Philipps-Universität Marburg – Wikipedia
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Philipps-Universität Marburg
Gründung
1. Juli
1527
Trägerschaft
staatlich
Ort
Marburg
Bundesland
Hessen
Hessen
Land
Deutschland
Deutschland
Präsident
Thomas Nauss
Studierende
20.899
(WiSe 2025/26)
Mitarbeiter
3.999
(2023)
davon Professoren
382
(2023; inklusive Universitätsklinikum Gießen und Marburg)
Jahresetat
455,1 Millionen Euro
(2024)
Netzwerke
CGU
Website
www.uni-marburg.de
Die
Philipps-Universität Marburg
(genannt auch
Alma Mater
Philippina
) umfasst 16
Fachbereiche
, deren Einrichtungen über das
Marburger
Stadtgebiet verteilt sind. Mit 21.162
Studierenden
(2024/25) zählt sie zu den mittelgroßen deutschen
Volluniversitäten
. Sie wurde 1527 von Landgraf
Philipp dem Großmütigen
als
protestantische
Hochschule
gegründet
und ist damit die älteste
hessische
Hochschule
und die älteste noch bestehende Universität, die auf eine protestantische Gründung zurückgeht.
Geschichte
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Gründungsjahre
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Landgraf Philipp der Großmütige, Steinrelief „Philippstein“ von 1542
Am 1. Juli 1527 weihte der
landgräfliche
Kanzler
Johann Feige
die von Landgraf Philipp mit Befehl vom 30. Mai gegründete Universität feierlich ein. Ihr gehörten damals elf
Professoren
und 88
Studenten an.
Erster Rektor war der Professor der Rechte und Beisitzer am landgräflichen Hofgericht
Johannes Eisermann
, genannt Ferrarius Montanus, aus
Amöneburg
. Er hatte die Universität bereits am 20. Mai 1527 eröffnet.
Im selben Jahr verlieh er der Universität die erforderlichen akademischen Freiheiten. Am 4. Oktober 1541 folgte mit der Dotationsurkunde die wirtschaftliche Selbstständigkeit der Universität. Im Folgejahr erhielt der Landgraf von
Kaiser Karl V.
das Universitätsprivileg, das auf dem Reichstag zu
Regensburg
ausgefertigt wurde und vor dem Hintergrund des
Regensburger Vertrags
zwischen dem Kaiser und dem Landgrafen zu sehen ist. Erst mit diesem letzten Schritt war die Gründung vollständig abgeschlossen.
Die Hochschule nutzte zunächst in erster Linie die vorhandenen, 1527/1528 säkularisierten
Klostereinrichtungen der
Dominikaner
Franziskaner
und
Kugelherren
Sie erhielt von Philipp große Privilegien wie das Recht, einen Abgeordneten zum Landtag zu entsenden. Außerdem wurden die Angehörigen der Universität von Zöllen und Abgaben befreit.
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Zwei Jahre nach der Universitätsgründung gründete Philipp zur Förderung von begabten Landeskindern die
Hessische Stipendiatenanstalt
, die heute noch als Studentenwohnheim der Universität existiert und mittlerweile im Marstallgebäude, der Schmiede und dem Zeughaus des
Marburger Schlosses
untergebracht ist. Die Universität war 1529 Schauplatz des
Marburger Religionsgesprächs
zwischen
Martin Luther
Ulrich Zwingli
und
Philipp Melanchthon
. Der Ruf der theologischen Fakultät zog besonders viele Ausländer, vor allem Schweizer, Dänen, Schweden, Niederländer und Schotten an. So war
Patrick Hamilton
zeitweise Student an der Philippina,
11
und auch den italienischen Dominikaner-Mönch
Giordano Bruno
zog es kurzfristig nach Marburg. Das Auftreten von Seuchen (z.
B. Englischer Schweiß, Pest) in der Stadt führte im ersten Jahrhundert der Philippina wiederholt zur Verlegung der Universität in benachbarte Städte, so nach
Frankenberg (Eder)
(1530, 1554, 1564, 1575, 1585, 1611), nach
Grünberg (Hessen)
(1541/42, 1633), nach
Gießen
(1633) und nach
Kirchhain
Homberg (Efze)
Gemünden (Wohra)
(1597); das mit der Universität verbundene Pädagogium wich mehrfach nach
Wetter (Hessen)
aus.
12
13
16. und 17. Jahrhundert
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Marburger Student um 1700. Im Gegensatz zum 16.
Jahrhundert war das Waffentragen den Studenten wieder erlaubt
Bis zu seinem Tod im Jahr 1560 hatte
Johann Dryander
den medizinischen Lehrstuhl der Marburg Universität inne. Als berufene Nachfolger kamen etwa
Petrus Lotichius Secundus
, Johannes Villebrochius, der Nürnberger Arzt Georg Palma, Eustachius Quercetanus aus Flandern und
Theodor Zwinger
in Betracht. Eine längerfristige Neubesetzung (nach kurzer Besetzung mit
Justus Velsius
aus Frankfurt am Main und anschließend
Guglielmo Gratorolo
aus Basel) gelang aber erst fünf Jahre später mit der Anstellung von
Georg Marius
als Professor durch den Landgrafen
Wilhelm IV. (Hessen-Kassel)
ohne Einwilligung der Universität am 15. November 1565. Eine zweite medizinische Professur erhielt Marburg 1566 mit
Victorinus Schönfeldt
, der bereits als Mathematikprofessor an der Universität tätig war.
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Weitere renommierte Hochschullehrer waren der Theologe
Johann Lonitzer
, der Rechtswissenschaftler
Johann Oldendorp
sowie die Philologen Petrus Nigidius der Ältere (1501–1583
15
) und Petrus Nigidius der Jüngere (1536–1602
16
).
17
In der Zeit von 1580 bis 1628 war
Rudolf Goclenius der Ältere
Professor
für
Philosophie
Logik
und
Ethik
an der Philipps-Universität. Er versuchte, wie zahlreiche andere Professoren seiner Zeit, Melanchthons Philosophie mit der von
Petrus Ramus
zu verbinden.
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Im Jahr 1609 wurde
Johannes Hartmann
zum Professor für
Chymiatrie
berufen und erhielt damit den weltweit ersten pharmazeutisch-medizinisch orientierten Chemie-Lehrstuhl.
Als Landgraf
Moritz
von Hessen-Kassel, an den die
Landgrafschaft Hessen-Marburg
1604 durch Erbe gefallen war, im darauffolgenden Jahr zum
Calvinismus
übertrat, nahm die Universität unter Zwang ebenfalls das reformierte Bekenntnis an
19
(und behielt es bis zum Ende der konfessionellen Ausrichtung 1866), was viele lutherische Professoren an die 1607 neu gegründete
Gießener Universität
vertrieb. Als im Jahr 1624 Marburg vorübergehend an das lutherische
Hessen-Darmstadt
fiel, wurde die Universität von 1625 bis 1649 mit der Gießener Universität vereinigt und danach geschlossen.
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Am 24.
Juni 1653 wurde die Universität von
Wilhelm VI. von Hessen-Kassel
wiedereröffnet, der den Universitätsstandort des Landes wieder von
Kassel
nach Marburg verlegte und damit die
Universität Kassel
schloss. Die Hochschule erlebte danach wegen der
Konfessionalisierung
und Finanzknappheit schwere Jahre.
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18. Jahrhundert
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Universitätsmedizin Marburg: Gedenktafel Gebärhaus (1823–1866) am heutigen Geografie-Institut
Großen Glanz verbreitete an der Hochschule das Wirken des Philosophen
Christian Wolff
, der, 1723 aus Halle von
Friedrich Wilhelm I.
vertrieben, dem Ruf des Landgrafen folgte und einen Lehrstuhl in Marburg annahm. Ein Teil der Theologen widersetzte sich zwar seiner Berufung, doch konnte Wolff durch Protektion des Landesherrn bis 1740 an der Philippina lehren, ehe ihn
Friedrich II.
wieder nach Preußen berief. Der Siebenjährige Krieg störte die Entwicklung der Universität, da Hessen fast ununterbrochen Kriegsschauplatz und die Stadt Marburg Festung war.
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1785 war die Universität
Landstand
, da sie bei Landtagen unter den Prälaten Sitz und Stimme hatte, besonderer Teil des Landes, da sie eine eigene Jurisdiktion hatte, und geistliche Stiftung, da sie Kirchengüter besaß, und schließlich gelehrte Anstalt. Rektor war der Landesherr selbst, Kurator der Etats-Minister Freiherr von Fleckenbühl. Der Senat wählte an jedem Neujahrstag den Prorektor. Der Senat bestand aus dem Kanzler, drei Theologen, sechs Juristen, zwei Medizinern und neun Philosophen. Hierzu kamen zwei Lehrer der französischen, ein Lehrer der englischen und ein Lehrer der italienischen Sprache, ein Stallmeister, ein Fechtmeister, ein Tanzmeister, ein Konzertmeister, ein Mechanikus und ein Zeichenmeister. Die Bibliothek war in den juristischen und historischen Fächern gut bestückt, da
Johann Georg Estor
rund 10.000 Bände gestiftet hatte. Der Ankaufetat betrug 150
Gulden
(umgerechnet etwa 6000 bis 7500
Euro) jährlich. Der Universität gehörten zwei Buchhandlungen, eine Druckerei und eine Apotheke.
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Alte Universität
19. Jahrhundert
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Einen neuerlichen Aufschwung erfuhr die Hochschule erst unter
Napoleon
. 1807 kam das
Kurfürstentum Hessen
mit den benachbarten Gebieten an das neugeschaffene
Königreich Westphalen
, einen napoleonischen Satellitenstaat, wodurch der Universität Marburg schwere Gefahr erwuchs. Fünf Hochschulen lagen im Gebiet des neuen Staates und mehrere sollten abgeschafft werden. Allerdings traf dieses Schicksal die Universitäten
Rinteln
und
Helmstedt
, während Marburg, Göttingen und Halle von den umverteilten Einkünften der aufgehobenen Hochschulen profitieren konnten. Die Universitätsbibliothek wurde durch Zuweisungen aus der Rintelner bedeutend vergrößert.
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Zum ersten Mal seit geraumer Zeit wurden neue Universitätsgebäude gebaut.
Im Februar 1810 untersagten die
westphälischen
Behörden den Marburger Studenten das Tragen
landsmannschaftlicher
Abzeichen und Uniformen. Das führte zu längeren Konflikten zwischen Studentenschaft und den Behörden. Nachdem der Student Stein nach einem Streit mit einem Gendarmen verhaftet und auf dem
Marburger Schloss
inhaftiert worden war, beteiligten sich am 12. Mai 1811 etwa 200 Studenten, ein Großteil der damaligen Studentenschaft, an einem
Auszug
nach
Gladenbach
. Damit wurde sowohl die Freilassung Steins als auch eine Untersuchung gegen den verantwortlichen Beamten erreicht.
25
Nach der Rückkehr der Kurfürsten im Jahre 1813 wurden die Neuerungen weitestgehend wieder rückgängig gemacht. Durch das Ende der Westfälischen Zeit verschwanden auch dessen Verwaltungsorganisation sowie der gemeinsame „Studienfonds“ und die Besoldung der Professoren aus dem Staatshaushalt.
26
Inzwischen war durch die Ereignisse der
Befreiungskriege
wie an anderen Hochschulorten
burschenschaftliches
Gedankengut in der Marburger Studentenschaft angelangt. Eine 1816 gegründete
Teutonia
schloss sich 1817 mit den seit je her in Marburg bestehenden
Landsmannschaften
zur allgemeinen Burschenschaft, der
Germania Marburgensis
zusammen. Durch die
Karlsbader Beschlüsse
wurde deren Entwicklung jedoch bis in die 1850er Jahre gehemmt. Kurfürst
Wilhelm I.
lockerte schließlich den religiösen Zwang und ließ neben lutherischen auch erstmals katholische Lehrer zu, so
Leander van Eß
, der noch in der napoleonischen Ära an der philosophischen Fakultät eingestellt worden war. Unter
Wilhelm II.
wurden die beiden Bekenntnisse ganz gleichgestellt. Dies wirkte sich positiv auf die Besucherzahl der Universität aus. In den zwanziger Jahren wurde ein neuer Botanischer Garten angelegt, ein neues Bibliotheksgebäude und ein neues chemisches Laboratorium eingerichtet. 1842 folgte die Erbauung der Anatomie und des mathematischen Instituts mit der Sternwarte, 1856 die der chirurgischen Klinik, während die noch unter hessischer Herrschaft begonnene Frauenklinik erst 1867 vollendet wurde. Nach dem
Deutschen Krieg
wurde Kurhessen 1866 preußisch.
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Durch die Annexion wurde die Hochschule von der Landesuniversität eines Kleinstaates zu einer Preußischen und erfuhr somit auch die Vorteile der preußischen Bildungspolitik. Zu diesem Zeitpunkt zählte die Universität 264 Studenten (davon 22 Nicht-Hessen) und 51 Professoren.
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Im Deutsch-Französische Krieg 1870/71 kämpften auch viele Marburger Studenten, von denen einige ihr Leben lassen mussten. In die Kaiserzeit fällt auch der Bau der heutigen
Alten Universität
durch
Carl Schäfer
. Das Gebäude gilt als qualitätvolles Beispiel eines
Profanbaus
der deutschen
Neogotik
. Sehenswert sind unter anderem die im Stile des
Historismus
gestaltete
Aula
und der
Karzer
für Studenten.
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Bedingt durch die Grundstückssituation und das Bestreben, geeignete Gebäude in Staatsbesitz zu nutzen, blieben die Einrichtungen der Hochschule – anders als bei einer Campus-Universität angloamerikanischer Prägung wie
Bielefeld
Bochum
und
Konstanz
– über die Stadt verteilt, was auch viele Vorteile für Stadt und Universität hat.
30
Im Jahr 1880 waren 500
Studenten eingeschrieben, 1887 stieg die Studentenzahl erstmals auf über 1000.
31
Als tausendsten Studenten begrüßte man am 13. Juli 1887 während eines Universitätsfestes am
Dammelsberg
den Russen Wassily von Archenowsky.
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20. und 21. Jahrhundert
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Geisteswissenschaftliche Institute
und ehemalige Universitätsbibliothek
Mensa auf den Lahnbergen
Geisteswissenschaften (Philfak)
Universitätsbibliothek
Hörsaalgebäude
Biomedizinisches Forschungszentrum
Klinikum Marburg (privatisiert)
Fachbereich 17 Biologie
Mehrzweckgebäude
Bis 1909 verdoppelte sich die Studentenzahl wiederum. Im Frühjahr 1911 richtete die Konferenz der Rektoren aller preußischen Universitäten auf Antrag der Universität Marburg eine Petition an den preußischen Kultusminister, die Gründung der Frankfurter Universität zu versagen. Es bestehe kein Bedarf für eine weitere Universität, die Neugründung werde den benachbarten Universitäten Gießen und Marburg schweren Schaden zufügen, überdies sei die Finanzierung des Vorhabens nicht gesichert.
33
Obwohl Frauen zum Studium in Marburg noch nicht zugelassen waren, konnte 1905 aufgrund einer Sonderregelung eine Studentin im Fach Medizin promovieren. Hierbei handelte es sich um die
Japanerin
Tadako Urata
. Erstmals 1827 erhielt eine Frau an der Philippina eine akademische Auszeichnung; die Universität verlieh
Daniel Jeanne Wyttenbach
, der Witwe des namhaften Leidener Philologie-Professors
Daniel Wyttenbach
, für ihre philosophischen Abhandlungen zur Ästhetik eine Ehrendoktorwürde.
34
Marie Anne Boivin
erhielt dort ein Jahr später als zweite Frau ein Ehrendoktorat für ihre herausragenden Leistungen als
Hebamme
und Entwicklerin bedeutender medizinischer Instrumente.
35
Zum Wintersemester 1908/09 wurden erstmals 26 Studentinnen zum Studium an der Philipps-Universität eingeschrieben. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges war ihre Zahl auf 206 gestiegen.
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Der Erste Weltkrieg war ein tiefer Einschnitt für die Universität Marburg. Es gibt keine offiziellen Zahlen der Kriegsfreiwilligen aus Marburg. Doch dürfte gerade bei den Studenten die Zahl der Verweigerer relativ gering gewesen sein. Während im Sommersemester 1914 noch 2258 männliche Studenten eingeschrieben waren, verringerte sich die Zahl im darauffolgenden Wintersemester auf 1899. Und von diesen wiederum hatten lediglich 478
Vorlesungen
in Anspruch genommen. Nach drei Monaten Krieg hatte die Universität bereits 55 gefallene Studenten zu beklagen.
37
Im Jubiläumsjahr 1927 wurde die Zahl von 3000 Immatrikulierten überschritten. Ab dem Jahr 1931 (4.387) erlebte die Studentenzahl – auf Grund geburtenschwacher Jahrgänge, ab 1933 aber auch auf Grund nationalsozialistischer Reglementierung (Beschränkung des Frauenstudiums, Ausschluss jüdischer Studenten, Vorschalten von Pflichtdiensten wie Reichsarbeitsdienst und Militärdienst vor die Immatrikulation) – einen deutlichen Einbruch.
Bereits seit dem Sommersemester 1926 bestand in Marburg eine Hochschulgruppe des
Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes
, deren Gründung maßgeblich auf
Hans Glauning
zurückging. Im Sommersemester 1931 erreichte der NSDStB mit 21 Sitzen die Mehrheit im Studentenausschuss und stellte fortan dessen Vorsitzenden.
38
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurden aufgrund des
Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums
und anderer Gesetze und Verordnungen 21 Marburger Hochschullehrer aus antisemitischen oder politischen Gründen vertrieben. Das war mehr als ein Zehntel des Lehrkörpers. Zu den vertriebenen Hochschullehrern gehörten renommierte Wissenschaftler wie der Nationalökonom
Wilhelm Röpke
, der in die Türkei emigrierte, der Romanist
Erich Auerbach
, der in die USA floh, und der Philosoph
Karl Löwith
, der 1952 aus der Emigration nach Deutschland zurückkehrte.
39
Der jüdische Professor für indogermanische Sprachen
Hermann Jacobsohn
verübte am 27.
April nach seiner Beurlaubung 1933 Suizid. Die Auswahlkriterien, die nun bei Beamten angelegt wurden, wurden auch auf die Studentenschaft übertragen. In der Ausführungsbestimmung vom 28. Dezember 1933 wurde der Anteil der jüdischen Studenten auf exakt 1,5
%, der der jüdischen Erstsemester auf 5
% festgelegt. Ebenso wurde der Anteil der Studentinnen an der Studentenschaft auf 10
% beschränkt, was allerdings nur bis 1935 aufrechterhalten wurde.
40
Viele Wissenschaftler unterzeichneten das
Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler
, darunter auch spätere Gegner des nationalsozialistischen Regimes wie der Romanist
Werner Krauss
Marburg verfügte über ein ausgeprägtes
Couleurstudententum
, was wiederholt anlässlich des bis 2014 alljährlich am ersten Sonntag im Juli stattfindenden
Marktfrühschoppens
der Verbindungsstudenten durch Gegner der Veranstaltung zu Konflikten und großen Polizeiaufgeboten führte. Marburger Verbindungsstudenten waren 1920 verantwortlich für die
Mechterstädter Morde
. Seit 1934 verschärfte sich unter dem neuen Marburger Studentenführer
Gerhard Todenhöfer
die Gangart gegenüber den
Korporationen
. Bis 1936 erfolgte die weitgehende Selbstauflösung der Marburger
Studentenverbindungen
im Zuge der
Gleichschaltung
der Verbindungen in Form so genannter
Kameradschaften
im
Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund
. Nach dem Krieg wurden die meisten Verbindungen jedoch nach ihren alten, meist unpolitischen Grundsätzen wieder neu ins Leben gerufen; sie stellen heute einen eher marginalen Faktor des universitären Lebens dar.
Bei Kriegsende war die Universität Marburg durch alliierte Luftangriffe zu 15–25 Prozent zerstört.
41
Nach 1945 nahm die Studentenzahl stark zu.
42
Um den Anforderungen gerecht zu werden, wurde die Universität ab 1960 ausgebaut und erweitert. Es entstanden Neubauten des Verwaltungsgebäudes, der Mensa und des Hörsaalgebäudes. Daneben entstand die Philosophische Fakultät an der
B3
, und die alte
Elisabethschule
musste dem Savignyhaus der Rechtswissenschaften weichen. Die Gründung der Naturwissenschaftlichen Fakultät auf dem
Campus
-Gelände „auf den
Lahnbergen
“ außerhalb der Innenstadt fand Ende der 1960er Jahre statt. Umgesetzt wurden die dortigen Bauten im
Marburger System
, im ersten Fertigteilkonzept des bundesdeutschen Hochschulbaus.
43
In den 1970er und 1980er Jahren galt die Marburger Universität und insbesondere der Fachbereich 03
Gesellschaftswissenschaften und Philosophie
als „linke Hochburg“. Bereits seit den 1950er Jahren wirkte hier der marxistische Politikwissenschaftler
Wolfgang Abendroth
. Nach 1968 wurden viele seiner Schüler der „zweiten Generation“ wie
Frank Deppe
Georg Fülberth
Reinhard Kühnl
und
Dieter Boris
auf Professorenstellen in der Politikwissenschaft und der Soziologie berufen. Die mit Abendroth verbundenen Politikwissenschaftler bildeten die
Marburger Schule
, eine der drei einflussreichsten Schulen der Politikwissenschaft in der alten Bundesrepublik, die sich dadurch von anderen unterschied, dass sie auch auf
marxistische
Denker Bezug nahm. Im Gegenzug dazu versuchten sich 35 „altgediente“ Professoren gegen die von ihnen abgelehnte
Demokratisierung der Hochschulen
zu wehren und verfassten im April 1968 des
Marburger Manifest
, was jedoch letztendlich nicht zum Erfolg führte.
Hauptartikel
Marburger Schule (Politikwissenschaft)
1986 wurde aus einer Initiative Marburger Ökonomiestudenten im nahen
Weimar (Lahn)
der
Metropolis-Verlag
gegründet.
44
45
Die Vertretung der Studenten war in den 1970er Jahren vom DKP-nahen
Marxistischen Studentenbund Spartakus
(MSB) und in den 80er Jahren von der Grün Bunt Alternativen Liste (GBAL) geprägt.
Die Philipps-Universität ist heute geprägt durch ihre Vielzahl an kleinen, vor allem geisteswissenschaftlichen Fächern, die zahlreiche Studienkombinationen ermöglichen.
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Führend in Rankings ist sie vor allem in den Naturwissenschaften, insbesondere Chemie und Biologie, ebenso wie in der Psychologie. Hervorragend ausgewiesen ist sie beispielsweise in den Materialwissenschaften und der Nanotechnologie, in der Tumorbiologie und der Mikrobiologie, in den Neurowissenschaften, auf dem Gebiet der Optodynamik, der Friedens- und Konfliktforschung sowie weiteren natur- und geisteswissenschaftlichen wie auch medizinischen Fachgebieten. Im Bereich der Forschung gilt sie als überdurchschnittlich erfolgreich, was viele hohe Auszeichnungen für Wissenschaftler der Universität, insbesondere zwölf Leibniz-Preise, belegen.
Bundesweit historisch ohne Vorbild ist der Verkauf des Universitätsklinikums an die
Rhön-Klinikum
-AG, einen privatwirtschaftlichen Klinikkonzern, zum 1. Januar 2006, nachdem es zuvor mit dem Universitätsklinikum Gießen fusioniert wurde. Das Klinikum heißt seither „
Universitätsklinikum Gießen und Marburg
GmbH Standort Marburg“. Im Rahmen des begonnenen zweiten Bauabschnitts des Klinikums auf den Lahnbergen sind inzwischen die beiden Neubauten des Biomedizinischen Forschungszentrums und der Zentralen Medizinischen Bibliothek eingeweiht worden, der Umzug des Mutter-Kind-Zentrums erfolgte im Sommer 2006.
Anfang Dezember 2023 stürzte die Decke eines Hörsaals mit rund 400 Plätzen in einem Gebäude der Rechtswissenschaften ein.
46
Es gab zahlreiche
prominente Universitäts-Angehörige
Gliederung
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Die Philipps-Universität Marburg gliedert sich in 16 Fachbereiche (FB)
Präsidenten
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1971–1979:
Rudolf Zingel
(1920–2010)
1979–1987:
Walter Kröll
(* 1938)
1988–1994:
Dietrich Simon
(1936–2023)
1994–2000:
Werner Schaal
(* 1934)
2000–2003:
Horst Franz Kern
(* 1938)
2003–2010:
Volker Nienhaus
(* 1951)
2010–2022:
Katharina Krause
(* 1960)
2022–
0000
Thomas Nauss
(* 1974)
Siehe auch
Liste der Rektoren und Präsidenten der Philipps-Universität Marburg
Fachbereiche
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In den Anfängen bestand die Universität aus der Theologischen, der Medizinischen, der Juristischen und der Philosophischen
Fakultät
, aus der 1964 die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät ausgegliedert wurde. 1970 wurden die Fakultäten mit dem Hessischen Hochschulgesetz in 20 Fachbereiche umgewandelt. Nach 1997 wurden einige Fachbereiche zusammengelegt, so dass die Nummerierung der nunmehr 16 Fachbereiche heute nicht mehr durchgängig ist.
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Zudem hat die Philipps-Universität Marburg den größten Fachbereich Pharmazie in ganz Deutschland.
FB 01 – Rechtswissenschaften
FB 02 – Wirtschaftswissenschaften
FB 03 – Gesellschaftswissenschaften und Philosophie
FB 04 – Psychologie
FB 05 – Evangelische Theologie
FB 06 – Geschichte und Kulturwissenschaften
FB 09 – Germanistik und Kunstwissenschaften
FB 10 – Fremdsprachliche Philologien
FB 12 – Mathematik und Informatik
FB 13 – Physik
FB 15 – Chemie
FB 16 – Pharmazie
FB 17 – Biologie
FB 19 – Geographie
FB 20 – Medizin
FB 21 – Erziehungswissenschaften
Im Zuge des
Bologna-Prozesses
führte die Marburger Universität eine große Zahl neuer Bachelor- und Masterstudiengänge ein. Parallel dazu werden die klassischen Studiengänge mit Abschluss Magister, Diplom usw. eingestellt.
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An-Institute und angeschlossene Museen
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Die Universität kooperiert mit folgenden
An-Instituten
Christoph-Dornier-Stiftung für Klinische Psychologie
Forschungsstelle für Personalschriften
Hans von Soden Institut für theologische Forschung
Health Care Management e.
V.
Institut für Genossenschaftswesen (Stiftung des privaten Rechts)
Institut für Interdisziplinäre Gerontologie und angewandte Sozialethik
Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart
Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin (IVV)
Institut für Wirtschafts- und Sozialethik
Katholisch-Theologisches Seminar
der
Theologischen Fakultät Fulda
Der Universität angeschlossen sind folgende Museen:
Mineralogisches Museum der Philipps-Universität Marburg
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
49
Forschung
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Sonderforschungsbereiche
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SFB/TR17 – Ras-dependent Pathways in Human Cancer (2004; Gemeinsam mit Uni Würzburg)
SFB/TR22 – Allergische Immunantworten der Lunge (Beginn: 2005)
SFB 593 – Mechanismen der zellulären Kompartimentierung und deren krankheitsrelevante Veränderungen (Beginn: 2003)
SFB 987 – Microbial Diversity in Environmental Signal Response (Beginn: 2013)
50
SFB 1083 – Struktur und Dynamik innerer Grenzflächen (Beginn: 2013)
51
SFB/TRR 138 – Dynamiken der Sicherheit. Formen der Versicherheitlichung in historischer Perspektive. (Beginn: 2014)
52
SFB/TRR 174 – Spatiotemporal Dynamics of Bacterial Cells (Beginn: 2017)
53
Nobelpreisträger
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Mit dem
Nobelpreis
ausgezeichnet wurden zwischen 1901 und 2011 elf Personen, die durch Studium oder Lehre mit der Philipps-Universität verbunden sind.
1901:
Emil von Behring
(Medizin)
1909:
Ferdinand Braun
(Physik)
1910:
Albrecht Kossel
(Medizin)
1930:
Hans Fischer
(Chemie)
1936:
Otto Loewi
(Medizin)
1939:
Adolf Butenandt
(Chemie)
1944:
Otto Hahn
(Chemie)
1958:
Boris Pasternak
(Literatur)
1963:
Karl Ziegler
(Chemie)
1979:
Georg Wittig
(Chemie)
2011:
Jules Hoffmann
(Medizin)
Leibniz-Preisträger
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Der
Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis
wurde an folgende Personen vergeben, die an der Philipps-Universität forschen:
1987:
Rudolf Thauer der Jüngere
Biochemische
Mikrobiologie
1989:
Manfred T. Reetz
Organische Chemie
1991:
Ernst O. Göbel
Festkörperphysik
1991:
Rolf Müller
– Biochemie/
Molekularbiologie
1996:
Reinhard Lührmann
– Molekularbiologie
1997:
Paul Knochel
Metallorganische Chemie
1997:
Stephan W. Koch
Theoretische Physik
2002:
Bruno Eckhardt
– Theoretische Physik
2003:
Roland Lill
Zellbiologie
/Biochemie
2006:
Gyburg Radke
, verh. Uhlmann –
Klassische Philologie
und
Philosophie
2011:
Friederike Pannewick
Arabistik
2022:
Stefanie Dehnen
Anorganische Chemie
2024: Tobias Erb - Biochemie/
Molekularbiologie
Ars legendi-Preis für exzellente Hochschullehre
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Der
Ars legendi-Preis für exzellente Hochschullehre
, die höchste deutsche Auszeichnung im Bereich der universitären Lehre des
Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft
und der
Hochschulrektorenkonferenz
wurde an folgende Personen vergeben, die an der Philipps-Universität lehren:
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2010:
Jürgen Schäfer
(Fakultätspreis für Medizin)
2015: für „Digitales Lehren und Lernen“:
Jürgen Handke
2016:
Ilka Agricola
(Fakultätspreis für Mathematik)
2017:
Stefan Bösner
55
(Fakultätspreis für Medizin)
2018: für „
Constructive Alignment
“:
Evelyn Korn
2024: für „Fachwissenschaften für die Lehrkräftebildung“:
Rolf Kreyer
Wissenschaftliche Einrichtungen
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Nachwuchsförderung – Marburg University Research Academy
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Die
Marburg University Research Academy
(MARA) wurde 2008 auf Initiative der Vizepräsidentin für wissenschaftlichen Nachwuchs und Chancengleichheit,
Babette Simon
, als wissenschaftliches Zentrum gegründet. Sie ist eine Einrichtung mit universitätsweitem, fächer- und fachbereichsübergreifendem Fokus. Ihre Zielsetzung ist es, die Karrierechancen des wissenschaftlichen Nachwuchses vom Beginn der Promotion bis zur Etablierung im akademischen oder außerakademischen Umfeld zu optimieren und die hierzu notwendigen Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen. Dabei sollen die unterschiedlichen Wege in der wissenschaftlichen Karriere und der beruflichen Entwicklung innerhalb wie auch außerhalb der Universität berücksichtigt werden. Das Angebot umfasst als eine ihrer Kernaufgaben die fächerübergreifende außerfachliche Weiterbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. In zielgruppenspezifisch ausgerichteten Workshops und Seminaren können Promovierende und Postdoktoranden berufsrelevante Kernkompetenzen (transferable skills) in Forschung und Lehre, Führung und Management erwerben bzw. vertiefen. Neben den Weiterbildungsangeboten gehören auch verschiedene finanzielle Fördermöglichkeiten, Beratung sowie die Unterstützung beim Aufbau von Netzwerken zu den Aufgaben der MARA.
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Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg
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Das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte –
Bildarchiv Foto Marburg
ist eine national und international agierende
Forschungs-
und Serviceeinrichtung, getragen von der Philipps-Universität Marburg.
Der Auftrag umfasst die Sammlung, Erschließung und Vermittlung von Fotografien zur europäischen Kunst und Architektur sowie die Erforschung der Geschichte, Praxis und Theorie der Überlieferung von visuellem Kulturgut. Insbesondere die Erkundung der damit verbundenen medialen Transformationsprozesse, der Bedingungen des Speicherns von Wissen in visueller Form und der Bedeutung der Erinnerung visueller Kultur in der Gesellschaft. Mit rund 1,7 Millionen Aufnahmen ist Foto Marburg eines der größten
Bildarchive
zur europäischen Kunst und Architektur. Durch den Aufbau kooperativer Strukturen unterstützt Foto Marburg die
Dokumentationsarbeit
an den Museen, Denkmalämtern, Bibliotheken und Forschungsinstituten. Mit der Veröffentlichung von Bildmaterial und
Erschließungsdaten
von über 80 Partnereinrichtungen bedient das Deutsche Dokumentationszentrum die Verlage, Redaktionen, Wissenschaftler und alle Interessierten.
Demokratiezentrum Hessen
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Das Demokratiezentrum Hessen ist als eine der politischen
Initiativen gegen Rechtsextremismus in Deutschland
gebildet worden. Einmalig in der bundesweiten Regelung ist die Anbindung an eine Universität. Seit dem Jahr 2011 ist das Zentrum die zentrale Geschäftsstelle zur Lenkung, Koordination, Vernetzung, Dokumentation und Auswertung der Tätigkeiten des Beratungsnetzwerks Hessen, sowie zuständig für dessen Öffentlichkeitsarbeit und Qualitätsentwicklung.
Das Zentrum umfasst derzeit neun fest angestellte Mitarbeitende, die Leitung übt Dr. Reiner Becker aus. Die Finanzierung wird mit öffentlichen Mitteln geleistet, laut aktuellem Jahresbericht wurden im Jahr 2021 hierfür insgesamt knapp 2.800.000 Euro zur Verfügung gestellt, davon rund 1,63 Mio. Euro vom Bund und 1,12 Mio. Euro vom Land Hessen.
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Seit 2022 bis zunächst Ende 2026 wird der Aufbau eines zusätzlichen Forschungs- und Weiterbildungsbereichs mit einem Masterstudiengang „Beratung im Kontext Rechtsextremismus“ vom
Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst
mit weiteren 300.000 Euro jährlich gefördert.
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Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas
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Das
Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas
(DSA) geht zurück auf die dialektologischen Arbeiten von
Georg Wenker
, die zugleich als Begründung der
Marburger Schule der Dialektologie
gelten. Zu den wichtigsten historischen Ergebnissen des DSA zählen der
Sprachatlas des Deutschen Reichs
, der in Teilen als
Deutscher Sprachatlas
publiziert wurde, sowie der
Deutsche Wortatlas
. Heute widmet sich der DSA der Dokumentation und Erforschung der regionalen Varietäten des Deutschen (Dialekte und regionale Umgangssprache). Das Forschungszentrum umfasst eine Sammlung mit einmaligen Dialektzeugnissen in Karten, Ton und Dokumenten aus ca. 50.000 deutschsprachigen Orten, die für sich genommen ein kulturelles Zeugnis ersten Ranges darstellt. Zudem werden zentrale Periodika der Forschung herausgegeben. Im Jahr 2016 wurde ein eigener Forschungsbau bezogen, womit eine stärker kognitionsorientierte Forschung ermöglicht wurde.
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Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung
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Das
Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung
ist im Block F der Geisteswissenschaftlichen Fakultäten (Philfak) untergebracht und ist eine zentrale interdisziplinär angelegte Forschungseinrichtung mit dem Ziel, die Frauen- und Geschlechterforschung an der Philipps-Universität zu profilieren und zu stärken.
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Die ständigen Mitglieder des Zentrums sind Wissenschaftler aus 14 Disziplinen von sechs Fachbereichen der Philipps-Universität. Seit 2002 organisiert das Zentrum einen Habilitandinnen-Arbeitskreis. Es organisiert das Studienprogramm
Gender Studies und feministische Wissenschaft
. Das Zentrum gibt eine eigene Schriftenreihe mit unregelmäßig erscheinenden Publikationen heraus.
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Botanischer Garten Marburg
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Der Alte Botanische Garten als Spiegelung in der Glasfassade der neuen Uni-Bibliothek unterhalb der Oberstadt (2017)
Der
Botanische Garten
der Universität liegt auf den
Lahnbergen
. Er wurde in den Jahren 1961–1977 in unmittelbarer Nähe des Fachbereichs 17
Biologie
errichtet. Mit 20
ha ist er einer der größeren botanischen Gärten Deutschlands. Schwerpunkt der Sammlungen sind das
Arboretum
mit vielen Nadelbäumen (
Koniferen
), eine große Rhododendron-Sammlung, der Frühlingswald und ein
Alpinum
, das Gebirgspflanzen aus zahlreichen Kontinenten enthält. In den Gewächshäusern werden viele Pflanzen aus den tropischen Regenwäldern gezeigt, darunter die
Titanenwurz
(Amorphophallus titanum)
, die größte
Blume
der Welt. Des Weiteren beherbergt er Lehrsammlungen und Versuchsflächen, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.
Auch gibt es den
Alten Botanischen Garten
in der Innenstadt. Er wird aber nur noch als
Park
genutzt.
Zentrum für Synthetische Mikrobiologie – SYNMIKRO
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Die Ziele des Wissenschaftlichen Zentrums für Synthetische Mikrobiologie (SYNMIKRO) sind das Verständnis sowie die Synthese, Kombination und Integration neuer zellulärer Funktionseinheiten zur Erzeugung von Mikroorganismen mit neuartigen Eigenschaften und damit breit gefächerten Anwendungspotenzialen in der Biotechnologie und Medizin. Die Kooperation zahlreicher wissenschaftlicher Mitglieder aus der Philipps-Universität und dem Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie bietet viele Möglichkeiten, das Verständnis der molekularen Grundlagen und des Nutzungspotenzials von Mikroorganismen zu erweitern und dadurch neue Einsatzmöglichkeiten zu eröffnen.
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Studium
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Studierendenvertretung
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Die Marburger Studierenden werden über die eigenen Fachbereiche hinaus durch den
Allgemeinen Studierendenausschuss
(AStA) vertreten. Der AStA besteht aus vier Vorständen, zwei allgemeinen und zwei für Finanzen, sowie Referaten und
autonomen
Referaten. Der AStA und weitere Gremien werden vom
Studierendenparlament
(StuPa) in der ersten,
konstituierenden Sitzung
am Anfang einer Legislatur gewählt und ist diesem Gremium in jeder Sitzung Rechenschaft schuldig (TOP 3 jeder
Tagesordnung
). Das Studierendenparlament wird im Sommersemester für ein Jahr (ab Oktober beginnend) von allen wahlberechtigten Studierenden gewählt.
Innerhalb der Fachbereiche werden deren Studierende durch die jeweilige Fachschaft vertreten. Diese sitzen unter anderem im Fachbereichsrat mit den Professoren des Fachbereichs zusammen. Die Vertretung und Verknüpfung der Fachschaften ist zusätzlich über die Fachschaftenkonferenz (FSK) gewährleistet.
Lahnterrassen bei der Mensa
Am 19. April 2005 wurde unter anderem durch Referenten des Marburger AStA mit den
Verkehrsverbünden
RMV
und
NVV
die Fortsetzung des
Semestertickets
bis 2011 unterzeichnet, was durch das 40.
StuPa bestätigt wurde. Damit können Marburger Studierende im gesamten RMV und NVV sowie im hessischen Teil des
VRN
(RMV-Übergangsgebiet) alle öffentlichen Verkehrsmittel (bis einschl.
Regional-Express
der
Deutschen Bahn
) nutzen. Studierendenvertretungen anderer
hessischer Universitäten
haben sich an den Verhandlungen mit dem RMV ebenfalls beteiligt (daher der Verhandlungserfolg), wobei deren Tickets aufgrund anderer
ÖPNV
-Bedingungen größtenteils eine geringere Reichweite haben. Mittlerweile ist das Marburger Semesterticket auch im gesamten
VGWS
-Gebiet gültig.
Die Deutsche Bahn war aus Verhandlungen über einen
InterCity
-Zuschlag ausgestiegen, so dass die IC-Nutzung ab Sommer
semester
2005 nicht mehr möglich war. Im Wintersemester 2006/07 gelang es dem AStA, die Deutsche Bahn wieder an den Verhandlungstisch zu holen, so dass mit Beginn des Sommersemesters 2006 allen Marburger Studierenden erneut das IC-Ticket (jetzt ohne Zusatzticket) zur Verfügung gestellt werden konnte.
Nachdem die DB zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 die bisherige IC-Linie 26 (Karlsruhe – Stralsund), die Marburg u.
a. mit Frankfurt und Kassel verbindet, größtenteils auf ICE-Züge umstellte, gilt das Marburger Semesterticket nun auch in ICE-Zügen auf dem Streckenabschnitt Heidelberg – Frankfurt – Marburg – Kassel-Wilhelmshöhe, daneben weiterhin in allen IC-Zügen in Hessen und in einige Städte in angrenzenden Bundesländern.
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Aufgrund der relativ großen abgedeckten Fläche im Nahverkehr und der Möglichkeit der Nutzung von IC- und ICE-Zügen wird das Marburger Semesterticket inoffiziell gerne als „bestes Semesterticket Deutschlands“ bezeichnet.
Mit dem Ablauf des Wintersemesters 2025/26 endet die Gültigkeit des Marburger Semestertickets in Fernverkehrszügen. Im Juli 2025 beauftragte das Studierendenparlament das AStA-Verkehrsreferat mit der Kündigung des Fernverkehrsvertrags. Ab April 2026 umfasst das Marburger Semesterticket neben dem inzwischen eingeführten Deutschlandsemesterticket nur noch das Radverleihsystem, nicht aber mehr den Fernverkehrstarif.
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Studentenwohnheime
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Das Christian-Wolff-Haus (CWH-Marburg) ist eines der Marburger
Studentenwohnheime
. Es wurde nach dem Philosophen
Christian Wolff
(1679–1754) benannt und ist bei vielen ehemaligen Marburger Studenten bekannt. Das Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße 111 wurde 1962 als Wohnheim für ca. 100 Promotionsstudenten erbaut und in den Jahren 1990 und 1992 zu einem Wohnheimkomplex mit fünf Gebäuden und insgesamt 258 Wohnheimplätzen erweitert (Friedrich-Ebert-Str. 113, 115, 117 und 119). Es ist inzwischen für Studierende jeder Art geöffnet und gehört zum Eigentum des
Studentenwerks
Marburg. Der Gebäudekomplex liegt im Stadtteil
Richtsberg
und nahe den Universitätsgebäuden der naturwissenschaftlichen Fachbereiche auf den Lahnbergen.
Das
Collegium Philippinum
ist ein selbstverwaltetes Studierendenwohnheim, dessen Träger die Universität ist. Es wurde 1529 gegründet und dient seitdem den
Stipendiaten
der
Hessischen Stipendiatenanstalt
als Wohnheim, steht aber heute allen Studierenden offen, ganz unabhängig von Geschlechtszugehörigkeit, Konfession, Herkunft oder Studiengang der bewerbenden Person. Das
Collegium Philippinum
ist Teil des Marburger Schlosses und stellt 39 Wohnheimplätze zur Verfügung, davon sechs in Doppelzimmern (Stand: 2023)
Das
Vilmarhaus
ist das Wohnheim der
Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
am
Ortenberg
. Es bietet seit 1965 in neun Wohngruppen Platz für 112 Studierende. Zudem besteht eine enge Kooperation mit der Evangelischen Studierendengemeinde Marburg.
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Das mit Unterstützung der amerikanischen Besatzungsmacht eingerichtete „Collegium Gentium“, ein selbstverwaltetes Studentenwohnheim im Obergeschoss der einstigen Jägerkaserne aus dem 19. Jahrhundert (heute: Standort des Fachbereichs Psychologie), wurde nach rund 60 Jahren abgewickelt und geschlossen.
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Eine deutschlandweite Besonderheit stellte in den 1960er Jahren das
Konrad-Biesalski
-Haus dar. Hier wurde für Menschen mit körperlicher Behinderung
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und mit hohem
Assistenzbedarf
eine Wohnmöglichkeit geschaffen. Mit diesem Modell hat dieses Wohnheim immer noch ein Alleinstellungsmerkmal.
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Ein architektonisches Alleinstellungsmerkmal des vorbeugenden
Brandschutzes
in der universitären Landschaft stellen die Rettungs
rutschen
dar.
Campusleben
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Neben den Vorlesungen bietet die Universität auch Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten an. So stehen im Hochschulsport fast 100 verschiedene Sportarten zur Verfügung, darunter
Ball-
und
Teamsportarten
wie
Rugby
Lacrosse
oder American Football, Wasser-, Reit- und Kampfsport sowie Yoga und Shiatsu. Jedes Jahr findet im Sommersemester an einem Tag das „SportDies“ statt, wo überall in der Stadt Sportveranstaltungen für Studierende abgedeckt werden.
Das Sprachenzentrum ermöglicht es den Studierenden aller Fachbereiche, verschiedene Sprachen zu erlernen. Dabei können auch fachspezifische Sprachenkurse gewählt werden. Des Weiteren gibt es kostenlose Dienste wie ein universitätsweites
W-LAN
, Scannen von Dokumenten und Büchern und eine Uni-E-Mail-Adresse. Für musikalisch Interessierte gibt es unter anderem das
Studenten-Sinfonieorchester
, den
Universitätschor
, die
Junge Marburger Philharmonie
, die
Studierenden-BigBand Marburg
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und öffentliche Übungsräume.
Zudem findet zu Beginn des Semesters eine „Ersti-Party“ für Studienanfänger unter Regie des
AStA
und Partys zahlreicher Fachschaften statt.
Siehe auch
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Liste von Persönlichkeiten der Philipps-Universität Marburg
Liste der Studentenverbindungen in Marburg
Liste der Rektoren und Präsidenten der Philipps-Universität Marburg
Liste der Gebäude der Philipps-Universität Marburg
Literatur
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Gerhard Aumüller
u.
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Die Marburger Medizinische Fakultät im „Dritten Reich“
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ZBZOnline
eingeschränkte Vorschau
in der Google-Buchsuche
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Inge Auerbach (Bearb.):
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Weblinks
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Quelltext bearbeiten
Commons
: Philipps-Universität Marburg
– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Universität Marburg
– Quellen und Volltexte
Website der Philipps-Universität Marburg
Literatur über Philipps-Universität Marburg
nach
nach
GND
In:
Hessische Bibliographie
Archiv der Philipps-Universität Marburg
mit Matrikeleintragungen, historischen Personenverzeichnissen, historischen Vorlesungsverzeichnissen und Artikeln zur Marburger Universitätsgeschichte
Einzelnachweise
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Quelltext bearbeiten
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Liegnitz
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Kaspar Schwenckfeld
ausgelösten religiösen Wirren nur bis 1530 bestand.
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Nigidius, Peter
In:
Deutsche Biographie
(Index-Eintrag)
abgerufen am 14.
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Rolf Heyers:
Dr. Georg Marius, genannt Mayer von Würzburg (1533–1606).
(Zahn-)Medizinische Dissertation Würzburg 1957, S. 29 f.
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. Marburg 1978, S. 15 f.
vgl.
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Ingeborg Schnack:
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Richard Fick (Hrsg.)
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Georg Heer
Marburger Studentenleben 1527 bis 1927. Eine Festgabe zur 400jährigen Jubelfeier der Universität Marburg.
Elwert’sche Verlagsbuchhandlung, Marburg 1927, S. 98–99
Siegfried A. Kaehler:
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Die Planungs- und Baugeschichte der Alten Universität in Marburg, 1872–1891.
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Das Wirtshaus an der Lahn. Der legendäre »Gasthof zum Schützenpfuhl«
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Büchner-Verlag
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ISBN 978-3-96317-166-6
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Ludwig Heilbrunn
Die Gründung der Universität Frankfurt a.
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Joseph Baer
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Margret Lemberg:
Es begann vor hundert Jahren, die ersten Frauen an der Universität Marburg und die Studentinnenvereinigungen bis zur „Gleichschaltung“ im Jahre 1934, eine Ausstellung der Universitätsbibliothek Marburg vom 21. Januar bis 23. Februar 1997.
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Andrea Wettmann:
Heimatfront Universität, Preußische Hochschulpolitik und die Universität Marburg im Ersten Weltkrieg.
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Zwischen Fronteinsatz und Freiheitsklang. Studententum und Kameradschaftswesen im Nationalsozialismus
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Historia academica - Schriftenreihe der Studentengeschichtlichen Vereinigung des Coburger Convents
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Namensliste der Vertriebenen in
Michael_Grüttner
Ausgegrenzt. Entlassungen an den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus. Biogramme und kollektivbiografische Analyse.
Walter de Gruyter, Berlin 2023,
ISBN 978-3-11-123678-0
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Holger Zinn:
Zwischen Republik und Diktatur. Die Studentenschaft der Philipps-Universität Marburg in den Jahren von 1925 bis 1945
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Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen,
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