus.
69
Es gibt im Staat zahlreiche staatliche und nichtstaatliche Universitäten, zum Beispiel die
Mexikanische Akademie der Wissenschaften
oder die
Nationale Autonome Universität von Mexiko
, die größte Universität des Staates, die 1551 in
Mexiko-Stadt
gegründet wurde. Im internationalen Bildungsranking der Times ist sie die beste spanischsprachige und lateinamerikanische Universität. Andere bekannte Universitäten in Mexiko-Stadt sind:
Staatliches Polytechnisches Institut
(gegründet 1937),
El Colegio de México
Universidad Autónoma Metropolitana
(gegründet 1974),
Iberoamerikanische Universität
(gegründet 1943),
Autonomes Technologisches Institut
(gegründet 1946). Weitere wichtige Hochschulen in anderen Städten sind:
Tec de Monterrey
(gegründet 1943),
Universität in Guadalajara
(gegründet 1792),
Autonome Universität von Puebla
(gegründet 1937),
Universidad Veracruzana
(gegründet 1944).
Die Anzahl der Studierenden in Mexiko hat sich zwischen dem Jahr 2000 und 2017 praktisch verdoppelt. Inzwischen gibt es in Mexiko 4,4
Millionen Studierende. An den insgesamt etwa 985
staatlichen Hochschulen sind zwei Drittel aller mexikanischen Studierenden eingeschrieben. Etwa ein Drittel der mexikanischen Studierenden besucht eine der etwa 2.600 privaten Hochschulen.
70
Siehe auch
Liste der Universitäten in Mexiko
LMT
Radioteleskop
für
Millimeterwellen
Zu den bekanntesten Forschungsinitiativen der letzten Jahre in Mexiko gehört der Bau des
Großen Millimeterteleskopes
(LMT), das zur Observation des durch kosmischen Staub gedeckten Teils des Universums dient. 1962 wurde die Staatliche Kosmische Kommission gegründet, die aber später wieder abberufen wurde. In den letzten Jahren sind Pläne für ihre Wiederberufung aufgetaucht.
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betragen nur etwa 0,5
% des BIP und sind damit in der OECD am niedrigsten, berücksichtigt man das Einkommensniveau und die Wachstumsraten, lag Mexiko von 1996 bis 2005 durchschnittlich bei rund zehn Prozent.
71
Der größte Teil der wissenschaftlichen Publikationen entfällt auf die Hauptstadt. 75
% der Dissertationen finden in Mexiko-Stadt statt.
72
Landesname
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Der Staat ist nach der Hauptstadt der
Azteken
Mexico-
Tenochtitlan
(jetzt
Mexiko-Stadt
), benannt. Für die Herkunft der Bezeichnung
Mexico
(mē
/ʃ/
ĭ'co) gibt es verschiedene, aber unbefriedigende Erklärungen. Wilhelm von Humboldt gab den Hinweis, dass Mexico vom Namen der aztekischen Kriegsgöttin Mexitli abgeleitet wurde.
73
Nach einer Erklärung stammt der Teil
mē
von
mĕtl
, was die
Agavenpflanze
(auch:
Maguey
) bezeichnet. Der Teil
xĭ
soll von
xīctli
(Nabel) abgeleitet sein und zusammen mit dem im
Nahuatl
häufigen Orts
suffix
co
beziehungsweise
ko
die Bezeichnung „der Platz, wo der Nabel (der Mittelpunkt) der Maguey liegt“ ergeben. Diese Ableitung ist jedoch unmöglich, da in den ersten beiden Fällen die im Nahuatl bedeutungsunterscheidende Vokallänge unterschiedlich ist.
74
Stattdessen wird der Ortsname als regelmäßige Bildung von der in den Quellen gut belegten Volksbezeichnung mē
/ʃ/
ĭ'tin (Plural) abgeleitet, deren Etymologie jedoch wie bei ähnlichen Namen undurchsichtig ist.
75
Die Spanier schrieben den
/ʃ/
-Laut (deutsch:
sch
) der
Nahuatl
-Sprache wie damals bei ihnen üblich als
. Seither hat sich die Aussprache des Spanischen allerdings gewandelt, und das Graphem
wird
/x/
(deutsch:
ch
(nach
a, o, u
)) ausgesprochen und nun
geschrieben.
76
Da
México
ein Eigenname ist, wurde die Schreibweise mit
beibehalten; daneben findet sich in spanischen Texten auch die Schreibweise
Méjico
. In Mexiko selbst wird meist Wert auf die Schreibung mit
gelegt, da sie als eigene, nicht koloniale Schreibung gilt. Die königlich-spanische Akademie (Real Academia Española), die für die Festlegung der spanischen Orthografie zuständig ist, lässt beide Schreibweisen zu.
77
Geschichte
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Stadtzentrum von
Tenochtitlan
– Modell aus dem
Nationalmuseum für Anthropologie
von
Mexiko-Stadt
Hauptartikel
Geschichte Mexikos
Präkolumbische Geschichte
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Hauptartikel
Mesoamerika
und
Aztekenreich
Chichén Itzá
UNESCO-Weltkulturerbe
Nach dem derzeitigen Forschungsstand liegt die erste Besiedlung (
Tlapacoya
) um etwa 20.000 bis 22.000
Jahre zurück. Erste Spuren von Ackerbau finden sich ca. 1500 bis 900
v. Chr. Etwa 1500
v. Chr. wurde die Stadt
Tlatilco
im Tal von Mexiko besiedelt, die erst im 4. Jahrhundert wieder aufgegeben wurde. Tlatilco stand unter anderem unter dem kulturellen Einfluss der
Olmeken
. Komplexere Kulturen bildeten sich von 900 bis 300
v. Chr. Zwischen 100 und 900
n. Chr. bildeten sich die sogenannten mesoamerikanischen Zivilisationen heraus. Es entwickelten sich die Kulturen der
Maya
, Olmeken,
Tolteken
und
Azteken
. Um 1500
n. Chr. waren die Azteken das beherrschende Volk im Gebiet des heutigen Mexikos.
Spanische Kolonialzeit
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Hauptartikel
Spanische Eroberung Mexikos
und
Vizekönigreich Neuspanien
Neuspanien zur Zeit seiner größten Ausdehnung (1763). Die hellgrünen Gebiete waren
de jure
zwar Teil des Vizekönigreichs, standen aber nicht effektiv unter spanischer Kontrolle.
In den Jahren 1517 und 1518 erreichten die ersten spanischen Expeditionen unter
Francisco Hernández de Córdoba
und
Juan de Grijalva
die Halbinsel
Yucatán
. Die neu „entdeckten“ Hochkulturen und die reichlichen Goldgegenstände machten die
tierra firme,
das Festland, für die
Spanier
interessant. In den Jahren 1519 bis 1521 gelang es
Hernán Cortés
, das sogenannte
Azteken
-Reich mit Hilfe zahlreicher indigener Verbündeter zu stürzen. Gleichzeitig eroberten
Francisco de Montejo
Yucatán und
Pedro de Alvarado
das heutige Guatemala, wo sie die letzten Maya-Städte unterwarfen. Das heutige Mexiko wurde zum Vizekönigreich Neuspanien und wegen seines Gold- und Silberreichtums eine der wichtigsten Besitzungen der Spanier. In den folgenden drei Jahrhunderten verbreiteten die Spanier und ihre Missionare den katholischen Glauben und die Spanische Sprache.
19. Jahrhundert
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Kaiser Agustín de Iturbide
Republik von Mexiko 1824 – Verabschiedung der Staatsverfassung
Mexikos Gebietsabtretungen seit der Staatsgründung 1821 bis heute
Benito Juárez García
Begünstigt durch die Schwächung Spaniens während der
Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel
wurde am 16. September 1810 die Unabhängigkeit von Spanien erklärt, was einen langen Krieg nach sich zog, der am 27. September 1821 zur endgültigen Unabhängigkeit führte.
Hauptartikel
Mexikanischer Unabhängigkeitskrieg
Erstes
Staatsoberhaupt
der jungen
Nation
wurde
Agustín de Iturbide
, der den Staat ab 1822 als
Kaiser
regierte (
Erstes Kaiserreich Mexiko
). Bereits 1823 musste er nach einem Militäraufstand
abdanken
, und Mexiko wurde zur Republik. Im gleichen Jahr löste sich das Gebiet von Guatemala, woraus sich die späteren unabhängigen Staaten
Guatemala
El Salvador
Nicaragua
Costa Rica
und
Honduras
bildeten, von Mexiko los und wurde zur
Zentralamerikanischen Konföderation
1835 versuchten die
Vereinigten Staaten von Amerika
vergeblich, Mexiko die Gebiete um
Texas
und
Kalifornien
abzukaufen. 1836 riefen die in Texas lebenden Amerikaner die unabhängige
Republik Texas
aus. 1845 wurde Texas von den USA annektiert. Darüber hinaus beanspruchten die USA weitere mexikanische Gebiete bis hin zum
Rio Grande
. Dies führte 1846 mit einer US-Invasion zum Mexikanisch-Amerikanischen Krieg. Nach der Niederlage Mexikos im Jahre 1848 trat der Staat mit Unterzeichnung des
Vertrages von Guadalupe Hidalgo
seine nördlichen Gebiete ab, darunter die späteren US-Bundesstaaten Kalifornien,
New Mexico
Arizona
Nevada
Utah
und
Colorado
Hauptartikel
Mexikanisch-Amerikanischer Krieg
1853 wurde mit dem
Gadsden-Kauf
das südliche Gebiet der heutigen US-Bundesstaaten Arizona und New Mexico für 10 Millionen US-Dollar durch die USA erworben, um eine günstigere Route für eine geplante Eisenbahnlinie nach Kalifornien, die jedoch nie gebaut wurde, zu ermöglichen.
Kaiser Maximilian I.
Eine Schuldenkrise führte im Winter 1861/62 dazu, dass Truppen aus
Frankreich
, dem
Vereinigten Königreich
und
Spanien
an der Golfküste des Staates landeten und Teile Mexikos besetzten. In den folgenden Jahren stand der Staat unter der
Besetzung durch Frankreich
, das in dieser Zeit den
Habsburger
Maximilian
als
Kaiser
(10. April 1864) einsetzte (
Zweites Kaiserreich Mexiko
).
Präsident
Benito Juárez
, der mit Hilfe der USA die Franzosen aus dem Land vertrieb, beendete endgültig die Ära des mexikanischen Kaiserreiches durch die Hinrichtung Maximilians am 19. Juni 1867 in
Querétaro
Abdankung
am 14. Mai 1867).
20. Jahrhundert
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1905 wurde die zu Frankreich gehörende
Clipperton-Insel
besetzt, um eigene Besitzansprüche zu untermauern. 1931 einigten sich beide Seiten, den
italienischen König
Viktor Emanuel III.
als Vermittler einzusetzen, der die Insel Frankreich zusprach.
Rebellengebiete während der Mexikanischen Revolution
Die lange Diktatur
Porfirio Díaz
’ führte 1910 zur
Mexikanischen Revolution
und 1911 zu seinem Rücktritt. Die revolutionären Kräfte besiegten die Armee, verloren sich aber in internen Streitereien, die den Staat 20
Jahre lang in ständiger Unruhe hielten. Am Ende der Revolution kontrollierte die
Partei der institutionellen Revolution
(PRI) den Staat.
Hauptartikel
Mexikanische Revolution
Im
Ersten Weltkrieg
suchte das
Deutsche Kaiserreich
1917 ein Bündnis mit Mexiko gegen die USA; im Falle eines Sieges der
Mittelmächte
sollte es die 1848 verlorenen Gebiete zurückerhalten. Ein geheimes Telegramm (
Zimmermann-Depesche
), mit dem der mexikanischen Regierung ein entsprechender Vorschlag unterbreitet werden sollte, wurde jedoch von den Briten abgefangen und trug zum Kriegseintritt der USA gegen das Deutsche Kaiserreich bei.
Während der Revolution wurde 1917 die in großen Teilen bis heute gültige Verfassung verabschiedet. Ein Aufstand katholischer Bauernmilizen gegen antiklerikale Artikel der Verfassung weitete sich 1926 zur
Guerra Cristera
aus, die 1929 zu Vermittlungen unter US-amerikanischer Führung führte. Die mexikanische Regierung verzichtete auf die Umsetzung der Bestimmungen, die jedoch erst 1992 aus der Verfassung gestrichen wurden.
1931 trat Mexiko dem
Völkerbund
bei, der 1946 wieder aufgelöst wurde. Der Staat erlangte während des
Faschismus
für Europäer große Bedeutung als Exilstaat. Im
Spanischen Bürgerkrieg
unterstützte der Staat gemeinsam mit Frankreich, der
Sowjetunion
und den Vereinigten Staaten die Republikaner gegen die Nationalisten unter
Francisco Franco
, die vom
Deutschen Reich
, Italien und
Portugal
unterstützt wurden. Die Solidarität mit der Spanischen Republik zeigte sich auch darin, dass Mexiko im Mai 1937 etwa 450 spanische Kinder aufnahm, um sie vor den Angriffen der
Franco
-Truppen in ihrem Heimatland zu schützen.
Hauptartikel
Kindertransport im Spanischen Bürgerkrieg nach Mexiko
Mexikoplatz
in Wien mit der
Franz-von-Assisi-Kirche
Mexiko war der einzige Staat (von 17 Mitgliedern des
Völkerbundrates
), der am 19. März 1938 den
Anschluss Österreichs
durch Deutschland laut mit Protest belegte. Mexiko wies auf die Folgen für den (Welt-)Frieden hin, wenn die Pflichten aus der Völkerbundsatzung und aus dem internationalen Recht nicht eingehalten werden. Aus Anerkennung für diese Tat wurde 1956 in
Wien
der Erzherzog-Karl-Platz in
Mexikoplatz
umbenannt. Im
Zweiten Weltkrieg
blieb Mexiko bis 1941 neutral und erklärte nach der Versenkung der beiden Öltanker
Potrero del Llano
und
Faja de Oro
durch deutsche U-Boote den
Achsenmächten
den Krieg. Die mexikanische Kriegsbeteiligung blieb jedoch beschränkt; eine Ausnahme bildete die
Escuadrón Aéreo de Pelea 201
, die im
Pazifikkrieg
kämpfte.
1945 wurde Mexiko Gründungsmitglied der
Vereinten Nationen
78
, des
Internationalen Währungsfonds
79
sowie der
Weltbank
80
und 1948 der
Organisation Amerikanischer Staaten
81
In einigen Bundesstaaten durften Frauen an Lokal- und Bundesstaatenwahlen früher teilnehmen als auf nationaler Ebene.
Yucatán
und
San Luis Potosí
waren die ersten Staaten, die 1922 und 1923 das Wahlrecht auf Frauen übertrugen.
82
1946 erhielten Frauen überall das kommunale Wahlrecht.
83
84
Als
Adolfo Ruiz Cortines
1952 die Wahl zum Präsidenten gewonnen hatte, löste er seine Zusage ein, eine Abstimmung über das aktive und passive
Frauenwahlrecht
auf nationaler Ebene ins Parlament einzubringen.
83
Am 22. Dezember 1952 wurde der Gesetzesvorschlag des Präsidenten vom Kongress einstimmig beschlossen und wenige Tage später vom Senat mit einer Gegenstimme ebenfalls angenommen.
83
Die Regelungen wurden am 6. Oktober 1953 in Kraft gesetzt und verkündet.
83
1954 konnten Frauen sich an Kongresswahlen beteiligen,
84
am 6. Juli 1958 erstmals an Präsidentschaftswahlen.
85
Die Partei der Institutionalisierten Revolution kontrollierte den Staat Mexiko bis zum Ende des 20.
Jahrhunderts. Während der Regierungszeit der PRI bestand lange Zeit keine klare Trennung zwischen den Institutionen des Staates und jenen der „offiziellen Partei“, das heißt der PRI. So unterstand etwa die Organisation von Wahlen der PRI. Dies führte zu zahlreichen Berichten über Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen wie beispielsweise Fälschung von Wahllisten, mehrfacher Stimmabgabe, Stimmenkauf, Kontrollen der Stimmabgabe, Wahlurnenraub und unkorrekter Stimmenauszählung. Zwischen den 1940er und 1970er Jahren erlebte Mexiko eine Phase starken wirtschaftlichen Wachstums und wachsenden Wohlstands (
Mexikanisches Wunder
).
Im November 1993 trat der Staat der
APEC
bei
86
und am 1. Januar 1994 gründete Mexiko zusammen mit
Kanada
und den Vereinigten Staaten das
Nordamerikanische Freihandelsabkommen
(NAFTA). Am gleichen Tag brach der
Chiapas-Konflikt
aus, in dem die
Zapatistas
gegen
Diskriminierung
und die Auswirkungen der
Globalisierung
kämpfen. Am 18. Mai 1994 wurde Mexiko der erste Lateinamerikanische Mitgliedstaat der
OECD
87
Ende 1994/Anfang 1995 war der Staat von der
Tequila-Krise
betroffen, nachdem die Regierung den festen Wechselkurs des Peso gegenüber dem US-Dollar nicht mehr halten konnte. Nach Finanzhilfen durch die USA, des
Internationalen Währungsfonds
und der
Weltbank
konnte die Krise im Laufe des Jahres 1995 beendet werden. Am 1. Januar 1995 wurde Mexiko Gründungsmitglied der
Welthandelsorganisation
88
Mexikanisches Militär im Kampf im Bundesstaat Michoacán (2007)
Drogenkrieg
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Hauptartikel
Drogenkrieg in Mexiko
Als Drogenkrieg in Mexiko werden seit einer entsprechenden Regierungserklärung des Präsidenten
Felipe Calderón
am 11. Dezember 2006 die bewaffneten Konflikte in Mexiko bezeichnet, die sowohl von Polizei- und Militäreinheiten gegen die im
Drogenhandel
tätigen kriminellen Organisationen (sog. mexikanischen
Drogenkartelle
) als auch zwischen den Angehörigen der Drogenkartelle selbst ausgetragen werden.
89
90
Seit Mitte der 2000er-Jahre befindet sich Mexiko
in einem Drogenkrieg
, in dem bisher grob geschätzt 300.000 Menschen starben (Stand: 2020).
91
Politik
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Mexiko ist eine
Wahldemokratie
. Das einwandfreie Funktionieren der demokratischen Institutionen des Staates wird allerdings durch Korruption und die schlechte Sicherheitslage im Staat behindert.
92
Föderale Gliederung
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Mexiko ist eine
föderale
Republik, die aus 31
Gliedstaaten
und der Hauptstadt
Mexiko-Stadt
(bis 2016 ein
Bundesdistrikt
, span.
Distrito Federal
) besteht. Die Gliedstaaten sind in insgesamt über 2400 Gemeinden (
Municipios)
aufgeteilt, Mexiko-Stadt in 16 Stadtbezirke (
Alcaldías)
. Die Gliedstaaten werden von
Gouverneuren
regiert. In der
mexikanischen Verfassung
sind im Artikel 73 die Befugnisse des
Kongresses
geregelt. Artikel 124 bestimmt, dass alle nicht dem Kongress zugewiesenen Kompetenzen bei den Bundesstaaten liegen.
93
In der Realität wurde dieser Föderalismus aber über lange Zeit nicht umgesetzt. Die Dominanz der zentralstaatlichen Exekutive wirkte auch in die Gliedstaaten und Munizipien hinein. Die föderalen Einheiten agierten nicht so sehr aus den ihnen zugewiesenen Rechten und Pflichten heraus, sondern waren in ein System der Aushandlung integriert. Seit 1980 nahm die Bundesebene infolge des
Nationalen Systems für fiskalische Koordination
95 Prozent der Steuern ein und gab Teile von ihnen an die untergeordneten Einheiten weiter. Zwar war diese Verteilung formal geregelt, in der Realität gab es aber immer wieder Unstimmigkeiten.
93
Die Zentralregierung hielt oftmals die föderalen Verfahren nicht ein, und über ihm zustehende verfassungsmäßige Rechte konnte der Präsident sogar Gouverneure entlassen und einsetzen.
Wahlerfolge der Opposition auf Ebene der Bundesstaaten und die Reduzierung der Macht der PRI führten in den 1990er Jahren zu einer Stärkung des mexikanischen Föderalismus. Unter der Regierung von
Carlos Salinas de Gortari
wurden 1993 den Gliedstaaten weitere Kompetenzen übertragen. So erhielten sie die Zuständigkeit für Gesundheitsfürsorge und die Primärerziehung. Diese Entwicklungen wurden auch von den nachfolgenden Präsidenten fortgeführt.
Vicente Fox
versuchte mit dem Programm für einen
authentischen Föderalismus 2002–2006
die
Dezentralisierung
voranzutreiben. Die lokalen Verwaltungen sollten professioneller werden und damit die Kommunen in ihrer Position gestärkt. Die unterschiedlichen föderalen Ebenen sollen zudem in gemeinsamen Kommissionen zusammenarbeiten.
93
Bundesstaaten Mexikos
Karte
Gliedstaat
Hauptstadt
Gründungsjahr
Bevölkerung 2015
94
Fläche
Aguascalientes
Aguascalientes
1835
1.312.544
5.625
km²
Baja California
Mexicali
1952
3.315.766
71.546
km²
Baja California Sur
La Paz
1974
712.029
73.943
km²
Campeche
San Francisco de Campeche
1857
899.931
57.727
km²
Chiapas
Tuxtla Gutiérrez
1824
5.217.908
73.681
km²
Chihuahua
Chihuahua
1824
3.556.574
247.487
km²
Coahuila
Saltillo
1824
2.954.915
151.445
km²
Colima
Colima
1857
711.235
5.627
km²
Mexiko-Stadt
nicht vorhanden
1824
8.918.653
1.479
km²
Durango
Victoria de Durango
1824
1.754.754
123.367
km²
Guanajuato
Guanajuato
1824
5.853.677
30.621
km²
Guerrero
Chilpancingo de los Bravo
1849
3.533.251
63.794
km²
Hidalgo
Pachuca de Soto
1869
2.858.359
20.856
km²
Jalisco
Guadalajara
1824
7.844.830
78.630
km²
México
Toluca
1824
16.187.608
22.333
km²
Michoacán
Morelia
1824
4.584.471
58.667
km²
Morelos
Cuernavaca
1869
1.903.811
4.892
km²
Nayarit
Tepic
1917
1.181.050
27.862
km²
Nuevo León
Monterrey
1824
5.119.504
64.203
km²
Oaxaca
Oaxaca de Juárez
1824
3.967.889
93.343
km²
Puebla
Puebla de Zaragoza
1824
6.168.883
34.251
km²
Querétaro
Santiago de Querétaro
1824
2.038.372
11.658
km²
Quintana Roo
Chetumal
1974
1.501.562
42.535
km²
San Luis Potosí
San Luis Potosí
1824
2.717.820
61.165
km²
Sinaloa
Culiacán Rosales
1831
2.966.321
57.331
km²
Sonora
Hermosillo
1831
2.850.330
184.946
km²
Tabasco
Villahermosa
1824
2.395.272
24.747
km²
Tamaulipas
Ciudad Victoria
1824
3.441.698
80.148
km²
Tlaxcala
Tlaxcala de Xicohténcatl
1857
1.272.847
3.997
km²
Veracruz
Xalapa-Enríquez
1824
8.112.505
71.856
km²
Yucatán
Mérida
1824
2.097.175
39.671
km²
Zacatecas
Zacatecas
1824
1.579.209
75.416
km²
Siehe auch
Liste mexikanischer Staaten
Verfassungsentwicklung
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Himno Nacional Mexicano
, seit 1943 offizielle Hymne Mexikos, jedoch bereits seit 1854 genutzt
Die
Politische Verfassung der Vereinigten Mexikanischen Staaten
existiert seit 1917. Sie entstand infolge der
mexikanischen Revolution
und wurde von einer
Verfassungsgebenden Versammlung
erarbeitet. Die Verfassung stellte einen Kompromiss verschiedenster Interessengruppen dar, weshalb sie
antiklerikale
nationale
antiimperialistische
republikanische
paternalistische
und
sozial
reformistische
Elemente enthält.
95
Dazu kommen aber auch
liberale
Elemente wie die bürgerlichen
Freiheitsrechte
Rechtssicherheit
, das
allgemeine Wahlrecht
(bis 1953 jedoch auf Männer beschränkt),
Sozialstaatlichkeit
und die Garantie des
Privateigentums
, wobei auch weitere Eigentumsformen als verfassungsgemäß anerkannt wurden. Artikel 27, der längste Artikel der mexikanischen Verfassung, schreibt dem Staat das Eigentum an Land und Wasser zu und versieht ihn mit dem Recht, die Bewirtschaftung an Privatpersonen und Kollektive zu übertragen. Dieser Artikel sollte primär die Macht der
Großgrundbesitzer
limitieren. Ein ähnliches Ziel zeigt sich in Artikel 123, in dem Arbeitnehmerrechte festgeschrieben werden. Beide Artikel zusammen bildeten für lange Zeit die ideologische Legitimationsbasis der postrevolutionären Regierungen für das revolutionäre Projekt und politische Kontrolle.
95
Die in der Verfassung formal garantierten Rechte der Bevölkerung traten allerdings lange Zeit hinter die Realität des mexikanischen politischen Systems zurück. Im mexikanischen
Korporatismus
war die Möglichkeit der Einklagbarkeit der Rechte nicht besonders ausgeprägt und an ihrer Stelle stand ein System von politischen Gefälligkeiten, Loyalitäten und Begünstigungen, die sich in Verhandlungen ausdifferenzierten. Die Durchsetzung der Verfassungsrechte war damit vor allem an die Mobilisierungsfähigkeiten verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen und ihre Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Regierung der
Partido Revolucionario Institucional
gebunden. Staatliche Institutionen und Gerichte sorgten lange Zeit weniger für die Durchsetzungen der Rechte, sondern funktionalisierten diese im Rahmen der geltenden politischen Ordnung.
Die Verfassung Mexikos wurde seit ihrer Proklamation 1917 über 150 Mal geändert. In den 1990er Jahren wurden die Artikel 27 und 123 im Zuge der ökonomischen Neuausrichtung geändert. Zudem wurde das Verhältnis von Staat und Kirche neu geordnet.
95
Daneben gab es vor allem Reformen, welche die
Menschenrechtssituation
in Mexiko verbessern sollten. Unter der Präsidentschaft
Carlos Salinas de Gortaris
wurde der Artikel 102 ergänzt, der die Befugnisse des Generalstaatsanwalts regelt. Der
mexikanische Kongress
und auch die Parlamente der Bundesstaaten sind verpflichtet, Organe zu schaffen, die die Einhaltung der in der Verfassung garantierten Menschenrechte überwachen sollen, aber keine Befugnisse in Bezug auf Wahlen, Gerichtsverfahren und Arbeitsverhältnisse haben. Unter
Ernesto Zedillo Ponce de León
wurde in der Verfassung zudem ein Recht auf öffentliche Sicherheit verankert.
96
Trotz dieser Anpassungen der Verfassung hat sich die Menschenrechtslage in Mexiko kaum verbessert, weshalb die gesellschaftliche, politische und kulturelle Einbettung der Verfassungsreformen noch fraglich ist.
Staatsrecht
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Siehe auch
Liste der Staatsoberhäupter Mexikos
Palacio Nacional
in
Mexiko-Stadt
am
Plaza de la Constitución
, (
Zócalo
Seit 1917 ist Mexiko eine
präsidiale
Bundesrepublik
. Der
Präsident
ist Chef der Bundesregierung und zugleich oberster Repräsentant des Staates. Er wird direkt vom Volk für eine einzige Amtszeit von sechs Jahren, das sogenannte
sexenio
, gewählt.
97
Eine Wiederwahl ist verboten (Art. 83 der Verfassung). Ein vorzeitiges Ende der Amtszeit tritt im Todesfall ein oder wenn der Präsident zurücktritt (Art. 86). Der Präsident hat umfassende Machtbefugnisse. Er besitzt das Initiativrecht bei Gesetzgebungsverfahren und ein Vetorecht bei Gesetzesinitiativen aus dem Kongress.
96
Darüber hinaus ist der Präsident
Oberbefehlshaber
des
mexikanischen Militärs
und ernennt dessen höchste Ränge, eine Reihe hoher Staatsbeamter und den
Generalstaatsanwalt
. Mit Zustimmung von Kongress und Ministerrat kann der mexikanische Präsident den
Notstand
verhängen. Er hat das Recht zur Initiative für
Kriegserklärungen
, gibt die Richtlinien der
Außenpolitik
vor und unterzeichnet internationale Verträge. Neben den verfassungsmäßigen Befugnissen prägten über die lange Zeit der Herrschaft der Partido Revolucionario Institucional weitere informelle Regeln das Präsidentenamt. Der Präsident dominierte die Partei, er enthielt sich der Kritik an seinem Amtsvorgänger und musste sich diesen Traditionen unterwerfen, da er sonst aus dem Zentrum der Macht ausgeschlossen werden konnte.
96
Innerhalb der sechsjährigen Amtszeit erreichte er im dritten und vierten Jahr die Hochphase seiner Macht und kümmerte sich gegen Ende der Amtszeit um seine Nachfolge. Trotz der Wahl durch das Volk wurde die Nachfolge nicht transparent, sondern in einem informellen Prozess zwischen verschiedenen Fraktionen und Gruppierungen in der politischen Klasse Mexikos geregelt. Höhepunkt war der Akt der Bekanntgabe (
destape
), bei dem der Präsident seinen Nachfolger per Fingerzeig (
dedazo
) benannte.
96
Mexikos Präsident
Vicente Fox
(2000–2006) spricht vor dem
mexikanischen Parlament
Der
Kongress der Union
(Congreso de la Unión)
ist ein
Zweikammerparlament
. Das
Abgeordnetenhaus
Cámara de Diputados
) umfasst 500 Mitglieder, der
Senat
(Senado)
besteht aus 128 Senatoren. Die 500 Abgeordneten werden alle drei Jahre gewählt. 300 von ihnen werden in einer
Direktwahl
(Personenwahl) bestimmt, 200 über
Listenplätze
(Mehrheitswahl) gewählt.
98
Die Senatoren werden auf sechs Jahre gewählt. In jedem der 32 Bundesstaaten werden drei Senatoren bestimmt, zwei von ihnen nach
Mehrheitswahlrecht
, der dritte Senatorenposten wird der jeweils stärksten Oppositionspartei zugesprochen. Die 32 übrigen Senatorenplätze werden national nach einem proportionalen Repräsentationssystems vergeben.
98
Die Abgeordneten und Senatoren dürfen seit einer Reform 2014 anders als der Präsident nach ihrer Amtszeit wiedergewählt werden. Abgeordnete dabei für bis zu vier und Senatoren für maximal zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten.
99
Die wichtigste Funktion des Abgeordnetenhauses ist die jährliche Untersuchung, Diskussion und Verabschiedung des
Bundeshaushalts
, wobei eine Ablehnung nicht vorgesehen ist. Die wichtigste Befugnisse des Senats sind hingegen die Zustimmung zu internationalen Verträgen und die Autorisierung von Truppenentsendungen ins Ausland. Darüber hinaus hat der Kongress das Erlassen von Gesetzen und Dekreten, die ökonomische, territoriale und politische Organisation des Staates, die Zustimmung zu Kriegserklärungen, Bildungsförderung und Arbeitsgesetzgebung als Aufgabenbereiche. Die 71 Jahre andauernde Herrschaft der
Partido Revolucionario Institucional
schlug sich in der Dominanz im Parlament nieder. So besetzte sie von 1970 bis 1988 durchschnittlich 78 Prozent der Kongresssitze. Die zunehmende Delegitimation des Systems und ab 1989 auch die zunehmend erfolgreiche Aktivität der Oppositionsparteien in den Bundesstaaten mit ihren Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Senats führten spätestens ab 1997 zum Ende der Dominanz der PRI und damit zu einer Stärkung der Bedeutung des Parlaments.
98
Sitz des
Suprema Corte de Justicia de la Nación
(SCJN) in
Mexiko-Stadt
Die Zentralregierung wirkte über lange Zeit stark in die
Bundesstaaten
hinein, dieser Einfluss ist bis heute gegeben. Die
Gouverneure
werden direkt vom Volk gewählt, waren aber in ihrem Handlungsspielraum stark durch ihren Kontakt zum Präsidenten limitiert und auf dessen Wohlwollen angewiesen.
100
Dies liegt in den vielfältigen Abhängigkeiten der Staaten von der Bundesregierung begründet, da diese den Staaten und Gemeinden einen Teil der Steuereinnahmen zuweist. Daneben haben die Ministerien Vertretungen
(Delegaciones)
in den Bundesstaaten, Regierungsbezirken und Gemeinden. Über diese werden Bundesmittel insbesondere für Sozialfürsorge und Entwicklungsprogramme vergeben. Insbesondere in ärmeren Bundesstaaten können diese Vertretungen mehr Mittel zur Verfügung haben als der Haushalt des Bundesstaates, sie konnten so teilweise mehr Macht entfalten als die Gouverneure und andere regionale und lokale Politiker. Die Präsidenten versuchten, ihren Einfluss so weiter auszudehnen. Besonders
Carlos Salinas de Gortari
, Präsident von 1988 bis 1994, tat dies mit seinem 'Nationalen Solidaritätsprogramm'.
100
Der Oberste Gerichtshof Mexikos, der
Suprema Corte de Justicia de la Nación
, besteht aus elf Bundesrichtern (Ministros), die vom Präsidenten vorgeschlagen werden und vom Senat bestätigt werden. Ihre Amtszeit ist auf 15 Jahre begrenzt, der Präsident wird aus ihrer Mitte für vier Jahre bestimmt und darf nicht direkt anschließend wiedergewählt werden. In der 71 Jahre andauernden Herrschaft der PRI verlor die
Judikative
mehr und mehr an Einfluss. Erst mit der Verfassungsreform von 1995 erhielt der Suprema Corte de Justicia de la Nación wieder die Kompetenz, über die Verfassungsmäßigkeit der Politik zu urteilen.
100
Seit dem Jahr 2000 muss der
Generalstaatsanwalt
vom Senat bestätigt werden.
Wahlsystem
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Die Wahlen in Mexiko hatten während der langen Zeit der Dominanz der PRI eher
akklamatorischen
Charakter, es gab keine Konkurrenz unter den Parteien und damit auch keinen
Wahlkampf
. Der Kandidat führte im ganzen Staat eine Kampagne durch und schloss dabei Bündnisse mit den lokalen Parteivertretern. Seit 1946 organisierte die dem
Innenministerium
unterstellte Föderale Kommission der Wahlüberprüfung, später in
Föderale Wahlkommission
umbenannt, die Wahlen. In dieser Kommission stellte die PRI immer die Mehrheit. 1988 zeigte sich das Gremium bei den Konflikten nach der Wahl als nicht handlungsfähig, und Präsident Salinas übernahm die Entscheidung und setzte sie durch. Wahlsiege der Opposition waren Verhandlungsergebnisse der Parteien mit dem Präsidenten, nachdem die Wahl bereits stattgefunden hatte.
101
Folgende Teile dieses Artikels scheinen seit 2014
nicht mehr aktuell
zu sein
Das Instituto Federal Electoral ist Geschichte, heute fungiert das
Instituto Nacional Electoral
an seiner Stelle.
Bitte hilf uns, die fehlenden Informationen zu
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und
einzufügen
Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/fehlend
Seit dem Ende der 1970er-Jahre wurde das Wahlrecht von 1917 immer wieder reformiert. 1991 wurde das
Instituto Federal Electoral
gegründet, das sich im Laufe der 1990er-Jahre als unabhängige Wahlbehörde etablierte, in der auch nichtstaatliche Organisationen und
Wahlbeobachter
sitzen. Es wurde zwar vom Staat gegründet, konnte aber mehrere Präsidentschaftswechsel überdauern und dabei an Unabhängigkeit und Einfluss gewinnen. Es erstellt und verwaltet die Wählerverzeichnisse und fälschungssichere Identifikationskarten und begleitet die Reformen des Wahlgesetzes.
101
Das Instituto Federal Electoral stieß etwa Reformen an, die den Zugang zu Parteienfinanzierung und Medien für alle Parteien erleichterten. Es überwacht die Wahlen, die Auszählung der Stimmen und verkündet die Wahlergebnisse. Zudem geht es gegen Wahlunregelmäßigkeiten vor. So setzte sich das Instituto Federal Electoral zusammen mit dem
Bundeswahlgericht
gegen Manipulationen alter PRI-Kreise bei den Gouverneurswahlen in
Yucatán
und
Tabasco
in den Jahren 2000 und 2001 durch. Das Instituto Federal Electoral wird von allen mexikanischen Parteien und auch international anerkannt.
102
Siehe auch
Liste der Bundeswahlkreise in Mexiko
Politische Indizes
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Von
Nichtregierungsorganisationen
herausgegebene politische Indizes
Name des Index
Indexwert
Weltweiter Rang
Interpretationshilfe
Jahr
Fragile States Index
69
von 120
83
von 179
Stabilität des Landes: Warnung
0 = sehr nachhaltig / 120 = sehr alarmierend
Rang: 1 = fragilstes Land / 179 = stabilstes Land
2024
103
Demokratieindex
5,32
von 10
84
von 167
Hybridregime
0 = autoritäres Regime / 10 = vollständige Demokratie
2024
104
Freedom in the World Index
60
von 100
Freiheitsstatus: teilweise frei
0 = unfrei / 100 = frei
2024
105
Rangliste der Pressefreiheit
49
von 100
121
von 180
Schwierige Lage für die Pressefreiheit
100 = gute Lage / 0 = sehr ernste Lage
2024
106
Korruptionswahrnehmungsindex
(CPI)
26
von 100
140
von 181
0 = sehr korrupt / 100 = sehr sauber
2024
107
Parteienlandschaft
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Die
Partido Revolucionario Institucional
(PRI) war lange Zeit die dominierende Partei in Mexiko, die bis in die 1990er Jahre in Bund, Bundesstaaten und Gemeinden fast uneingeschränkt regierte und bis 2000 den Präsidenten stellte. Sie ging aus der 1929 gegründeten Partido Nacional Revolucionario (PNR) hervor, die unter
Plutarco Elías Calles
noch territorial organisiert war und nicht sektoral inkorporiert. Als Gegensatz zu Calles mit seinem System regionaler Machteliten etablierte
Lázaro Cárdenas del Río
in der Partido de la Revolución Mexicana (PRM) eine Gliederung in funktionale Sektoren. So wurden Bauern, städtische Mittel- und Unterschichten und Arbeiter über nationale Organisationen in die Partei eingegliedert. Zwischen 1938 und 1940 galt dies auch für das Militär. Dennoch änderten auch diese Umbildungen unter Cárdenas zunächst nichts an der Dominanz lokaler Machteliten. Dennoch traten nun neben die traditionellen Verbindungen der Caciques neue Netzwerke, die durch Gewerkschaften, Lehrerverbände und weitere nationale und soziale Organisationen geprägt wurden.
102
1946 wurde die PRI als korporative Partei gegründet. Sie sorgte für eine weitere Verschiebung der Machtverhältnisse von den peripheren Eliten hin zur metropolitanen Modernisierungskoalition und diente über lange Zeit als Verbindungsscharnier zwischen diesen beiden. Die PRI profitierte vom 1946 verabschiedeten Wahlgesetz, das parteilose Kandidaten beschränkte und von Parteien eine nationale Verankerung verlangte, was vom
Innenministerium
, das die Parteien zuließ, kontrolliert wurde. So nahm der Einfluss und die Macht der lokalen
Caciques
und der militärischen
Caudillos
ab, während Akteure, die sich loyal zu den staatlichen Institutionen und Regierenden stellten, ihre Position stärkten. Ab den 1970er-Jahren veränderte sich die Lage der PRI. Ihr fiel es zunehmend schwer, die Staatsbevölkerung, nationale und transnationale Migranten in die Parteistruktur zu integrieren. Selbes galt für die Studentenbewegung von 1968 und die neuen sozialen Bewegungen der 1980er mit Akteuren wie Frauen, Migranten, Unterbeschäftigten, Jugendlichen und Intellektuellen.
108
Die
Partido Acción Nacional
(PAN) wurde im Gegensatz zur PRI 1939 als Oppositionspartei gegründet. Sie entstand im katholischen Nordwesten Mexikos im Kontext der antiklerikalen Politik der PRI. Über viele Jahre hinweg war die PAN die einzige zugelassene politische Kraft, die aus sich heraus lebensfähig war. In ihr sammelten sich verschiedene Strömungen wie etwa sozial orientierte,
neoliberale
und katholisch konservative.
108
Die Neoliberalen in der PAN forcierten seit der Regierung von
Carlos Salinas de Gortari
Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre die Zusammenarbeit mit der PRI. Viele Mitglieder der PAN setzten sich für die Durchsetzung von Freiheitsrechten ein. Ab dem Ende der 1980er Jahre begannen sie zusammen mit anderen Parteien verstärkt für demokratische und ordentliche Wahlen sowie für mehr Rechtssicherheit einzutreten. Auf regionaler und kommunaler Ebene konnte die PAN in dieser Seite Wahlsiege erringen, auf Bundesebene brauchte sie im Jahr 2000 die Unterstützung der
Partido Verde Ecologista de México
(PVEM) sowie weiter außer- und überparteilicher Bündnisse, bekannt als
Amigos de Fox
, um
Vicente Fox
zum Gewinn der Präsidentschaftswahl zu führen.
109
2006 gewann die PAN mit
Felipe Calderón
erneut die Präsidentschaft, konnte seitdem auf Bundesebene aber keine Wahlen mehr gewinnen.
Neben den beiden großen Parteien gab und gibt es einige kleinere linke Parteien, die lange Zeit illegal arbeiten mussten. Die 1919 gegründete Kommunistische Partei (
Partido Comunista Mexicano
, PCM) ist eine der ältesten Parteien Mexikos. Bis zur Ermordung
Leo Trotzkis
im Jahr 1940 gab es Auseinandersetzungen zwischen
Trotzkisten
und
Stalinisten
. Die PCM war immer wieder verboten und konnte sich erst seit der Präsidentschaft
José López Portillos
von 1976 bis 1982 frei betätigen und erhielt die Zulassung zu Wahlen. In den 1980er Jahren schloss sie sich mit weiteren kleinen linken Parteien zusammen, um bei Wahlen bessere Chancen zu haben und so langsam am Prozess der Demokratisierung mitzuwirken.
109
1989 ging diese Partei in der neu gegründeten
Partido de la Revolución Democrática
(PRD) auf, wo sie auf eine gemäßigtere, aus der PRI stammenden Basis traf, die den neuen wirtschaftlichen Regierungskurs nicht mittragen wollten.
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer grundsätzlichen Überarbeitung
Spätestens mit der Bundeswahl 2018 sind die Zuschreibungen von groß und klein ziemlich relativiert worden: Zwei der nachgenannten Parteien gibt es auf Bundesebene nicht mehr, eine ist nie irgendwo angetreten, eine hat die Wahlen überlegen gewonnen; andere Parteien, die Gouverneure stellen oder eben noch stellten, fehlen hier völlig
Bitte hilf mit, ihn zu
verbessern
, und entferne anschließend diese Markierung.
Neben den drei großen Parteien gibt es noch weitere, kleinere wie die
Partido Popular Socialista de México
Partido Nueva Alianza
Partido del Trabajo
, die
Convergencia por la Democracia
und das
Movimiento Regeneración Nacional
Außen- und Sicherheitspolitik
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Mexikos Präsident
Felipe Calderón
(2006–2012) mit
US-Präsident
Barack Obama
(2009)
Die Außenpolitik Mexikos wird von der historischen Erfahrung des 19. Jahrhunderts geprägt. Infolge der ausländischen Interventionen, vor allem nach der
französischen Intervention in Mexiko
und dann nach der
mexikanischen Revolution
bestimmte die
Doctrina Juárez
die mexikanische Außenpolitik. Sie war auf das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder und das Selbstbestimmungsrecht der Nationen ausgerichtet. Die mexikanische Politik beschränkte sich somit auf Einflussnahme in multilateralen Organisationen.
110
In den 1970er Jahren veränderte sich diese Position, spätestens mit der Schuldenkrise von 1982 war sie hinfällig. Anstelle der Gleichsetzung von revolutionärem Staat mit nationaler
Souveränität
trat unter der Regierung
José López Portillos
nun das Verständnis, diese liege in der internationalen Partizipation. Dies führte in der Folge zu verschiedenen Schritten der internationalen Integration. 1986 trat Mexiko dem
Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen
bei und 1993 der
Asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft
. Mexiko trat 1994 der
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
bei und zugleich aus der
Gruppe der 77
aus. Zudem war der Staat 1995 eines der Gründungsmitglieder der
Welthandelsorganisation
110
Mexiko ist Mitglied der
Vereinten Nationen
. Seit den 1990er Jahren tritt Mexiko für eine Reform des
UN-Sicherheitsrats
ein. Dabei positioniert es sich mit der Unterstützung von
Kanada
Italien
Pakistan
Südkorea
Spanien
Argentinien
, der
Türkei
und
Malta
, vereint unter dem Namen
Uniting for Consensus
, gegen den Vorschlag der
G4-Staaten
Deutschland
Brasilien
Indien
und
Japan
, die ständige Sitze im Sicherheitsrat beanspruchen. Mexiko richtet sich dabei vor allem gegen den Sitz Brasiliens, da es dadurch das Machtgefüge in Lateinamerika gefährdet sieht. Darüber hinaus ist Mexiko Mitglied der
Organisation Amerikanischer Staaten
, der
Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten
, der
G8+5
und der
G20 Wirtschaftsmächte
Seit 2005 wird die
mexikanische Grenze zu den USA
, hier bei
Tijuana
, verstärkt ausgebaut.
Außenpolitisch dominierend ist seit dem 19. Jahrhundert die
Beziehung zu den Vereinigten Staaten
. Diese Dominanz erhielt 1994 mit der Unterzeichnung des
Nordamerikanischen Freihandelsabkommens
eine neue wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Dimension. Mit diesem Abkommen wurde das neue
neoliberale
Wirtschaftsmodell extern institutionalisiert. In der Folge kam es zu einer weiteren Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den USA und Mexiko, die weit über die zunehmende ökonomische Integration hinausging.
110
Zunehmend trat die Frage der Sicherheit der
Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko
in den Fokus. Dabei geht es zum einen um die Frage der illegalen
Immigration
von Mexikanern in die Vereinigten Staaten und den
Menschenhandel
, zum anderen um die der Sicherheit im Zusammenhang mit dem
Schmuggel
von Waffen, Drogen und Geld im Kontext des
mexikanischen Drogenkrieges
. Infolge der
Terroranschläge vom 11. September 2001
veränderte sich die Beziehung der beiden Staaten. Zum einen rückte der Fokus der US-Politik nun auf andere Regionen, zum anderen waren die USA von der mexikanischen Ablehnung des
Irakkrieges
enttäuscht. Hinzu kam in den USA 2003 die Verabschiedung der Gesetze
Agricultural Jobs, Opportunity, Benefits and Security Act
Land Border Security and Immigration Improvement Act
und
Border Security and Immigration Reform Act
, die eine bei weitem restriktivere Grenz- und Immigrationspolitik verfolgten als
Vicente Fox
und damit zu Irritationen führten.
110
Staaten mit mexikanischer Botschaft (Stand: 2008)
Seit den 1960er-Jahren gewannen die Beziehungen Mexikos zu anderen Staaten
Lateinamerikas
neben denen zu den Vereinigten Staaten zunehmend an Gewicht. Verstärkt beteiligte sich Mexiko an lateinamerikanischen Kooperationen wie der
lateinamerikanischen Freihandelszone
, die 1981 zur
lateinamerikanischen Integrationsvereinigung
wurde. Der Staat unterstützte zudem diplomatisch, symbolisch und materiell die revolutionären Bewegungen in Lateinamerika. Entgegen den Erwartungen der USA erhielt Mexiko zudem auch nach der
Revolution
die diplomatischen Beziehungen zu
Kuba
aufrecht. Gemeinsam mit
Venezuela
baute Mexiko weiterhin das
lateinamerikanische Wirtschaftssystem
auf, das Kuba, nicht aber die USA, miteinbezog. Mit dem Rückbezug auf die Vereinigten Staaten in den 1980er Jahren ließ aber die lateinamerikanische Integration Mexikos nach. Die Idee mit Argentinien und Brasilien ein Schuldner-Kartell zu bilden und somit die Schuldenkrise zu überwinden wurde in diesem Zusammenhang verworfen.
111
In den 1990er Jahren schloss Mexiko zwar mit
Chile
Kolumbien
Bolivien
Nicaragua
und Venezuela
Freihandelsabkommen
, der Fokus der mexikanischen Außenpolitik wurde jedoch nicht wieder verstärkt auf Lateinamerika gelegt. Dennoch kam es zu einzelnen verstärkten Kooperationen. So wurde der
Plan-Puebla-Panamá
ausgerufen und die Entwicklung der
amerikanischen Freihandelszone
forciert, wobei ersterer zeitweise nicht weiter verfolgt wurde und letztere bis heute nicht zustande gekommen ist. Zudem begann Mexiko damit verstärkt Kritik an der Menschenrechtslage auf Kuba zu üben, so dass trotz Annäherung an Argentinien, Brasilien und Uruguay keine Rückbesinnung auf die Lateinamerikapolitik der 1960er und 1970er Jahre gab.
111
Mexiko war 1975 der dritte lateinamerikanische Staat nach Uruguay und Brasilien, das ein Wirtschafts- und Handelsabkommen mit der
Europäischen Gemeinschaft
abschloss. In den 1980er Jahren folgten weitere Abkommen und Verträge, die die Zusammenarbeit etwa bei wissenschaftlichen und sozialpolitischen Fragen, sowie bei der Drogenbekämpfung, Tourismusförderung, Kulturpolitik und Umweltpolitik förderten. Die Bedeutung Europas für Präsident Fox wurde auch an der Zahl seiner 16 Auslandsreisen in diese Region deutlich. Auch wurden die europäisch-mexikanischen Beziehungen in seiner Amtszeit zunehmend institutionalisiert. Dennoch erfüllte Europa für Mexiko nicht die in es gesetzten Erwartungen, womit in der Außenpolitik zunehmend Asien und dabei vor allem die
Volksrepublik China
an Bedeutung gewannen.
111
Am 6. April 2024 brach Mexiko seine diplomatischen Beziehungen mit
Ecuador
ab, nachdem Polizeikräfte des Andenstaates in die mexikanische Botschaft eingedrungen waren und den ehemaligen Vizepräsidenten
Jorge Glas
festgenommen hatten, dem dort politisches Asyl gewährt worden war. Er war von der ecuadorianischen Justiz wegen Korruption verurteilt worden und wurde per Haftbefehl gesucht.
112
Siehe auch
Amerikanisch-mexikanische Beziehungen
und
Deutsch-mexikanische Beziehungen
Militär
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F-5
Jagdflugzeug
der Luftwaffe
Hauptartikel
Mexikanische Streitkräfte
Das mexikanische Militär untersteht dem
Secretaría de la Defensa Nacional
(SEDENA), das 1884 als Kriegs- und Marinesekretariat
(Secretaría de Guerra y Marina)
gegründet wurde. 1937 wurde es in
Secretaría de la Defensa
umbenannt. Für die Mexikanische Kriegsmarine, die
Armada de México
, ist in Mexiko seither das
Secretaría de Marina
(SEMAR) zuständig. Die Streitkräfte stehen in der Tradition des
Mexikanischen Unabhängigkeitskrieges
. Sie haben den Ruf, sich politisch neutral zu verhalten und weniger für
Korruption
anfällig zu sein als andere staatliche Institutionen und Behörden.
109
Im Gegensatz zur Situation in vielen anderen lateinamerikanischen Staaten mischte sich das mexikanische Militär nicht in ökonomische und politische Transformationen ein. Es agierte nie unabhängig, sondern engagierte sich nur auf Anordnung des Staatspräsidenten oder der Gouverneure.
113
Korvetten
der Durango-Klasse der
Mexikanischen Marine
Bis in die jüngere Geschichte hinein war es nach den militärischen Auseinandersetzungen im 19. Jahrhundert vor allem infolge von Naturkatastrophen sichtbar. Es kam aber auch zu weiteren Einsätzen im Innern wie bei der Niederschlagung des Eisenbahnerstreiks 1959, der
Niederschlagung der Studentenproteste 1968
und der Bekämpfung der Guerilla in den 1970er Jahren. In den 1980er Jahren und spätestens in den 1990er Jahren kam es auch auf Druck der Vereinigten Staaten und dem steigenden Ausmaß der Drogenkriminalität zu Einsätzen gegen die Kartelle.
113
Dabei stellte sich heraus, dass das Militär den Drogenhandel nicht eindämmen konnte, sondern vermehrt für Korruption durch die Narcos anfällig wurde. Unter Präsident Calderón wird das Militär seit Anfang 2007 in dem den
Drogenkartellen erklärten Krieg
zur Bekämpfung der Drogenmafia verstärkt eingesetzt. Im Zuge der Kooperation bei der Drogenbekämpfung gelang es den
Vereinigten Staaten
ihren Einfluss auf das mexikanische Militär auszudehnen. So wurde Mexiko Teil des
United States Northern Command
und ist damit seit Oktober 2002 in das
Area of responsibility
der Vereinigten Staaten einbezogen.
114
Die neue Einsatzsituation führte zu Veränderungen des mexikanischen Militärs. Es verliert immer weiter den Rückbezug auf die
mexikanische Revolution
, nimmt immer mehr
polizeiliche
Aufgaben wahr, verstrickt sich zunehmend in
Menschenrechtsverletzungen
und ordnet sich immer weiter Sicherheitsinteressen der USA unter. Zum Teil durchlaufen mexikanische Soldaten auch die US-amerikanische Ausbildung.
114
Die mexikanischen Streitkräfte sind in die
Armee
, zu der auch die
Luftwaffe
gehört, und die
Marine
untergliedert. In Mexiko besteht
Wehrpflicht
(Servicio Militar Nacional)
. Alle männlichen Einwohner über 18 werden zum Militärdienst verpflichtet, der zwölf Monate dauert. Mit 16 kann der Dienst freiwillig angetreten werden, auch Frauen können freiwillig dienen.
115
Die Armee besteht aus 192.000 Soldaten, von denen 130.000 zum Heer, 37.000 zur Marine und 8000 zur Luftwaffe gehören. Hinzu kommen 300.000 Reservisten und 25.000 Angehörige
paramilitärischer
Einheiten. Mexiko gab 2017 knapp 0,5 Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder 5,8 Mrd. US-Dollar für seine Streitkräfte aus.
116
Siehe auch
Liste der Schlachtschiffe, Kreuzer und Kanonenboote der Mexikanischen Marine
Rechtssystem
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Zentrale der Generalstaatsanwaltschaft an der
Paseo de la Reforma
Das Rechtssystem Mexikos leidet unter Vertrauensverlust der Bevölkerung und strukturellen Defiziten. Das mexikanische Rechtssystem war in das Herrschaftssystem der PRI eingebunden und wurde damit eher nicht als gesellschaftliche Regelinstanz wahrgenommen, sondern als Anrufungs- und Mobilisierungsinstanz verstanden.
117
Dies führt dazu, dass das System Legitimationsprobleme hat. 72 Prozent der Mexikaner halten es nicht für zwingend geboten, sich an die Gesetze zu halten, 71 Prozent sehen die
Menschenrechte
in ihrem Staat nicht als gesichert an und 20 Prozent befürworten
Selbstjustiz
117
Dies hängt auch damit zusammen, dass das mexikanische Rechtssystem als ein Projekt der Elite konstituiert wurde und damit von Beginn an nicht mit der Lebensrealität der Bevölkerungsmehrheit übereinstimmte. Hinzu kommt etwa die Verwicklung der Polizei in den Drogenhandel und die
organisierte Kriminalität
und ihre Anfälligkeit für Korruption. Zudem akzeptiert sie in hohem Maße Gewaltanwendung außerhalb des gesetzlichen Rahmens und persönliche Bereicherung.
117
Für die innere Sicherheit ist in Mexiko das
Secretaría de Seguridad Pública
zuständig, andere Aufgaben eines normalen Innenministeriums werden hingegen vom
Secretaría de Gobernación
wahrgenommen. Auf den Ebenen des Bundes, der Bundesstaaten und der Städte und Gemeinden gab es Stand 2009 über 1661 Polizeibehörden mit ca. 350.000 Mitgliedern. Die so zwischen den vielen Polizeiorganisationen verteilten und überlappenden Verantwortungsbereiche, eine unzureichende Koordinierung und eine schlechte Bezahlung begünstigen die oben genannten Missstände.
118
Lediglich auf der Ebene des Bundes wurde mit der Schaffung der
Policía Federal
eine Zusammenfassung der verschiedenen Polizeien betrieben. Die
Procuraduría General de la República
ist für die Strafverfolgung auf Bundesebene zuständig, sowie für die Überwachung und Reform des Justizwesens und der Verfassung. Ihr steht der
Generalstaatsanwalt
vor, der direkt vom Staatspräsidenten ernannt wird und damit in einem direkten Abhängigkeitsverhältnis zur Exekutive steht.
Dem Secretaría de Gobernación ist das
Centro de Investigación y Seguridad Nacional
(CISEN) unterstellt. Er ist der
Nachrichtendienst
Mexikos und war in seiner Geschichte immer mehr nach innen gerichtet, denn auf äußere Gegner. Er beobachtete etwa Oppositionelle und Andersdenkende in den Jahren nach der Revolution und der Zeit der Alleinherrschaft der PRI.
Wirtschaft
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Hauptartikel
Wirtschaft Mexikos
Öfen einer Tequila-Destillerie
Mexiko hatte 2023 ein
Bruttoinlandsprodukt
von 1,8 Billionen USD (3,2 Billionen USD nach Kaufkraftparität). Dies war das 13. höchste der Welt und das zweithöchste in Lateinamerika. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag auf einem vergleichbaren Level mit anderen Schwellenländern wie Brasilien, Volksrepublik China oder der Türkei.
119
Mexiko belegte im Jahr 2024 Rang 10 der Warenexport-Weltrangliste
120
, die meisten Exporte gingen im Jahr 2025 in die USA (83
%), vor Kanada (3
%), China (2
%) sowie Deutschland und Südkorea (je 1
%)
121
. Mexikos Konjunktur ist deshalb stark von den USA abhängig. Im
Global Competitiveness Index
, der die Wettbewerbsfähigkeit eines Staates misst, belegt Mexiko Platz 51 von 137 Staaten (Stand: 2017–2018).
122
Korruption ist ein großes Problem in der mexikanischen Wirtschaft.
Das
Bruttoinlandsprodukt
(im Jahr 2016)
123
teilt sich auf in:
Landwirtschaft
: 3,7 Prozent des BIP werden erwirtschaftet durch 13,4
Prozent der Beschäftigten
Industrie
: 33,1
Prozent des BIP werden erwirtschaftet durch 24,1
Prozent der Beschäftigten
Dienstleistung
: 63,2
Prozent des BIP werden erwirtschaftet durch 62,5
Prozent der Beschäftigten
Mexikos Wirtschaft wurde seit den 1990er Jahren stark
dereguliert
und
privatisiert
. Die Dominanz privater Firmen wächst ständig, und die Privatisierung von
Eisenbahn
, See- und Flughäfen geht ihrem Ende entgegen, ebenso wie die weitere Privatisierung der Banken. Die Liberalisierung des Energiesektors schreitet weiter voran. In den Bereichen Telekommunikation und
Petrochemie
stehen noch Reformen aus. Die
Maquiladora
-Industrie verstärkte ihre Position in der mexikanischen Wirtschaft und dominiert vor allem den Textilsektor. Aufgrund der fortschreitenden
Industrialisierung
, günstigen Demografie, steigendem Binnenkonsum und Nähe zum US-Markt verfügt Mexikos Wirtschaft über beträchtliches Potenzial.
Es existiert ein Nord-Süd Gefälle in Mexiko. Nördliche Bundesstaaten die Nahe an den USA liegen wie
Nuevo León
oder
Sonora
sind reicher und stärker industrialisiert als südliche Bundesstaaten wie
Chiapas
Guerrero
oder
Oaxaca
, die zu den ärmsten Regionen Mexikos zählen. Wichtigstes Wirtschaftszentrum ist allerdings mit Abstand die zentrale Region rund um die Hauptstadt
Mexiko-Stadt
124
Mexikaner, die im Ausland leben, überwiesen 2016 über 26 Milliarden US-Dollar in ihren Heimatstaat zurück. Der größte Teil dieser Überweisungen stammt aus den Vereinigten Staaten. Rücküberweisungen sind damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, die 2,7
% der Wirtschaftsleistung ausmachen.
125
Die Arbeitslosenquote war im Jahr 2017 mit 3,9
% relativ niedrig. Allerdings ist eine hohe Anzahl der Arbeitskräfte unterbeschäftigt. Schätzungen gehen von einer Unterbeschäftigungsrate von über 20
% aus.
126
Mexiko ist eines der ungleichsten Länder der Welt. 0,2 Prozent der Bevölkerung besitzen 60 Prozent des Reichtums des Landes, während 46,8 Millionen Menschen in Armut leben (2024).
127
Die Ungleichheit gilt als der Hauptfaktor für die Kriminalität in Mexiko.
128
Siehe auch
Liste der größten Unternehmen in Mexiko
Landwirtschaft:
Herstellung von:
Mais
, Weizen,
Sojabohnen
, Reis,
Bohnen
Wolle
Kaffee
Früchte
Tomaten
Rindfleisch
Geflügel
Milchprodukte
Holzprodukte
Industrie:
Herstellung/Gewinnung von: Nahrung und Getränken (
Wein
Tequila
),
Tabak
Chemikalien
Eisen
und
Stahl
Erdöl
Baustoffe
mineralische Rohstoffe
Textilien
Kleidung
Kraftfahrzeuge
, Verbrauchsgüter,
Tourismus
Exporte:
Produzierte Waren, Ölprodukte,
Silber
, Früchte, Gemüse,
Avocado
Kaffee
Wolle
Alkohol
Tabak
Exporte nach:
USA
81
%,
Kanada
2,8
%,
Volksrepublik China
1,4
% (2016); $
373,9 Milliarden
fob
(2016)
Importe:
Metallverarbeitende Maschinen, Fabriken (Teile) zur Stahlverarbeitung, Maschinen für die Landwirtschaft, elektrische Ausrüstung, Autoteile, Maschinen, Flugzeuge und Flugzeugteile
Importe aus:
USA
46,5
%,
Volksrepublik China
18,8
%,
Japan
4,6
% (2016); $ 387,1
Milliarden
fob
(2016)
Quellen:
CIA World Factbook
129
, Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu Mexiko
36
Entwicklung des
Bruttoinlandsprodukts
(BIP) und anderer Kennzahlen
Jahr
2010
2015
2016
2017
2018
2019
2020
2021
2022
2023
2024
BIP in Mrd. USD
(Kaufkraftparität)
1.922
2.373
2.438
2.528
2.606
2.637
2.454
2.685
2.982
3.196
3.322
BIP pro Kopf in USD
(Kaufkraftparität)
16.748
19.394
19.728
20.263
20.685
20.725
19.141
20.814
22.948
24.374
25.118
BIP-Wachstum
(real)
5,0
2,7
1,8
1,9
2,0
−0,4
−8,4
6,0
3,7
3,4
1,4
Inflation
(in Prozent)
4,2
2,7
2,8
6,0
4,9
3,6
3,4
5,7
7,9
5,5
4,7
Staatsverschuldung
(in Prozent des BIP)
40
51
55
53
52
52
58
57
54
53
58
Energiewirtschaft
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Erdölbohrplattform
vor
Campeche
Windkraftanlage
La Venta
in
Oaxaca
Die
El-Cajón-Talsperre
wurde von 2003 bis 2007 am
Rio Grande de Santiago
im Bundesstaat
Nayarit
für 800
Millionen US-Dollar gebaut.
Mexiko deckt seinen Energiebedarf Stand 2020 in erster Linie mit Öl und (mit zunehmender Tendenz) Gas.
130
Das Gas wird größtenteils aus den USA importiert.
130
Siehe auch
Energiewende in Mexiko
Strom
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Das staatliche Monopolunternehmen
Comisión Federal de Electricidad
(CFE) ist für die Erzeugung und die Verteilung der elektrischen Energie zuständig. Die Abdeckung der
Stromversorgung
liegt bei 98,7
% (2021).
130
Die installierte Kapazität zur Stromerzeugung betrug Stand 2017 75
GW.
131
70,5
Prozent der installierten Kapazität waren 29,5
Prozent emissionsarm.
131
2008 kamen 19,0
% des Stroms aus
Wasserkraft
, 2,4
% aus
Kernenergie
und 3,3
% aus anderen
erneuerbaren Energien
(ausg. Wasserkraft).
132
2007 hat Mexiko 1,3
TWh
Strom
in die
USA
exportiert und 0,6
TWh aus den USA importiert.
133
2009 betrug die Bruttostromerzeugung 233,4
TWh.
132
Wärmekraftwerke
41,18
privatwirtschaftliche
Stromerzeugung
32,76
Wasserkraft
11,33
Kohlekraftwerke
7,23
Kernenergie
4,50
Geothermie
2,89
Windkraft
0,11
2020 lag der Stromverbrauch bei 307 TWh.
130
Mexiko hat ein hohes Potenzial für die Nutzung erneuerbarer Energien, speziell
Windkraft
und
Solarenergie
134
Das technische Potenzial zur Erzeugung von Strom wird auf 25.000 GW für Photovoltaik und 3.600 GW für Wind geschätzt.
135
Zwischen 2006 und 2015 wollte Mexiko zusätzliche 14,8
GW Strom durch
Erneuerbare Energiesysteme
erzeugen. Stand 2021 lag die Kapazität für Solarenergie bei 7 GW (peak), und es waren Windkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 7,69
GW in Betrieb (2020: 6,50, 2019: 6,05
GW).
136
Wasserkraft lag bei 12,6 GW.
136
Der größte Stausee in Mexiko, der
Manuel-M.-Torres-Staudamm
in
Chiapas
, staut den
Río Grijalva
und ist mit einer Leistung von 2.400
MW
, der viertproduktivste der Welt.
Mexiko betreibt ein Kernkraftwerk, das
Kernkraftwerk Laguna Verde
mit zwei Reaktoren und einer Bruttoleistung von 1.640 MW, das bis 2050 betrieben werden soll.
Biokraftstoff
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Auch die Produktionsausweitung von
Bioethanol
als Treibstoff für Autos ist eine Option, wobei zu berücksichtigen ist, dass bereits heute nicht genügend Mais aus heimischer Produktion für die Ernährung der Bevölkerung zur Verfügung steht. Als Rohstoff für die Bioethanolherstellung wird daher
Melasse
aus der Zuckerindustrie bevorzugt. Das Produktionspotenzial wird auf 56
Millionen Liter pro Jahr geschätzt, der zukünftige Verbrauch auf 164
Millionen Liter.
137
Bodenschätze
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PEMEX
-Tankstelle, die
Erdölgesellschaft
Mexikos
Der Erdölsektor nimmt eine zentrale Rolle für die mexikanische Wirtschaft ein. Die Einnahmen aus dem Erdölexport belaufen sich auf 10
% der mexikanischen Exporterlöse.
138
Mexiko war 2007 der sechstgrößte Produzent von Erdöl weltweit mit 3,7
Million
Barrels
pro Tag und die zehntgrößte Öl-Exportnation. Das staatliche Erdölunternehmen
PEMEX
ist das größte mexikanische Unternehmen und das größte Unternehmen in
Lateinamerika
, mit knapp 140.000
Mitarbeitern und einem Umsatz von knapp 100 Milliarden US$ (2006).
Die Regierung unter Lopez Obrador hat die private Teilhabe am Energiesektor zugunsten der staatlichen Pemex beschränkt. Die Ölförderung ging im letzten Jahrzehnt stark zurück. Die Pemex ist weltweit der am meisten verschuldete Ölkonzern
139
Siehe auch
Erdölwirtschaft in Mexiko
Industrie
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Zementfabrik (
Cemex
Monterrey
, Mexiko
New Beetle
Cabrio, in
Puebla
von
Volkswagen de México
gebaut
Die Automobilindustrie (OEM- und Zulieferindustrie) in Mexiko trägt mit 3
% zum gesamt BIP, mit 17,3
% zur produzierenden Industrie und mit 21,4
% zu den Exporten bei und beschäftigt 13
% der Arbeiter in Mexiko (davon sind 84
% in der Zulieferindustrie und 16
% in der Kfz-Herstellung tätig).
140
Sie stellt heute (2012) die größte Branche dar und beschäftigt rund eine Million Menschen. Zahlreiche Freihandelsabkommen mit 43 Ländern ermöglichen hohe Exportquoten.
141
Der Anteil der für den Export produzierten Fahrzeuge stieg im Zeitraum von 1990 bis 2016 von 34 Prozent auf 82 Prozent. Bis 2016 erreichte die Produktion 3,3 Millionen Einheiten, was dem siebent-größten Produzenten weltweit entsprach.
142
Das Unternehmen
Ford
investiert 2
Milliarden US$, um das Modell
Ford Fiesta
in Mexiko zu produzieren. Hierdurch werden ca. 30.000
Arbeitsplätze bei Zulieferern und bei Ford selbst geschaffen.
143
Viele der in Mexiko produzierten Fahrzeuge werden in die USA und nach Kanada verkauft. So errichtete
Toyota
ein Werk ab 2004 direkt an der Grenze zu den USA,
144
in dem 50.000
Pick-ups
pro Jahr produziert werden.
145
General Motors de Mexico, S. de R. L. de C.V.
ist mit einem Umsatz von 11,8
Milliarden US$ der größte Automobilhersteller in Mexiko und das neuntgrößte Unternehmen des Staates. General Motors ist seit 1935 in Mexiko aktiv und besitzt heute Fabriken in
Toluca
, Silao, Guanajuato,
Ramos Arizpe
Coahuila
und in Mexiko-Stadt. GM montiert in Mexiko verschiedene Modelle für den einheimischen Markt und für den Export weltweit. GM Mexiko verkauft in Mexiko die Marken
Chevrolet
Pontiac
Cadillac
Saab
und
Fiat
146
Nissan Mexicana S.A. de C.V.
produziert seit 1966 Fahrzeuge und Fahrzeugteile in Mexiko und importiert
Nissan
-Fahrzeuge aus anderen Ländern (z.
B. aus
Brasilien
) für den mexikanischen Markt. Die Firma wurde 1961 gegründet, die Hauptverwaltung (ca. 450 Mitarbeiter
147
) ist in
Mexiko-Stadt
148
Mit 9000
Mitarbeitern rangierte das Unternehmen 2006 an Platz 16 der größten Unternehmen Mexikos. Die Ausbringung betrug 2007 496.000
Fahrzeuge, 214.000
Fahrzeuge wurden in Mexiko verkauft (
Marktanteil
19,5
%).
149
Volkswagen de México
betreibt seit 1964 ein Fertigungswerk in
Puebla
, in dem ca. 15.000
Mitarbeiter beschäftigt werden. Ungefähr 80
% der dort im Jahr 2008 produzierten 450.000
Fahrzeuge werden exportiert.
150
Planziel für 2012 sind 600.000 Fahrzeuge.
141
In dem Werk wurde noch bis 2003 der
VW Käfer
gebaut.
Das 1906 gegründete Unternehmen
Cemex
ist ein global operierender Baustoffhersteller, vor allem von
Transportbeton
, und einer der
größten
Zementhersteller
der Welt (Jahresumsatz ca. 13 Milliarden US-Dollar; Stand Ende 2017). Neben den beiden Hauptgeschäftsbereichen Zement und
Beton
betreibt die Cemex weltweit noch fast 400
Abbaustätten von mineralischen Rohstoffen wie
Sand
Kies
und
Bruchstein
. Des Weiteren werden
Zementklinker
und
Betonfertigteile
produziert. Die monopolähnliche Stellung des Unternehmens führte zu einem Zementpreis, der doppelt so hoch wie in den USA ist.
141
Landwirtschaft
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Landwirtschaftliche Nutzung Mexikos
Eine Frau der indigenen Tarahumara hütet Ziegen im nordwestlichen Mexiko.
Der Beitrag der
Landwirtschaft
zum BIP Mexikos ist in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen und beträgt jetzt (2006) 3,9
%, während der Beitrag 1980 noch 7
% betrug
151
und 25
% im Jahr 1970.
152
Trotzdem sind noch 18
% der Beschäftigten in der Landwirtschaft tätig (2003), von denen viele im Rahmen der
Subsistenzwirtschaft
Nahrungsmittel für den eigenen Bedarf produzieren.
Im Norden Mexikos hat sich seit der Conquista mit der Einführung von Schafen und Ziegen eine
halbsesshafte
Form der
Transhumanz
Fernweidewirtschaft
) entwickelt, bei der je nach Regen- und Trockenzeit zwischen den Weidegründen auf dem Hochland und an den Hängen der Sierra gewechselt wurde. Dabei legen die Hirten oft Hunderte von Kilometern durch zum Teil kaum zugängliches Gelände zurück.
153
Landwirtschaftliche Produkte
Obwohl
Mais
das typische
Grundnahrungsmittel
in Mexiko ist, liegt der Schwerpunkt der Landwirtschaft in Mexiko im
Gartenbau
, Südfrüchte und
Gemüse
. Im Zuge der Realisierung des Freihandelsabkommens NAFTA wurde allgemein erwartet, dass sich viele der mexikanischen Maisanbauer arbeitsintensiveren Produkten zuwenden würden, z.
B. Obst, Nüsse, Gemüse,
Kaffee
und
Zuckerrohr
154
Allerdings wurde Mexiko mit hochsubventionierten US-amerikanischen Landwirtschaftsprodukten und Fleisch überschwemmt, dessen Preis 20 Prozent unter den Produktionskosten liegt, während in Mexiko Subventionen gestrichen wurden. War Mexiko zu Beginn der 1990er Jahre noch weitestgehend ein Selbstversorger mit Mais, so mussten viele kleinbäuerliche Betriebe aufgeben und die Agrarimporte stiegen.
155
Die vielen Landlosen konnten nicht in den neu entstandenen Zulieferindustrien absorbiert werden. Mexiko muss heute 60 Prozent seines Weizen- und 70 Prozent seines Reisbedarfs importieren.
156
Auf circa 160.000 kleinen und mittelgroßen Farmen wird Zuckerrohr in 15
Staaten Mexikos angebaut. Die Anbaufläche beträgt ca. 700.000
ha mit einem Zuckerrohrertrag von etwa 72
t/ha.
157
Zurzeit sind 57
Zuckerfabriken in Betrieb. Die mexikanische Zuckerindustrie ist gekennzeichnet durch hohe Produktionskosten und einen Rückstand bei den Investitionen. Die Zuckerproduktion Mexikos ist größer als der Inlandsverbrauch.
158
2005 stand Mexiko mit einer Produktion von 45.127.000
t an Platz 6 der wichtigsten Zuckerrohr produzierenden Länder.
159
Tourismus
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Hauptartikel
Tourismus in Mexiko
Der Tourismus ist von steigender Bedeutung für Mexikos Wirtschaft. 2024 wurde der Staat von über 45 Millionen Touristen besucht. Die Tourismuseinnahmen beliefen sich im selben Jahr auf 33 Mrd. US-Dollar. Häufig besuchte Touristenziele im Staat sind
die Stätten von
Chichén Itzá
, die Altstadt von Mexiko-Stadt und die extra für den Tourismus errichtete Stadt
Cancún
. Der Staat besitzt insgesamt 36
UNESCO-Welterbestätten
, womit es weltweit den 7. Rang einnimmt. Die größte Gruppe an ausländischen Touristen kommt aus den benachbarten Vereinigten Staaten.
160
Finanzwirtschaft
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Das Land führt eine
Wertpapierbörse
mit dem Namen
Bolsa Mexicana de Valores
mit ihrem Sitz in der Hauptstadt. Der Leitindex des Landes ist der
Índice de Precios y Cotizaciones
. Außerdem verfügt die Regierung über zwei
Staatsfonds
, die Schwankungen der Rohstofferträge auf den Haushalt abdämpfen sollen. Unter anderem sind das der
Fondo para la Estabilización de los Ingresos Presupuestarios
und der
Fondo Mexicano del Petroleo para la Estabilizacion y el Desarrollo
Außenhandel
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Mexikanische Bundesstaaten nach BIP pro Kopf in US-Dollar (2012)
Mittlerweile hat Mexiko 32
Freihandelsabkommen
mit über 40
Ländern unterzeichnet, unter anderem mit der EU (seit 2000),
Japan
Guatemala
Honduras
und
El Salvador
. Seit dem 1. Januar 1994 ist Mexiko Mitglied des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (
NAFTA
). In den ersten Jahren nach dessen Inkrafttreten hatte sich die wirtschaftliche Situation des Staates nur unwesentlich verbessert. Seit Beginn des Freihandels sind die Ausfuhren bis heute um das Dreifache gestiegen, und mittlerweile entfallen 90
Prozent der mexikanischen Exporte auf Freihandelsabkommen.
Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit 2013
nicht mehr aktuell
zu sein
Erdöl-Daten.
Bitte hilf uns, die fehlenden Informationen zu
recherchieren
und
einzufügen
Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/fehlend
Allein die USA nehmen 80
Prozent der Exporte Mexikos ab. 80 Prozent der Exporte entfallen auf Industrieerzeugnisse, 15,6
Prozent auf Rohöl und Raffinerieprodukte sowie 3
Prozent auf landwirtschaftliche Erzeugnisse.
161
Der höchste Zuwachs wird bei den Erdölausfuhren verzeichnet. Bedingt durch die stark gestiegenen
Ölpreise
konnte ein Wachstum von 27,3
Prozent
verzeichnet werden. Jedoch gelang es, in den vergangenen Jahren, den Export zu diversifizieren. So haben die Automobilindustrie, Elektronik, der Tourismus und die
Maquila
-Fabriken in zollfreien Zonen an Bedeutung zugenommen.
162
Haupthandelspartner (2021)
Ausfuhr (in
%) nach
Einfuhr (in
%) von
Vereinigte Staaten
Vereinigte Staaten
61,2
Vereinigte Staaten
Vereinigte Staaten
35,5
Kanada
Kanada
2,1
China Volksrepublik
Volksrepublik China
13,7
China Volksrepublik
Volksrepublik China
1,1
Japan
Japan
3,5
Deutschland
Deutschland
0,8
Deutschland
Deutschland
2,7
Korea Sud
Südkorea
2,7
Kanada
Kanada
1,9
Malaysia
Malaysia
1,6
sonstige Staaten
34,8
sonstige Staaten
38,4
Quelle: GTAI
163
Hauptprodukte des Außenhandels (2021)
Ausfuhrgüter (Anteil in
%)
Einfuhrgüter (Anteil in
%)
Kfz und -teile
22,6
Elektronik
14,3
Elektronik
14,7
Maschinen
11,7
Elektrotechnik
10,0
Chem. Erzg
11,3
Maschinen
9,6
Elektrotechnik
8,7
Nahrungsmittel
6,4
Kfz und -teile
7,4
Sonstige
36,7
Sonstige
46,6
Quelle: GTAI
163
Entwicklung des Außenhandels
in Mrd. US$ und seine Veränderung gegenüber dem Vorjahr in
2019
2020
2021
Mrd. US$
% gg. Vj.
Mrd. US$
% gg. Vj.
Mrd. US$
% gg. Vj.
Einfuhr
455,2
−2,0
383,0
−15,9
506,6
+32,3
Ausfuhr
460,6
+2,2
417,0
−9,5
494,6
+18,6
Saldo
+5,4
−34,0
+12,0
Quelle: GTAI
163
Staatshaushalt
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Der
Staatshaushalt
umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 255,9 Mrd.
US-Dollar
, dem standen Einnahmen von umgerechnet 224,3 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein
Haushaltsdefizit
in Höhe von 3,0
% des
BIP
164
Die
Staatsverschuldung
betrug 2016 607 Mrd. US-Dollar oder 58,1
% des BIP.
164
165
Von der amerikanischen Ratingagentur
Standard & Poor’s
werden die Staatsanleihen des Staates mit der Note BBB+ bewertet (Stand: November 2018). Der Staat gilt damit als Schuldner mittlerer Güte.
166
2020 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in
% des BIP) folgender Bereiche:
167
Gesundheit
: 6,2
Bildung
: 4,3
% (2018)
Militär
: 0,6
% (2023)
Arbeitnehmerrechte
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Die Wochenarbeitszeit in Mexiko beträgt 48 Stunden. Im Jahr 2025 kündigte Staatspräsidentin Sheinbaum eine Reform zur Senkung auf 40 Stunden bis spätestens 2030 an,
168
nachdem im Jahr 2024 Proteste dafür stattgefunden hatten.
169
Verkehrswesen
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Im
Logistics Performance Index
, der von der
Weltbank
erstellt wird und die Qualität der Infrastruktur misst, belegte Mexiko 2018 den 51. Platz unter 160 Ländern. Von allen Ländern in Lateinamerika belegt Mexiko damit den dritten Platz hinter
Chile
und
Panama
170
Straßenverkehr
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Der Hauptpersonen- und Güterverkehr in Mexiko findet im Straßen- und Autobahnnetz statt. 2012 hatte das Straßensystem des Staates eine Länge von 377.660 km. Im selben Jahr betrug die Länge des Autobahnnetz 7176 km.
Bei der Verkehrssicherheit liegt der Staat im weltweiten Mittelfeld. 2013 kamen in Mexiko insgesamt 6,1 Verkehrstote auf 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland waren es im selben Jahr 4,3 Tote. Insgesamt kamen damit 15.000 Personen im Straßenverkehr ums Leben. Der Staat hat eine im weltweiten Vergleich relativ fortgeschrittene Motorisierungsrate. 2010 kamen im Staat 275 Kraftfahrzeuge auf 1000 Einwohner.
171
Schienenverkehr
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Hauptartikel
Schienenverkehr in Mexiko
Luftverkehr
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Luftbild des
Internationalen Flughafens der Stadt Mexiko
Aeroméxico
Boeing 737-752
bei der Landung
Mexiko hat ein flächendeckendes Netz von modernen Flughäfen.
172
Das System gilt als sicher
172
und zuverlässig. Die Flughafen-Infrastruktur gilt als die fortgeschrittenste in Lateinamerika.
173
Jede Metropolregion mit über 500.000
Einwohnern hat einen internationalen Flughafen. In Mexiko gibt es 1834 Flugplätze, die drittgrößte Anzahl aller Staaten weltweit.
174
Die sieben größten Flughäfen des Staates bedienen 90
% des Verkehrsaufkommens (Reihenfolge nach Flugverkehr
173
):
Internationaler Flughafen der Stadt Mexiko 'Benito Juárez'
Internationaler Flughafen von Cancún
Internationaler Flughafen Don Miguel Hidalgo und Costilla
(Guadalajara)
Internationaler Flughafen General Mariano Escobedo
(Monterrey)
Internationaler Flughafen General Abelardo L. Rodríguez
(Tijuana)
Internationaler Flughafen General Juan N. Álvarez
(Acapulco)
Internationaler Flughafen General Heriberto Jara Corona
(Veracruz)
Internationaler Flughafen Licenciado Gustavo Díaz Ordaz
(Puerto Vallarta).
Alle Flughäfen sind in Privatbesitz, mit Ausnahme des Internationalen Flughafens der Stadt Mexiko. Dieser Flughafen ist der größte in Lateinamerika (weltweit Platz 44),
175
dabei befördert er ungefähr 26
Millionen Passagiere jährlich.
176
In Mexiko gibt es mehr als 70 Fluglinien.
177
177
Die größte Fluggesellschaft ist
Aeroméxico
. Kleinere Fluggesellschaften sind
Aeroméxico Connect
(Aeroméxicos regionale Tochtergesellschaft),
Volaris
Aeromar
Viva Aerobus
Magnicharters
und
Republicair
Einige ehemals bekannte Fluggesellschaften haben in den letzten Jahren ihren Betrieb eingestellt:
Aviacsa
(2009),
Mexicana de Aviación
samt Tochtergesellschaft
Click Mexicana
(2010),
Interjet
(2020).
Mexiko und die USA haben 2015 eine Vereinbarung der
open skies
getroffen. Diese erlaubt jetzt auch Billigfluggesellschaften, Direktflüge zwischen mexikanischen und US-amerikanischen Städten herzustellen.
178
Diese Vorgehensweise soll den Luftverkehr in Nordamerika durch Direktverbindungen kleiner Städte und Umgehung der Luftfahrtdrehkreuze dezentralisieren.
Schifffahrt
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Mexiko hat 67
Seehäfen
und 10
Binnenhäfen
Kultur
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Kunst
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Kunst
Mariendarstellung als Federbild,
Juan Baptista Cuiris
, 1550/1580
Die neue Demokratie
, Murales von
David Alfaro Siqueiros
im Palacio de Bellas Artes, Mexiko-Stadt
Murales zur Geschichte Mexikos von
Diego Rivera
im
Palacio National
, Mexiko-Stadt
Die Kunst in Mexiko ist geprägt vom Rückgriff auf
präkolumbianische
Traditionen und den Einfluss der spanischen Eroberer. Obwohl die Spanier gewaltsam mit hohen Repräsentanten der indianischen Macht brachen, blieb ein starker Bezug auf die vorkoloniale Kunst vorhanden. Darüber hinaus fanden in Mexiko-Stadt unter der Regierung des Vizekönigs Maskenumzüge statt, die die Erinnerung an die aztekische Dynastie aufrechterhalten sollte.
179
Die traditionellen Kunstformen wurden dabei auch mit neuen Motiven verknüpft. So entstanden etwa
Federbilder
mit
Marien-Darstellungen
, die auf den von den Spaniern eingeführten christlichen Glauben Bezug nahmen.
180
Die gesamte Federkunst, die zuvor nur dem Adel zustand, erlebte eine Umdeutung in das Christliche und wurde etwa für Bischofskappen und Altardecken verwandt, wobei aber traditionelle aztekische Farbbedeutungen beibehalten wurden. Bis in das 19. Jahrhundert hinein war
Pátzcuaro
ein Zentrum der Federverarbeitung mit bedeutenden kunsthandwerklichen Einrichtungen. Ein weiteres Feld der Bilddarstellung mit traditionellen Grundlagen waren Karten und
genealogische
Darstellungen. Dabei zeigten sich in den Karten etwa Verbindungen der aus Europa stammenden Form der
Kartografie
mit mexikanischen
Glyphen
181
Während des 19. Jahrhunderts reisten europäische Künstler nach Mexiko und stellten den Staat in seiner Vielfalt künstlerisch dar. Der bedeutendste von ihnen war wohl
Johann Moritz Rugendas
, der Landschaften, Genreszenen und Studien der Natur und der Bevölkerung anfertigte.
182
Eine Blüte erlebte die mexikanische Kunst in der Zeit infolge der mexikanischen Revolution. Künstler wie
David Alfaro Siqueiros
José Clemente Orozco
und
Juan O’Gorman
beschäftigten sich in ihrem Werk mit der Revolution und sozialen Fragen sowie der mexikanischen Geschichte bis hinein in die präkolumbianische Zeit. Die berühmtesten mexikanischen Künstler sind bis heute
Diego Rivera
und
Frida Kahlo
. Diego Rivera begründete zusammen mit anderen den
Muralismus
, die Kunstform monumentaler öffentlicher Wandgemälde, die in Mexiko weite Verbreitung fand und heute an vielen öffentlichen Gebäuden und auch in anderen Staaten Lateinamerikas und in den USA zu sehen ist. Bedeutende Murales von Rivera finden sich etwa im
Palacio National
und zeigen Ereignisse der mexikanischen Geschichte. Die zeitgenössische Kunst in Mexiko setzt sich vor allem mit gesellschaftlichen Themen wie Gewalt und Kriminalität auseinander. Beispielhafte Vertreter sind
Teresa Margolles
Daniel Guzmán
und Eduardo Abaroa.
Architektur
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Der weltweit bekannteste mexikanische Architekt der Moderne ist
Luis Barragán
Literatur
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Hauptartikel
Mexikanische Literatur
Musik
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Populäre Musik in Mexiko besteht aus einer breiten Palette von musikalischen Stilen und Genres. Sie hat ihren Ursprung in der
präkolumbianischen
183
und europäischen, vorwiegend spanischen Kultur.
184
Wichtigste Stilrichtungen sind der
mexikanische Son
und der
Corrido
, die bereits im 18. Jahrhundert gespielt wurden. Elemente des Corrido finden sich auch im
Narcocorrido
, der seit Anfang des 21. Jahrhunderts die typische mexikanische Volksmusik verkörpert. Der
Ranchera
entstand in der Zeit der mexikanischen Revolution zu Anfang des 20. Jahrhunderts und fand seine Ausprägung als
Norteña
im Norden Mexikos. In den 1920er Jahren wurden die ursprünglich aus Kuba stammenden Tanzstile
Bolero
und
Danzón
zu eigenständigen Formen weiterentwickelt.
Agustín Lara
, ein Schöpfer des mexikanischen Boleros, komponierte auch den Soundtrack zum ersten mexikanischen Tonfilm
Santa
von 1932. Weltweit bekannte Volkslieder sind:
Bésame mucho
(Bolero),
Cielito lindo
(Ranchera),
El Rey
(Ranchera),
Granada
(Bolero),
La Bamba
(Volkslied),
La Cucaracha
(Corrido),
Las mañanitas
(Volkslied),
México Lindo y Querido
(Ranchera),
Solamente una vez
(Bolero),
Somos Novios
(Bolero).
Eine Musikgruppe, welche die verschiedensten Stile der traditionellen Musik spielt, wird als
Mariachi
bezeichnet. Die Mariachi-Musik wurde 2011 von der
UNESCO
in die
Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit
aufgenommen.
Urvater der mexikanischen Rockmusik
(rock nacional)
ist
Carlos Santana
, der in den 1960er Jahren den
Latin Rock
kreierte. Weitere bekannte Popmusiker aus Mexiko sind:
Maná
Luis Miguel
Alejandro Fernández
Thalía
Marco Antonio Solís
Pepe Aguilar
Paulina Rubio
Angelica Maria
Alejandra Guzmán
Gloria Trevi
und
Cristian Castro
Im Bereich klassische Musik wurde die erste mexikanische Oper
La Parténope
, komponiert von
Manuel de Sumaya
, 1711 uraufgeführt. Im 19. Jahrhundert war der
Walzer
populär und mexikanische Komponisten (
Ernesto Elorduy
Juventino Rosas
Felipe Villanueva
) schufen eine eigenständige mexikanische Form. Das mexikanische Symphonieorchester
Orquesta Sinfónica Mexicana
wurde 1928 von
Carlos Chávez
gegründet. Zu den international anerkanntesten Tenören der Gegenwart gehört der in Mexiko geborene
Rolando Villazón
Film
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Hauptartikel
Mexikanischer Film
Bekannte mexikanische Schauspieler
und Regisseure
Ramón Novarro
(Schauspieler)
Dolores del Río
(Schauspieler)
Gael García Bernal
(Schauspieler)
Salma Hayek
(Schauspieler)
Luis Buñuel
(Regisseur)
Arturo Ripstein
(Regisseur)
Guillermo del Toro
(Regisseur)
Alejandro González Iñárritu
(Regisseur)
Die Geschichte des Films in Mexiko begann im Januar 1895 mit dem
Kinetoskop
und im August 1896 mit dem
Cinématographe
. In der Folge entwickelte sich eine eigene mexikanische
Stummfilmproduktion
. Die meisten dieser Filme sind jedoch verschollen beziehungsweise haben sich nicht erhalten. Infolge des Wandels zum
Tonfilm
wuchs die Filmindustrie und nahm an Bedeutung zu. Dabei gab es erstmals international bekannte Stars wie die Schauspielerin
Dolores del Río
, die auch in den Vereinigten Staaten von Amerika drehte. Nach dem Ende des
Zweiten Weltkriegs
bis in den Anfang der 1950er Jahre erlebte der mexikanische Film sein „Goldenes Zeitalter“. Es drehte unter anderem
Luis Buñuel
in dieser Zeit Filme, die international erfolgreich waren, sowohl beim Publikum als auch auf Festivals. Ein Beispiel dafür ist etwa Buñuels Film
Die Vergessenen
(Los Olvidados)
aus dem Jahr 1950. Ähnliche Erfolge gelangen auch anderen Regisseuren und auch Schauspieler konnten internationalen Ruhm erlangen. Mit dem Ende dieser Ära begann ein langer Zeitraum, in dem eher billige Produktionen mit thematischen Fokus auf
Action
, Gewalt und Erotik dominierten und internationale Erfolge ausblieben. Dies veränderte sich erst mit dem Ende der 1980er und dem Beginn der 1990er Jahre. Es kam ein neuer mexikanischer Film auf, der mit qualitativ hochwertigen Filmen wie etwa
Bittersüße Schokolade
(Como aguapara chocolate)
aus dem Jahr 1992, der in den USA einer der erfolgreichsten ausländischen Filme des Jahres war, wieder an erfolgreichere Zeiten anknüpfen konnte. Der Trend zu hochwertigen mexikanischen Filmen, die international Interesse auf sich ziehen konnten, setzte sich fort. Nach der Jahrtausendwende konnten etwa
Amores Perros
und
Y Tu Mamá También – Lust for Life
(Y Tu Mamá También)
internationale Preise und ebenso fremdsprachiges Publikum für sich gewinnen. Zudem etablierten sich auch mexikanische Filmschaffende international. So konnte etwa
Guillermo del Toro
auch in Hollywood als Regisseur Fuß fassen.
Medien
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Die Medienlandschaft Mexikos war lange Zeit und ist bis heute politisch dominiert. Zwar sind die Medien mehrheitlich privatisiert und eine direkte Zensur bestand nicht, dennoch gab es keine freie Berichterstattung.
185
Die politischen Eliten und Teile der Unternehmerschaft nahmen und nehmen zum Teil großen Einfluss auf die Berichterstattung. So gab es über lange Zeit das staatliche
Papiermonopol
Subventionen
, Vermischung von Nachrichten mit Kommentaren und Werbung, bestellte Berichterstattung und platzierte Informationen und Bilder. Dabei wirkte auch die schlechte Bezahlung von Journalisten förderlich, die etwa für
Korruption
und Bezahlung von staatlichen Stellen und Unternehmen anfällig waren und sind. Firmen wie
PEMEX
, der Präsident, staatliche Behörden sowie die der Länder und Gemeinden, die
Partido Revolucionario Institucional
und ihre Unterorganisationen sowie weitere Parteien und Organisationen unterhielten und unterhalten teils lang andauernde Beziehungen zu bestimmten Journalisten, die sie mit Informationen versorgten und deren Berichterstattung dementsprechend gesteuert ausfiel. Noch in den 1990er und 2000er Jahren wurden die Netzwerke zwischen PRI und Journalisten dazu genutzt, PAN- oder PRD-geführte Regierungen und Gouverneure auf Länderebene zu diskreditieren.
186
Es gab aber auch Journalisten, die die Missstände des Systems thematisierten und etwa auf Verletzungen der
Menschenrechte
und Mängel des
Rechtsstaats
hinwiesen. Diese wurden oftmals Opfer staatlicher Repression.
185
In den 1990er-Jahren kam es in Nachfolge der Wochenzeitschrift
Proceso
, die von
Julio Scherer García
herausgegeben wurde, zu einem Aufschwung des
investigativen Journalismus
und zur Neugründung von Printmedien in Nordmexiko und Mexiko-Stadt.
186
Insgesamt spielen Zeitungen in Mexiko aber nur eine untergeordnete Rolle, da sie für die Mehrheit der Menschen zu teuer sind und damit nur eine geringe
Reichweite
haben. Von den 300 Zeitungen, von denen 35 in Mexiko-Stadt erscheinen, ist die
Reforma
mit 186.000 Exemplaren die größte, gefolgt von
El Universal
mit 139.000,
Exélsior
mit 112.000 und
La Jornada
mit 82.000 Exemplaren.
187
Das Verhältnis von Staat und Medien ist in Mexiko nur schwach reglementiert. Das
Ley Federal de Radio y Televisión
stammt aus dem Jahr 1960, als statt Gesetze eher nicht niedergeschriebene Vereinbarungen bestimmend waren. Dieses Mediengesetz entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen, ein neues Gesetz, das den Medienmarkt regulieren, Monopole bekämpfen und den Einfluss der Werbeindustrie begrenzen würde, liegt seit 2002 dem Parlament vor, wurde aber noch nicht verabschiedet.
188
Die Gesetzesinitiative geht auf Forderungen aus den 1970er Jahren zurück und soll zur Einrichtung eines unabhängigen Medienrates führen, zur Stärkung von nicht-kommerziellen Kanälen bei der Vergabe von Lizenzen und zur Legalisierung freier Radiosender. Trotz der Veränderungen im politischen Machtgefüge konnte das Gesetz bis jetzt nicht gegen die schweigenden Mehrheiten in der PRI und der PAN durchgesetzt werden.
188
Es sind rund 2000 Lizenzen für elektronische Medien von der mexikanischen Regierung vergeben worden. 80 Prozent von ihnen werden kommerziell betrieben. Es gibt eine erhebliche Konzentration im Fernsehmarkt.
Televisa
hat einen Marktanteil von rund 50 Prozent,
TV Azteca
rund 30 Prozent.
186
Der Rest entfällt auf regionale Sender. Die beiden großen Sendergruppen entfalten ihren Einfluss über auch international erfolgreich vermarktete Programme wie etwa
Telenovelas
. Televisa gilt als einer der einflussreichsten Medienkonzerne der Welt. In letzter Zeit investierte die Regierung verstärkt in die öffentlichen Programme. So wird die Reichweite der von der
Universidad Nacional Autónoma de México
und dem
Instituto Politécnico Nacional
betriebenen Radio- und Fernsehprogramme erweitert.
189
2017 wurden elf Journalisten in Mexiko getötet. Laut dem Bericht von Reporter ohne Grenzen steht der Tod der Opfer in direktem Zusammenhang mit deren journalistischen Tätigkeit.
190
Im Jahr 2021 nutzten 72 Prozent der Einwohner Mexikos das Internet.
191
Küche
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Hauptartikel
Mexikanische Küche
Tacos
Die mexikanische Küche zeichnet sich durch die Synthese von
aztekischen
und spanisch-kolonialen, im Süden auch
Maya
-Traditionen aus. Regional gibt es in Mexiko große Unterschiede zwischen Küste und zentralem Hochland,
chiliverliebtem
Süden und rindfleischorientiertem Norden.
Die wichtigste Mahlzeit am Tag ist das Mittagessen, entsprechend lang ist auch die Mittagspause eines üblichen Arbeitstages. Abends wird dann meist nur noch ein kleiner Imbiss verzehrt, ein paar Früchte, ein
Taco
oder ähnliches. In einem heißen, tropischen Staat mit großenteils üppiger Vegetation spielen Früchte und bestimmte Gemüsesorten eine dominante Rolle.
Für Mexiko typisch sind die
Tortillas
, die zu jedem Essen dazugehören. Normalerweise sind auch Chilis oder Chilisaucen auf dem Tisch, deren Schärfe höchst unterschiedlich sein kann. Der schärfste Chili ist der
Chile Habanero
, ein meist grüner, etwa drei Zentimeter großer Vertreter seiner Gattung. Weitaus milder ist der
Chile Jalapeño
, der in Scheiben geschnitten in den traditionellen Restaurants zum Essen serviert wird.
Eine in Mexiko ebenfalls beliebte Speise sind die sogenannten
Churros
. Es handelt sich hierbei um längliche, frittierte Teigstücke, die traditionell mit Zucker oder Schokolade serviert werden.
Trinkwasser wird meist in Flaschen oder Kanistern verkauft, da Leitungswasser häufig nicht zum Trinken geeignet ist. Gerne getrunken wird die von den Spaniern eingeführte
Horchata
, ein süßliches Reis/Zimt-Getränk, das gekühlt serviert wird. Die üblichen alkoholischen Getränke sind
Bier
Tequila
Mezcal
und
Pulque
Das mexikanische Essen erfreut sich in den letzten Jahrzehnten wachsender Beliebtheit und einige Gerichte zählen bereits, ähnlich der
Italienischen Küche
, zu den international bekanntesten.
Sport
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Fußballspiel im
Aztekenstadion
Die mexikanische Nationalsportart ist
Charrería
und ist vor allem im Norden des Staates verbreitet. Der Sport basiert auf den Tätigkeiten des
Charro
und besteht aus verschiedenen Punktwettbewerben, womit er dem
Rodeo
ähnelt. Eine weitere traditionelle Sportart, die von den Spaniern in Mexiko eingeführt wurde, ist der
Stierkampf
. Andere populäre und verbreitete Sportarten in Mexiko sind
Fußball
Boxen
Baseball
und
Basketball
. Speziell ist auch das mexikanische Show-Wrestling, das unter dem Namen
Lucha Libre
bekannt ist. Der
Fußball in Mexiko
ist auf Vereinsebene in einem nationalen Ligasystem organisiert. Die oberste Spielklasse ist die 1943 gegründete
Primera División
. Zurzeit spielen in ihr 18 Mannschaften, der Meister wird im Playoff-System aus acht Mannschaften ermittelt. Die erfolgreichste Mannschaft ist
Club América
aus Mexiko-Stadt mit zwölf Meistertiteln, gefolgt vom
Deportivo Guadalajara
mit elf und
Deportivo Toluca
mit zehn Titeln.
192
Mexiko richtete die
Fußball-Weltmeisterschaft 1970
und die
Fußball-Weltmeisterschaft 1986
aus, wobei beide Finalspiele im
Aztekenstadion
, dem aktuell
drittgrößten
Fußballstadion der Welt, stattfanden.
193
Die mexikanische
Fußballnationalmannschaft
nahm an 15 von 20 möglichen WM-Endrunden teil und gehört damit neben Argentinien und Brasilien zu den erfolgreichsten amerikanischen Nationalmannschaften. Die
kontinentale Meisterschaft
der Fußballverbände Nord- und Mittelamerikas und der Karibik konnte Mexiko bereits zehn Mal gewinnen. International bekannte Fußballer aus Mexiko sind etwa
Hugo Sánchez
Rafael Márquez
Ricardo Osorio
Pável Pardo
und Javier Hernandez (
Chicharito
).
Nigel Mansell
, gewann 1987 und 1992 den
Großen Preis von Mexiko
Die Anfänge des
Baseball in Mexiko
liegen in den 1870er Jahren. Die höchste Liga ist die
Liga Mexicana de Béisbol
, die 1925 gegründet wurde und die höchste Klassifizierung der
Major League Baseball
besitzt, womit sie als eine der besten Ligen weltweit gilt. In ihr spielen derzeit 16 Mannschaften, der Rekordmeister ist
Diablos Rojos del México
aus Mexiko-Stadt. Über 100 Spieler haben es in die amerikanisch-kanadische Major League Baseball geschafft, darunter Spieler wie
Fernando Valenzuela
Vinny Castilla
und
Aurelio Rodríguez
. Die
Nationalmannschaft
konnte bei vier
Panamerikanischen Spielen
Bronzemedaillen gewinnen.
Die höchste Basketball-Liga in Mexiko ist die
Liga Nacional de Baloncesto Profesional
, die im Jahr 2000 gegründet wurde und derzeit 24 Mannschaften umfasst. Boxen ist eine weitere populäre und erfolgreiche Sportart, da mexikanische Boxer einige Weltmeistertitel und Olympiamedaillen erkämpfen konnten. Zu den Boxern aus
Puerto Rico
besteht traditionell
eine besondere Rivalität
194
Von 1962 bis 1970, von 1986 bis 1992 und seit 2015 findet der
Große Preis von Mexiko
im Rahmen der
Formel 1
statt. Aufgrund ihrer Erfolge ist die Golferin
Lorena Ochoa
– die seit 2007 die
LPGA Tour
anführt – sehr populär.
195
Logo der Olympischen Sommerspiele 1968 in Mexiko-Stadt
Mexiko richtete die
Olympischen Sommerspiele 1968
in Mexiko-Stadt aus. Es war bis 2016 der einzige lateinamerikanische Gastgeberstaat, bis die
Olympischen Sommerspiele 2016
in
Rio de Janeiro
stattfanden.
196
In Mexiko-Stadt nahmen 112 Nationen mit insgesamt 5516 Sportlern teil, es gab 172 Wettbewerbe in 20 Sportarten. Herausragend waren der Weltrekord im Weitsprung von
Bob Beamon
und der
Fosbury-Flop
im Hochsprung. Insgesamt wurden bei diesen Spielen besonders viele Rekorde aufgestellt. Mexikanische Athleten gewannen bei Olympischen Spielen bisher
77 Medaillen
, womit Mexiko den 53. Rang des
ewigen Medaillenspiegels
einnimmt. Die Medaillen konnten dabei in verschiedensten Sportarten wie
Reiten
Wasserspringen
Schwimmen
Boxen
Polo
und
Fechten
gewonnen werden.
Special Olympics Mexiko
wurde 1987 gegründet und nahm mehrmals an
Special Olympics Weltspielen
teil.
Feiern und Feste
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Feiertage
Datum
Name
Deutscher Name
Anmerkungen
1. Januar
Año Nuevo
Neujahr
gesetzlicher Feiertag
6. Januar
Día de Reyes
Heilige Drei Könige
5. Februar
Aniversario de la Constitución Mexicana
Tag der Verfassung
gesetzlicher Feiertag, wird am nahen Montag gefeiert, z.
B. am 3. Februar 2014 oder am 2. Februar 2015
24. Februar
Día de la Bandera
Tag der Fahne
21. März
Natalicio de Benito Juarez
Geburtstag von
Benito Juárez
gesetzlicher Feiertag
April
Jueves Santo
Gründonnerstag
gesetzlicher Feiertag
April
Viernes Santo
Karfreitag
gesetzlicher Feiertag
1. Mai
Día del Trabajo
Tag der Arbeit
gesetzlicher Feiertag
5. Mai
Cinco de Mayo
5. Mai
Jahrestag der
Schlacht bei Puebla
. Kein gesetzlicher Feiertag
1. September
Informe presidencial
Regierungserklärung
16. September
Día de la Independencia
Unabhängigkeitstag
gesetzlicher Nationalfeiertag
12. Oktober
Día de la Raza
Jahrestag der „Begegnung zweier Welten“
Entdeckung Amerikas durch
Christoph Kolumbus
(1492)
1. und 2. November
Días de los Muertos
Tag der Toten
2. November
Día de los Fieles Difuntos
Allerseelen
gesetzlicher Feiertag
20. November
Aniversario de Revolución Mexicana
Tag der Revolution
gesetzlicher Feiertag
12. Dezember
Nuestra Señora de Guadalupe
Tag der
Jungfrau von Guadalupe
25. Dezember
Navidad
Weihnachten
gesetzlicher Feiertag
Literatur
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Reise Know-How Mexiko kompakt
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Gerhard Heck, Manfred Wöbcke, Thomas Bassen
DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Mexiko
. 5. Auflage. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2023,
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Barbara Schröter (Hrsg.)
Das politische System Mexikos
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Anne Huffschmid
Mexiko – das Land und die Freiheit
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Frank Jacob
Riccardo Altieri
(Hrsg.)
Das Moderne Mexiko. Von Unabhängigkeitskampf und Revolution
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Klaus-Jörg Ruhl, Laura Ibarra Garcia
Kleine Geschichte Mexikos: Von der Frühzeit bis zur Gegenwart
. 2. Auflage. C.H. Beck, München 2007,
ISBN 978-3-406-42166-2
Stefan Rinke
Conquistadoren und Azteken. Cortés und die Eroberung Mexikos.
C.H. Beck, München 2019,
ISBN 978-3-406-73399-4
Weblinks
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Weitere Inhalte
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Wikivoyage
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Atlas: Mexiko
– geographische und historische Karten bei
Wikimedia Commons
Offizielle Website
der mexikanischen Regierung (spanisch)
Offizielle Website
der mexikanischen Präsidentschaft (spanisch)
Länderinformation – Mexiko
des deutschen
Auswärtigen Amts
Deutsche Botschaft in Mexiko
(deutsch und spanisch)
Karsten Bechle:
Mexiko – DOSSIER Innerstaatliche Konflikte.
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Erstes Kaiserreich
Oberste Exekutivgewalt Mexikos
Erste Bundesrepublik
Zentralistische Republik
Zweite Bundesrepublik
Zweites Kaiserreich
Mexiko
Vereinigte Mexikanische Staaten
Politische Gliederung
Nordamerikas
Mitgliedstaaten der
Vereinten Nationen:
Antigua und Barbuda
Bahamas
Barbados
Belize
Costa Rica
Dominica
Dominikanische Republik
El Salvador
Grenada
Guatemala
Haiti
Honduras
Jamaika
Kanada
Kuba
Mexiko
Nicaragua
Panama
St. Kitts und Nevis
St. Lucia
St. Vincent und die Grenadinen
Trinidad und Tobago
Vereinigte Staaten
Abhängige Gebiete:
Amerikanische Jungferninseln
Anguilla
Aruba
Bermuda
Bonaire
Saba
und
Sint Eustatius
Britische Jungferninseln
Cayman Islands
Curaçao
Grönland
Guadeloupe
Martinique
Montserrat
Navassa
Puerto Rico
Saint-Barthélemy
Saint-Martin
Saint-Pierre und Miquelon
San
Andrés und Providencia
Sint Maarten
Turks- und Caicosinseln
Liegt auf dem
südamerikanischen
Festlandssockel, wird aber politisch zu Nordamerika gezählt.
Mitgliedstaaten der
Organisation Amerikanischer Staaten
(OAS)
Mitgliedstaaten:
Antigua und Barbuda
Argentinien
Bahamas
Barbados
Belize
Bolivien
Brasilien
Chile
Costa Rica
Dominica
Dominikanische Republik
Ecuador
El Salvador
Grenada
Guatemala
Guyana
Haiti
Jamaika
Kanada
Kolumbien
Mexiko
Nicaragua
Panama
Paraguay
Peru
St. Kitts und Nevis
St. Lucia
St. Vincent und die Grenadinen
Suriname
Trinidad und Tobago
Uruguay
Venezuela
Vereinigte Staaten
Ehemalige Mitgliedstaaten:
Honduras
Kuba
Mitgliedstaaten des
Nordamerikanischen Freihandelsabkommens
(NAFTA)
Kanada
Mexiko
Vereinigte Staaten
Mitgliedstaaten der
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(OECD)
Australien
Belgien
Chile
Costa
Rica
Dänemark
Deutschland
Estland
Finnland
Frankreich
Griechenland
Irland
Island
Israel
Italien
Japan
Kanada
Kolumbien
Lettland
Litauen
Luxemburg
Mexiko
Neuseeland
Niederlande
Norwegen
Österreich
Polen
Portugal
Schweden
Schweiz
Südkorea
Slowakei
Slowenien
Spanien
Tschechien
Türkei
Ungarn
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Vereinigte
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