Online-Casino – Wikipedia
Zum Inhalt springen
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Als
Online-Casinos
werden
virtuelle
Casinos
bezeichnet, auf die über das
Internet
zugegriffen werden kann. Online-Casinos ermöglichen das Wetten und Spielen von Casinospielen über an das Internet angeschlossene Endgeräte (
PC
Smart-TV
Tablet
usw.).
Regulierte Online-Casinos weisen üblicherweise die gleichen Gewinnchancen und Auszahlungsquoten wie stationäre Spielbanken auf, wobei manche Betreiber, beispielsweise bei
Slot-Machine
-Spielen, höhere Rückzahlungsquoten zur Kundenrekrutierung anbieten. Bei vielen Anbietern finden sich die Rückzahlungsquoten der einzelnen Spiele auf deren Webseite. Kernprinzip einer Software für das Glücksspiel ist ein funktionierender
Zufallszahlengenerator
. Bei Tischspielen wie
Blackjack
ist der
Hausvorteil
durch die Regeln vorgegeben oder einprogrammiert. Casinosoftware kann von Betreiberfirmen auch
geleast
werden.
Aufgrund steuerlicher und rechtlicher Vorteile haben viele Betreiber von Online-Casinos ihren Sitz in
Offshore-Finanzplätzen
wie
Gibraltar
oder innereuropäischen Ländern wie
Isle of Man
Zypern
oder
Malta
. In der Regel bieten diese Länder staatlich kontrollierte und reglementierte
Glücksspiellizenzen
an.
Arten von Online-Casinos
Web-basierte Online-Casinos
Web-basierte Casinos können direkt über einen
Internet-Browser
genutzt werden. Das Herunterladen von
Software
ist hierbei nicht erforderlich. Lediglich bei einigen komplexeren Spielen konnte in der Vergangenheit die Installation von Zusatzprogrammen wie
Java
Flash
oder
Shockwave
notwendig sein, was jedoch seit der
Obsoleszenz
von Java
und Flash
immer seltener geworden ist. Mittlerweile programmieren immer mehr Anbieter von Casino-Spielen ihre Entwicklungen ausschließlich im
HTML5
-Format.
Für die Ausführung dieser Spiele ist eine ausreichende Bandbreite bei der Internetverbindung notwendig, da alle Grafiken, Töne und Animationen über den Browser heruntergeladen werden müssen. Die meisten Online-Casinos verfügen mittlerweile über Spiele, die über ein
HTML
Interface
gesteuert werden können, was insbesondere für mobile Endgeräte wie
Tablets
und
Smartphones
sinnvoll ist, die kein Flash unterstützen.
Download-basierte Casinos
Zahlreiche Online-Casinos erforderten in der Vergangenheit den Download spezieller Software. Die Software verbindet sich mit dem
Service-Provider
des Casinos und verwaltet den Kontakt ohne zwischengeschalteten
Web-Browser
. Download-basierte Casinos arbeiten üblicherweise schneller, als die Web-basierten Äquivalente, da alle Komponenten auf der lokalen Festplatte abgespeichert sind und nicht erst heruntergeladen werden müssen. Auf der anderen Seite ist die Erstinstallation der Software oft zeitaufwändig und, wie bei jeder Installation von Programmen aus dem Internet, besteht das Risiko von integrierter
Malware
Spielangebot
Das Spielangebot in Online-Casinos lässt sich unterteilen in Spiele, die gegen den Computer getätigt werden – sogenannte virtuelle Casino-Spiele – und Spiele, bei denen ein Casino-Spiel real stattfindet, an dem der Spieler mithilfe von
Live-Streaming
Technologie in Echtzeit teilnehmen kann.
Virtuelle Casino-Spiele
Bei virtuellen Casinospielen handelt es sich entweder um virtuelle Umsetzungen von
Spielautomaten
oder um Tischsspiele. Der Ausgang eines Spiels ist hier von Daten aus einem
Pseudozufallszahlengenerator
(englisch: pseudorandom number generator – PRNG) abhängig. Diese Daten bestimmen beispielsweise die Reihenfolge der Karten in
Kartenspielen
, oder das Ergebnis eines Würfelwurfs oder Drehs am
Roulette
-Kegel. PRNGs basieren auf einer Reihe von mathematischen Regeln (PRNG-Algorithmus), die eine lange Sequenz von Zahlen generieren, die den Anschein von echter Zufälligkeit erwecken. Obwohl diese Methode keinen echten Zufall imitieren kann, da Computer ohne externen Input keinen echten Zufall imitieren können, genügen PRNGs den wichtigsten Kriterien, um die Fairness der Spiele zu gewährleisten.
Die richtige Implementierung des PRNG-Algorithmus (z.
B. der
Mersenne-Twister
) gewährleistet, dass die Spiele sowohl fair als auch unvorhersehbar sind. Allerdings gewähren Online-Casinos keinen Einblick in die Funktionsweise der Software, weshalb die Spieler blind darauf vertrauen müssen, dass kein übermäßiger Hausvorteil implementiert wurde. Die Funktionsweise und der verwendete Algorithmus wird bei regulierten Online-Casinos von externen Instanzen überprüft, um zu gewährleisten, dass die
Gewinnmargen
des Anbieters mit den Chancen der Spiele übereinstimmen.
Eine weitere Methode zur Überprüfung des Fairplay von Onlinecasinos besteht in der
Seed-key
-Generierung durch den Casino-Server vor der Anzeige der Ergebnisse, und die Veröffentlichung der
Prüfsumme
dieses Werts. Nach dem Ausgang des Spiels, kann der Spieler den Seed key über ein
Webinterface
überprüfen und damit sicherstellen, dass der Ausgang des Spiels nicht manipuliert wurde. Diese Methode funktioniert bei
Multiplayer-Spielen
(wie beispielsweise
Poker
) allerdings nicht.
Live-Dealer-Spiele
In einem Live-Dealer Casino wird das jeweilige Spiel durch einen menschlichen
Croupier
moderiert, dessen Spielaktionen und Kommunikation über
Livestream
übertragen wird.
Die Aktionen durch den Spieler erfolgen über eine Konsole auf dem Bildschirm und die Kommunikation mit dem Dealer erfolgt über ein Chatfenster. Die erforderlichen Spielparameter werden über
Optical Character Recognition
(OCR – Software, die Bildmaterial erkennt und in Daten umwandelt) zu Daten verarbeitet, die von der Software verwendet werden kann. Die Spieler können mit dem Spiel in derselben Weise interagieren, wie in einem regulären virtuellen Casinospiel, allerdings ist der Ausgang des Spiels nicht von Zufallszahlengeneratoren abhängig, sondern von physischen Interaktionen.
Für die Betreiber solcher Spiele ist der finanzielle Aufwand um einiges größer, als das Angebot einfacher virtueller Casinospiele. Für den Betrieb werden mindestens ein Livestudio mit einem oder mehreren
Kameramännern
und einigen Croupiers, ein Server- und Softwareraum und ein Analysestudio benötigt. Zusätzlich muss ein Pit-Boss als Schiedsrichter für Meinungsverschiedenheiten und Regelverstößen und ein IT-Manager für die reibungslose Funktion der Casinosoftware engagiert werden.
Der hohe finanzielle Aufwand beim Betrieb solcher Casinos ist der Grund, warum Live-Dealer-Casinos nur die populärsten Spiele, wie
Roulette
Blackjack
Sic Bo
und
Baccarat
in diesem Format anbieten. Das Angebot derselben Spiele als virtuelle Version ist für die Betreiber im Verhältnis um einiges günstiger, weshalb es für Betreiber virtueller Casinos nicht unüblich ist, hunderte von verschiedenen Spielen anzubieten.
Das Angebot von Live-Dealer-Casinos existiert in unterschiedlichen Modifikationen. Manche Betreiber übertragen die Dealerinteraktionen beispielsweise auf ihrem eigenen Fernsehsender, während andere die Spiele nur auf ihrer Webseite anbieten. Oftmals kann die Spielerinteraktion auch über
Smart-TV
und
Smartphones
abgewickelt werden.
In aller Regel bieten web-basierte Online-Casinos Spiele mit Live-Dealer innerhalb ihres üblichen Spieleportfolios an, sodass eigenständige Live-Dealer-Casinos generell nicht vorkommen, sondern es sich vielmehr um eine Kategorie innerhalb des Spielangebots von Online-Casinos handelt.
Sicherheit
Online-Casinos verwenden Verschlüsselungssysteme, um die Daten zwischen dem Online-Casino und dem Endgerät des Spielers zu verschlüsseln. Um Geldwäsche, Untreue und Betrug auszuschließen, sind die Unternehmen, die die Casinos betreiben zudem dazu verpflichtet, die Identität der Spieler über ein
KYC
-Verfahren zu verifizieren. Die staatliche Regulierung stellt in aller Regel eine wiederkehrende Überprüfung der verwendeten Zufallszahlengeneratoren sicher.
Boni
Boni bilden häufig einen Bestandteil der Marketingstrategien von Online-Casinos, die neue Kunden anwerben bzw. Bestandskunden behalten möchten. Dabei vergeben die Betreiber im Wesentlichen Spielkapital und binden dadurch im Gegenzug Spieler an das Online-Casino. Solche Boni sind meist an Umsatzregeln geknüpft (als Beispiel: Der Bonusbetrag muss mindestens 20 Mal umgesetzt bzw. gespielt werden, um sich den Gewinn auszahlen zu lassen), um zu verhindern, dass sich der Spieler den erhaltenen Bonus nicht direkt nach dem Erhalt einfach auszahlen lassen kann. Die Umsatzregeln sind üblicherweise so ausgerichtet, dass mit einem für den Spieler negativen Ausgang gerechnet werden kann, so als hätte er den Bonusbetrag eingezahlt. Manche Online-Casinos beschränken den Einsatz des Bonusbetrags noch weiter, beispielsweise durch das Verbot des risikoreduzierten Wettens, wie das Setzen auf sowohl Rot als auch Schwarz beim Roulette, oder das Verbot, den Bonus bei Spielen mit geringem Hausvorteil einzusetzen. So tragen Roulette und Blackjack meist weniger zum sogenannten
wagering
, dem Spielen, bis der Bonus zur Auszahlung oft genug umgesetzt ist, bei.
Ähnliche Strategien sind auch in echten
Spielbanken
in Form sogenannter „Comps“ (von Englisch: „complimentary items“, zu Deutsch etwa: kostenlose Dinge) anzutreffen. Dabei handelt es sich um unentgeltliche Zusatzleistungen von Seiten der Casinobetreiber, die den Spieler zum Wetten animieren sollen. Dies kann vom Gratis-Parkplatz bis zu Gratis-Getränken oder Spielguthaben gehen.
Betrug in Online-Casinos
Online-Casinos können in manchen Fällen versuchen, ihre Spieler zu betrügen. Dieses Risiko ergibt sich jedoch vorwiegend in Online-Casinos, die über keine Lizenz verfügen, da Aufsichtsbehörden in der Regel die Integrität des eingesetzten IT-Systems kontrollieren. Zu den am meisten verbreiteten unlauteren oder gar betrügerischen Geschäftspraktiken gehören:
Unfaire Spiele:
Die Spiele funktionieren anders, als es im Spielplan festgelegt ist. So kann die Gewinnchance durch Manipulation des Systems deutlich niedriger liegen, als sie ausgewiesen wird. Dies senkt die Rentabilität der Spiele.
Blockierung der Auszahlungen:
Online-Casinos können die Gewinnausschüttung an Spieler erschweren. Zwar müssen Transaktionen ohnehin verifiziert werden; jedoch können Casinos durch unnötige und unberechtigte Verzögerungen Auszahlungen zusätzlich verkomplizieren und somit faktisch verhindern.
Falsche Werbung:
Online-Casinos bieten für gewöhnlich verschiedene Aktionen an. Eine Benachteiligung des Spielers kann sich jedoch daraus ergeben, dass die realen Konditionen eines Aktionsangebots schlechter ausfallen, als sie in der Werbung ursprünglich dargestellt wurden.
Legalität
Bei der Regulierung von Online-Casinos stehen Gesetzgeber vor der Herausforderung, das Spannungsverhältnis zwischen wirtschaftlichen Interessen der Anbieter und den Belangen der
Suchtprävention
aufzulösen. Zusätzlich erschweren die Dynamik des Internets und die länderübergreifende Bereitstellung von Angeboten eine effiziente Unterbindung illegaler Online-Casinos.
10
Im Umgang damit verfolgt die internationale Praxis im Wesentlichen zwei verschiedene Ansätze: eine eng regulierte Legalisierung privater Glücksspielangebote einerseits und andererseits (oft gepaart mit einem staatlichen Monopol) eine Kriminalisierung. Die Strafbarkeit betrifft in den meisten Fällen allerdings nur die Angebotsseite. Nutzer von solchen Angeboten werden in der Regel nicht strafrechtlich verfolgt.
Zudem wählen diverse Staaten einen Mittelweg: Länder wie
Belgien
Kanada
Schweden
und
Finnland
unterbinden das private Glücksspiel nur teilweise. Sie verfügen jeweils über staatliche
Glücksspielmonopole
und vergeben keine
Lizenzen
an ausländische Spielbankenbetreiber. Als legal anzusehen sind innerhalb ihrer Gesetzgebung hingegen inländische Spielbanken, die lizenziert sind, auf ihrem Staatsgebiet zu agieren.
Österreich
Die Automatenglücksspielverordnung wird einem Begutachtungsverfahren mit offener Teilnehmermöglichkeit unterzogen. Die Begutachtung begann am 20. Februar 2014 und endete am 6. März 2014.
11
Nur noch wenige Casinos akzeptieren Spieler aus Österreich. In Österreich ist im Glücksspielgesetz geregelt, welche konkreten Spiele als Glücksspiele zählen. Glücksspiele im Sinne dieses Bundesgesetzes sind insbesondere die Spiele Roulette, Beobachtungsroulette, Poker, Black Jack, Two Aces, Bingo, Keno, Baccarat und Baccarat chemin de fer und deren Spielvarianten.
12
Lediglich die Casinos Austria AG hat eine in Österreich gültige Konzession laut Glücksspielgesetz.
13
Schweiz
In der Schweiz existiert seit dem 1. Juli 2019 ein Gesetz, welches Online-Casinos nur noch mit zusätzlicher Lizenz erlaubt. Ausschliesslich Schweizer Casinos mit einer Online-Zusatzkonzession sind berechtigt, ein Online-Casino zu betreiben. Das Angebot legaler Online-Casinos hat somit in der Schweiz deutlich abgenommen. Derzeit existieren zehn legale Online-Casinos in der Schweiz.
14
Deutschland und Europa
Einige außereuropäische und innereuropäische Länder wie
Isle of Man
oder
Malta
bieten staatlich reglementierte und kontrollierte Glücksspiellizenzen an (z.B die
MGA
). Aufgrund der europäischen Gesetzgebung wie der Gewerbefreiheit ist es einzelnen europäischen Unternehmen möglich sich rechtlich über landesspezifische restriktive Gesetze hinwegzusetzen. Die innerhalb der
Europäischen Union
von Online-Casinos erzielten Einnahmen beliefen sich 2011 auf ca. 9,3 Mrd. Euro.
15
Die restriktive Haltung Deutschlands wurde seitens der Europäischen Union in der Vergangenheit kritisiert.
16
Die Bundesrepublik Deutschland wurde dazu aufgefordert, nachzuweisen, dass Spiele in Online-Casinos besonders suchtgefährdend seien. 2014 urteilte der Europäische Gerichtshof jedoch, dass ein generelles Verbot dem Allgemeinwohl diene.
17
Im Rahmen der EU-Notifizierung des
Glücksspielstaatsvertrages 2021
erneuerte die Europäische Kommission aber ihre bereits 2012 bei der Notifizierung des 1. Glücksspieländerungsstaatsvertrages vorgetragene Kritik an der deutschen Glücksspielregulierung,
18
dass beim beibehaltenen Verbot von Online-Casino-Angeboten
19
kein ausreichender wissenschaftlicher Nachweis für die Gefährlichkeit des Glücksspiels vorhanden und somit die Begründung entsprechend unzureichend sei. Die Forderung der Kommission, die Verhältnismäßigkeit des Verbotes nachzuweisen, sei nicht erfüllt worden.
18
20
Gemäß dem am 1. Juli 2012 in Kraft getretenen
Glücksspiel-Änderungsstaatsvertrag
ist das Betreiben eines Online-Casinos für deutsche Unternehmen generell verboten. Ausgenommen davon sind lediglich Online-Sportwetten und zwar nur soweit zumindest unter einem inzwischen gestoppten Konzessionsvergabeverfahren eine Lizenz beantragt wurde.
21
Lediglich das Bundesland Schleswig-Holstein beschritt kurzzeitig einen Sonderweg und vergab im Jahr 2012 einige Lizenzen für Online-Casinos. Eine Novelle des Glücksspielrechts scheiterte 2017 an der Uneinigkeit unter den Bundesländern darüber, ob im Internet nur Sportwetten legalisiert werden sollen oder auch andere Arten des Glücksspiels.
22
2015 wurde ein Deutscher für das Spielen von
Black Jack
bei einem Online-Casino mit Sitz in
Gibraltar
vom
Amtsgericht München
zu einer
Geldstrafe
wegen
Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel
verurteilt. Der gesamte Gewinn wurde eingezogen. In den
Nutzungsbedingungen
machte der ausländische Anbieter selbst darauf aufmerksam, dass das eigene Angebot in manchen Ländern illegal sein kann und Spieler dies selbst prüfen müssen.
23
24
25
In
zweiter Instanz
wurde das Urteil wieder aufgehoben, da das
deutsche Strafrecht
bei Online-Glücksspiel nicht anwendbar sei.
26
Im März 2020 verständigten sich die deutschen Bundesländer auf den Glücksspielstaatsvertrag 2021, der am 1. Juli 2021 in Kraft trat
27
und erstmals bundesweit Online-Casinospiele reguliert.
28
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 unterscheidet dabei Online-
Automatenspiele
und
Onlinepoker
von den virtuellen Tischspielen
Roulette
Black Jack
oder
Baccara
29
für die eigenständige Lizenzverfahren vorgesehen sind.
30
Einsätze beim Spielen von Online-Automaten und Online Poker sind seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages am 1. Juli 2021 steuerpflichtig. Das Gesetz sieht einen Steuersatz von 5,3
% auf jeden getätigten Einsatz vor.
31
Seither kann man offiziell und legal in ganz Deutschland bei Online-Casinos um Echtgeld spielen, solange der jeweilige Anbieter im Besitz einer gültigen Lizenz ist. Die
Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder
vergibt diese Lizenzen. Die sogenannte
Whitelist
ist auf der Website der Glücksspielbehörde einsehbar.
32
Spielt man bei einem Casino ohne gültige Lizenz, kann sich der Spieler nach
§ 285 StGB
Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel
) strafbar machen. Hierbei droht eine
Freiheitsstrafe
bis zu sechs Monaten oder
Geldstrafe
bis zu einhundertachtzig Tagessätzen.
USA
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer grundsätzlichen Überarbeitung. Näheres sollte auf der
Diskussionsseite
angegeben sein. Bitte hilf mit, ihn zu
verbessern
, und entferne anschließend diese Markierung.
In den
Vereinigten Staaten
wurde das Online-Glücksspiel erstmals 1961 durch den
Federal Wire Act
reguliert, welcher allerdings nur
Sportwetten
adressierte und andere Formen von Online-Glücksspiel ausdrücklich ausschloss.
33
Der 2006 erlassene
Internet Gambling Enforcement Act
(UIGEA) schränkt Banken und andere Kreditinstitute in Zahlungsempfängen und -sendungen bei Internet-Casinos ein, welche illegal auf US-amerikanischem Gebiet agieren. Allerdings wird nicht festgestellt, welche Casinos als legal bzw. illegal anzusehen sind. Damit ist die Regulierung von Online-Glücksspiel bis heute zu großen Teilen den einzelnen Staaten überlassen. Einige davon haben den Prozess der Legalisierung und Regulierung von Online-Casinos allerdings bereits begonnen.
Australien
In
Australien
gilt seit 2001 der
Interactive Gambling Act
(IGA), der weltweit jeden Anbieter von Online-Casino-Spielen an Personen in Australien kriminalisiert. Er verbietet allerdings nur die Anbieter, nicht die Nutzung. Dadurch ist es in Australien zwar illegal Online-Casinos anzubieten, die Spieler dürfen diese Leistungen allerdings unbehelligt in Anspruch nehmen. Kein Anbieter wurde bisher angeklagt gegen den IGA verstoßen zu haben und viele Online-Casinos akzeptieren Spieler aus Australien.
34
Kanada
Kanada
ist eines der wenigen Länder, die nicht nur die Bereitstellung, sondern auch die Nutzung von Online-Casinos kriminalisiert, welche nicht staatlich lizenziert sind.
35
Trotz dieser Regelung hat
Kahnawake
, ein Indianerreservat in
Québec
, in Eigeninitiative etwa 350 Glücksspiel-Websites lizenziert, ohne jemals strafrechtlich verfolgt worden zu sein.
36
Belgien
Die belgische Gesetzgebung erlaubt das Online-Glücksspiel, allerdings nur unter sehr strikten Bedingungen.
37
38
Online-Casino-Spiele
Roulette
Online Poker
Black Jack
Online-Spielautomat
Bakkarat
Bingo
Würfelspiel
Weblinks
Zocken ohne Limit – Online-Glücksspiel außer Kontrolle?
Doku HD von
Arte
von 2022.
Einzelnachweise
Wie sicher ist Java?
heise Download.
Abgerufen am 29.
Januar 2019
Zeit Online
Adobe: Das Ende des Flash-Players – jetzt wirklich
. In:
Die Zeit
. 26.
Juli 2017,
ISSN
0044-2070
zeit.de
abgerufen am 29.
Januar 2019
).
NetEnt takes lead with HTML5 upgrades as Flash era is coming to an end.
Abgerufen am 29.
Januar 2019
(amerikanisches Englisch).
Edict adds to online casino games.
28.
Januar 2019
abgerufen am 29.
Januar 2019
(englisch).
Nicolae Sfetcu:
A Gambling Guide
, 2015.
Jon Matonis:
BitZino And The Dawn Of 'Provably Fair' Casino Gaming.
Forbes am 31. August 2012.
Nicolae Sfetcu:
Gaming in Online Casinos
. 2014
Robert J. Williams, Robert T. Wood, Jonathan Parke:
Routledge International Handbook of Internet Gambling
(2012)
Guidelines Technical Infrastructure hosting Gaming and Control Systems Remote Gaming.
(PDF)
In:
Malta Gaming Authority.
Malta Gaming Authority,
1.
Dezember 2015
abgerufen am 29.
Januar 2019
(englisch).
Commission sets out an action plan for online gambling.
europa.eu, abgerufen am 20. Oktober 2014
Begutachtungsentwurf 1. Novelle zur Automatenglücksspielverordnung
Memento
vom 15. Mai 2015 im
Internet Archive
RIS - Glücksspielgesetz - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 20.03.2023.
Abgerufen am 20.
März 2023
Konzessionäre und Ausspielbewilligte in Österreich für Lotterien, Online-Glücksspiel, Spielbanken und Landesausspielungen mit Glücksspielautomaten.
Abgerufen am 20.
März 2023
Online-Spielbanken.
Eidgenössische Spielbankenkommission
abgerufen am 26.
Mai 2022
Glücksspiel
. Auf: ec.europa.eu, abgerufen am 20. Oktober 2014
heise online:
EU-Kommission kritisiert deutschen Glücksspielstaatsvertrag.
Abgerufen am 28.
Januar 2019
heise online:
EU-Urteil bestätigt Sonderweg Schleswig-Holsteins beim Glücksspiel.
Abgerufen am 28.
Januar 2019
Rüffel aus Brüssel.
Ruhr-Universität Bochum – Institut für Glücksspiel und Gesellschaft (GLÜG),
2.
September 2019
abgerufen am 11.
Mai 2021
Keine größeren Gefahren durch Internet-Glücksspiel – neue Meta-Studie widerlegt bisherigen Befund des Gesetzgebers – ISA-GUIDE.
Abgerufen am 11.
Mai 2021
(deutsch).
Schweiz Magazin – Das Schweizer Nachrichten online Magazin – Lischer-Studie: Von wegen erhöhtes Suchtpotenzial bei Online-Glücksspiel!
Abgerufen am 11.
Mai 2021
Henrik Bremer
Rechtliche Bewertung von Sportwetten in Deutschland 2018
. In:
WIRTSCHAFTSRAT Recht
. 28.
März 2018 (
wr-recht.de
abgerufen am 28.
April 2018
).
Henrik Bremer
Glücksspielstaatsvertrag 2018: Wie geht es im neuen Jahr weiter?
In:
WIRTSCHAFTSRAT Recht
. 5.
Januar 2018 (
wr-recht.de
abgerufen am 28.
April 2018
).
Johannes Löhr:
ILLEGALES GLÜCKSSPIEL IM INTERNET – Verurteilt wegen Online-Zockerei
Münchner Merkur
, 11. Januar 2015
AG München, Urteil vom 26. September 2014 – 1115 Cs 254 Js 176411/13
AG München zum Glücksspiel im Internet – Unkenntnis schützt vor Strafe nicht
, 2. Januar 2015
LG München I zu Black-Jack-Gewinnen: Deutsches Strafrecht nicht bei Online-Glücksspiel anwendbar
, 2. August 2016
Beschluss der Konferenz der Regierungschefinnen und -chefs der Länder zum Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag.
In:
Landtag NRW.
19.
März 2020
abgerufen am 11.
Mai 2021
Erfolgreiche Ratifizierung in den Landtagen: Neuer Glücksspielstaatsvertrag tritt am 1. Juli in Kraft.
Abgerufen am 11.
Mai 2021
GVBl. 2021 S. 97 - Verkündungsplattform Bayern.
Abgerufen am 11.
Mai 2021
Gesetz zur Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrags 2021.
Landtag Nordrhein-Westfalen,
12.
März 2021
abgerufen am 11.
Mai 2021
Steuer für Online-Glücksspiele beschlossen: Werden Spieler so in den Schwarzmarkt getrieben?
In:
Münchner Merkur.
28.
Juni 2021
abgerufen am 31.
Juli 2021
Whitelist
, auf gluecksspiel-behoerde.de
Nathan Vardi:
Department Of Justice Flip-Flops On Internet Gambling.
Forbes am 23. Dezember 2011, abgerufen am 20. Oktober 2014
Tom Cowie:
Last Bets: around the world in online casinos — first stop, Gibraltar.
Crikey am 22. Juni 2011, abgerufen am 20. Oktober 2014
The Criminal Code of Canada (s.206 and s.207).
abgerufen am 20. Oktober 2014
Emir Crowne, Sanjay Roy:
Maintaining Provincial Monopolies: The Legality of Online Gambling Sites in Canada.
Canadian Gaming Lawyer Magazine 3(1), Mai 2010
Commission des jeux de hasard.
Memento
vom 20. Oktober 2014 im
Internet Archive
abgerufen am 20. Oktober 2014
Online gambling is taking off in Belgium.
In:
olswang.
23.
Oktober 2012,
archiviert
vom
Original
am
5.
Juli 2014
abgerufen am 20.
Oktober 2014
Bitte den
Hinweis zu Rechtsthemen
beachten!
Abgerufen von „
Kategorien
Spielbank
World Wide Web
Versteckte Kategorie:
Wikipedia:Überarbeiten
Online-Casino
Abschnitt hinzufügen
US