Kanas-See
Synopsis
Der Kanas-See liegt im Kreis Burqin im Altay-Gebiet von Xinjiang und ist einer der tiefsten alpinen Süßwasserseen Chinas. Die Farbe des Seewassers ändert sich mit den Jahreszeiten, und es gibt Legenden über ein Seemonster. Das Dorf Hemu wird als das Rückzugsgebiet der Götter bezeichnet, und das Dorf Baihaba gilt als das erste Dorf im Nordwesten. Im Herbst, wenn die Berge golden gefärbt sind, ist die beste Zeit für einen Besuch. Als nationales 5A-Tourismusgebiet ist es ein wahrhaftiges Paradies auf Erden.
Übersicht
Der Kanas-See liegt im Norden des Kreises Burqin im Regierungsbezirk Altay des Uigurischen Autonomen Gebiets Xinjiang, am südlichen Fuß des Altai-Gebirges, an der Grenze zu Kasachstan und Russland. Er ist einer der tiefsten Hochgebirgs-Süßwasserseen Chinas mit einer maximalen Tiefe von 188,5 Metern. "Kanas" bedeutet auf Mongolisch "schöner und geheimnisvoller See". Das Wasser des Sees enthält verschiedene Mineralien und Plankton, wodurch es je nach Jahreszeit und Wetter in smaragdgrünen, azurblauen, milchig-weißen und anderen Farben schimmert – ein ständig wechselndes, atemberaubendes Schauspiel. Das Landschaftsgebiet Kanas ist ein nationales 5A-Tourismusgebiet, ein UNESCO-Weltnaturerbe und wird auch als "irdisches Paradies" bezeichnet.
In der Region Kanas lebt der letzte verbliebene Stamm der Tuwa in China. Die Tuwa sind ein Zweig der mongolischen Ethnie mit einer Bevölkerung von nur etwa 2000 Menschen, die ihre einzigartige Lebensweise und kulturellen Traditionen bewahren. Sie leben von der Viehzucht und Jagd, wohnen in spitzen Holzhütten und praktizieren Schamanismus und tibetischen Buddhismus. Die Existenz der Tuwa verleiht Kanas eine tiefe kulturelle Dimension.
Hauptattraktionen
| Attraktion | Besonderheiten |
|---|---|
| Kanas-See | Farbwechselndes Wasser, max. Tiefe 188,5 m, Legende um Seemonster |
| Drei Buchten | Wolong-Bucht (Liegender Drache), Mondbucht, Feenbucht; morgendlicher Nebel wie im Märchenland |
| Fischbeobachtungspavillon | Blick über den gesamten See nach 1068 Stufen |
| Hemu-Dorf | "Das persönliche Reservat der Götter", eines der schönsten alten Dörfer Chinas, klassisches Bild mit Morgennebel und Rauch aus Schornsteinen |
| Baihaba-Dorf | "Erstes Dorf im Nordwesten", ursprüngliches Tuwa-Dorf an der chinesisch-kasachischen Grenze |
| Farbiger Uferstrand (Wucaïtan) | Yardang-Landschaft am Fluss Irtysch, farbenprächtig |
Die Drei Buchten sind die klassischste Landschaft im Kanas-Flusstal. Die Wolong-Bucht (Bucht des Liegenden Drachen) ist nach einer sandigen Insel in der Flussmitte benannt, die wie ein liegender Drache geformt ist, um den sich smaragdgrünes Wasser schlängelt. Die Mondbucht ist der klassischste Abschnitt des Kanas-Flusses, zwei Flussbiegungen formen eine Mondsichel, die in dichte Wälder eingebettet ist. Die Feenbucht ist der breiteste Abschnitt des Kanas-Flusses und wirkt bei dünnem Morgennebel wie ein Märchenland. Eine Wanderung entlang der Drei Buchten dauert etwa 3-4 Stunden und ist die beliebteste Outdoor-Erfahrung.
Das Hemu-Dorf wird als "persönliches Reservat der Götter" bezeichnet. Dieses von Birken- und Kiefernwäldern umgebene Tuwa-Dorf verwandelt sich jeden Herbst in eine goldene Märchenwelt. Morgens steigt Rauch aus den Schornsteinen der spitzen Holzhütten auf, und die von leichtem Nebel umhüllten Birkenwälder leuchten golden – diese klassische Szene ist das ersehnte Motiv unzähliger Fotografen.
Die Legende vom Seemonster
Die geheimnisvollste Legende um den Kanas-See ist die des Seemonsters. Die lokalen Tuwa erzählen seit Generationen Geschichten von einem riesigen Ungeheuer im See, das angeblich große Wellen auf der Oberfläche verursachen und sogar am Ufer trinkende Rinder und Schafe ins Wasser ziehen kann. Im Jahr 2005 behaupteten Touristen, Aufnahmen eines unbekannten schwarzen Objekts gemacht zu haben, das sich schnell im Wasser bewegte, was landesweit Aufmerksamkeit und Diskussionen auslöste. Wissenschaftler vermuten, dass es sich bei dem sogenannten Monster um riesige Taimen (Hucho taimen, auch "Rote Riesenforelle" genannt) handeln könnte, eine kaltwasserliebende Fischart, die mehrere Meter lang werden kann.
Praktische Informationen
| Punkt | Details |
|---|---|
| Eintrittskarte | In der Hauptsaison ca. 230 Yuan (inkl. Shuttle-Bus) |
| Beste Reisezeit | Mitte September bis Anfang Oktober (goldener Herbst am schönsten) |
| Anreise | Flug zum Flughafen Altay oder nach Burqin, dann Weiterfahrt mit dem Auto/Bus |
| Empfehlung | Mindestens 2-3 Tage einplanen |
| Grenzpass | Für Baihaba-Dorf ist ein Grenzpass erforderlich |
| Unterkunft | Gästehäuser/Pensionen in Hemu und Kanas-Dorf verfügbar |
Ökologischer Wert
Kanas ist ein typischer Vertreter des Ökosystems des Altai-Gebirges. Hier sind ausgedehnte sibirische Taiga-Wälder (Nadelwälder) erhalten, die das südlichste Vorkommen sibirischer Flora und Fauna in China darstellen. In der Kanas-Region wurden über 800 Arten höherer Pflanzen und über 300 Tierarten registriert, darunter seltene Tiere wie Schneeleopard, Braunbär und Rothirsch. Der Kanas-See ist auch das einzige Verbreitungsgebiet südsibirischer Fischarten in China und beherbergt verschiedene seltene Fischarten wie den Taimen und den Lenok.
Referenzen
- Baidu Baike: https://baike.baidu.com/item/喀纳斯湖
- Wikipedia: https://zh.wikipedia.org/zh-cn/喀纳斯湖
- Kultur- und Tourismusbehörde Xinjiang: https://wlt.xinjiang.gov.cn
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