🎬

Nam Co

纳木错
Views
7

Synopsis

Übersicht

Der Nam Co, im Tibetischen "Himmelssee" bedeutend, liegt im zentralen Teil des Autonomen Gebiets Tibet in China, an der Grenze zwischen dem Kreis Damxung der Stadt Lhasa und dem Kreis Baingoin der Stadt Nagqu. Er ist der zweitgrößte See Tibets und der drittgrößte Salzwassersee Chinas. Der Seespiegel liegt auf einer Höhe von 4718 Metern über dem Meeresspiegel. Der See erstreckt sich etwa 70 Kilometer in Ost-West-Richtung und ist etwa 30 Kilometer breit in Nord-Süd-Richtung, mit einer Fläche von etwa...

Übersicht

Der Nam Co (tibetisch für „Himmelssee“) liegt im Zentrum des Autonomen Gebiets Tibet in China, an der Grenze zwischen dem Kreis Damxung von Lhasa und dem Kreis Baingoin von Nagqu. Er ist der zweitgrößte See Tibets und der drittgrößte Salzwassersee Chinas. Die Seeoberfläche liegt auf 4718 Metern über dem Meeresspiegel. Der See erstreckt sich etwa 70 km in Ost-West-Richtung und ist etwa 30 km breit in Nord-Süd-Richtung, mit einer Fläche von etwa 1920 km². Als einer der „Drei Heiligen Seen“ Tibets (die anderen beiden sind der Mapam Yumco und der Yamdrok Yumtso) hat der Nam Co im tibetischen Buddhismus einen äußerst heiligen Status. Er gilt als das Mandala des tantrischen Yidams Chakrasamvara und ist ein heiliger Ort für unzählige Gläubige. Sein tiefblaues, klares Wasser und die schneebedeckten Gipfel des Nyainqêntanglha-Gebirges in der Ferne bilden zusammen eines der beeindruckendsten Natur- und Kulturbilder des Qinghai-Tibet-Plateaus und sind ein Muss für jeden Tibet-Besucher.

Geschichte

Die Entstehung des Nam Co ist eng mit der geologischen Hebung des Qinghai-Tibet-Plateaus verbunden; es handelt sich um einen typischen tektonischen Grabensee. Seine Geschichte ist tief mit der Kultur des tibetischen Buddhismus verwoben. In alten Bön-Legenden gilt der Nam Co als der erste heilige See der Yungdrung Bön-Tradition. Nach der Einführung des Buddhismus erhielt er neue religiöse Bedeutung. Der Überlieferung nach ist der Nam Co die Tochter des Gottes Indra und wurde mit dem Berggott des Nyainqêntanglha am Nordufer verheiratet. Die beiden begleiten und beschützen sich gegenseitig und bilden die berühmteste Kombination aus heiligem Berg und heiligem See in Tibet. In jedem Schafjahr des tibetischen Kalenders, gemäß der Tradition „Im Pferdejahr umrundet man den Berg, im Schafjahr den See“, pilgern zahlreiche Gläubige zum Umgang um den See, da man glaubt, dass die verdienstvollen Taten dann vervielfacht werden. Historisch haben viele hochrangige Mönche und Meister am Seeufer meditiert und zahlreiche heilige Stätten hinterlassen, was den Nam Co nicht nur zu einem Naturwunder, sondern auch zu einem spirituellen kulturellen Heiligtum macht.

Hauptattraktionen

  1. Tashi-Halbinsel: An der Südostküste des Nam Co gelegen, ist dies das Hauptbesuchergebiet. Auf der Halbinsel befinden sich zwei markante, wie betende Hände geformte Steine, bekannt als „Himmelstor-Steine“, die ein Symbol des Nam Co sind. Hier steht auch das Tashi-Kloster für Gebete. Dies ist einer der besten Orte, um den Seeblick und die Spiegelung des Nyainqêntanglha-Gebirges zu genießen.
  2. Heiliges Elefantentor: An der Nordküste des Nam Co gelegen, handelt es sich um eine natürliche Felsformation, die einem heiligen Elefanten ähnelt. Sein „Rüssel“ reicht in den See, als ob er trinken würde – eine äußerst wundersame und spektakuläre Formation. Von hier aus bietet sich ein atemberaubender Blick auf die gewundene Uferlinie und die fernen schneebedeckten Berge. In letzter Zeit ist es zu einem beliebten Fotospot geworden (Hinweis: Die Straßenverhältnisse dorthin sind anspruchsvoll, und der Zugang zum Gebiet kann sich ändern; bitte vor der Reise den aktuellen Status überprüfen).
  3. Aussichtsplattform für das Nyainqêntanglha-Gebirge: Entlang der Qinghai-Tibet-Straße auf dem Weg zum Nam Co gibt es eine Aussichtsplattform, von der man den imposanten Hauptgipfel des Nyainqêntanglha (7162 m) sehen kann. Dies ist der beste Blickwinkel, um die symbiotische Beziehung zwischen „heiligen Bergen und heiligen Seen“ zu verstehen.
  4. Begrüßungssteine und Betende-Hände-Steine: Auf der Tashi-Halbinsel gelegen, sind dies berühmte Wahrzeichen des Nam Co. Zwei große, einander gegenüberstehende Felsblöcke werden als Torwächter des Sees betrachtet; Gläubige opfern hier oft Khata (weiße Seidenschals).
  5. Umgangspfad (Kora): Fromme Pilger umrunden den See zu Fuß. Die gesamte Strecke ist etwa 320-340 km lang und dauert in der Regel über zwei Wochen. Unterwegs passiert man Grasland, Feuchtgebiete und Klippen und kann ursprünglichste Natur und eine tiefe religiöse Atmosphäre erleben.

Praktische Informationen

Die folgenden Informationen basieren auf derzeit verfügbaren öffentlichen Quellen. Bitte überprüfen Sie vor Ihrer Reise unbedingt die aktuellen Angaben über offizielle Kanäle, insbesondere Öffnungszeiten und Straßenverhältnisse.

Thema Konkrete Informationen Anmerkungen
Eintritt Hauptsaison (1. Mai - 31. Okt.): 120 RMB/Person
Nebensaison (1. Nov. - 30. Apr.): 60 RMB/Person
Das Ticket beinhaltet in der Regel das Kerngebiet der Tashi-Halbinsel. Separate Gebiete wie das Heilige Elefantentor können extra kosten.
Öffnungszeiten Durchgehend geöffnet (Kassenschalter am Eingang i.d.R. 09:00 - 18:00) Aufgrund der großen Höhe wird empfohlen, bei Tageslicht zu besuchen. Im Winter können Teile wegen Schnee gesperrt sein.
Beste Reisezeit Juni - September Dann ist das Wetter relativ mild, das Grasland grün und der See eisfrei. Juli-August ist Regenzeit mit wechselhaftem Wetter.
Anreise 1. Mietwagen/Eigenes Auto: Von Lhasa über die Qinghai-Tibet-Straße (G109) nach Damxung, dann auf die Nam Co Touristenstraße. Gesamt ca. 220 km, Fahrtzeit 4-5 Std.
2. Touristenbus: Reisebüros in Lhasa bieten Tages- oder Zweitagestouren (geteilte/private Fahrten) zum Nam Co an.
Die Touristenstraße ist in Ordnung, aber kurvenreich; vorsichtiges Fahren ist erforderlich. Alle Besucher müssen in Damxung ein Ticket kaufen. Im Winter Schneeketten mitführen.
Höhe & Gesundheit Seehöhe 4718 m, Risiko für Höhenkrankheit. Empfohlen: 1-2 Tage Akklimatisierung in Lhasa (3650 m). Sauerstoffflaschen, Rhodiola-Präparate etc. mitnehmen, langsam bewegen, Anstrengung vermeiden.
Unterkunft & Verpflegung Auf der Tashi-Halbinsel gibt es einfache Hütten und Zeltunterkünfte mit einfachen Bedingungen. Einfache Mahlzeiten sind verfügbar. Dringend empfohlen: Schlafsack, energiereiche Snacks und Trinkwasser selbst mitbringen. Wer höhere Ansprüche hat, kann nach Lhasa oder Damxung zurückkehren.
Wichtige Hinweise 1. Respektieren Sie lokale religiöse Bräuche. Umrunden Sie Mani-Steinhaufen und Gebetsfahnen im Uhrzeigersinn.
2. Schützen Sie die Umwelt. Werfen Sie keinen Müll in den See.
3. Sehr große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Selbst im Sommer Daunenjacke, Mütze, Handschuhe etc. mitnehmen.
4. Sonnenschutz ist unerlässlich (hoher Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille, Hut).

Referenzen

  1. Tourismusentwicklungsbehörde des Autonomen Gebiets Tibet - Vorstellung des Nam Co Scenic Area: http://lyfzt.xizang.gov.cn/ (Bitte beachten: Inhalte auf Regierungswebsites können aktualisiert werden. Suchen Sie nach „纳木错“ für die neuesten Informationen.)
  2. Chinese National Geography - „Nam Co: Der Ort, an dem man mit den Göttern flüstert“: Detaillierte Bild- und Textreportagen auf der Magazin-Website oder in älteren Ausgaben, über deren offizielle Website oder Datenbank abrufbar.
  3. Website der Volksregierung des Kreises Damxung - Tourismusinformationen: Bietet aktuelle Tourismusrichtlinien, Verkehrs- und Wetterhinweise vor Ort. Zugänglich über die entsprechende Sektion des Portals der Kreisregierung Damxung.

Available in other languages

Comments (0)