Spanische Sprache – Wikipedia
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Spanisch
ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter
Spanisch (Begriffsklärung)
aufgeführt.
Spanisch
castellano
Gesprochen in
Spanien
Spanien
Westsahara
Westsahara
Äquatorialguinea
Äquatorialguinea
sowie in
Hispanoamerika
in
Teilen der USA
Sprecher
485 Millionen
Muttersprachler
(2023)
Linguistische
Klassifikation
Indogermanische Sprachen
Italische Sprachen
Romanische Sprachen
Iberoromanische Sprachen
Spanisch
Offizieller Status
Amtssprache
in
Europa
Spanien
Spanien
Afrika
Äquatorialguinea
Äquatorialguinea
Karibik
Kuba
Kuba
Dominikanische Republik
Dominikanische Republik
Vereinigte Staaten
Vereinigte Staaten
Puerto Rico
Puerto
Rico
Nordamerika
Mexiko
Mexiko
Mittelamerika
Guatemala
Guatemala
El Salvador
El Salvador
Honduras
Honduras
Nicaragua
Nicaragua
Costa Rica
Costa
Rica
Panama
Panama
Südamerika
Venezuela
Venezuela
Kolumbien
Kolumbien
Ecuador
Ecuador
Peru
Peru
Bolivien
Bolivien
Chile
Chile
Argentinien
Argentinien
Paraguay
Paraguay
Uruguay
Uruguay
Internationale Organisationen
Vereinte Nationen
Vereinte Nationen
(UN),
Europaische Union
Europäische Union
OAS
Afrikanische Union
AU
SICA
SICA
Union Südamerikanischer Nationen
(UNASUR),
Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten
(CELAC)
Sonstiger offizieller Status
in
Vereinigte Staaten
Vereinigte Staaten
USA-New Mexico
New Mexico
Sprachcodes
ISO 639
-1
es
ISO 639
-2
spa
ISO 639
-3
spa
Spanisch als einzige
Amtssprache
Spanisch als Amtssprache
Inoffiziell, gesprochen von 20
% der Bevölkerung
Beziehungen und Verwandtschaften der
romanischen Sprachen
Romania
Sprachräumliche Entwicklung Südwesteuropas im 2.
Jahrtausend n.
Chr.
Die
spanische
oder auch
kastilische Sprache
Spanisch
; Eigenbezeichnung:
espaˈɲol
] bzw.
castellano
kasteˈʎano
]) gehört zum
romanischen
Zweig der
indogermanischen Sprachfamilie
und bildet mit dem
Aragonesischen
, dem
Asturleonesischen
, dem
Galicischen
und dem
Portugiesischen
die engere Einheit des
Iberoromanischen
In einer weiter gefassten Sicht kann das Spanische auch noch zusammen mit dem
Katalanischen
, dem
Französischen
, dem
Okzitanischen
und weiteren kleineren romanischen Sprachen wie
Norditalienisch
in die
Westromania
eingeordnet werden.
Die
Wissenschaft
, die sich mit der spanischen
Sprache
und
spanischen Literatur
beschäftigt, heißt
Hispanistik
. Der spanische
Sprachraum
wird als
Hispanophonie
bezeichnet. Spanisch ist wegen des historischen
Kolonialismus
die häufigste
Muttersprache
auf dem
amerikanischen Doppelkontinent
und gilt z.
B. durch die Funktion als
Amtssprache
zahlreicher
internationaler Organisationen
als
Weltsprache
(in Spanien selbst ist Spanisch jedoch nicht die einzige Sprache, siehe
Sprachen in Spanien
). Mit der Pflege der spanischen Sprache weltweit ist das
Instituto Cervantes
betraut.
Die spanische Sprachakademie in
Madrid
, die Real Academia Española
Geschrieben wird Spanisch mit
lateinischen Buchstaben
. Im modernen Spanisch werden zusätzlich der
Akut
-Akzent für
Vokale
sowie die beiden Zeichen
und
verwendet. In älteren
Wörterbüchern
finden sich auch das
ch
und
ll
noch als eigenständige Buchstaben.
Porträt des
Antonio de Nebrija
Andrés Bello
Geschichte und Hintergrund zur kastilischen Sprache
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In den
Punischen Kriegen
ab etwa 200 v. Chr. versuchte das
Römische Reich
, seinen Einfluss über die ganze
iberische Halbinsel
schrittweise auszubauen. Die römische Militärpräsenz einerseits und der Ausbau der römischen Verwaltungsstrukturen andererseits führten dazu, dass sich die
lateinische Sprache
fast in der ganzen iberischen Einflusssphäre verbreitete. Latein wurde zur Amtssprache und dadurch zur dominierenden
Verkehrssprache
im westlichen Mittelmeerraum. Sodann entwickelte sich ein regionales Volkslatein,
sermo vulgaris
oder
Vulgärlatein
das in der
römischen Kaiserzeit
von Militärpersonen, den
Legionären
, aber auch Händlern, Einwanderern aus anderen
römischen Provinzen
sowie administrativem Personal, den Beamten, gesprochen wurde, sich jedoch vielfach im Hinblick auf
phonetische
syntaktische
morphologische
und
lexikalische
Strukturen von der lateinischen
Schrift
- und
Hochsprache
unterschied. Dennoch stellte diese verwendete
Umgangssprache
keine fest umrissene
Sprache
mit einer definierten Struktur dar.
Eine Seite aus der
Historia Roderici
, in welcher die Taten von
El Cid
erzählt werden
In der
Spätantike
führten politische, ökonomische und demografische Veränderungen zum
Untergang des Römischen Reiches
. Auf der Iberischen Halbinsel etablierte sich als Ergebnis der Zuwanderung germanischer Bevölkerungsteile vorübergehend das
Westgotenreich
, das jedoch in wenigen Jahren zwischen 711 und 719 von aus Nordafrika kommenden muslimischen Eroberern (
Arabern
und
Berbern
) zerstört wurde. Nur der Nordrand der Iberischen Halbinsel blieb von der
islamischen Expansion
fast gänzlich unberührt, und hier bildeten sich neue, überwiegend christliche Herrschaftsgebiete, die im Laufe der folgenden Jahrhunderte die südlich anschließenden Territorien „zurückeroberten“ (
Reconquista
).
Dabei übte die westgotische Kultur
weit weniger
Einfluss
auf die romanischen Sprachen der Halbinsel aus als später das Arabische. Im Herrschaftsgebiet der Muslime bildete sich aus dem Vulgärlatein die
mozarabische Sprache
, die infolge der Reconquista von den sich am Nordrand der Halbinsel ausbildenden romanischen Sprachen (
Galicisch
Kastilisch
Katalanisch
etc.) verdrängt wurde.
Nach dem 15. Jahrhundert dürfte sie gänzlich verschwunden sein.
Mit der Reconquista breiteten sich die Sprachen des Nordens im Süden der Iberischen Halbinsel aus, besonders erfolgreich waren das Kastilische im Zentrum sowie das Galicische im Westen (siehe auch
Alfons VI.
), aus denen das heutige Spanisch und Portugiesisch hervorgingen.
Am Ostrand konsolidierte sich das Katalanische, während die weiteren romanischen Sprachen der Halbinsel (Aragonesisch, Asturisch-Leonesisch) nahezu verschwunden sind.
Das erste bekannte schriftliche in einer romanischen Sprache verfasste Dokument aus
Spanien
stammt von einem Mönch im
Kloster San Millán de la Cogolla
: Die
Glosas Emilianenses
, ursprünglich in lateinischer Sprache geschrieben, erschienen 964 auf
West-Aragonesisch
(auch Navarro-Aragonesisch genannt), das eng mit dem
Kastilischen
verwandt ist.
Zu Beginn des 12. Jahrhunderts entstand die
Historia Roderici
, die die Taten von
El Cid
zunächst auf
Latein
erzählte. Später erschien im Jahr 1235 ein handschriftliches und im Altspanischen geschriebenes
Epos
El Cantar de Mio Cid
10
Anschließend kam mit
Alfonso X. (dem Weisen)
ein vielseitig gebildeter Monarch an die Macht, der sich schon vor seiner
Inthronisation
durch das Verfassen von Texten auszeichnete. Während seiner Herrschaft vollendete er sein umfangreiches Gesamtwerk mit Themen zu Wissenschaft (
Astronomie
), Geschichte und Recht. Er war als intellektueller Angelpunkt für die Konsolidierung der spanischen Sprache sowie deren
Emanzipation
vom Lateinischen bzw.
Vulgärlateinischen
die herausragende Person im 13. Jahrhundert.
11
Zur Zeit der
katholischen Könige
entstanden mit dem bekannten lateinisch-spanischen Wörterbuch
Universal vocabulario en latín y en romance
(1490) durch
Alfonso Fernández de Palencia
eine Reihe von Wörterbüchern. De Palencia stützte sich dabei auf das lateinisch-lateinische Wörterbuch
Elementarium Doctrinae Rudimentum
des aus Italien stammenden
Papias
, welches um die Jahre 1040 bis 1050 entstanden war, und fügte dem lateinischen Lexikon kastilische Ausdrücke hinzu.
12
13
Im Jahre 1492 erschien von
Antonio de Nebrija
die
Gramática de la lengua castellana
(„Grammatik der kastilischen Sprache“). Nebrijas Grammatik war die erste gedruckte
Grammatik
einer romanischen und
nichtklassischen Sprache
14
Der in
Chile
lehrende Dichter und Gelehrte
Andrés Bello
beschäftigte sich intensiv sprachwissenschaftlich. Seine Befürchtung war, die spanische Sprache könnte in den nun unabhängigen Ländern Hispanoamerikas eine ähnliche Entwicklung nehmen wie das Lateinische mit seiner Zersplitterung in die verschiedenen romanischen Sprachen. Sein erklärtes Ziel war demnach, mit seiner Grammatik zur Einheit der spanischen Sprache in Lateinamerika beizutragen.
Esteban de Terreros y Pando
, ein
jesuitischer
spanischer
Philologe
und
Lexikograph
während der Zeit der
Aufklärung
, erstellte ein kastilisches Wörterbuch, das
Diccionario castellano con las voces de ciencias y artes
15
dessen erster Band 1786 gedruckt wurde.
16
Die
Real Academia Española
ist seit dem Jahr 1713 die maßgebliche Institution für die Pflege der spanischen Sprache. Ein Gründungsdirektor war
Juan Manuel Fernández Pacheco
. Regelmäßig erscheinen unter dem Dach ihres Hauses
Wörterbücher
Grammatiken
und
orthographische Wörterbücher
. Die Akademie stellt eine der wichtigsten
Quellen
der spanischen Sprachgeschichte dar. Ihre Vorgaben sind im Schulunterricht und Behördengebrauch
Spaniens
und der Spanisch sprechenden Länder
Amerikas
verbindlich. In der Umgangssprache wird sie ohne den Zusatz
Española
häufig
Real Academia de la Lengua
(„Königliche Akademie für Sprache“) genannt.
17
1771 wurde die erste Grammatik der Akademie veröffentlicht.
Ursprung und Name
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Das Spanische respektive Kastilische entwickelte sich aus einem im Grenzgebiet zwischen
Cantabria
Burgos
Álava
und
La Rioja
gesprochenen
lateinischen
Dialekt
zur
Volkssprache
Kastiliens
(die geschriebene Sprache blieb dagegen lange das Lateinische). Davon wurde dann der Name
castellano
(Kastilisch) abgeleitet, der sich auf den geographischen Ursprung der Sprache bezieht.
Die andere Bezeichnung,
(spanisch), stammt von der
mittelalterlichen
lateinischen Bezeichnung
Hispaniolus
beziehungsweise
Spaniolus
Diminutiv
von „Spanisch“) ab.
Ramón Menéndez Pidal
befürwortet eine weitere
etymologische
Erklärung: Die klassische Form
hispanus
oder
hispanicus
habe im
Vulgärlateinischen
das Suffix -one erhalten (wie etwa in den Begriffen
bretón
(Bretonisch),
frisón
(Friesisch) usw.) und sich von
hispanione
zum altkastilischen
españón
gewandelt, „das sich durch die
Dissimilation
der beiden
Nasale
bald zu
weiterentwickelte, mit der Endung -ol, das nicht gebraucht wird, um Nationen zu bezeichnen“.
18
Historische und
sozioökonomische
Entwicklungen und seine weit verbreitete Verwendung als Verkehrssprache machten das Kastilische zur
Lingua franca
der gesamten iberischen Halbinsel in Koexistenz mit anderen dort gesprochenen Sprachen: Man vermutet, dass gegen Mitte des 16. Jahrhunderts bereits etwa 80
% der Spanier Kastilisch sprachen.
19
Durch die Eroberung Amerikas, das als Privatbesitz in den Händen der kastilischen Krone war, dehnte sich die spanische Sprache über den halben Kontinent aus, von
Kalifornien
bis
Feuerland
Castellano
oder
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In spanischsprachigen Ländern finden sich für das Hochspanische die Begriffe
und
castellano
parallel, während in nichtspanischsprachigen die Sprache fast ausschließlich als „Spanisch“ (
englisch
Spanish
französisch
espagnol
italienisch
spagnolo
arabisch
لغة إسبانية
DMG
luġa isbāniyya
etc.) bezeichnet wird.
In
Südamerika
wird tendenziell
castellano
bevorzugt, wohingegen in
Mittelamerika
Mexiko
und den
USA
eher
gebräuchlich ist. Die Verfassungen von Spanien,
Bolivien
Ecuador
El Salvador
Kolumbien
Paraguay
Peru
und
Venezuela
verwenden den Begriff
castellano
Guatemala
Honduras
Kuba
, Mexiko,
Nicaragua
und
Panama
. In Spanien sind beide Bezeichnungen üblich. Die Real Academia Española empfiehlt außer in Situationen, in denen es gerade um die Unterscheidung zu den anderen in
Spanien vorkommenden eigenständigen Sprachen
Katalanisch
Baskisch
Galicisch
etc.) geht, die Verwendung von
Der Begriff
castellano
wird darüber hinaus auch als Benennung für den im Mittelalter in Kastilien gesprochenen romanischen Dialekt (aus dem das moderne Spanisch hervorgegangen ist) und für den heutzutage in dieser Region gesprochenen Dialekt verwendet. In Spanien ist die Entscheidung für die Verwendung des einen oder anderen Begriffs gelegentlich politisch motiviert.
Verbreitung
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Spanisch wird von gegenwärtig (2023) um die 559 Millionen Menschen
als Muttersprache
gesprochen und ist damit nach
Chinesisch
die am zweitweitesten verbreitete Muttersprache und nach Englisch die zweitweitest verbreitete
Weltsprache
20
21
22
im engeren Sinne von deren Definition.
23
Inklusive
Zweitsprachler
beläuft sich die Sprecherzahl (2017) auf 512 bis 572 Millionen
21
22
24
Damit nimmt Spanisch – nach
Englisch
Mandarin
und
Hindi
– den vierten Platz der weltweit meistgesprochenen Sprachen ein.
Die meisten Personen mit Spanisch als Muttersprache leben in Mexiko (132 Millionen), Kolumbien (52,7 Millionen), Spanien (49 Millionen) und Argentinien (46,45 Millionen).
In den Vereinigten Staaten
leben (Stand 2024) rund 41,9 Millionen Muttersprachler, damit liegen die USA nach weltweit an fünfter Stelle.
25
Illegal Eingewanderte sind dabei nicht mitgezählt.
Obwohl die Sprache in keinem Bundesstaat Amtsstatus hat, liegt die Zahl der Sprecher in einigen US-Bundesstaaten des Südwestens wie in
New Mexico
oder
Kalifornien
, aber auch in
Texas
bei über 30
%. In
Belize
(> 55
% im Jahr 2010
24
gegenüber 46
% im Jahr 2000
26
),
Marokko
(knapp 5
% im Jahr 2017)
22
27
Westsahara
sowie in
Trinidad und Tobago
wird Spanisch von einem großen Bevölkerungsanteil gesprochen. Einer Studie von 2015 zufolge (
Ethnologue
2015) steht das Spanische mit 399 Millionen Muttersprachlern an zweiter Stelle hinter Mandarin.
28
In
portugiesischsprachigen Ländern
wie
Portugal
und
Brasilien
wird das Spanische aufgrund der
sprachlichen Nähe
oft verstanden, auch wenn die Portugiesischsprecher die Sprache selbst nicht sprechen.
Mit über 21 Millionen Lernenden ist Spanisch nach Englisch außerdem (zusammen mit Französisch und Mandarin) die weltweit am zweithäufigsten erlernte Fremdsprache.
24
Als
supranationale
Amts- bzw.
Arbeitssprache
dient Spanisch in der
Europäischen Union
, in der
Afrikanischen Union
, in der
Organisation Amerikanischer Staaten
, in der
Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten
, in der
Union Südamerikanischer Nationen
, im
Zentralamerikanischen Integrationssystem
sowie bei den
Vereinten Nationen
Institutionen zur Sprachpflege des Spanischen
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Hauptartikel
Sprachen in Spanien
In der
Verfassung des Königreichs Spaniens
vom 29.
Dezember 1978 wird im
Art.
3 folgender Wortlaut wiedergegeben:
(1) Das Kastilische ist die offizielle spanische Sprache des Staates. Alle Spanier haben die Pflicht, sie zu beherrschen, und das Recht, sie zu benutzen.
(2) Die anderen spanischen Sprachen sind in den jeweiligen
Autonomen Gemeinschaften
ebenfalls Amtssprachen, soweit ihre Autonomiestatute dies bestimmen.
(3) Der Reichtum Spaniens an sprachlicher Vielfalt ist ein Kulturgut, das Gegenstand besonderer Achtung und besonderen Schutzes ist.
In einem Grundsatzurteil
29
hat das
spanische Verfassungsgericht
Tribunal Constitucional
hierzu entschieden: Nach Absatz 1 kann sich jeder Bürger im Verkehr mit jeder öffentlichen Institution (unabhängig davon, ob sie in Trägerschaft des Staates, einer Autonomen Gemeinschaft, einer Provinz oder einer Kommune steht) des Kastilischen bedienen und hat Anspruch darauf, dass ihm in dieser Sprache geantwortet wird. Umgekehrt folgt nach Absatz 2 aus der Statuierung einer zusätzlichen regionalen Amtssprache, dass dies dann nicht nur für die Behörden der Autonomen Gemeinschaft selbst, sondern auch für die staatlichen Behörden in dieser Region gilt. Mit anderen Worten: So wie es regionalen Behörden verwehrt ist, das Kastilische nicht zu akzeptieren, ist es den staatlichen Institutionen in den Regionen (wie Gerichten, der Policía Nacional oder der Guardia Civil) verboten, die jeweilige regionale Amtssprache nicht zu akzeptieren.
Im Königreich Spanien ist die
Real Academia Española
(RAE) für die Pflege der spanischen Sprache maßgeblich. Ihre 46 Mitglieder sind auf Lebenszeit berufene bekannte
Autoren
des Landes. Sie kooperiert mit den entsprechenden Akademien der anderen spanischsprechenden Länder in der
Asociación de Academias de la Lengua Española
. Die Asociación de Academias de la Lengua Española wurde
1951
in
Mexiko
gegründet, hat ihren Sitz jedoch in
Madrid
. Sie umfasst 22 bestehende nationale Akademien der spanischen Sprache unter der Führung der Real Academia Española. Hierin zeigt sich, dass Spanisch eine
plurizentrische Sprache
ist.
30
31
Das
Instituto Cervantes
wurde 1991 vom spanischen Staat mit dem Ziel gegründet, die spanische Sprache zu fördern und zu verbreiten sowie die Kultur Spaniens und aller spanischsprachigen Länder im Ausland bekannt zu machen.
Die Vereinigung
Asociación para la Enseñanza del Español como Lengua Extranjera
(ASELE) ist eine am 30. Januar 1987 in Madrid von Fachleuten gegründeter Verband zur Förderung der spanischen Sprache für Nicht-Muttersprachler.
Das
Instituto Caro y Cuervo
, es wurde im Jahre 1942 per Gesetz gegründet, ist ein
kolumbianisches
Forschungsinstitut für spanische
Literatur
Philologie
und
Linguistik
mit Sitz in
Bogotás
Stadtbezirk
La Candelaria
Sprachgeschichtliche Entwicklung
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Das Spanische lässt sich ungefähr in folgende Entwicklungsabschnitte (
Sprachstufen
) unterteilen:
Ursprünge des Spanischen (
orígenes de español
), bis 1200,
Altspanisch
español medieval
), von 1200 bis 1450,
Mittelspanisch
español clásico
), von 1450 bis 1650,
Neuspanisch (
español moderno
oder
español contemporáneo
), seit 1650.
In diesen Perioden und deren Vorfeld unterlag es mehreren Beeinflussungen. Teilweise wird die Kategorie des vorklassischen Spanisch (
español preclásico
), von 1500 bis 1560, ergänzt.
32
Baskische Einflüsse in der spanischen Sprache
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Hauptartikel
„Wechselbeziehungen zu Nachbarsprachen“ im Artikel Baskische Sprache
Das Baskische ist, so der aktuelle Forschungsstand, mit keiner anderen bekannten Sprache bewiesenermaßen
genetisch verwandt
. Es ist eine sogenannte
isolierte Sprache
. Baskisch konnte sich im westlichen
Pyrenäengebiet
Spaniens (in den
Autonomen Gemeinschaften
Baskenland
und
Navarra
) und Frankreichs (
französisches Baskenland
) über Jahrhunderte gegen verschiedene
indogermanische Sprachen
behaupten, darunter das
Keltische
, das
Lateinische
und die heutigen
romanischen
Sprachen. Inwieweit seine ursprüngliche Ausdehnung auf der iberischen Halbinsel aussah, bleibt hypothetisch. Das Baskische ist der einzige sprachliche Überrest aus jener Epoche. Einige Einflüsse scheinen die romanischen Sprachen geprägt zu haben, so etwa, dass die zwei benachbarten romanischen Sprachen, das Spanische, aber stärker noch die südwest
okzitanische
Regionalsprache
Gaskognisch
, eine Reduktion des lateinischen „f“ zu „h“ aufweisen, das in der spanischen Hochsprache heute verstummt ist. Dieses Phänomen wird auf den Einfluss des Baskischen zurückgeführt, zum Vergleich der spanische Ortsname
Fuenterrabia,
baskisch
Hondarribia,
hoch-aragonisch
Ongotituero
. Weitere Beispiele für diesen Ersatz des anlautenden „[f]“ durch „[h]“, das jedoch im weiteren Verlauf ganz wegfiel, sind etwa
farina → harina, factus → hecho, filius → hijo, furnus → horno, ferrum → hierro
Das Baskische ist ein
Adstrat
, denn diese Sprache wurde nicht aufgegeben.
Keltiberisch-vorromanischer Einfluss
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Rekonstruierte
Sprachräume
um 300 v. Chr.
Die ältesten historisch ermittelten Bewohner der Iberischen Halbinsel waren die
Iberer
Iberische Sprache
). Um
600 v. Chr.
wanderten
keltische
Stämme (
Keltische Sprachen
) über die
Pyrenäen
ein, die sich daraufhin mit den Iberern zu den
Keltiberern
vermischten.
Gibt eine Bevölkerung unter dem Einfluss einer neuen Sprache die eigene nach einer Periode der
Zweisprachigkeit
zu Gunsten der prestigeträchtigeren neuen Sprache auf, wirken sich dennoch Sprechgewohnheiten auf diese aus. Man bezeichnet die aufgegebene Sprache dann als
Substrat
Das Keltiberische wirkte sich nach Übernahme des Lateinischen wie folgt aus:
Sonorisierung
der
intervokalischen
Verschlusslaute
„[p]“, „[t]“, „[k]“ zu „[b]“, „[d]“, „[g]“
(amica → amiga / apotheca → bodega)
Lenisierung
des
Nexus
„[kt]“ über „[çt]“ zu „[it]“. Im Kastilischen entwickelte sich der Nexus weiter. Das „t“ wurde durch vorangehenden
Palatal
ebenfalls palatalisiert. Daher
noctem → noche
Latein als Grundlage
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Römische Eroberung der Iberischen Halbinsel, 218–19 v. Chr.
Im 3. Jahrhundert v. Chr. begannen die Römer mit der Eroberung der Iberischen Halbinsel. Zu jener Zeit wurden hier unter anderem
Iberisch
Keltiberisch
Baskisch
Tartessisch
Lusitanisch
sowie vor allem in Küstenorten
Punisch
und
Griechisch
gesprochen. Seit
Kaiser Augustus
befand sich die gesamte Halbinsel in römischer Hand.
33
Durch eine starke Militärpräsenz und durch zahlreiche römische Beamte verbreitete sich die lateinische Sprache sehr schnell. Latein wurde so über den Weg des
Vulgärlateins
34
zu der
kulturbestimmenden
Umgangssprache, welche die ursprünglichen iberischen Sprachen allmählich zurückdrängte. Einzig in den westlichen Pyrenäen stieß das Lateinische auf stärkeren Widerstand, sodass die
Ursprache
dort erhalten blieb.
Germanischer Einfluss
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Als die Westgoten ab etwa 414 in Spanien einfielen, wurde bereits auf der gesamten Halbinsel Latein mit lokaler Färbung gesprochen. Obwohl die Westgoten die darauffolgenden drei Jahrhunderte Spanien beherrschten, beeinflussten sie Sprache und soziales Leben lediglich in geringem Maße (nur etwa zwei bis drei Prozent der Bevölkerung waren Goten). Ein Grund dafür, dass sich
Romanen
und Goten nicht vermischten, war hauptsächlich religiöser Natur: Die Romanen waren
Katholiken
, die Goten
Arianer
. Nachdem im Jahr 589 König
Rekkared I.
mit seinem Volk zum
Katholizismus
übertrat, verschwand das
Gotische
bald vollkommen.
Dennoch gibt es einige Wörter im Spanischen, die germanischen Ursprungs sind (z.
B.
ganso
). Man nimmt aber an, dass diese nicht durch die Goten, sondern schon vorher durch die Römer, die in
Gallien
mit germanischen Stämmen in Berührung gekommen waren, nach Spanien gebracht wurden.
Auf die Sprache der Westgoten geht wahrscheinlich auch die Endung
-ez
vieler heutiger spanischer Familiennamen zurück (siehe
Patronym
).
35
Sie hatte die Bedeutung „Sohn von“ (vgl. isl.
-son
), so war
Rodríguez
der Sohn von
Rodrigo
(Roderich). Beispielhaft sind die Könige von
Navarra
aus dem
Haus Jiménez
von 905 bis 1076: Auf den Begründer der Dynastie Sancho I. Garcés folgten nacheinander García I. Sánchez, Sancho II. Garcés, García II. Sánchez, Sancho III. Garcés, García III. Sánchez und Sancho IV. Garcés, wobei der Nachfolger jeweils der Sohn des Vorgängers war.
Arabischer Einfluss
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Einen dauerhafteren Einfluss auf das Vokabular des Spanischen hatten die
maurischen
Eroberer, die 711 von Afrika aus ihre Expansion nach Osten und Norden der Halbinsel begannen. Sie besetzten die ganze Iberische Halbinsel mit Ausnahme des
Kantabrischen Gebirges
, wo Gruppen der christlichen Bevölkerung Zuflucht suchten und von wo die spätere Rückeroberung („Reconquista“) ausging.
Als im Jahr 1492 diese Rückeroberung mit dem
Fall von Granada
abgeschlossen war, waren bis dahin viele arabische Wörter in das Spanische gelangt. Viele dieser Wörter kamen ursprünglich gar nicht aus dem Arabischen, sondern aus anderen Sprachen und wurden nur über das Arabische vermittelt. Nach Auswertung des Wörterbuches der Real Academia Española von 1995 enthält das heutige Spanisch noch 1285 Entlehnungen aus dem Arabischen, die „Arabismen“.
36
Somit ist das Spanische die romanische Sprache mit den meisten arabischen
Lehnwörtern
Es handelt sich dabei nicht nur um Kulturbegriffe, sondern auch um Bezeichnungen für Begriffe des alltäglichen Lebens, z.
B.
aceite
„Öl“,
aceituna
(auch:
oliva
) „Olive“,
alfombra
„Teppich“. Auch
azafata
(„Flugbegleiterin“, das Wort wurde reaktiviert) ist arabischen Ursprungs. Das Wort
ojalá
(„hoffentlich“) ist eine hispanisierte Form der arabischen Redewendung
Inschallah
ان شاء الله
) und bedeutet eigentlich „So Gott will“.
Arabische Lehnwörter und ihre Ableitungen finden sich in den folgenden Wortschatzbereichen: Verwaltung und Staatswesen, Heerwesen, Münzprägung, Naturwissenschaften, Landwirtschaft (Ackerbau, Bewässerungsanlagen), Hausrat, Kleidung, Speisen, Flora und Fauna sowie weiteren. Ein beträchtlicher Teil dieser Wörter stammt ursprünglich aus dem
Persischen
, dem
Aramäischen
, aus
indischen Sprachen
(z.
B.
ajedrez
aus
čaturaṅga
, über das persische
chatrang
und das arabische
shatranj
), dem Griechischen (z.
B.
guitarra
über arabisch
qiθārā
, aus griechisch
κιθάρα
) oder sogar dem Lateinischen (z.
B.
alcázar
aus lateinisch
castra
) und ist nur mittels des Arabischen und in arabischer Form ins Spanische gelangt.
Im Gegensatz zu anderen Sprachen, die bei der Übernahme arabischer Wörter den arabischen Artikel
al
ال
) abtrennten, findet sich in vielen Lehnwörtern im Spanischen jenes
al
wieder, etwa bei „Zucker“ (spanisch
azúcar
, italienisch
zucchero
, arabisch
السكر
as-sukkar
– hier wird das
(l) des Artikels
assimiliert
).
37
Amerikanisch-indigene Einflüsse
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EU-weite Spanischkenntnisse (laut
Eurobarometer
2006)
Vor allem die
lateinamerikanischen
Dialekte des Spanischen enthalten eine Vielzahl von Ausdrücken
indigener
Sprachen.
Wortbeispiele:
el aguacate
oder
la palta
(die Avocado)
el ají
(die scharfe Paprika, Chilischote)
la batata
(die Wade)
el batey
(das Dorf)
el bohío
(die Schilfhütte)
el bohuco
(die Rank- oder Schlingpflanze)
el cacique
(der Kazike, Häuptling)
el caimán
(der Kaiman, das Krokodil)
la canoa
(das Kanu)
el casabe
(das Fladenbrot)
el cayo
(die kleine Insel)
el cayuco
(das Boot)
la chacra
(das kleine Landgut)
el cocote
(der Nacken)
el conuco
(der Garten)
la guayaba
(die Guave)
el huracán
(der Hurrikan, Wirbelsturm)
la lambí
(die Flügelschnecke)
el maíz
oder
el choclo
(der Mais)
el manatí
(die Seekuh)
el maní
oder
el cacahuate
(die Erdnuss)
la papa
(die Kartoffel)
la sabana
(die Ebene)
el tabaco
(der Tabak)
el tiburón
(der Hai)
la yuca
(die Maniokpflanze, -frucht)
Inneriberische Einflüsse bis zum Spanischen heute
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Die folgenden Absätze sind nicht hinreichend mit
Belegen
(beispielsweise
Einzelnachweisen
) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und
gute Belege einfügst.
Siehe
Diskussion
Das Kastilische entstand in einer schwach romanisierten Gegend Nordspaniens, im Grenzgebiet der heutigen spanischen Provinzen
Burgos
La Rioja
Vizcaya
und
Álava
. Dieser Dialekt
Altkastiliens
zeichnet sich dadurch aus, dass er stärker von den vorromanischen Sprachen geprägt war und später durch politische Umstände zur Schrift- und
Nationalsprache
Spaniens wurde.
Es waren namentlich die Grafen Altkastiliens, die in andauernden Kämpfen gegen die Araber ihr Staatsterritorium nach Süden hin erweiterten. Im Verlauf dieser Reconquista-Bewegung schob sich das Altkastilische wie ein Keil in den übrigen romanischen Sprachraum hinein und drängte die anderen Sprachformen an die westliche (
Asturisch
Leonesisch
und Galicisch, aus dem sich später Portugiesisch entwickelte) und östliche (Aragonesisch, Katalanisch) Peripherie des Landes ab, wodurch sich der Bereich der kastilischen Sprache enorm vergrößerte. In den von den Mauren eroberten Gebieten verdrängte sie danach das Arabische und das Mozarabische (romanische Dialekte, die in den maurisch beherrschten Ländereien von den Christen artikuliert, aber in arabischer Schrift geschrieben wurden).
In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts wurde Kastilien zum Königreich ausgerufen und
Toledo
1085 zur Hauptstadt bestimmt. Daraufhin etablierte sich die kastilische Mundart zur Hof- und Umgangssprache des jungen Königreichs, weshalb das gegenwärtige Spanisch toledanische Färbung innehat. Von sprachpolitischer Bedeutung sind die Reformen
Ferdinands III.
(1217–1252) und
Alfons X.
(1252–1282), durch die das Lateinische in seiner urkundlichen Benutzung abgeschafft wurde und das Kastilische dessen Funktion übernahm. Während des ausgehenden Mittelalters verbreitete sich dann das Kastilische nicht nur als Schriftmedium, sondern auch verbal außerhalb Kastiliens.
Im Jahr 1713 entstand nach französischem Vorbild schließlich die
Real Academia de la Lengua,
die als anerkannte Autorität in Sprachfragen gilt. Zwischen 1726 und 1739 wurde das
Diccionario de Autoridades
herausgegeben und im Jahr 1771 erschien die erste Grammatik. Heute gibt die Akademie in Zusammenarbeit mit den Sprachakademien der anderen spanischsprachigen Länder unter anderem das Wörterbuch
Diccionario de la Lengua Española
und das umfangreiche Grammatikwerk
Nueva Gramática de la Lengua Española
heraus.
Rechtschreibung
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Die Rechtschreibung des Spanischen verfolgt das Ideal, Laut für Laut das gesprochene Wort nachzubilden. So werden häufig übernommene Fremdwörter in ihrer Schreibung derart angepasst, dass sich die Aussprache wieder automatisch ergibt (Beispiele: englisch
bacon
wird zu spanisch
beicon
oder englisch
football
wird zu spanisch
fútbol
). Bei den lateinamerikanischen Varianten gilt dies nur mit Einschränkungen (teilweise werden Buchstaben anders ausgesprochen, wenn das Wort
indianischen
Ursprungs ist, besonders
ll
und
).
Die Rechtschreibung des Spanischen ist heutzutage so normiert, dass Lernende – mit Ausnahme weniger Fremdwörter wie
chalet,
zu denen es meist auch eine alternative Form (
chalé
) gibt – immer von der Schreibung auf die Aussprache schließen können. Dies funktioniert allerdings nur in eine Richtung. Durch Dopplungen in der Repräsentation von Lauten im Buchstabensystem kann nicht automatisch von der Aussprache auf die Schreibung eines Wortes geschlossen werden. So kann der Laut [k] im Spanischen durch die Buchstaben ⟨c⟩, ⟨k⟩, ⟨q⟩ und die Buchstabenverbindung ⟨qu⟩ im Schriftsystem repräsentiert werden.
38
39
Im Spanischen wird der Akut (á é í ó ú), sowie das Trema (
antig
edad
) verwendet (zum Akut: siehe Hauptartikel
Wortbetonung in der spanischen Sprache
).
40
Das Trema, das im Spanischen nur auf den Buchstaben ‹u› gesetzt wird, darf von deutschen Muttersprachlern nicht als eine Repräsentation des Phonems /y/ wahrgenommen werden, da dieses
Phonem
im Spanischen nicht existiert. Stattdessen wird ein stummes „u“ in der Verbindung ‹gue-› und ‹gui-› durch das Setzen des Tremas wieder ausgesprochen. Das ‹u› ist in den genannten Kombinationen im Normalfall stumm, da die Kombinationen ‹ge› und ‹gi› als [xe] und [xi] gesprochen werden. Damit ‹g› wieder seinen Lautwert [g] bzw. [ɣ] erhält, wird ein (stummes) ‹u› eingefügt. Als Zeichen, dass das ‹u› wieder gesprochen wird, muss deshalb ein Trema gesetzt werden. Das Trema wird dann nicht gesetzt, wenn das ‹ú› einen Akut enthält, da die Kennzeichnung dann durch den Akut, der die betonte Silbe anzeigt, vorliegt (z.
B.
ambigüedad
aber
ambigúes).
In poetischen Texten wird das Trema auch auf andere Vokale gesetzt, um anzuzeigen, dass ein
Hiat
gesprochen werden muss; dies passiert selbst dann, wenn die Standardlautung eigentlich ein
Diphthong
wäre. Diese Funktion wird im Spanischen im Normalfall ebenfalls vom Akut, und nicht vom Trema, übernommen, was am Wort ‹país› „Land“ sichtbar wird.
41
42
Siehe auch
Spanisches Alphabet
und
Silbentrennung in der spanischen Sprache
¿ und ¡
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Ein besonderes Merkmal der spanischen Sprache ist es,
Fragen
und
Ausrufesätze
mit dem
signo de interrogación
) bzw. dem
signo de exclamación
, manchmal auch
signo de admiración
) einzuleiten. Dies geschieht sonst nur in der
asturischen
und der
galicischen Sprache
. Das Fragezeichen wurde von der
Real Academia Española
1754 in der zweiten Edition der Orthografie eingeführt.
43
Dreisprachige Werbetafel in
Barcelona
(Detail). Das öffnende Ausrufezeichen wird nur im Spanischen verwendet, nicht in der Regionalsprache (
Katalanisch
).
Beispiele
El español es muy fácil, ¿verdad?
¡Por supuesto!
Spanisch ist sehr leicht, stimmt’s?
Auf jeden Fall!
¡Hola! ¿Cómo estás?
Bien, ¿y tú?
Hallo! Wie geht’s?
Gut, und dir?
Das
umgekehrte Ausrufezeichen
“ für die spanische Sprache liegt in
ISO 8859-1
und Unicode auf Code 161 (U+00A1) und lässt sich unter Windows auf jeder Tastatur über
Alt
auf dem Nummernblock beziehungsweise
Alt
erzeugen. Bei einem Macintosh wird dieses durch
Alt
1/!
erzeugt, unter Linux/X11 durch
Alt Gr
1/!
Ein
umgedrehtes, kopfstehendes Fragezeichen
“ kann wie folgt eingegeben werden; unter
Windows
mit deutscher Belegung
mittels der Tastenkombination
Alt
dabei müssen zwingend die Ziffern des sog.
Ziffernblocks
benutzt werden oder
Alt
. Auf dem Macintosh wird es durch
Alt
ß/?
erzeugt, unter Linux mit
Alt Gr
ß/?
Die Zeichen wurden von der
Real Academia Española
eingeführt, da im Spanischen die Syntax des Frage- und Imperativsatzes der Syntax des Aussagesatzes gleicht. In der gesprochenen Sprache wird die Frage durch steigende Intonation zum Ausdruck gebracht. So können vor allem Missverständnisse beim (Vor-)Lesen verhindert werden, da Sprecher sonst zu spät erkennen könnten, dass es sich um eine Frage handelt. Entsprechend können sie durch ein einführendes „¿“ beim Lesen ihre Satzmelodie rechtzeitig anpassen. Die Zeichen stehen demnach für eine rechtzeitige Kennzeichnung der verschiedenen Satzarten und vor allem des Fragesatzes, wie sie im Englischen durch die
do-
Umschreibung, im Französischen durch den Partikel
est-ce que ...
oder im Deutschen durch die Inversion der Stellung von Subjekt und konjugiertem Verb ausgedrückt werden:
Spanisch:
Quieres comer algo
(steigende
Satzmelodie
als Indikator in der gesprochenen Sprache; der Aussagesatz würde ebenfalls
Quieres comer algo
lauten.)
Englisch:
Do
you want to eat something? (
do
-Umschreibung)
Deutsch:
Willst du
etwas essen? (Inversion von Subjekt und konjugiertem Verb)
Französisch:
Est-ce que
tu veux manger quelque chose? (Umschreibung mit
est-ce que
Die Zeichen werden erst dann gesetzt, wenn die wirkliche Frage beginnt:
María, ¿quieres comer algo?;
andere, nicht zur Frage gehörende Partikel werden nicht von den Zeichen umschlossen. Die Ausrufezeichen können bis zu dreimal gesetzt werden, um eine Emphase zu erzeugen (
¡¡¡Qué vergüenza!!!
). Die Fragezeichen werden zur Erzeugung der Emphase mit den Ausrufezeichen kombiniert und nicht mehrfach gesetzt. Kombinationen sollten laut der RAE sowohl die Öffnungs- als auch die Schlusszeichen enthalten (
¡¿Qué estás haciendo?!
oder
¿¡Qué estás haciendo!?),
können aber auch einzeln verwendet werden:
¿Qué estás haciendo!
oder
¡Qué estás haciendo?
Vereinzelt dürfen die Zeichen auch ohne die Öffnungszeichen verwendet werden. Dies ist nicht der Fall, wenn der Stil anderer Sprachen imitiert werden soll. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um den Ausdruck von Zweifel, Überraschung oder Ironie:
Ha terminado su carrera con 40 años y está tan orgulloso (!).
Es algo positivo (?) que tengamos un trabajo seguro, ¿no?
44
Nutzung der Anführungszeichen
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Die
RAE
empfiehlt, in gedruckten Texten die doppelten französischen Anführungszeichen «» zu verwenden. Diese sollen an erster Stelle stehen. Werden innerhalb eines in Anführungszeichen gesetzten Textes Zitate eingebunden oder anderweitig Anführungszeichen benötigt, werden die englischen doppelten Anführungszeichen “ ” verwendet. Danach folgen die einfachen englischen Anführungszeichen ‘ ’. Die deutschen Anführungszeichen mit dem Öffnungszeichen unten „ “ werden im Spanischen nicht verwendet.
Im Spanischen folgen Punkt, Komma, Strichpunkt und Doppelpunkt auf das Schlusszeichen:
Él dijo: «Dame el libro que se llama “Diccionario”», pero no se lo di.
Sus palabras eran: «Lo voy a hacer»; pero al final no lo hizo.
In Kombination mit anderen Zeichen, die Äußerungen umschließen wie die doppelten Frage- und Anführungszeichen ¿? ¡! wird eine Spiegelung herbeigeführt: Hierbei stehen zuerst diejenigen Schlusszeichen, die bei den Öffnungszeichen an zweiter Stelle stehen:
Me preguntó: «¿Qué vas a hacer?»
45
Aussprache
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Hauptartikel
Aussprache der spanischen Sprache
Vokale
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Vokaltrapez
46
für die spanische Sprache
Messungen der ersten
Formanten
der spanischen
Vokale
(Bradlow, 1995); in Zuordnung zu den Frequenzen (
Hz
) (
Artikulation
Das Spanische kennt fünf
Monophthonge
Monophthonge des Spanischen
vorne
zentral
hinten
geschlossen
mittel
offen
Konsonanten
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Das Spanische kennt 24
Konsonanten
, wobei die
Frikative
[β ð ɣ]
und die
Plosive
[b d g]
Allophone
der
Phoneme
/b d g/
sind. Zum Deutschen unterschiedliche Konsonanten sind das
([ɲ]) und die beiden
Digraphen
ll
([ʎ]) und
ch
([t͡ʃ]).
Konsonanten des Spanischen
47
bilabial
labio-
dental
dental
alveolar
post-
alveolar
palatal
velar
Plosive
Affrikaten
t͡ʃ
Nasale
Flaps
Trills
Frikative
Approximanten
Laterale
Mundartlich wird
vor Verschlusslauten manchmal wie
ausgesprochen, z.
B.
España
(„Spanien“) als
ɛhˈpaɲa
Yeísmo / Šeísmo / Žeísmo
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Eine Unterscheidung der Laute /ʎ/ und /j/ bzw. /ʝ/ erfolgt nicht im gesamten spanischsprachigen Raum, vor allem nicht in
Lateinamerika
, was am
Yeísmo
deutlich wird. In Spanien selber wird
ll
mundartlich manchmal wie
d͡ʑ
oder
d͡ʐ
ausgesprochen. Inzwischen liegt der Yeísmo auch in weiten Teilen Spaniens vor. Eine Unterscheidung zwischen /ʎ/ und /j/ bzw. /ʝ/ gilt heutzutage teilweise als untypisch. Es bestehen aber im gesamten spanischsprachigen Raum noch Zonen, in denen die Phoneme unterschieden werden. Die hohe Verbreitung des Yeísmo in der gesamten spanischsprachigen Welt führte zu seiner Akzeptanz in der gebildeten Sprache - so wird er unter anderem von der
Real Academia Española
akzeptiert.
48
Durch den Yeísmo kommt es zu einer Aufhebung von Minimalpaaren, da mit ihm die Wortpaare ‹halla› und ‹haya› gleich ausgesprochen werden. Des Weiteren existieren in Lateinamerika die Aussprachephänomene des
Žeísmo
und des
Šeísmo
, bei denen nicht /ʎ/, /j/ bzw. /ʝ/, sondern /ʒ/ und /ʃ/ gesprochen werden.
49
Seseo und Ceceo
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Große Aussprachevariationen in der spanischsprachigen Welt gibt es auch bezüglich der Laute /s/ und /θ/. Zonen, in denen die Wörter ‹ca
a› und ‹ca
a› beide mit dem Phonem /s/ gesprochen werden (große Teile Lateinamerikas und Südspanien: Sevilla, Kanaren, Murcia, aber auch in Valencia, Katalonien, Mallorca und im Baskenland), bezeichnet man als
Seseo
-Regionen. Zonen, in denen beide Laute als /θ/ gesprochen werden (ebenfalls vor allem Südspanien: z. B. Málaga, Granada), werden als
Ceceo
-Regionen bezeichnet. In großen Teilen Lateinamerikas gilt der Seseo auch als Standardaussprache und der
stimmlose interdentale Frikativ
wird nahezu gar nicht verwendet. Im Süden Spaniens wird der Seseo auch in der gebildeten Sprache akzeptiert. Der Ceceo ist im spanischsprachigen Raum jedoch deutlich seltener vertreten und gilt als dialektal.
50
51
52
Grammatik
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Hauptartikel
Spanische Grammatik
Das Spanische weist über 50
konjugierte
Formen pro
Verb
auf, mit Endungen für
Personalformen
Tempus
und
Aspekt
, hat aber nur eine eingeschränkte Flexion von
Substantiven
und
Determinativen
53
Letztere zeigen nur zwei
grammatische Geschlechter
sowie Singular- und Pluralformen.
Die
Wortstellung
des Spanischen ist grundsätzlich
Subjekt-Verb-Objekt
, erlaubt aber viel Variation. Ein
Personalpronomen
als Subjekt kann wegfallen, d.
h. Spanisch ist eine
Pro-Drop-Sprache
. Die Merkmale des Subjekts werden dann nur von der Verbform angezeigt. Das Spanische besitzt ferner ein System von unselbständigen (
klitischen
Objektpronomen
, wie es auch für die anderen romanischen Sprachen typisch ist.
Wortarten und Wortbildung
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Hauptartikel
Wortbildung und Wortarten im Spanischen
Bedeutung, Funktion ↓
Formen, Klassen
54
55
flektierbar
flexionslos
Lexikalisch
Substantiv
sustantivo
Verb
verbo
),
Adjektiv
adjetivo
Adverb
adverbio
),
Zahlwort
nombre numeral
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Grammatikalisch
Artikel
articulo
),
Pronomen
pronombre
Präposition
preposición
),
Konjunktion
conjuncion
Für die Produktion neuer Wörter aus vorhandenen Wörtern, also die
Wortbildung
formación de palabras
werden zwei Varianten unterschieden: Wortableitung (
Derivation
derivación
) und Wortzusammensetzung (
Komposition
composición
).
Im Bereich der
Lehnwörter
bzw.
Entlehnung
, so etwa in der Begrifflichkeit der
elektronischen Datenverarbeitung
, zeigt sich ein großer Einfluss der
englischen Sprache
. So weist vor allem der Internetwortschatz im Spanischen eine hohe Anzahl von
Anglizismen
oder angloamerikanisch geprägten spanischen Wortschöpfungen auf.
57
Lexikalische Negation
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Durch den Gebrauch folgender Präfixe können Worte mit
negativer
Bedeutung, als Ausdruck einer syntaktischen Negation (siehe im Gegensatz hierzu die
Adverbien der Verneinung
), entstehen:
a-
des-
in-
i-
im-
ir-
. Beispiele:
a-
político
des-
acertado
in-
formal
i-
legible
im-
posible
ir-
racional
Als Basislexeme für die negative Wortbildung dienen
Substantive
Adverbien
Verben
und
Adjektive
. Wortarten welche allesamt zu den
Autosemantika
zählen. Dabei sind einige Worte in der Lage, jeweils zwei unterschiedliche Präfixe zu binden. Beispiel:
in-moral
und
a-moral
58
Varietäten der spanischen Sprache
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Das äquatorialguineische Spanisch
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Hauptartikel
Äquatorialguineisches Spanisch
Das philippinische Spanisch
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Hauptartikel
Philippinisches Spanisch
Neben der Verbreitung in Europa wird Spanisch ebenfalls in Asien, d.
h. auf den Philippinen gesprochen. Viele Inseln, Ortschaften sowie die Filipinos und das Land selbst tragen spanische Namen, die aus der
kolonialen
Epoche herrühren.
Das amerikanische Spanisch
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Am weitaus bedeutsamsten ist Spanisch in Amerika, indem es in den meisten Ländern als Muttersprache gesprochen wird. Da sie dort ein sehr großes Gebiet einnimmt und da seit der
Kolonialisierung durch die Spanier
bereits Jahrhunderte vergangen sind, weist die
spanische Sprache auf den Großen Antillen
und im übrigen Lateinamerika gewisse Abweichungen zum europäischen Spanisch auf. Diese sind in der Schrift- und Verkehrssprache nicht allzu groß, wohingegen sich Umgangssprache und Dialekte der einzelnen Länder teilweise recht deutlich unterscheiden, und zwar nicht nur in der Aussprache, sondern auch im Vokabular.
In Südamerika sind Mischdialekte entstanden, die teils als „
Portuñol
“ bezeichnet werden.
Die spanischsprachige Welt
Rot: Amtssprache, Blau: Amtssprache neben anderen, Gelb: Bedeutende Sprache, aber keine Amtssprache
Im grammatikalischen Bereich sind bis auf die Eigenheiten in der Verwendung der Vergangenheitstempora (Dominanz des
Indefinido
), der Nichtexistenz von Vosotros und dem
Voseo
(nur regional geprägt) keine nennenswerten Besonderheiten festzustellen.
Demgegenüber haben einige Wörter durchaus einen Bedeutungswandel vollzogen. Manche Abweichungen sind konkret auf den Einfluss indigener Sprachen zurückzuführen, der in den einzelnen Regionen unterschiedlich intensiv ausgestaltet ist. Vorrangig in Mexiko, der Karibik, Zentralamerika und
Venezuela
spürbar sind auch die Einflüsse des
US-amerikanischen Englischen
auf den Wortschatz des Spanischen, die sich wesentlich stärker niederschlagen als in Europa. Generell lässt sich in Spanien der lateinamerikanische Wortschatz als archaischer, verglichen mit dem kontinentaleuropäischen, beschreiben. In Lateinamerika wird dagegen das iberische Spanisch als altmodisch und harsch empfunden.
Ein charakteristisch-markantes Erkennungszeichen lateinamerikanischer Sprecher ist die vom europäischen Spanisch stark abweichende
Sprachmelodie
. Die Unterschiede in dieser Beziehung sind jedoch zwischen dem
andinen Spanisch
, den
La-Plata
-Dialekten, Mexiko und Zentralamerika sowie den karibischen Dialekten praktisch ebenso groß wie zum Kontinentalspanischen, sodass sich allgemeine Regeln nur schwer definieren lassen.
Obgleich Aussprache und Wortschatz zwischen den und ebenso in den einzelnen lateinamerikanischen Ländern mitunter stark variieren, lassen sich doch einige Hauptunterschiede zwischen der Sprache Mexikos und Süd- und Mittelamerikas und dem europäischen Spanischen festhalten.
Unterschiede in der Grammatik
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Die Vergangenheitsform
Pretérito Perfecto
(he comprado)
ist in einigen Ländern wie
Argentinien
marginal gebräuchlich, stattdessen wird meist das
Pretérito Indefinido
verwendet
(compré),
soweit man das „Noch-Andauern“ einer Handlung nicht explizit betonen möchte.
Die in Spanien ausschließlich als Höflichkeitsform im förmlichen Umgang (vgl. „Siezen“ im Deutschen) verwendete Anrede
ustedes
(von
vuestra merced,
etwa: „Euer Gnaden“) ist in Lateinamerika die standardsprachliche und allgemein verbreitete Anredeform, unabhängig von Sprachebene oder Vertrautheit. So wird die 2. Person Plural im amerikanischen Sprachraum überhaupt nicht benutzt und stets durch die Anrede in der 3. Person ersetzt. An die Stelle des
Personalpronomens
vosotros
tritt hingegen
immer
ustedes
(eine der wenigen Regeln, die universal für ganz Lateinamerika gelten). Auch im Singular ist die Anrede in der 2. Person mit
tú
in manchen Gebieten weniger gebräuchlich (oder wirkt schroff bzw. pedantisch) und man greift entweder zu
vos
oder zur 3.
Person mit
usted
Mit dem in vielen Teilen Lateinamerikas verbreiteten
Voseo
wird anstelle des Personalpronomens
tú
oder
ti
in der 2.
Person Singular das Pronomen
vos
verwendet und die Verben werden dementsprechend abweichend konjugiert (beispielsweise
vos sos,
standardspanisch
tú eres
„du bist“). Die grammatikalischen Regeln zum Voseo werden regional unterschiedlich angewandt, so sind Varianten wie
vos tomás,
tú tomás
und
vos tomas
(standardspanisch
tú tomas
) möglich.
Er ist praktisch in Argentinien,
Uruguay
Paraguay
und
Nicaragua
anzutreffen und in abgeschwächter Form auch in anderen Ländern wie
Guatemala
, dem venezolanischen Bundesstaat
Zulia
sowie den
kolumbianischen
Regionen Paisa und Valle de Cauca.
Costa Rica
stellt einen Sonderfall dar, da
tú
nicht gebraucht wird, dafür aber
vos
und
usted
gleichermaßen.
Eine kleinere Sonderform des Voseo ist in
Chile
verbreitet, wo in der informellen Sprache in der 2.
Person Singular eine an die 2.
Person Plural bzw. die Konjugationsformen des Voseo erinnernde Verbform in Gebrauch ist. Die auf -ar endenden Verben erhalten in der 2.
Person Singular die Endung
-ái(s),
wobei das Schluss-s nicht ausgesprochen wird. Die Verben auf
-er/-ir
erhalten die Endung
-ís,
wobei das Schluss-s nur manchmal gehaucht wird.
Beispiele:
¿Cómo estás?
wird zu
¿Cómo estái(s)?
¿Qué haces?
wird zu
¿Qué hacís?
bzw.
¿Qué hací(h)?
oder
¿Te acuerdas?
wird zu
¿Te acordái(s)?
Beachtenswert sind diesbezüglich die Parallelen zum
Italienischen
, wo die Endung der 2. Person Singular stets
-i
ist. Als Pronomen wird generell
tú
verwendet und nur selten
vos,
was einen noch legereren (oft auch aggressiven) Charakter hat.
Phonetisch
ähneln sich der Voseo in Chile und der in
Venezuela
, da in diesem die
Konjugation
der klassischen Form
(-áis, -éis, -ís)
entspricht, das
Schluss-s
aber genauso wie in Chile gehaucht wird.
Beispiele:
¿Cómo estáis?
¿Qué hacéis?
¿Venís?
(gesprochen
¿kómo ehtáih?
¿ké aséih?
¿beníh?
).
Siehe auch
Tabelle unten
Unterschiede im Wortschatz
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Es gibt viele Abweichungen zwischen dem europäischen und dem lateinamerikanischen Wortschatz und überdies auch innerhalb Lateinamerikas von Land zu Land diverse
semantische
Eigenarten. Sie betreffen hauptsächlich die Umgangssprache und Begriffe des täglichen Lebens. Ernsthafte Verständigungsprobleme zwischen Sprechern (und ihrem
mentalen Lexikon
) aus verschiedenen europäischen und amerikanischen Teilarealen des spanischen Sprachraums gibt es in der Regel jedoch kaum.
Einige Beispiele
europ. Span.
amerik. Span.
ein Spanier oder Nicht-Muttersprachler könnte verstehen
Butter
mantequilla
manteca
(Argentinien, Paraguay)
Schmalz, Fett
Erdbeere
fresa
frutilla
(Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Paraguay)
Früchtchen
Eisschrank
nevera
refrigerador, heladera
(Argentinien, Bolivien, Chile, Mexiko – nur Refrigerador-, Peru, Paraguay)
Kühler; Eisverkäuferin
Rock
falda
pollera
(Argentinien, Uruguay, Paraguay)
Hühnerverkäuferin
Auto(mobil)
coche
carro
(Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Peru, Venezuela, Zentralamerika)
auto
(Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Mexiko, Peru, Paraguay)
máquina
(Argentinien; von ital.
macchina
für Auto)
Karren, Handwagen
(carro)
Maschine
(máquina)
Banane
plátano
banano, guineo
(Karibik, Zentralamerika)
cambur
(Venezuela)
banana
(Argentinien, Paraguay)
Bohnen
judías
alubias
(Kanarische Inseln)
caraotas
(Venezuela)
frijoles
(Mexiko, Peru, Zentralamerika)
habichuelas
(Kolumbien)
fréjol
(Ecuador)
porotos
(Argentinien, Bolivien, Chile, Paraguay)
Kartoffel
patata
papa
(Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Peru, Zentralamerika, Kanarische Inseln)
Papst (dann jedoch Maskulinum),
Vater (falls als
papá
endbetont)
Lastwagen
camión
troca
(nördliche mexikanische Bundesstaaten und „kalifornisches Slang-Spanisch“, von amer.-engl.
truck
Je nach Land gibt es eine unterschiedliche Anzahl Wörter, die aus den jeweiligen Sprachen der
indigenen Völker
entlehnt wurden. Einige davon haben auch das europäische Spanisch erreicht. Dazu gehören u.
a. die Begriffe
aguacate
(„Avocado“) und
patata
(„Kartoffel“, siehe Tabelle).
Insbesondere Namen für Obst- oder Gemüsesorten variieren unter den lokalen Varietäten der unterschiedlichen spanischsprachigen Länder sehr stark. So heißt etwa in der Dominikanischen Republik „die Orange“
la china
, „die Mandarine“
la italiana
, „die Papaya“
la lechoza
, „die Banane“
el guineo
und „die Maracuja“
la chinola
– Ausdrücke, die oft nicht nur in Spanien und Südamerika, sondern selbst in benachbarten Ländern wie Kuba oder Mexiko bereits nicht mehr verstanden werden. Ähnliches gilt für Bezeichnungen wie
frutilla
– „Erdbeere“ (in Europa
fresa
genannt),
ají
– „scharfe Paprika“ (europ.
chili
) oder
palta
– „Avocado“ (europ.
aguacate
), wie sie in Chile und einigen anderen südamerikanischen Ländern geläufig sind.
Zu Missverständnissen kommt es am ehesten bei Wörtern, die neben der allgemeinen Bedeutung in bestimmten Ländern über eine umgangssprachliche Spezialbedeutung verfügen.
Das in Spanien unverfängliche und für alle möglichen Sachverhalte häufig gebrauchte Verb
coger
(„nehmen, ergreifen, fangen“) etwa ist in ein paar Ländern Lateinamerikas (vor allem Mexiko, Argentinien, Uruguay und Paraguay) ein ordinärer Ausdruck für die Ausübung des
Geschlechtsverkehrs
. Der Satz „Ich werde den Bus nehmen“ (
Voy a coger el autobús
) bedeutet daher bei Argentiniern „Ich werde den Bus bumsen“. In ganz Lateinamerika wird anstelle von
coger
häufiger das Verb agarrar oder
tomar
(„nehmen, einnehmen, trinken“) verwendet.
Das Wort
guagua
bezeichnet in der Dominikanischen Republik, auf Kuba und auf den Kanarischen Inseln einen innenstädtischen „
Linienbus
“, in
Andenländern
wie Chile, Peru oder Ecuador steht es für „Krabbel-“ oder „Kleinkind“ (hier:
Xenismus
aus den
Quechua
), sodass auch in diesem Fall Missverständnisse vorbestimmt sind.
Für „hübsch“ oder „schön“ formuliert man in den meisten Ländern Lateinamerikas Adjektive wie
bonito/-a
oder
lindo/-a
. Das in Spanien verbreitete
guapo/-a
ist demgegenüber ungebräuchlich und hat in manchen Ländern (etwa auf Kuba und in der Dominikanischen Republik) die Bedeutung „aggressiv“ oder „wild“. Somit ist
una chica guapa
in
Madrid
ein hübsches, in
Havanna
ein wütendes Mädchen.
Unterschiede in der Aussprache
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Viele lateinamerikanische Aussprachebesonderheiten erinnern an südspanische Dialekte und sind in erster Linie gerade deswegen präsent, weil im 16. und 17. Jahrhundert die meisten spanischen Einwanderer aus dem Süden Spaniens (v.
a.
Extremadura
und
Andalusien
) kamen (siehe auch
Andalusischer Dialekt
).
Typisch ist der
Seseo
. Während im europäischen Spanisch ein z zumeist wie ein
stimmloses englisches „th“
ausgesprochen wird, klingt es in lateinamerikanischer Artikulation wie ein
stimmloser „s“-Laut
. Dasselbe trifft auf das „c“ vor e und i zu (z.
B. in
nación
).
Der
Yeísmo
tritt praktisch in ganz Lateinamerika auf, mit Ausnahme des Andengebiets und Paraguays. Zwei Sonderformen sind in den Río-de-la-Plata-Staaten (Argentinien, Uruguay) weit verbreitet. Dort wird das Phonem
ll
nicht wie ein deutsches „j“, sondern stimmhaft wie ein weiches „sch“, zunehmend auch stimmlos ähnlich einem deutschen „sch“
(Šeísmo)
ausgesprochen wird.
„j“ wird je nach Region mal mehr und mal weniger hart ausgesprochen. Die Aussprache variiert vom spanischen harten und
hinteren
„ch“ über das deutsche eher weichere „ch“ (wie in Bu-„ch“) bis hin zum herkömmlichen „h“.
Regional differenziert in der Ausprägung ist das
Verstummen
oder Verändern bestimmter Endungen.
Besonders in der Karibik ist diese Erscheinung ausgeprägt und führt mitunter zu starken Verständnisproblemen bei ungeübten Hörern. So wird insbesondere die Wortendung
-ar
abweichend als
-á
-al
oder auch
-ai
(z.
B. im Norden der
Dominikanischen Republik
nahe
Puerto Plata
) ausgesprochen. Der Infinitiv
caminar
wird demnach zu
caminá
caminal
oder
caminai
– analog bei Verben auf -er oder -ir wird
poner
oft
ponel
oder auch
ponei
ausgesprochen.
„d“ wird am Wortende oft nicht gesprochen, die Betonung bleibt aber auf der letzten Silbe. Beispiel:
ciudad
wird gesprochen wie
siudá
. Das „d“ wird auch zwischen Vokalen meist ausgelassen, beispielsweise wird
cansado
zu
cansao
„s“ im Silbenauslaut bzw. am Wortende wird oft als Hauchlaut gesprochen oder verstummt ganz. Die Tendenz, das „s“ anzuhauchen (z.
B.
ehtoy
statt
estoy
) ist in vielen Küstendialekten vorzufinden und scheint abermals dem Andalusischen ähnlich.
Durch faktisches Verschwinden der 2. Person Plural im lateinamerikanischen Spanisch lässt sich auch die 2. Person Singular oft nicht von der 3. Person Singular unterscheiden.
Beispiel:
¿Qué quiere?
(„Was möchte er/sie?“) könnte vor Wegfall des „s“ auch
¿Qué quieres?
(„Was möchtest du?“) bedeutet haben.
Ausnahmen gibt es in Argentinien, Chile, Uruguay, Paraguay, einigen mittelamerikanischen Ländern und einigen Regionen Kolumbiens, Venezuelas und Boliviens.
In großen Teilen Chiles wird in der 2. Person Singular
querís
anstatt
quieres
gesagt. Die Endung
-as
wird durch
-ái
und
-es
durch ein
-ís
ersetzt, wobei das Schluss-s entweder gehaucht wird oder in der Aussprache ganz wegfällt. In beiden Fällen wird die letzte Silbe betont, was teilweise eine Änderung der anderen Vokale innerhalb des Wortes nach sich zieht.
Beispiel:
¿Adonde vai?
(„Wohin gehst du?“) statt
¿Adonde vas?
venís
(„du kommst“) statt
vienes
podís
(„du kannst“) statt
puedes
Dies gilt auch für fast alle anderen Formen der 2. Person Singular.
In Argentinien, Uruguay, Paraguay, einigen mittelamerikanischen Ländern und auch in Teilen Kolumbiens und Boliviens wird statt
quieres
querés
(auch oft mit gehauchtem Schluss-s) gesagt, was seine Grundlage in der Konjugationsform des altspanischen
vos
hat. In diesen Ländern wird außerdem statt
tú
vos
gesagt, was ebenfalls „du“ bedeutet, aber eine andere Konjugationsform nach sich zieht.
So heißt es nicht
puedes
(„du kannst“), sondern
podés
. Hier wird – anders als in der in Spanien gebräuchlichen vosotros-Form – das „i“ nicht ausgesprochen.
Eine Ausnahme bilden die Verben der -ir-Konjugation, die der vosotros-Form entsprechen (z.
B.
vivís
).
Die von
vos
abhängige Konjugation in Venezuela (Bundesstaat Zulia) entspricht der des
vosotros
-áis, -éis, -ís
), obschon das „Schluss-s“ nur gehaucht wird, wodurch die Verben klanglich den chilenischen ähneln.
Durch die insgesamt starken Unterschiede zwischen der 2. und 3. Person Singular wird die tendenzielle Schwächung des „Schluss-s“ wieder relativiert.
Beispiel für das Verstummen von „d“ und „s“ in einem Satz:
estamos cansados
(„wir sind müde“) wird bei der Aussprache zu
e(h)tamo(h) cansao
VOSEO
Allgemein
Chile
Venezuela
vivís
venís
podés
podís
podéis
querés
querís
queréis
¿qué hacés?
¿qué hacís?
¿qué hacéis?
¿cómo estás?
¿cómo estái?
¿cómo estáis?
¿adonde vas?
¿adonde vai?
¿adonde vais?
Allgemein bedeutet alle anderen Länder mit Voseo
Im Bundesstaat Zulia
Vom Spanischen abgeleitete Sprachen
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Spanisch hat z. T. andere Varianten und Mischformen entwickelt.
Tochtersprache:
Ladino
(auch „sephardische Sprache“) ist das Spanisch der 1492 (
Alhambra-Edikt
) aus Spanien vertriebenen Juden (
Sephardim
). Sie leben heute in
Israel
Griechenland
, der
Türkei
, Nordmarokko und den USA. Die Sprecherzahl wird auf höchstens 100.000 geschätzt
Hybriddialekte, d.
h. Mischsprachen existieren überall dort, wo Spanisch und Portugiesisch aufeinandertreffen:
Barranquenho
in
Portugal
oder
Portuñol
in
Uruguay
und
Brasilien
Kreolsprachen
Palenquero
in Kolumbien,
Papiamentu
auf den
ABC-Inseln
oder
Chabacano
auf den
Philippinen
Weitere Einzelformen:
Lunfardo
ist eine Gaunersprache in Argentinien, die auch im
Tango
Verwendung findet.
Sprachbeispiel
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Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Todos los seres humanos nacen libres e iguales en dignidad y derechos y, dotados como están de razón y conciencia, deben comportarse fraternalmente los unos con los otros.
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“
Beispiele gesprochen von einem Einwohner Madrids:
¿Qué hay de nuevo?
(24
KB) – „Was gibt’s Neues?“
Yo estoy bien, gracias, ¿y tú?
(29
KB) – „Danke, mir geht es gut, und dir?“
Adiós, hasta mañana.
(27
KB) – „Auf Wiedersehen, bis morgen.“
Zwei Beispiele aus dem Buch
Der kleine Prinz
deuten die Unterschiede der europäischen und amerikanischen Aussprache an. Sie stammen aus zwei unterschiedlichen Übersetzungen des französischen Originals:
(Barcelona, Spanien)
(Sinaloa, Mexiko)
Sprachfallen: „Falsos Amigos“
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Mit den typischen Fehlern, die beim Erlernen und Übersetzen der spanischen Sprache auftreten können, beschäftigen sich folgende Beiträge:
Falscher Freund
Liste falscher Freunde in der spanischen Sprache
Siehe auch
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Spanische Bezeichnungen für geographische Orte
Aussprache der spanischen Sprache
Liste spanischer Sprichwörter
Asociación para la Enseñanza del Español como Lengua Extranjera
(ASELE)
Instituto Cervantes
Liste von Sprachakademien der spanischen Sprache
Literatur
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Allgemein
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Handbuch Spanisch. Sprache, Literatur, Kultur, Geschichte in Spanien und Hispanoamerika. Für Studium, Lehre, Praxis.
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ISBN 978-3-503-09875-0
Ursula Klenk:
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GOEDOC – Dokumenten- und Publikationsserver der Georg-August-Universität Göttingen, (2008)
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Annegret Alsdorf-Bollee, Ingrid Neumann-Holzschuh:
Spanische Sprachgeschichte.
5. Auflage. Klett, Stuttgart 2009.
Wolf Dietrich, Horst Geckeler:
Einführung in die spanische Sprachwissenschaft: Ein Lehr- und Arbeitsbuch.
5. Auflage. Schmidt, Berlin 2007.
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Das altspanische Verbum.
Niemeyer, Halle 1897. (als Nachdruck bei Hansebooks GmbH. Norderstedt 2016,
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Die romanischen Sprachen. Eine einführende Übersicht.
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Las lenguas románicas estándar. Historia de su formación y de su uso.
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Ralph Penny:
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Cambridge University Press 2002,
ISBN 0-521-80587-2
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Antonio Tovar:
Einführung in die Sprachgeschichte der Iberischen Halbinsel: das heutige Spanisch und seine historischen Grundlagen.
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Gesina Volkmann:
Weltsicht und Sprache. Epistemische Relativierung am Beispiel des Spanischen.
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Andreas Wesch:
Grundkurs Sprachwissenschaft Spanisch.
5. Auflage. Klett, Stuttgart 2006.
Johannes Kabatek, Claus Dieter Pusch:
Spanische Sprachwissenschaft: Eine Einführung (bachelor-wissen).
Gunter Narr Verlag, Tübingen 2011,
ISBN 978-3-8233-6658-4
Spanische Wortschätze
André Höchemer:
Man spricht Spanisch! Spanische Wortschätze auf gut Deutsch.
Verlag Winfried Jenior, Kassel 2011,
ISBN 978-3-934377-19-6
Manuel Seco
Olimpia Andrés
Gabino Ramos
Diccionario fraseológico documentado del español actual. Locuciones y modismos españoles.
Aguilar lexicografía, Madrid 2004,
ISBN 84-294-7674-1
Spanische Grammatiken
Michael Metzeltin:
Erklärende Grammatik der romanischen Sprachen.
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Michael Metzeltin:
Gramática explicativa de la lengua castellana. De la sintaxis a la semántica.
Praesens, Wien 2009.
Didaktik
R. del Río Miguel:
Unterrichtsmaterialien Spanisch – Reaktivierung.
Memento
vom 13. Oktober 2016 im
Internet Archive
PDF; 4,8
MB
Unterrichtsmaterialien – Weiterbildendes Studium, Wasser und Umwelt – Fachsprachen. Universität Weimar, Wintersemester 2002/2003.
Dee L. Eldredge:
Teaching spanish, my way.
Xlibris LLC, 2014,
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Spanische Varietäten und Mundarten
Günter Holtus
Michael Metzeltin
, Christian Schmitt (Hrsg.):
Lexikon der Romanistischen Linguistik
12 Bände. Niemeyer, Tübingen 1988–2005; Band VI,1:
Aragonesisch/Navarresisch, Spanisch, Asturianisch/Leonesisch.
1992.
Gabriele Knauer
(Hrsg.):
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Hugo Kubarth:
Das lateinamerikanische Spanisch.
1987.
Steve Pagel:
Spanisch in Asien und Ozeanien.
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Hans-Dieter Paufler:
Lateinamerikanisches Spanisch.
1977.
Volker Noll:
Das amerikanische Spanisch.
2001.
Weblinks
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Wiktionary: Wörterbuch Spanisch–Deutsch
– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Wörterbücher der spanischen Sprache
– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikibooks: Spanisch
– Lern- und Lehrmaterialien
Wikiquote: Spanische Sprichwörter
– Zitate
Wikisource: Spanische Wörterbücher
– Quellen und Volltexte
Commons
: Spanische Sprache
– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons
: Spanische Aussprache
– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Real Academia Española, 2024
VeinteMundos Sprachmagazin
Sprachbesonderheiten aller spanischsprachigen Länder im Überblick.
Memento
vom 22. Oktober 2017 im
Internet Archive
Linguistische Fachbegriffe und Wörterbücher. Erstellt am 25. Dezember 2003 von Cornelia Steinmann. Webhosting durch Siteware Systems GmbH. Ein Verweis auf spanische Lexika findet sich auf der Seite unter
Einsprachige Wörterbücher. Spanisch
, online
Portal del hispanismo. Instituto Cervantes y Ministerio de Educación, Cultura y Deporte.
Wikilengua del español. Fundéu BBVA
Centro Biblioteca Virtual Miguel de Cervantes
Liste der Ausgaben und Jahreszahlen der veröffentlichten spanischen Grammatiken der Real Academia Española – RAE
(PDF; 108
kB, spanisch)
Karten der
Phonologie des Spanischen in vielen Ländern
und
mit spanischsprachigem Slang
Einzelnachweise
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Siehe hierzu
Vergleich von Spanisch und Portugiesisch
siehe u.
a.
Symbiosismus
Generative Grammatik
Ein Begriff, der auf
Hugo Schuchardt
zurückgeht und den er in seiner 1864 veröffentlichten Dissertation
De sermonis Romani plebei vocalibus
erstmals entwickelte.
Latein und seine Tochtersprachen.
Universität München Lehramt, S.
1–11
(PDF; 2,3
MB).
Eugenio Coseriu:
Das sogenannte „Vulgärlatein“ und die Erstdifferenzierungen in der Romania.
Memento
vom 21. Januar 2022 im
Internet Archive
PDF; 1,7
MB
Aus dem Spanischen von Wulf Oesterreicher.
Unveröffentlichtes Manuskript
. Montevideo 1954, S. 2–43, 135–150, 172–202.
Marcos Roman Prieto:
Spanisch-germanischer Lehnaustausch.
Books on Demand (BoD), 2008,
ISBN 978-3-638-94414-4
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Einführung in die spanische Sprachwissenschaft Ein Lehr- und Arbeitsbuch.
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, S.
15 f.
Heiner Böhmer:
Grammatikalisierungsprozesse zwischen Latein und Iberoromanisch.
Gunter Narr Verlag, Tübingen 2010,
ISBN 978-3-8233-6564-8
Hinweis für
Philologen
: Das Wort
Mio
im Werktitel ist ein im modernen Spanischen nicht mehr existierendes atonales
Possessivpronomen
(Verwendung strukturell ähnlich wie
port.
meu
ital.
mio
und
frz.
mon
) und schreibt sich (anders als das moderne spanische Wort
mío
ohne
Akut
Untersuchung von
Riaño Rodríguez
und
Gutiérrez Aja
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Memento
vom 20. März 2009 im
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Einführung in die Problematik des Vulgärlateins.
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, S.
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Antonia M
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Hindi
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Band 1 von Eurolinguistische Arbeiten, Otto Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2004,
ISBN 3-447-04785-2
, S. 33–54.
modifiziert nach
Helmut Berschin
, Julio Fernández-Sevilla, Josef Felixberger:
Die spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur.
3. Auflage. Georg Olms, Hildesheim/ Zürich/ New York 2005,
ISBN 3-487-12814-4
, S.
161.
Leo.org
Grammatik für Deutsch - Wortgrammatik
, abgerufen am 7. Juni 2024.
Zahlwörter,
nombres numerales
können eingeschränkt
flektierbar
sein.
Martina Rüdel-Hahn:
Anglizismen im Internetwortschatz der romanischen Sprachen: Französisch – Italienisch – Spanisch.
Dissertationsschrift
. Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf 2008 (PDF; 1,2
MB).
Roberto Ibañez:
Negation im Spanischen.
(= Structura Schriftenreihe zur Linguistik. Band 5). Wilhelm Fink Verlag, München 1972, S.
7.
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