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Verschwinden im Staub

隐入尘烟
Rating
8.4 / 10
Year
2022
Director
Li Ruijun
Duration
133 min
Views
77
Cast
Hai Qing Wu Renlin

Synopsis

"Ein Leben im Verborgenen" ist ein Kunstfilm aus dem Jahr 2022 mit einer Douban-Bewertung von 8,4 Punkten, unter der Regie von Li Ruijun und mit Hai Qing und Wu Renlin in den Hauptrollen. Der Film erzählt die Geschichte zweier verlassener Bauern am unteren Ende der Gesellschaft in Nordwestchina, die sich in schwierigen Zeiten gegenseitig unterstützen und eine zärtliche Liebe entwickeln. Mit Produktionskosten von nur 2 Millionen Yuan startete der Film am Eröffnungstag mit einem Einspielergebnis von 360.000 Yuan, das sich später auf 104 Millionen Yuan steigerte, und schuf damit ein Wunder an den Kinokassen für einen Kunstfilm. Er wurde für den Hauptwettbewerb der 72. Internationalen Filmfestspiele Berlin ausgewählt und war der erste chinesische Film seit 2019, der in den Hauptwettbewerb eines der drei großen europäischen Filmfestivals aufgenommen wurde.

Überblick

"Return to Dust" ist ein chinesischer Arthouse-Film aus dem Jahr 2022, geschrieben und inszeniert von Li Ruijun, mit Hai Qing und Wu Renlin in den Hauptrollen. Der Film spielt im ländlichen Nordwesten Chinas, in der Provinz Gansu, und erzählt die berührende Geschichte von zwei sozialen Außenseitern – Ma Youtie und Cao Guiying –, die von ihren Familien verstoßen wurden. Nach einer arrangierten Heirat finden sie zueinander, stützen sich gegenseitig und bauen gemeinsam ein Zuhause auf. Der Film hat eine Douban-Bewertung von 8,4 Punkten und war 2022 der höchstbewertete einheimische Kinofilm auf Douban.

Der Film schrieb ein besonderes Kapitel in der chinesischen Filmgeschichte: Mit Produktionskosten von nur etwa 2 Millionen RMB und einem Starttag-Einspielergebnis von lediglich 360.800 RMB gelang ihm dank überwältigender Mundpropaganda ein beispielloser Erfolg. Der Gesamteinspielergebnis überschritt schließlich 104 Millionen RMB und wurde so zu einem Wunder für chinesische Arthouse-Filme. Der Film wurde für den Hauptwettbewerb der 72. Internationalen Filmfestspiele Berlin ausgewählt und war damit der erste chinesischsprachige Film seit 2019, der in den Hauptwettbewerb eines der drei großen europäischen Filmfestivals (Cannes, Berlin, Venedig) eingeladen wurde.

Handlung

Ma Youtie (gespielt von Wu Renlin) ist ein armer Bauer in Gansu, wortkarg und gutmütig. Er lebt bei seinem Bruder und dessen Frau und hat nur einen Esel als Begleiter. Cao Guiying (gespielt von Hai Qing) leidet seit ihrer Kindheit an einer Krankheit, ist gehbehindert und unfruchtbar. Sie wird von ihrer Familie als Belastung angesehen. Die beiden Familien beschließen, diese beiden unerwünschten Personen zusammenzubringen.

Die Hochzeit von Ma Youtie und Cao Guiying findet ohne jegliche Zeremonie statt – kein Brautkleid, kein Festmahl, keine Segenswünsche. Doch nach der Heirat finden die beiden einsamen Seelen zueinander. Gemeinsam züchten sie Hühner, bestellen das Land und bauen ein Haus, Ziegel für Ziegel aus Lehm. Sie säen im Frühling, ernten im Sommer und dreschen im Herbst – bei harter Arbeit auf dem Land ist ihr Leben zwar arm, aber erfüllt von Wärme und Hoffnung.

Doch das Schicksal meint es nicht gut mit dem unglücklichen Paar. Das Ende des Films ist herzzerreißend: Guiying ertrinkt bei einem Unfall im Wasser. Nachdem Youtie das einzige Licht in seinem Leben verloren hat, wählt er den Weg der Erlösung. Das Lehmhaus, das sie mit ihren eigenen Händen gebaut haben, wird von einem Bulldozer plattgewalzt, alles kehrt in Staub und Rauch zurück.

Besetzung

Schauspieler Rolle Beschreibung
Hai Qing Cao Guiying Eine behinderte Bäuerin, von ihrer Familie verachtet
Wu Renlin Ma Youtie Ein wortkarger, gutmütiger Bauer, Laiendarsteller

Wu Renlin ist der Onkel mütterlicherseits von Regisseur Li Ruijun, ein echter Bauer aus Gansu, der zuvor noch nie in einem Film mitgespielt hatte. Seine Darstellung wirkt völlig natürlich – denn was er auf der Leinwand tut, ist genau das, was er im wirklichen Leben jeden Tag tut: einen Esel treiben, das Land bestellen, ein Haus bauen, Getreide dreschen. Diese authentische Darstellung verleiht der Figur des Ma Youtie eine erschütternde Glaubwürdigkeit.

Hai Qing ist eine bekannte chinesische Schauspielerin. Für diese Rolle gab sie sich große Mühe: Sie trat ohne Make-up auf, lernte den nordwestlichen Dialekt und imitierte den Gang und die Gesten einer behinderten Person. Ihre feinfühlige Darstellung porträtiert Cao Guiying als eine demütige, aber lebensbejahende Frau auf ergreifende Weise.

Das Wunder an der Kinokasse

Kennzahl Daten
Produktionskosten Ca. 2 Millionen RMB
Einspielergebnis am Starttag 360.800 RMB
Starttag-Spielflächenanteil 2,3%
Gesamteinspielergebnis 104 Millionen RMB
Höchstes Tageseinspielergebnis 14,378 Millionen RMB
Douban-Bewertung 8,4 Punkte (Höchstbewertung für einen einheimischen Film 2022)
Anzahl der Bewertungen Über 600.000

Der überraschende Kassenerfolg von "Return to Dust" ist eine der bewegendsten Geschichten auf dem chinesischen Filmmarkt. Zu Beginn war der Spielflächenanteil des Films extrem gering, viele wussten nicht einmal von seiner Existenz. Doch durch die positive Mundpropaganda der Zuschauer stiegen Spielflächenanteil und Einspielergebnis von Tag zu Tag. Von 360.000 auf 104 Millionen – dieser Film überzeugte das Publikum allein durch seine Qualität.

Regisseur Li Ruijun

Li Ruijun ist einer der Regisseure in China, die sich am beharrlichsten mit dem Thema Landleben beschäftigen. Er wurde in Gaotai, Gansu, geboren, und alle seine Filme spielen im ländlichen Raum seiner Heimat. "Return to Dust" ist sein sechster Spielfilm. Er nutzt seine Heimat und seine eigenen Familienmitglieder (wie seinen Onkel Wu Renlin), um das authentischste Leben der chinesischen Bauern zu erzählen. Seine Werke sind zwar keine Kassenschlager, aber jedes einzelne ist erfüllt von einer tiefen Zuneigung zum Land und zu den Bauern.

Kulturelle Bedeutung

"Return to Dust" zeigt dem städtischen Publikum die authentischste Seite des chinesischen Landlebens – nicht die romantische Idylle, auch nicht bewusst verzerrte Armut, sondern den Überlebenskampf gewöhnlicher Bauern auf dem Land. Ein Satz von Ma Youtie im Film ließ unzählige Zuschauer weinen: "Was kann das Weizenkorn schon zur Sichel sagen? Was kann das Weizenkorn schon zum Spatz sagen, der es pickt?" Diese stoische Hinnahme des Schicksals drückt die tiefste Überlebensphilosophie der chinesischen Bauern über Jahrtausende aus.

Referenzen

  1. Douban Movies: https://movie.douban.com/subject/35131346/
  2. Baidu Baike: https://baike.baidu.com/item/隐入尘烟
  3. Berlin International Film Festival: https://www.berlinale.de/
  4. Box Office Data: https://baike.baidu.com/item/隐入尘烟

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