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Vier-Schwestern-Berge

四姑娘山
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Synopsis

Übersicht

Das Siguniangshan-Gebirge, auch bekannt als Vier-Schwestern-Berge, liegt im Kreis Xiaojin des Autonomen Bezirks Ngawa der Tibeter und Qiang in der Provinz Sichuan, China. Es bildet den höchsten Abschnitt des Qionglai-Gebirges am östlichen Rand des Hengduan-Gebirges. Es bezeichnet nicht einen einzelnen Gipfel, sondern besteht aus vier benachbarten Bergen, die von Norden nach Süden wie folgt angeordnet sind: Yaomei Feng (6.250 m), San Guniang Shan...

Übersicht

Das Siguniangshan-Gebirge (Vier-Mädchen-Berge) liegt im Kreis Xiaojin des Autonomen Bezirks Ngawa der Tibeter und Qiang in der chinesischen Provinz Sichuan. Es bildet den höchsten Abschnitt des Qionglai-Gebirges am östlichen Rand des Hengduan-Gebirges. Es bezeichnet nicht einen einzelnen Gipfel, sondern besteht aus vier benachbarten Bergen, die von Nord nach Süd die Yaomei-Berg (6.250 m), die San-Guniang-Berg (5.664 m), die Er-Guniang-Berg (5.454 m) und die Da-Guniang-Berg (5.025 m) sind. Der Yaomei-Berg ist der zweithöchste Berg in Sichuan, nach dem Gongga-Berg, dem "König der Shu-Berge". Wegen seiner steilen Felswände und extremen Kletterherausforderung wird er als "Königin der Shu-Berge" und "Heiliger Berg des Ostens" bezeichnet.

Das Siguniangshan-Landschaftsgebiet umfasst eine Gesamtfläche von 591 km² und besteht aus "drei Tälern und einem Berg", nämlich dem Shuangqiao-Tal, dem Changping-Tal, dem Haizi-Tal und der Hauptgipfelgruppe des Siguniangshan. Hier vereinen sich Schneeberge, Gletscher, alpine Matten, Urwälder, Seen und Bäche zu einer reichhaltigen und vielfältigen ökologischen Landschaft mit ausgeprägter vertikaler Zonierung. Das Gebiet beherbergt eine reiche Tier- und Pflanzenwelt, ist ein nationales Naturschutzgebiet und ein wichtiger Bestandteil des UNESCO-Weltnaturerbes "Sichuan-Großpanda-Schutzgebiete". Aufgrund seiner einzigartigen Naturlandschaft und Outdoor-Ressourcen hat sich Siguniangshan zu einem weltweit bekannten Ziel für Sightseeing, Bergsteigen, Trekking und Fotografie entwickelt.

Geschichte

Die Siguniangshan-Region hat eine lange Geschichte und bewegende Legenden. Auf Tibetisch werden die Berge "Sigu La Rouda" genannt, was "beschützender Berggott" bedeutet. Die am weitesten verbreitete Legende über den Ursprung der vier Gipfel ist eine ergreifende tibetische Mythe: Vor langer Zeit hatte ein gutmütiger Berggott namens Balang vier schöne Töchter. Eines Tages wollte ein böser Dämon sie für sich beanspruchen. Balang starb im Kampf gegen den Dämon. Um ihren Vater zu rächen, kämpften die vier Schwestern bis zum Tod gegen den Dämon und verwandelten sich schließlich in vier reine Schneeberge, die für immer das Land beschützen. Der höchste und schönste Yaomei-Berg ist die Verkörperung der jüngsten und tapfersten Tochter.

Aus geologisch-historischer Sicht ist Siguniangshan ein typischer Repräsentant des östlichen Randes des Tibetischen Plateaus. Seine komplexe geologische Struktur und lange Phasen der Hebung und Gletschererosion formten die heutige spektakuläre und schroffe Landschaft. In der Neuzeit rückte es allmählich in den Blickpunkt von Entdeckern und Bergsteigern. 1982 wurde Siguniangshan zu einem der ersten nationalen landschaftlichen Gebiete Chinas ernannt. Mit dem Aufschwung von Outdoor-Sportarten wurden seine Trekkingroute vom Changping-Tal zum Bipeng-Tal ("Changchuanbi") sowie zahlreiche Bergsteigerrouten berühmt, und es entwickelte sich zu einer wichtigen chinesischen Basis für Outdoor-Aktivitäten.

Hauptsehenswürdigkeiten

Das Siguniangshan-Gebiet bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten mit jeweils eigenem Charakter:

Shuangqiao-Tal: Dies ist das am besten erschlossene und bequemste Tal des Gebiets, etwa 35 km lang. Die Landschaft ist geprägt von Schneebergen, Weiden, Wiesen und Wäldern. Es kann komplett mit dem Sightseeing-Bus befahren werden. Zu den Hauptattraktionen zählen Yinyang-Tal, Renshenguo-Wiese, Longzhu-Cuo, Siguna-Cuo, Budala-Gipfel und der Gletscher im Lärchenwald. Die weiten Ausblicke machen es zu einem idealen Ort für Fotos von Bergspiegelungen und Herbstfarben.

Changping-Tal: Mit einer Länge von etwa 29 km ist es ein Musterbeispiel für Ökotourismus im Siguniangshan-Gebiet und ein Paradies für Trekking-Fans. Es beherbergt große Flächen Urwald mit alten Zypressen, ruhigen Pfaden und plätschernden Bächen. Vom Eingang beim Lama-Tempel aus kann man zu Fuß oder zu Pferd durch den Wald wandern, vorbei an "Tote-Bäume-Bank" und "Trockenem See" bis zum Muluozi, mit Blick auf die vier Hauptgipfel. Das Changping-Tal ist der obligatorische Zugangsweg zum Basislager für Besteigungen der Siguniangshan-Hauptgipfel und der Startpunkt der klassischen "Changchuanbi"-Trekkingroute.

Haizi-Tal: Es ist etwa 19 km lang und nach den mehr als zehn darin verstreuten alpinen Seen ("Haizi") benannt. Dies ist ein wahrhaft ursprüngliches Refugium mit kaum künstlichen Wegen, geeignet für Wanderer und Bergsteiger mit etwas Outdoor-Erfahrung. Seen wie Huahaizi, Fuhai und Lanhai sind kristallklar und wunderschön vor der Kulisse der Schneeberge. Das Haizi-Tal ist auch der obligatorische Zugang für Besteigungen des Da- und Er-Guniang-Berges. Die Chaoshan-Wiese im Tal ist Schauplatz des jährlichen traditionellen Bergverehrungsfestes (Opfer für den Berggott) und eine hervorragende Plattform für Panoramablicke auf das Siguniangshan.

Hauptgipfelgruppe des Siguniangshan: Die vier schneebedeckten Gipfel ragen majestätisch empor und glitzern silbrig. Der Da- und der Er-Guniang-Berg gelten als Anfängerberge für Bergerfahrungen und können von gut trainierten Outdoor-Enthusiasten mit professioneller Führung versucht werden. Der San-Guniang-Berg ist technisch anspruchsvoller. Der Yaomei-Berg ist ein technisch extrem anspruchsvoller Gipfel und das Ziel vieler weltweit führender Bergsteiger.

Praktische Informationen

Hier eine Zusammenfassung praktischer Informationen für eine Reise zum Siguniangshan:

Kategorie Details Hinweise
Eintrittskarten Siguniangshan-Landschaftsgebiet (Shuangqiao-, Changping-, Haizi-Tal): Hauptsaison (1. Apr. - 30. Nov.) Shuangqiao 80 ¥, Changping 70 ¥, Haizi 60 ¥; Nebensaison (1. Dez. - 31. Mär.) Shuangqiao 50 ¥, Changping 50 ¥, Haizi 40 ¥. Preise exkl. Sightseeing-Bus. Ermäßigungen für Studenten, Senioren etc. nach geltender Politik.
Sightseeing-Bus Shuangqiao-Tal: Bus-Ticket 70 ¥ (Haupt- & Nebensaison). Changping-Tal: Bus-Ticket 20 ¥ (vom Eingang zum Lama-Tempel). Haizi-Tal hat keinen Bus; gesamte Strecke zu Fuß oder zu Pferd (Pferdemiete separat, vor Ort verhandelbar).
Öffnungszeiten Kartenverkauf: Hauptsaison 7:30 - 15:30; Nebensaison 8:00 - 15:00. Geöffnet: Normalerweise bis ca. 17:30, aber früher Eintritt für ausreichend Besuchszeit empfohlen. Zeiten können je nach Saison/Wetter angepasst werden; vor der Abreise bestätigen.
Beste Reisezeit Juni bis August (Sommer, blühende Berge, kühles Klima); September bis Oktober (Herbst, bunte Wälder, stabiles Wetter, ideale Zeit für Trekking & Fotografie). Winter (Dez.-März) bietet grandiose Schneelandschaften, aber einige Wege können gesperrt sein, Klima ist sehr kalt.
Anreise 1. Auto: Chengdu - Dujiangyan - Yingxiu - Wolong - Balang-Berg - Siguniangshan-Stadt (ca. 200 km, 4-5 Std. Fahrt).
2. Touristenbus: Busse von Chengdu Chadianzi / Xinnanmen Busstation nach Kreis Xiaojin, Ausstieg in Siguniangshan-Stadt.
3. Sammeltaxi/Privattransfer: Üblich ab Chengdu.
Balangshan-Tunnel ist offen, verkürzt die Fahrt deutlich und umgeht winterliche Schneepässe.
Unterkunft Hauptunterkünfte in Siguniangshan-Stadt (vormals Rilong), von Budget-Gästehäusern bis zu Hotels. Im Changping-Tal gibt es einige tibetische Homestays. In Hauptsaison und an Feiertagen unbedingt im Voraus buchen.
Wichtige Hinweise 1. Höhenkrankheit: Durchschnittliche Höhe über 3000 m. Starke Anstrengung vermeiden, warm halten, ggf. Medikamente gegen Höhenkrankheit mitnehmen.
2. Wechselhaftes Wetter: Bergklima ändert sich schnell, große Temperaturunterschiede zwischen Tag/Nacht. Wind-/Regenschutz und warme Kleidung mitnehmen.
3. Umweltschutz: Müll mitnehmen, fragile alpine Umwelt schützen.
4. Sicherheit: Beim Wandern/Bergsteigen auf eigene Fitness achten. Lokale Führer empfehlenswert. Nicht in unerschlossene Gebiete gehen.
Lokale tibetische und Qiang-Bräuche respektieren.

Referenzen

  1. Offizielle Website der Kultur- und Tourismusbehörde der Provinz Sichuan - Vorstellung des Siguniangshan-Landschaftsgebiets
    http://www.scta.gov.cn/scly/jqjs/202203/t20220315_18495.html
  2. Ngawa Tourismus Web - Offizielle Informationsplattform für das Siguniangshan-Landschaftsgebiet
    https://www.abatravel.com.cn/jingqu/4.html
  3. Chinesisches Welterbe - Sichuan-Großpanda-Schutzgebiete (einschließlich Siguniangshan)
    http://www.cctv.com/geography/special/C16348/20060710/101814.shtml

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