Papers and Books by Sabrina Saase
Intersektionalität in Therapie und Beratung - (Un-)Möglichkeiten, 2025
Er präsentiert einzigartige, umfassende intersektionale Perspektiven für die Therapie, Beratung und Wissenschaft im deutschsprachigen Raum, indem er Diskriminierungs- und Privilegierungserfahrungen untersucht, gängige Kompetenzmodelle, Messinstrumente und Interventionen berücksichtigt und verschiedene Therapieschulen und Beratungsansätze integriert, um sozialen Ungleichheiten zu begegnen, ohne die gesellschaftlichen Herausforderungen aus den Augen zu verlieren.
The anthology offers a valuable collection of perspectives from
therapy, counseling, and research for (aspiring) professionals
in the field of mental health (students, trainees, researchers,
counselors & therapists, etc.). It presents unique, comprehensive
intersectional perspectives for therapy, counseling, and research
in the German-speaking world, examining experiences of discrimination
and privilege, considering common competency
models, measurement tools, and interventions, and integrating
various therapeutic schools and counseling approaches in order
to address social inequalities without losing sight of the broader
societal challenges.
Organisationsberatung, Supervision, Coaching, 2025
assemblage, 2024
der Psyche und Psychologisierung von nicht hegemonialen Normen entsprechenden Körpern beschäftigt. Anfänge hiesiger feministischer Emanzipationsbewegungen werden zumeist aus Vor-Wende-BRD-Perspektive stellvertretend für eine Geschichte Feministischer Emanzipation in Deutschland verhandelt – Doch was war eigentlich diesbezüglich in der ehemaligen DDR los? Bevor Antipsychiatrische Strategien aus (queer-)feministischer und lesbischer Perspektive in der ehemaligen DDR beleuchtet werden, möchte ich kurz die antipsychiatrisch-feministischen Prozesse der Vor-Wende-BRD beschreiben. So kann deutlich werden, dass in unterschiedlichen Gesellschaftssystemen, unterschiedliche Strategien erforderlich und (un)möglich waren und doch viele Gemeinsamkeiten zu finden
sind – und bis heute weder die einen noch die anderen die einzig wahren
Strategien sind.
International Journal of Psychology, 2023
International Journal of Psychology, 2012
Recent studies in working memory, employing functional Magnetic Resonance Imaging (fMRI), have suggested recruitment of additional brain
areas in the contralateral hemisphere in older, compared to young, subjects at high difficulty levels. In this study we tested hypotheses derived from the hemispheric asymmetry reduction in
older adults (HAROLD) model and investigated the training-related changes at high vs. low difficulty levels. 34 healthy older participants were
randomly assigned to training (N=16) or control group (N=18). Additionally, 18 healthy younger controls were included. The training group participated in a 4-week adaptive n-back working memory training (12 sessions). All subjects participated in one fMRI session while performing the n-back task at 4 different memory load conditions. All older subjects also conducted a second fMRI session after the training/waiting period. At high working memory load, fMRI analyses indicate a stronger recruitment of right lateral PFC and right inferior parietal cortex (IPC) in older compared to younger subjects (p<.001). After training/waiting
period, neural activation in right lateral PFC, and right IPC was reduced only in the training group, not in the old control group (p<.001) when comparing high vs. low difficulty levels. In line with the HAROLD model, our results indicate that older subjects recruit additional areas in the contralateral hemisphere to cope with age-related neural decline. The findings of reduced right lateral PFC and right IPC activations in older adults after training support the view of a training-related increase in processing efficiency of working memory networks.
Thieme - PPmP - Psychotherapie · Psychosomatik · Medizinische Psychologie, 2024
Ziel der Studie:
Diskriminierung kann sich negativ auf die psychische Gesundheit auswirken und spielt somit auch im Kontext
der Psychotherapie eine entscheidende Rolle. Die vorliegende
Studie skizziert die Potenziale sowie die Relevanz eines (intersektionalen) Privilegienbewusstseins von Psychotherapeut*innen für eine diskriminierungssensible Psychotherapie. Ziel war, erstmalig das Privilegienbewusstsein von Psychotherapeut*innen in Deutschland sowie dessen Thematisierung in der Ausbildung von Psychotherapeut*innen zu erfassen. Zudem wurde der Zusammenhang von der Zugehörigkeit zu
einer marginalisierten Gruppe und dem Privilegienbewusstsein
auf Seiten der Psychotherapeut*innen untersucht.
Methode:
In einer deutschlandweiten Online-Befragung
(2022) nahmen 270 Psychotherapeut*innen (in Ausbildung)
teil. Das Privilegienbewusstsein wurde mit einer gekürzten, ins
Deutsche übersetzten Version der Awareness of Privilege and
Oppression Scale-2 bezüglich der Diskriminierungsachsen Heterosexismus, Klassismus und Rassismus erhoben. Drei selbstkonstruierte Items haben ergänzend die Thematisierung von
Diskriminierung und Privilegierung in der Psychotherapieausbildung erhoben. Der Zusammenhang zwischen der Zugehörigkeit zu einer marginalisierten Gruppe und dem Privilegienbewusstsein wurde mittels linearer Regressionsanalyse adjustiert für Alter untersucht.
Ergebnisse:
Knapp 65 % der Teilnehmenden fühlten sich nicht
oder eher nicht auf den Umgang mit Diskriminierungserfahrungen von Patient*innen vorbereitet, wobei ca. 40 % angaben,
dass Diskriminierung in der Ausbildung nicht thematisiert wurde. Deutlich seltener wurde Privilegierung thematisiert. Die
Zugehörigkeit zu einer marginalisierten Gruppe ging mit einem
statistisch signifikant höheren Privilegienbewusstsein einher
(B = 0,47, 95 %-Konfi denzintervall: 0,27–0,67, F(2, 267) = 15,41,
p < 0,001).
Schlussfolgerung:
Der Einfl uss von Diskriminierung und Privilegierung auf die psychische Gesundheit und therapeuteziehung werden derzeit nicht ausreichend in der Psychotherapieausbildung berücksichtigt. Die Aufnahme dieser Themen
in das Curriculum der Ausbildung hat das Potenzial, die Qualität
der Psychotherapie erheblich zu verbessern.
Uferpost, 2021
aufgrund der privilegierten Ausbildung kaum mit (Mehrfach-)
Diskriminierungen auskennen. Dies und diversity-bezogene
Veränderungen im Neuen Psychotherapeut*innengesetz
(PTG) zum Anlass nehmend, untersuche ich in meinem Promotionsprojekt zum einen Diskriminierungserfahrungen von
Therapeut*innen im therapeutischen sowie im Ausbildungssetting, um zur Sichtbarkeit marginalisierter therapeutischer
Position(ierung)en beizutragen. Zum anderen untersuche ich
diskursive, performative Praxen und Umgangsweisen sowohl mit den eigenen Diskriminierungserfahrungen als auch
mit denen von Klient*innen und inwieweit sich angehende
Therapeut*innen darauf durch die selbst finanzierten staatlich anerkannten Ausbildungen vorbereitet fühlen.
ESCP, 2023
Many steps regarding equality and equity have been taken already but women in leadership still have a long way to go. This article gives a short overview on the status quo in dax boards, sources for information such as AllBright foundation and best practice examples such as ESCP women in leadership programme and LGBT leadership programme with research on how gender diversity impacts business. ESCP also has promising new talents for example at their student association Girl Up ESCP (part of the United Nations Foundation Girl Up Program). This article shares some thoughts on gender equality and how it is connected to individual and organisational well-being referring to the sustainable development goals SDG-10, SDG-5, SDG-3.
Uferpost, 2022
der Covid-19-Pandemie an der Uni die Lehre in Online-Formaten durchgeführt wird? Es werden Vor- und Nachteile aus intersektionaler Perspektive diskutiert und eingebettet in ‚first/technical digital divide‘ als auch ‚second/social digital divide‘. Als Diskussionsbeispiele dienen Screenshots und Emojis entlang diverser Differenzlinien. Fazit: In der Online-Lehre sind also die Überwindung technischer Klüfte und der Erwerb digitaler Kompetenzen angesichts heterogener Lebenslagen zu berücksichtigen.
https://feminisms.co/zine/insufferable-together#!/tab/255171888-2 , 2020
Wanderausstellung: Love at first fight. Warschau in Kooperation mit Schwulem Museum Berlin, 2021
i Ernest z Raumerweiterungshalle, lokalu, którym zarządzamy. Interesuje nas, jak lesbijki w dawnej NRD postrzegały swoje lesbijskie istnienie, ich strategie – jak żyć i jak przeżyć, ich działalność polityczna i kulturalna. O co walczyły? Samirah Kenawi stworzyła Archiwum GrauZone na początku lat 90. na bazie prywatnych zbiorów. Jest to część dzisiejszego Archiwum Opozycji NRD, dokumentującego ruch(y) kobiet i lesbijek w NRD.
insufferable together. a documentary mosaic
wild recuperations. material from below #1, 2020
wildes wiederholen. material von unten - Dissidente Geschichten zwischen DDR und pOstdeutschland #1, 2020
work in progress – work on progress, 2020
"Digitalisierung" - Sirenengesänge oder Schlachtruf einer kannibalistischen Weltordnung, 2020
Unmögliche zu denken.
In der Psychologie werden Emotionen, Absichts- und Handlungsorganisationen mit Computern simuliert. Die vielfältigen Reaktionen darauf reichen von innerem Widerstand über Erleichterung, kein Roboter zu sein, bis hin zu intersektionalen Erweiterungen.
Die queer-feministische postkoloniale und widersprüchliche Figur der Cyborg sucht Umgangsweisen bezüglich der oben beschriebenen Identitäten de- und rekonstruierenden Dilemmaspirale.
Der Artikel versucht die sozialen, diskursiven und performativen Praxen der
Cyborg auf die Psychologie und Psychotherapie zu übertragen und schlägt vor, die Figur »Psyborg« zu kreieren. Queere postkoloniale Psyborgs reflektieren die eigenen intersektionalen Privilegien und setzen sich mit Diskriminierungen auseinander. Gemeinsam mit Klient*innen, Therapeut*innen und Psycholog*innen, Beforschten und Forschenden suchen Psyborgs Normen dekonstruierende Gegenentwürfe, unterstützen das Erzählen neuer Geschichten und den Mut zu Veruneindeutigungen, Widersprüchen und Verbindendem. Weiterhin spannen Psyborgs Netze und Netzwerke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und erweitern die eigenen sowie die der Klient*innen und Beforschten um antidiskriminierende Netzwerke und Anlaufstellen.
Gegendiagnose II - Beiträge zur radikalen Kritik an Psychologie und Psychiatrie, 2019
Ein historischer Einblick soll in diesem Beitrag dem Ignorieren von Machtverhältnissen entgegenwirken. Die machtkritische Auseinandersetzung mit Psychologie und Psychotherapie in Deutschland befördert eine Ausdifferenzierung der hiesigen Psychiatriekritik und erlaubt so gezieltere Handlungsstrategien. Ziel ist, Intersektionalitäts-Diskurse für kritische Psychologien fruchtbar
zu machen, um Machtreproduktionen zu entlarven und zu bekämpfen. Das kritische Potential eines intersektional sensiblen Blicks in und auf psychologische Theorie und Praxis wurzelt u.a. in deren historischer Verantwortung. Ich beleuchte daher, wie hegemoniale Normative und Sanktionierungen sowie daraus folgendes diskriminierendes Verhalten Teil der Geschichte und Methoden der deutschen Psychologie waren – und teils noch sind. Es geht um das Konzept der Psyche und die Verortung als Naturwissenschaft, die Rolle von Psychologie im Militär, Kolonialismus, Nationalsozialismus, disziplineninterne Machtverhältnisse sowie Kontinuitäten und Intersektionalität.
Culture of Peace - A Contribution to UNESCO's Educational Mission: Building Peace in the Minds of Men and Women, 2018
Sabrina Saase and Claudia Grünberg contextualize the role of Syria for a culture of peace. Thus, syria has always been a country of encounter. A cultural memory for reconstruction is necessary. New structures for understanding and acceptance must be created in a culturally, ethnically and religiously diverse society. Many of the Syrian and Iraqi cultural assets exhibited at the Museum of Islamic Art and the Museum of the Ancient Near East are outstanding testimonies to the history of mankind.
In our interview with Robert Winkler and Razan Nassreddine from Multaka we asked about what makes the project special, about the great guides and their stories as well as their education as museum guides, about favorite exhibits, the effects of reexperiencing and imparting the own cultural heritage, about their offered workshops ‚presentations of femininity in Islam and Christianity‘. We asked critically about social and cultural participation in the sense of power of co-deciding things for the refugees in the multaka project. In addition, the interview discusses how the syrian cultural heritage came to Germany and which role judiciary and moral plays in this journey.
https://www.unesco-berlin.de/culture-of-peace