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Tianjin Goubuli Baozi

天津狗不理包子
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Synopsis

Übersicht

Die Tianjin Goubuli Baozi sind eine berühmte traditionelle chinesische Delikatesse und das erste der "Drei Kostbarkeiten" Tianjins (die anderen beiden sind die Ohrenauge-Frittierte Reiskuchen und die Achtzehnte-Straße-Mahua). Der Name bedeutet nicht, dass "sogar Hunde die Baozi ignorieren", sondern leitet sich vom Spitznamen "Gouzi" (Hündchen) des Gründers Gao Guiyou und der amüsanten Anekdote ab, dass sein Geschäft so gut lief, dass er keine Zeit für seine Kunden hatte...

Überblick

Die Goubuli-Brötchen aus Tianjin sind ein berühmter traditioneller chinesischer Snack und das erste der „Drei Kostbarkeiten“ Tianjins (die anderen beiden sind die Ohrenloch-Frittierteigkuchen und die 18th-Street-Mahua). Der Name bedeutet nicht, dass „sogar Hunde sie ignorieren“, sondern leitet sich vom Kosenamen „Gouzi“ (Hündchen) des Gründers Gao Guiyou und einer amüsanten Anekdote über seinen geschäftigen Betrieb ab, der keine Zeit für Kunden ließ. Goubuli-Brötchen sind weithin für ihre einzigartigen Eigenschaften bekannt: sorgfältig ausgewählte Zutaten, dünner Teig mit viel Füllung, frischer und aromatischer Geschmack, fettig aber nicht schwer. Nach über hundert Jahren der Weitergabe sind sie zu einem glänzenden Juwel in der chinesischen Esskultur geworden. Im Jahr 2011 wurde ihre Herstellungskunst in die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes Chinas aufgenommen.

Historischer Hintergrund

Die Geschichte der Goubuli-Brötchen reicht bis in die Xianfeng-Ära der Qing-Dynastie (1858 n. Chr.) zurück. Der Gründer Gao Guiyou (1829-1912) kam als Kind aus Yangcun, Wuqing, Hebei, nach Tianjin und wurde Lehrling in einem Dampfgebäckladen. Geschickt und clever, erwarb er sich hervorragende Fähigkeiten in der Brötchenherstellung. Nach Abschluss seiner Lehre eröffnete er am Sancha-Flusshafen in Houjiahou, Alt-Tianjin, einen Brötchenladen namens „De Ju Hao“. Die von ihm hergestellten Brötchen waren streng in der Verarbeitung, ausgezeichnet im Geschmack, und sein Geschäft florierte. Da sein Kosename „Gouzi“ war und er, wenn es geschäftig war, keine Zeit hatte, mit Kunden zu sprechen, scherzten die Leute: „Gouzi verkauft Brötchen und ignoriert die Leute“. Mit der Zeit ersetzte der humorvolle Name „Goubuli“ den Namen „De Ju Hao“ und wurde zum Namen der Brötchen, der bis heute überliefert ist. Nach Phasen der öffentlich-privaten Partnerschaft und Markenentwicklung ist „Goubuli“ heute eine in China und international renommierte alte chinesische Marke.

Zutaten und Zubereitung

Die Herstellungskunst der Goubuli-Brötchen ist äußerst anspruchsvoll und betont die einzigartige Technik von „sieben Teile Füllung, drei Teile Teig“ und „Wasserfüllung mit halb gegorenem Teig“. Der Kern liegt in der perfekten Kombination aus sorgfältig ausgewählten Zutaten und feiner Handarbeit.

Hauptzutaten und klassischer Zubereitungsprozess

Bestandteil Kernzutaten und Anforderungen Traditionelle handwerkliche Schlüsselpunkte
Teighülle Ausgewähltes Weizenmehl, klares Wasser. Verwendung der „Yi Gong Fei“-Technik (halb gegorener Teig). Die Wassertemperatur zum Kneten variiert je nach Jahreszeit: lauwarm im Frühling/Herbst, kühl im Sommer, heiß im Winter. Der Teig muss gleichmäßig und durchgeknetet werden, bis er glatt ist. Halbgegorener Teig verleiht der Hülle sowohl die Weichheit von Hefeteig als auch die Zähigkeit von ungegorenem Teig. Nach dem Dämpfen lässt sich das Brötchen wie eine Laterne hochheben und sieht wie eine Chrysantheme aus, ohne dass die Brühe austritt.
Füllung Schweinefleisch: Traditionell wird Vorderschulterfleisch verwendet, mit einem Fett-Mager-Verhältnis von ca. 3:7 oder 4:6.
Gewürze: Ingwer, Frühlingszwiebeln, Sojasauce, Sesamöl, Knochenbrühe oder Wasser.
1. Füllung zubereiten: Das Fleisch wird von Hand gehackt und mit Ingwer, Sojasauce usw. gewürzt.
2. Wasser einarbeiten: Knochenbrühe oder Wasser wird portionsweise hinzugefügt und kräftig in eine Richtung eingerührt, bis die Füllung locker, elastisch und von klebrig-breiiiger Konsistenz ist. Dies ist das Wesen der „Wasserfüllung“.
3. Zugabe vor dem Formen: Unmittelbar vor dem Formen werden Frühlingszwiebeln und Sesamöl untergemischt, um Frische und Aroma zu gewährleisten.
Formgebung - Jedes Brötchen muss mindestens 18 gleichmäßige, klare Falten haben, die einer weißen Chrysantheme ähneln. Gewicht und Größe sind einheitlich.
Dämpfen - Bei starker Hitze und kochendem Wasser im Dämpfkorb dämpfen. Die Zeit wird streng kontrolliert, in der Regel etwa 8-10 Minuten, bis die Brötchen durchgegart und prall sind.

Kulturelle Bedeutung

Goubuli-Brötchen haben längst den Bereich eines einfachen Snacks überschritten und sind zu einer kulturellen Visitenkarte Tianjins und sogar Chinas geworden. Sie tragen die Erinnerung an die Alltagskultur des modernen Tianjiner Hafenhandelsplatzes in sich. Ihr Name selbst ist ein lebendiges und interessantes lebendes Fossil der Volkssprache und spiegelt den Humor und die Weisheit der einfachen Leute wider. Als nationales immaterielles Kulturerbe repräsentiert die Weitergabe ihrer handwerklichen Kunst das Festhalten am Geist des Handwerks. Von der Straßenküche bis zum Staatsbankett haben Goubuli-Brötchen den sozialen Wandel Chinas miterlebt und sind zu einem unverzichtbaren klassischen kulinarischen Symbol im kulturellen Austausch zwischen China und dem Ausland geworden. Goubuli zu probieren ist nicht nur ein Genuss für die Geschmacksknospen, sondern auch eine Erfahrung der traditionellen chinesischen Esskultur und der hundertjährigen Geschichte einer alten Marke.

Referenzen

  1. Chinesisches Immaterielles Kulturerbe-Netzwerk · Digitales Museum des Chinesischen Immateriellen Kulturerbes - Einführung in die Herstellungskunst von Goubuli-Brötchen
    http://www.ihchina.cn/project_details/14313/
  2. Offizielle Website der Tianjin Goubuli Group Co., Ltd. - Markengeschichte
    http://www.goubuli.com.cn/about.aspx?type=2 (Hinweis: Informationen von Unternehmenswebsites sollten mit anderen autoritativen Quellen abgeglichen werden.)
  3. Offizielle Website des Tianjin Municipal Bureau of Culture and Tourism - Einführung zu charakteristischen Projekten des immateriellen Kulturerbes in Tianjin (einschließlich Goubuli-Brötchen)
    http://whly.tj.gov.cn/ZWGKYL/2021whtl/202111/t20211105_5668987.html
  4. Xinhua News Agency - Bericht „Geschichte des immateriellen Kulturerbes: Vergangenheit und Gegenwart der Goubuli-Brötchen“
    http://www.xinhuanet.com/politics/2016-06/11/c_129053123.htm (Zugriff über die offizielle Xinhua-Website oder legale News-Aggregatoren möglich)

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