Synopsis
"Ju Dou" ist ein 1990 von Zhang Yimou und Yang Fengliang gemeinsam inszeniertes Filmdrama, mit Gong Li und Li Baotian in den Hauptrollen. Der Film basiert auf Liu Hengs Roman "Fuxi Fuxi". Er erzählt die verbotene Liebe zwischen der jungen Ehefrau Ju Dou und ihrem Manns Neffen Yang Tianqing in einer feudalen Familie. Auf Douban hat er eine Bewertung von 8,2 Punkten, erhielt einen Sonderpreis der Internationalen Filmfestspiele von Cannes und war für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert.
Überblick
"Ju Dou" ist ein chinesischer Film aus dem Jahr 1990, der gemeinsam von Zhang Yimou und Yang Fengliang inszeniert wurde. Das Drehbuch von Liu Heng basiert auf seinem eigenen Roman "Fuxi Fuxi". Die Hauptrollen spielen Gong Li und Li Baotian, unterstützt von Li Wei und anderen. Der Film hat eine Laufzeit von 95 Minuten und eine Douban-Bewertung von 8,2 Punkten. Der Film gewann den ersten Luis Buñuel Special Prize auf den 43. Internationalen Filmfestspielen von Cannes und war für den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film bei der 63. Oscar-Verleihung nominiert. Zusammen mit "Rotes Kornfeld" und "Die rote Laterne" wird er als Zhang Yimous Farben-Trilogie bezeichnet.
Der Film spielt in den 1920er Jahren im ländlichen Anhui und erzählt die Geschichte einer verbotenen Liebe in einer feudalen Großfamilie. Die junge und schöne Ju Dou wird an den impotenten alten Grundherrn Yang Jinshan verkauft. Im Umgang mit Yang Jinshans Neffen, Yang Tianqing, entwickelt sie Gefühle für ihn. Diese von der Gesellschaft nicht geduldete Liebe führt schließlich zu einem tragischen Ende.
Handlung
Yang Jinshan (gespielt von Li Wei) ist der Besitzer der Yang-Färberei. Er ist bereits alt, hat aber immer noch keinen Nachkommen. Er kauft die junge und hübsche Ju Dou (gespielt von Gong Li) als Frau, in der Hoffnung, die Familienlinie fortzusetzen. Yang Jinshan ist jedoch tatsächlich impotent, und Ju Dou leidet in der Yang-Familie Qualen. An den hohen Wänden der Färberei hängen farbenfrohe Stoffbahnen zum Trocknen, was einen starken Kontrast zwischen den schönen Bildern und der grausamen Realität bildet.
Yang Jinshans Neffe Yang Tianqing (gespielt von Li Baotian) heimlicht Ju Dou schon lange. Im Laufe der Zeit entwickeln Ju Dou und Yang Tianqing Gefühle füreinander und beginnen eine geheime Beziehung. Ju Dou bringt nacheinander zwei Söhne zur Welt, Tianbai und Tianhei, die tatsächlich beide Yang Tianqings Kinder sind, aber nach außen hin als Yang Jinshans Nachkommen ausgegeben werden.
Nachdem der alte Yang Jinshan einen Schlaganfall erleidet und gelähmt ist, entdeckt er die Beziehung zwischen Ju Dou und Yang Tianqing. In seiner Wut versucht er, sich zu rächen, ist jedoch aufgrund seiner körperlichen Behinderung machtlos. Schließlich stirbt Yang Jinshan bei einem Unfall, als er in den Färbekessel stürzt.
Nach Yang Jinshans Tod glauben Ju Dou und Yang Tianqing, endlich zusammen sein zu können. Doch ihr Sohn Tianbai, der heranwächst, empfindet tiefe Abscheu vor der inzestuösen Beziehung seiner Eltern. In einem Streit stößt Tianbai Yang Tianqing in den Färbekessel, wo dieser stirbt. In ihrer Verzweiflung zündet Ju Dou die Färberei an.
Besetzung
| Schauspieler | Rolle | Beschreibung |
|---|---|---|
| Gong Li | Ju Dou | Die junge Frau von Yang Jinshan, verliebt in Yang Tianqing |
| Li Baotian | Yang Tianqing | Neffe von Yang Jinshan, verliebt in Ju Dou |
| Li Wei | Yang Jinshan | Besitzer der Yang-Färberei, Ehemann von Ju Dou |
Kultureller Einfluss
"Ju Dou" ist eine von Zhang Yimous tiefgründigsten Auseinandersetzungen mit feudaler Etikette und menschlichem Begehren. Die Färberei im Film ist eine raffinierte Metapher – die farbenfrohen Stoffbahnen symbolisieren die Vielfalt des Lebens und das Aufwallen der Begierde, während die hohen Mauern der Färberei die Einschränkung der menschlichen Natur durch die feudale Etikette symbolisieren. Die Bilder der im Wind flatternden Stoffe gehören zu den schönsten Aufnahmen in der Geschichte des chinesischen Films.
Der Film setzt Zhang Yimous extremes Streben nach Farben fort. Die Bilder von roten, gelben und blauen Stoffbahnen, die im Sonnenlicht vor der Färberei flattern, stehen in scharfem Kontrast zur unterdrückten menschlichen Natur. Besonders die Szene, in der Ju Dou Stoff im Innenhof trocknet, wo die von oben herabhängenden farbigen Stoffbahnen wie ein Wasserfall wirken, ist grandios und schön.
Der Film erhielt international hohes Ansehen. Die Jury der Filmfestspiele von Cannes war der Ansicht, dass der Film mit meisterhafter visueller Sprache eine universelle Geschichte über Menschlichkeit und Unterdrückung erzählt. Die Oscar-Nominierung für den besten fremdsprachigen Film lenkte die Aufmerksamkeit weiterer Menschen auf dieses Werk. Der Film hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die Arbeit vieler späterer chinesischer Regisseure.
Referenzen
- Douban Film: https://movie.douban.com/subject/1293322/
- Baidu Baike: https://baike.baidu.com/item/菊豆
- Wikipedia: https://zh.wikipedia.org/zh-cn/菊豆
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